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IPO lässt auf sich warten: Wann können Anleger Starlink Aktien kaufen?

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Verfasser: Ruben Wunderlich

Redakteur: Marcel Tirschmann

Aktualisiert von: Michael Arciprete am 02.09.2026

Lange war unklar, ob und wann Starlink an die Börse geht – und ob dies sogar vor dem Mutterkonzern SpaceX selbst passieren könnte. Diese Frage hat sich inzwischen geklärt: SpaceX ist im Juni 2026 unter dem Kürzel SPCX an der Nasdaq gestartet, und zwar als Gesamtunternehmen, ohne Starlink separat abzuspalten. Wer heute in Starlink investieren möchte, kauft dafür SpaceX-Aktien. Im Folgenden erfahren Sie, wie es dazu kam und was das für Anleger bedeutet.

  • Starlink ist seit Juni 2026 Teil des börsennotierten SpaceX-Konzerns (Kürzel: SPCX).
  • Eine eigenständige Starlink-Aktie gibt es nicht und ist auch nicht geplant.
  • Anleger können über den Kauf von SPCX-Aktien an der Nasdaq indirekt in Starlink investieren.
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Starlink Aktie

Starlink ist seit Juni 2026 über den SpaceX-Börsengang indirekt handelbar

Starlink und der SpaceX-Börsengang

▶️ Ja – zumindest indirekt. Starlink selbst hat keinen eigenen Börsengang durchgeführt. Stattdessen ist Mutterkonzern SpaceX am 12. Juni 2026 unter dem Kürzel SPCX an der Nasdaq gestartet, und Starlink wurde als integraler Geschäftsbereich Teil dieses Börsengangs.

▶️ Im Börsenprospekt (S-1) nannte SpaceX das Wachstum von Starlink bei den Satelliteninternet-Abonnements sogar als einen der zentralen Werttreiber für die Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar beim Börsendebüt.

Die früher diskutierte Frage, ob Starlink noch vor SpaceX selbst oder gar getrennt von SpaceX an die Börse gehen könnte, hat sich damit erledigt.

Ein eigenständiges börsennotiertes Satellitennetzwerk-Unternehmen bleibt weiterhin eine Seltenheit; wie zuvor gibt es zum Beispiel bei Virgin Galactic nur wenige vergleichbare Space Aktien, die Anleger direkt kaufen können.

✅ Wer an der Erfolgsgeschichte von Starlink teilhaben möchte, kann das seit Juni 2026 über den Kauf von SPCX-Aktien an der Nasdaq tun.

Starlink

Starlink hat keinen eigenen Aktienkurs – der SpaceX-Kurs (SPCX) bildet die Wertentwicklung ab

Vor dem Börsengang hatte Elon Musk wiederholt betont, dass ein IPO erst infrage komme, wenn der Cashflow des jeweiligen Geschäftsbereichs planbar und das Unternehmen profitabel sei – eine Reihe von Bedingungen, die sich am Beispiel der eigenen Tesla-Aktie diskutieren ließ, die lange nicht profitabel war. Mit dem tatsächlichen IPO im Juni 2026 hat sich diese Haltung erkennbar verändert; zu den genauen Beweggründen hat sich das Unternehmen öffentlich nicht im Detail geäußert.

Der Grund ist simpel: Das Vorhaben, ein weltweites Satellitennetzwerk aufzubauen, bestehend aus über 40.000 Satelliten, kostet eine Menge Geld. Die Investmentbank Morgan Stanley geht davon aus, dass bis zum Jahr 2032 dafür rund 50 Milliarden Dollar aufgewendet werden müssten.

Vor dem Börsengang hatten Analysten wie Cathie Woods ARK Invest prognostiziert, SpaceX könne bis 2030 einen Wert von 2,5 Billionen US-Dollar erreichen – ausgehend von einer privaten Bewertung von rund 350 Milliarden US-Dollar. Tatsächlich ging es deutlich schneller: Bereits beim Börsengang im Juni 2026 erreichte SpaceX eine Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar, und Starlinks Wachstum war laut Börsenprospekt einer der Haupttreiber dieser Bewertung.

Starlink IPO

Elon Musk wählt den Starlink Börsengang Termin zu einem passenden Zeitpunkt/ Bilderquelle: rafapress / Shutterstock.com

Der Zeitpunkt im Juni 2026 traf dabei auf ein Marktumfeld, das den größten Börsengang der Geschichte ermöglichte – SpaceX sammelte beim IPO rund 75 Milliarden US-Dollar ein, deutlich mehr als der von Morgan Stanley geschätzte Kapitalbedarf für den weiteren Ausbau des Satellitennetzwerks.

