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Verfasser: Ruben Wunderlich

Redakteur: Marcel Tirschmann

Aktualisiert von: Michael Arciprete am 01.12.2023

Tupperware Aktie: Unternehmen vor der Insolvenz – Ein Paradies für Trader

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Redakteur: Marcel Tirschmann

Aktualisiert von: Michael Arciprete am 01.12.2023

Die Tupperware Brands Corporation (NYSE: TUP) ist bekannt für hochwertige Küchen- und Haushaltsprodukte. Doch seit Ende 2020 verzeichnet die Tupperware Aktie einen starken Abwärtstrend. In unserem Artikel erfährst du, was mit der Tupperware Aktie los ist und ob es sich lohnt, sie zu kaufen. Wir beleuchten die aktuelle Situation des Unternehmens und beantworten wichtige Fragen wie die Prognose für die Tupperware Aktie, das Kursziel, und ob Tupperware sein Geld wert ist. Erfahre auch, wann Tupperware Dividende zahlt und ob das Unternehmen insolvent ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist mit der Tupperware Aktie los?: Tupperware Aktie verzeichnet einen Rückgang von rund 50 Prozent.
  • Die Situation im Unternehmen: Barmittel reichen nicht mehr für das Tagesgeschäft, Prüfung von Immobilienverkauf und Entlassungen, Versäumnisse bei der Modernisierung des Direktvertriebs, Herausforderungen bei der Ansprache junger Konsumenten.
  • Wann zahlt Tupperware Dividende?: Die Dividende wird in den Monaten Januar, April, Juli und Oktober ausgeschüttet.
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Tupperware Aktie kaufen oder nicht?

Das Unternehmen steht, wie auch Social Chain, kurz vor der Insolvenz, wie vermutlich auch Diebold Nixdorf. Nachlassende Verkäufe, zurückgehender Umsatz und Verluste machen das Geschäft zunehmend unprofitabel. Dabei hat Tupperware nicht das erste Mal mit einem Verlust zu kämpfen. Doch dieses Mal scheint es ernst zu sein.

Die Frage, ob Anleger Tupperware Aktien kaufen sollten oder nicht, ist damit fast überflüssig.

In dieser Aktien- und Unternehmensanalyse werfen wir einen genaueren Blick auf die Tupperware Aktie und bewerten das Potenzial für Anleger.

Oder, um es gleich vorwegzunehmen, wir beleuchten die Möglichkeiten für Trader, die kurzfristig von den starken Schwankungen profitieren möchten.

aktie tupperware

Die Aktie von Tupperware bricht ein/ Bilderquelle: tupperware.de

Sunhydrogen News

Tupperware Aktie: Unternehmen steht weiterhin unter Druck

Das Unternehmen hatte in den letzten Jahren mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen zu kämpfen.

Im November 2023 hat die Tupperware Brands Corporation die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse für das dritte Quartal des Jahres 2023 verschoben. Das Unternehmen erklärte, es benötige mehr Zeit, seine Finanzergebnisse abzuschließen.

Die Aktie von Tupperware hat in den letzten Wochen an leicht Wert gewonnen. Am 1.12.2023 notierte sie bei 1,501 Euro.

Das ist der aktuelle Tupperware Aktienchart:


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Über das Unternehmen Tupperware

Mit mehr als 70 Jahren Erfahrung in der Branche hat sich das Unternehmen dank seiner innovativen Produkte und dem einzigartigen Direktvertriebsmodell einen Namen gemacht.

Tupperware ist ein weltbekanntes Unternehmen, das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von hochwertigen Kunststoffbehältern für die Aufbewahrung von Lebensmitteln spezialisiert hat.

Gegründet im Jahr 1946 von Earl Silas Tupper, revolutionierte das Unternehmen den Haushaltswarenmarkt mit seinen innovativen, luftdichten und langlebigen Frischhaltebehältern.

Ein weiteres herausragendes Merkmal von Tupperware ist das erfolgreiche Vertriebsmodell. Es setzt auf den Direktverkauf durch unabhängige Beraterinnen und Berater.

Tupperware Aktie

Tupperware kann auf eine lange Firmenhistorie zurückblicken/ Bilderquelle: tupperware.de

Im Mittelpunkt stehen dabei Tupperpartys, bei denen Gastgeberinnen und Gastgeber Freunde und Bekannte einladen, um Tupperware-Produkte in einem geselligen Rahmen vorzustellen.

Diese Art des Vertriebs war genial. In geselliger Runde sitzt der Geldbeutel einfach lockerer.

Diese Art des Verkaufs hat es Tupperware ermöglicht, eine starke globale Präsenz aufzubauen und Millionen von zufriedenen Kunden zu gewinnen.

Doch es fand keine Weiterentwicklung statt. Die Zielgruppe, vornehmlich Frauen, hat heutzutage einfach keine Zeit mehr, zu Tupperpartys zu gehen.

Der zunehmende Vertrieb von Konkurrenzprodukten über das Internet und die Coronakrise haben dem Unternehmen, was auch am Kursverlauf der Tupperware Aktie deutlich wird, dann den Todesstoß versetzt.

