Wie entstehen Wechselkurse?

Im Folgenden beantworten wir die Frage, wie Wechselkurse entstehen. So ergeben sich heutzutage die Wechselkurse durch Angebot und Nachfrage. Allerdings war dies nicht immer so und es gab daher auch Zeiten, an denen die Wechselkurse fest waren. In diesem Fall erhielt man somit zum Beispiel für einen US Dollar (USD) immer eine genau vorher festgelegte Menge an Britischen Pfund (GBP).

Wie entstehen Wechselkurse: Wie gesagt, ist dies heutzutage allerdings nicht mehr der Fall. Daher kann man als Trader und Anleger auch auf die Veränderungen der Wechselkurse spekulieren. Im Folgenden werden wir daher klären, durch welche Faktoren die Wechselkurse beeinflusst werden. Der Handel mit Währungen findet an der globalen Börse für Währungsgeschäfte, der „Forex“, statt. Die Besonderheit der Forex besteht darin, dass man dort unter der Woche rund um die Uhr handeln kann. Daher ist der Währungshandel auch bei solchen Tradern beliebt, die sich nur nebenberuflich der Börse widmen können. Denn in diesem Fall kann man zum Beispiel auch erst nach Feierabend traden.

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Wie funktionieren Wechselkurse? Währungen werden an der Forex nicht einzeln, sondern immer in Währungspaaren gehandelt. Das wichtigste und meist gehandelte Devisenpaar ist der Euro / US Dollar (EUR / USD). Eine große Bedeutung haben außerdem das Britische Pfund / US Dollar (GBP / USD) und der US Dollar / Japanische Yen (USD / JPY). Wie man sieht, werden Währungen immer mit drei Buchstaben abgekürzt. Die ersten beiden Buchstaben stehen dabei für das Land und der dritte Buchstabe bezeichnet die jeweilige Landeswährung. So stehen beispielsweise die Abkürzungen CHF für den Schweizer Franken und AUD für den Australischen Dollar.

Wie werden Wechselkurse angegeben? Beim Handel mit Währungen muss man sich auch zunächst daran gewöhnen, dass das Trading auf sehr kleinen Zeiteinheiten stattfindet (mitunter auf der vierten Nachkommastelle). Außerdem werden Kursveränderungen nicht in Punkten, sondern in Pips angegeben. Dazu ein Beispiel: Notiert das Währungspaar Euro / US Dollar bei 1,1990 Pips und steigt der EUR / USD um 10 Pips, so lautet der neue Kurs 1,2000 Pips. Das bedeutet, dass man für einen Euro 1,20 US Dollar erhält.

Wie entstehen Wechselkurse?

Wie ergeben sich Wechselkurse? Als Anleger und Trader kann man zwei verschiedene Methoden nutzen, um die Kurse zu analysieren und um Vorhersagen über künftige Kursentwicklungen treffen zu können: die fundamentale und die technische Analyse. Zu den fundamentalen Daten zählen insbesondere die Folgenden:

  • Entscheidungen der Notenbanken (zum Beispiel Senkung des Leitzinssatzes)
  • Veränderung der Konjunktur (zum Beispiel Erhöhung der Arbeitslosenzahlen in den USA)
  • Politische Ereignisse (zum Beispiel Wahlen)
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Wie werden Wechselkurse bestimmt: Ein gutes Beispiel für ein sehr wichtiges fundamentales Ereignis war eine Rede des ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi: So kündigte er im Jahr 2014 an, dass die Europäische Zentralbank alles in ihrer Macht stehende unternehmen werde, um den Euro zu erhalten. Von den Märkten wurde dies folgendermaßen interpretiert: Um den kriselnden Staaten der Eurozone zu helfen, würde die Europäische Zentralbank sehr viel Geld „drucken“.