Zunächst liegt der Fokus auf den USA, Kanada und Großbritannien. Stand Ende Mai 2025 hatte Starlink bereits 7,578 Satelliten im Erdorbit. Damit ist SpaceX, denn Starlink ist ja strenggenommen nur das Satellitennetzwerk, der größte Satellitenbetreiber der Welt.

Aber selbstverständlich sind die Planungen weltweit ausgerichtet. Auch in Deutschland wurde mit der Starlink Germany GmbH bereits eine Tochterfirma installiert. Zudem gibt es Kooperationen mit Microsoft und hierzulande mit der Deutschen Telekom.

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Um zu verstehen, wie Starlink Geld verdient, muss zunächst geklärt werden, was Starlink eigentlich ist.

Starlink ist ein Projekt oder ein Teilbereich der Firma SpaceX. SpaceX ist ein US-amerikanisches Raumfahrt- und Telekommunikationsunternehmen, wie auch Blue Origin. SpaceX entwickelt und startet unter anderem Raumschiffe und Raketen.

Das erklärte Ziel ist es, irgendwann bemannte Reisen zum Mars zu ermöglichen und irgendwann den Mars sogar zu kolonisieren und damit das Leben auf anderen Planeten zu verbreiten.

Starlink Aktie kaufen

SpaceX, die Muttergesellschaft von Starlink. Sundry Photography / Shutterstock.com

Starlink wiederum ist das Satellitennetzwerk innerhalb von SpaceX. Das Kerngeschäft von Starlink besteht im Wesentlichen darin, eine Internetverbindung über Satelliten zu ermöglichen. Insbesondere in Gebieten, in denen aktuell kein oder nur ein sehr schwacher Internetzugang besteht, soll die Technologie zum Einsatz kommen.

Quelle: Statista

Das Ziel ist es, dass jeder Mensch auf der Welt, egal wo er sich befindet, Zugang zu schnellem Internet erhält. Starlink will dabei auch neue Maßstäbe im Hinblick auf Download- und Upload-Geschwindigkeiten setzen.

Nutzer kaufen dabei einmalig die Grundausrüstung (Tripod, Wi-Fi-Router und Terminal) und zahlen im Anschluss eine monatliche Gebühr.

  • Starlink verdient Geld mit dem Verkauf von Internetzugängen.
  • Aktuell hat das Unternehmen rund 10.000 Kunden.
  • Im Vergleich zu einer Region mit gutem Internetzugang sind die Preise allerdings nicht konkurrenzfähig.
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Das Set kostet einmalig 499 US-Dollar und die monatliche Gebühr 99 US-Dollar.

Aber warum sollten Nutzer sich für ein vergleichsweise teures Modell entscheiden, wenn man in Deutschland bereits ab 30 oder 40 Euro im Monat einen Internetzugang erhält?

Der Grund ist simpel: Ein stabiles und gutes Internet ist bei Weitem nicht flächendeckend vorhanden. Weder in Deutschland, noch anderswo auf der Welt. Die Technologie kann zudem auch auf Schiffen, in Flugzeugen und Fahrzeugen zum Einsatz kommen.

Starlink

Hinzukommt, dass Starlink noch am Anfang steht. Je mehr Nutzer es gibt, umso preiswerter kann das Unternehmen seine Dienstleistung anbieten. Außerdem soll es keine Datenbeschränkung geben. Das wäre revolutionär. Bisher ist das Datenvolumen bei Satellitengestützten Internetverbindungen begrenzt.

  • Weltweite Verfügbarkeit von schnellem und stabilem Internet
  • Geringe Latenz
  • Keine Begrenzung des Datenvolumens
  • Starlink ist bereits jetzt der größte Satellitenbetreiber der Welt
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Eine eigenständige Starlink-Aktie gibt es nicht, und einen eigenen Aktienkurs für Starlink wird es aller Voraussicht nach auch nicht geben – Starlink ist als Geschäftsbereich fest in SpaceX integriert.