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Tupperware Aktie Analyse

Umsätze seit Jahren rückläufig

Ein erster Blick auf die langfristige Entwicklung der Umsätze und Gewinne zeigt, wo das Problem liegt:

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Quelle: aktie.traderfox.com

Den Höhepunkt erlebte das Unternehmen im Jahr 2013. Seitdem sinken Umsatz und Gewinn kontinuierlich.

Erst fielen die Umsätze. Im Anschluss schrumpften auch die Gewinne. Eine Möglichkeit, um hier aus der Krise zu kommen, scheint derzeit nicht gegeben.

Dabei begann der Niedergang nicht erst mit der Coronakrise, in der keine klassischen Tupperpartys mehr möglich waren.

Das Unternehmen hat es nicht geschafft, die Vertriebsmethode weiterzuentwickeln. Auch wenn der Verkauf übers Internet erfolgte, so gab es nicht den gewünschten Durchbruch.

Dabei liegt es nicht unbedingt am Vertriebsmodell an sich. Andere Unternehmen haben es geschafft, sich durch die Coronakrise zu manövrieren und sich gestärkt daraus hervorgegangen.

Doch Tupperware scheint die Transformation verpasst zu haben. Die Quittung erhalten sie jetzt.

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Kein Tafelsilber vorhanden

Um aus der Krise zu kommen, wäre im ersten Schritt die Erschließung neuer Geldquellen oder liquider Mittel essenziell.

Dazu veräußern Unternehmen häufig ihr sogenanntes Tafelsilber. Doch über sowas verfügt Tupperware nicht.

Es gibt zwar einige Immobilien. Doch der Verkauf von Immobilien geht nicht über Nacht. Hinzukommt, dass zahlungswillige Käufer im Allgemeinen derzeit eher Mangelware sind.

Wer dann auch noch weiß, dass sich Tupperware in einer prekären Situation nutzt und auf den Verkauf angewiesen ist, wird entsprechend zu seinen Gunsten verhandeln wollen.

Und außerdem verfügt das Unternehmen nicht über einen reichen Schatz an Immobilien.

Stellen streichen wäre eine weitere Möglichkeit. Doch dadurch werden nur Kosten reduziert. Das senkt den Druck auf die Liquidität. Doch frisches Geld kommt dadurch auch nicht ins Unternehmen.

Wir gehen daher davon aus, dass die Tupperware Aktie weiter im Sinkflug verbleiben wird. Kurzzeitige Ausbrüche sind dabei jederzeit möglich. Sie sollten jedoch nicht als neuer Hoffnungsschimmer gesehen werden.

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Tupperware ist bereit einige Immobilien zu verkaufen/ Bilderquelle: tupperware.de

Tupperware Aktie: Prognose

Der weitere Kursverlauf der Tupperware Aktie steht und fällt mit den Nachrichten. Gelingt es dem Unternehmen, Kapital für den operativen Betrieb zu beschaffen und kann es Anleger überzeugen, so könnte der Aktienkurs rasant steigen.

Überzeugungsarbeit wäre auch für die langfristige Perspektive wichtig. Denn die Mittelbeschaffung für das operative Geschäft wäre nur ein kurzer Trost.

Tupperware müsste einen Plan vorlegen, wie man trotz der schwierigen Umstände den Turnaround schaffen will. Ob das aber überhaupt noch möglich ist? Das darf bezweifelt werden.

In solchen Phasen ergeben sich für Trader allerdings hervorragende Möglichkeiten. Aktien von Unternehmen, die kurz vor der Insolvenz stehen, erfahren nicht selten eine extrem hohe Volatilität.

Und genau das ermöglicht schnelle und profitable Trades. Allerdings gilt es zu beachten, dass es natürlich genauso schnell wieder bergab mit der Tupperware Aktie gehen kann.

Wer mit CFDs handelt, kann selbstverständlich auch von fallenden Kursen profitieren. Trader sollten jedoch auch auf die Spreads achten! Daher nur zu den US-Handelszeiten traden, wenn die Liquidität in der Aktie am größten ist.

Doch man muss sich auskennen mit solchen Märkten. Blind drauflos handeln und schauen, welche Tupperware News gerade über den Ticker laufen, bringt nicht viel.

Die Chartanalyse ist dabei ebenfalls ein probates Mittel, um Kursziele zu bestimmen und ein Ausstiegsszenario zu definieren, wenn es nicht so läuft wie erwartet.

Zusammenfassung

  • Tupperware hat den Trend zur Digitalisierung und geänderter Kundenansprache verpasst
  • Das Unternehmen steht kurz vor der Insolvenz, das bedeutet, es verfügt nicht über ausreichend liquide Mittel, um den operativen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten
  • Tafelsilber, welches veräußert werden könnte, um Geld in die Kassen zu spülen, ist nur bedingt vorhanden
  • Das Streichen von Stellen würde auch nur etwas den Druck auf die Liquidität nehmen, aber kein frisches Kapital einbringen
  • Zudem entfalten diese Maßnahmen nicht auf Sicht von wenigen Tagen oder Wochen ihre Wirkung
  • Dennoch könnte der Geschäftsbetrieb noch eine Weile aufrechterhalten werden, wenn sich neue Geldquellen auftun
  • Auch eine Übernahme durch einen Konkurrenten oder Investor ist denkbar

Bilderquelle: tupperware.de, aktie.traderfox.com

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