Wie werden Wechselkurse bestimmt: Vor dieser Rede notierte das Währungspaar Euro / US Dollar bei rund 1,4000 Pips. Im Folgenden kam es zu einer massiven Abwertung des Euro, welche das Währungspaar sogar auf Kurse von 1,0500 Pips führte. Erklären lässt sich dies folgendermaßen: durch eine Ausweitung der Geldmenge erhöht sich das Angebot an Euro. Da sich der Preis an der Börse durch Angebot und Nachfrage ergibt, führt dies bei einer gleich bleibenden Nachfrage zu geringeren Preisen.

Wie entstehen Wechselkurse?

Wie entstehen Wechselkurse: Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die Leitzinssätze, welche von den Notenbanken bestimmt werden. Wenn zum Beispiel die Europäische Zentralbank beschließt, den Leitzinssatz zu erhöhen, so wird hierdurch der Euro tendenziell aufgewertet. Denn aufgrund der höheren Zinsen ist es für ausländische Investoren attraktiver, in der Eurozone ihr Geld anzulegen. Dafür ist es aber notwendig, dass sie ihre ausländische Währung in Euro tauschen. Somit erhöht sich die Nachfrage nach dem Euro, was zu einer Erhöhung des Preises führt.

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Wie funktionieren Wechselkurse: Häufig kann man an der Börse dabei Folgendes beobachten: Die dargestellten fundamentalen Ereignisse bestimmen oftmals die große Trendrichtung. So hat zum Beispiel die Rede von Mario Draghi einen langanhaltenden Abwärtstrend beim Währungspaar EUR / USD ausgelöst. Wie sich die Kurse dann allerdings innerhalb dieses Trends verhalten, lässt sich häufig sehr gut mit der technischen Analyse erklären. Die technische Analyse besteht unter anderem aus der Charttechnik und dem Einsatz von technischen Indikatoren. Ein sehr beliebter Indikator ist beispielsweise der RSI Indikator. Dieser gibt einem Auskunft darüber, in welcher Verfassung sich der Markt aktuell befindet.

So pendelt der RSI auf einer Skala von 0 bis 100. Wichtig sind hierbei vor allem die Werte 30 und 70. Sinkt der Indikator beispielsweise unter 30, so bedeutet dies, dass man es mit einem überverkauften Markt zu tun hat. In diesem Fall sollte man mit weiteren Short Positionen vorsichtig sein, da damit zu rechnen ist, dass die Kurse schon bald nach oben drehen werden. Sobald der RSI wieder über den Wert von 30 ansteigt, entsteht sogar ein Signal für einen Long Trade. Diesen kann man als Trader nutzen, um auf steigende Kurse zu spekulieren. Wie man sieht, sollte man daher als Anleger und Trader sowohl auf fundamentale Daten, als auch auf die technische Analyse achten. Denn damit lassen sich in der Regel die besten Ergebnisse erzielen.

Wie entstehen Wechselkurse?

Wie entstehen Wechselkurse: Wer den Handel mit Währungen einmal selbst ausprobieren möchte, kann hierzu ein kostenloses Demokonto bei einem Forex Broker eröffnen. Dazu sind in der Regel nur wenige Minuten erforderlich. Auf dem Demokonto stellt einem der Forex Broker ein virtuelles Guthaben zur Verfügung. Häufig beläuft sich dieses unserer Erfahrung nach auf 10.000 €.

Diesen Betrag kann man nutzen, um das Trading mit Währungen ohne Risiko kennen zu lernen. Auf dem Demokonto kann man zum Beispiel auch den gerade dargestellten RSI Indikator testen. Zudem bietet sich ein solches Konto dafür an, um den Handel mit verschiedenen Währungspaaren auszuprobieren. Viele Broker bieten ihren Kunden heutzutage auch umfangreiche Schulungsangebote, um sie beim Erlernen des Tradings zu unterstützen. Besonders hilfreich sind hier erfahrungsgemäß die Trading Webinare und Videos. Denn bei diesen hat man die Möglichkeit, erfahrenen Händlern beim Trading mit Währungen zuzusehen.

Um einen guten Anbieter für den Währungshandel zu finden, bietet es sich an, unseren großen Broker Vergleich zu nutzen.

Bilderquelle:

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