EMA Trading

EMA steht für Exponential Weighted Moving Average, zu Deutsch: Exponentiell gewichteter gleitender Durchschnitt. Ein EMA unterscheidet sich von einfachen gleitenden Durchschnitten durch den Gewichtungsfaktor, der neueren Kursen ein höheres Gewicht einräumt als älteren Kursen.

Die in den meisten Programmen anzutreffenden Standardeinstellungen sehen für den Kurs des letzten Handelstages bei einer Periodenlänge von 10 Tagen z. B. ein Gewicht von 18,18 %, bei 5 Tagen von 33,33 % vor. Bei einer linearen Gewichtung wären 10 % bzw. 20 % anzusetzen.

Das höhere Gewicht jüngerer Kurse führt dazu, dass der EMA dem Markt schneller folgt als ein einfacher Durchschnitt.

Gleitende Durchschnitte sind – unabhängig von ihrer Gewichtung – trendfolgende Indikatoren. Ein Handelssignal liegt der allgemeinen Definition nach vor, wenn der Markt den EMA von unten nach oben durchkreuzt. Analog wird das Durchkreuzen des EMA von oben nach unten als Verkaufssignal interpretiert.

Die Abbildung unten zeigt einen 200 Tage EMA auf den Deutschen Aktienindex (DAX). Wie sich gut erkennen lässt, generierte der EMA Ende 2012 ein Kaufsignal, in dessen Folge der DAX von ca. 6.500 auf mehr als 10.000 Punkte zulegte.

In der Tat funktionieren EMAs wie alle trendfolgenden Ansätze in starken Trendphasen sehr gut. In Seitwärtsmärkten kommt es dagegen sehr häufig zu Fehlsignalen.

Screenshot: EMA im DAX (Quelle: Guidants)

Screenshot: EMA im DAX (Quelle: Guidants)