Starlink Aktie

Was Anleger stattdessen verfolgen können, ist der Kurs der SpaceX-Aktie (SPCX) an der Nasdaq. Diese startete beim Börsengang im Juni 2026 bei einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar, eröffnete am ersten Handelstag bei rund 150 US-Dollar und zeigte sich seither volatil: Nach einem zwischenzeitlichen Tief von rund 108 US-Dollar Anfang August 2026 erholte sich die Aktie Mitte August wieder über die 135-Dollar-Marke und notierte zuletzt (Stand: Ende August 2026) bei etwa 142 US-Dollar. Da Starlink kein eigenständiges Geschäft mit eigenem Kurs ist, spiegelt der SPCX-Kurs die Entwicklung des gesamten Konzerns wider, nicht nur die von Starlink.

Da es keine eigenständige Starlink-Aktie gibt, läuft der Kauf praktisch über SpaceX-Aktien (SPCX). Auch dabei müssen Anleger grundlegend zwei Sichtweisen unterscheiden. Sie müssen sich überlegen, zu welcher Gruppe sie gehören wollen:

  • Starlink Aktie als Investor kaufen (langfristiges Halten)
  • Starlink Aktie traden (kurzfristiges Kaufen und Verkaufen)

Starlink Aktie

Thomas Dutour / Shutterstock.com

Beim kurzfristigen Traden von Aktien müssen Händler ganz andere Prinzipien beachten, als wenn sie als Investor aktiv werden wollen. In der Regel orientieren sich kurzfristig orientierte Händler an der Charttechnik.

Investoren dagegen, die langfristig, das heißt viele Jahre, am Unternehmen beteiligt sein wollen, sollten sich selbstverständlich intensiv mit der Firma als auch mit den Zukunftsaussichten der Branche beschäftigen.

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Im Folgenden werden aus fundamentaler Sicht die Vor- und Nachteile einer Investition in SpaceX bzw. Starlink über die SPCX-Aktie betrachtet.

🙂 Pro🙁 Kontra
✅ Sehr vielversprechende Technologie❌ Konkurrenz durch Amazon, die ein ähnliches Projekt verfolgen
✅ Internetzugang in allen, auch in den entlegensten Teilen der Welt❌ 5G-Technologie und der globale Ausbau der Breitbandverbindung macht Satellitentechnologie überflüssig
✅ Monatliche Einnahmen ermöglichen stabile Cashflows❌ Kostenintensive Technologie, möglicherweise ist es schwierig oder unmöglich profitabel zu wirtschaften.
✅ Hohe Nachfrage in Gegenden mit schlechter oder keiner Internetabdeckung.❌ Derzeit gibt es in wirtschaftlich schwachen Gegenden kaum Internetabdeckung. Das Interesse dort ist sicher groß, aber die finanziellen Mittel werden oft fehlen.
✅ Starlink könnte seine Angebote auch anderweitig vermarkten bzw. nutzen.

Hinweis: Elon Musk sagte selbst, dass bisher noch kein privates Satellitenunternehmen erfolgreich war. OneWeb, ein Unternehmen, welches das gleiche Ziel verfolgt, musste Ende 2020 Insolvenz anmelden

Auch wenn OneWeb durch eine Reorganisation neue Satelliten ins Weltall schicken kann, ist es fraglich, wie die Pläne nun weitergehen.

Starlink Börsengang

Beachten sollten Anleger zudem, dass vor allem in wirtschaftlich schwachen Teilen der Erde die Internetanbindung schwach ist. Dort wiederum wird sich kaum jemand die Kosten für das Starlink Angebot leisten können.

Was jedoch wieder ein enormer Vorteil für SpaceX-Aktionäre sein könnte, ist das gigantische Satellitennetzwerk. Die Technologie ist ausgesprochen vielversprechend. Möglicherweise kann Starlink mit diesem Netzwerk noch ganz andere Bereiche angreifen, außerhalb der privaten Internetverbindung.

Zusammenfassung
  • Starlink ist seit Juni 2026 über den SpaceX-Börsengang (Kürzel: SPCX) an der Nasdaq indirekt handelbar – eine eigene Starlink-Aktie gibt es nicht.
  • Starlinks Wachstum war laut Börsenprospekt einer der zentralen Werttreiber für die SpaceX-Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar beim Börsendebüt.
  • Die Technologie ist vielversprechend, sie bietet globales Internet in herausragender Qualität.
  • Möglicherweise hat Elon Musk auch weitere Pläne mit dem Starlink-Satellitennetzwerk.

Bildquellen:

  • shutterstock.com

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