Flatexdegiro profitiert vom sehr aktiven Börsenhandel

Der Online-Broker Flatexdegiro konnte stark von den Entwicklungen an den Märkten während der Corona-Krise profitieren. Der Umsatz von flatexDEGIRO lag deutlich höher als erwartet. Die Erlöse verdoppelten sich im Vergleich zum Vorjahr fast und erreichten mit 261 Millionen Euro einen neuen Rekord. Der Broker ist zudem seit einiger Zeit auch Mitglied im SDax. Flatex bietet insbesondere CFDs an, während Degiro seinen Schwerpunkt weiter auf Aktien legt.

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Operative Gewinn stieg 2020 deutlich

Der operative Gewinn stieg im letzten Jahr um 139 Prozent auf nun 98 Millionen Euro. Würden Aufwendungen für langfristige Anreizsysteme miteinbezogen, läge der Gewinn sogar bei 114 Millionen Euro. Dies ergibt eine Marge von 44 Prozent. Der operative Cashflow des Brokers steig um mehr als das dreifache auf 141 Millionen Euro. Sein Nettoergebnis gab Flatexdegiro bei den vorläufigen Geschäftszahlen nicht an. Unternehmenschef Frank Niehage verwies auf die weiter starke Entwicklung des Kundenwachstums und der Handelsaktivität. Die Prognose für dieses Jahr wurde schon Anfang des Monats erhöht, da die Handelsaktivität weiter hoch ist. Bis zum Jahresende will der Broker 1,8 bis zwei Millionen Kunden haben und die Zahl der Transaktionen soll dieses Jahr auf 75 bis 90 Millionen steigen.

Flatexdegiro ist nach eigenen Angaben mittlerweile der größte Retail-Online-Broker Europas. 2020 war ein weiteres Rekordjahr für das Unternehmen. Der Cashflow ist ein Hinweis darauf, dass der Broker auch in Zukunft weiteres Wachstum generieren kann. Ende 2020 lag die Zahl der Kunden von Flatexdegiro bei 1,25 Millionen, was ein Anstieg vom 55,8 im Vergleich zum Vorjahr war. Diese führen schon jetzt 75 Millionen Transaktionen mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 200 Milliarden Euro durch.

Kundenzahl und Handelsaktivität steigt

Die steigende Kundenzahl und die überdurchschnittliche Handelsaktivität führten dazu, dass die Anzahl der Transaktionen über die Handelsplattformen des Brokers auf 75 Millionen anstieg. Dies ist die höchste Zahl, die jemals ein europäischer Retail-Online-Broker erreicht hat. Der Broker will diesen Weg weitergehen und seine Angebote in Deutschland n den nächsten Monaten weiter ausbauen. Der Broker sieht zudem weiteres Potenzial, um die Marktanteile auf internationalen Märkten zu erweitern.

Im abgelaufenen Jahr konnte der börsennotierte Broker zudem einen operativen Cashflow je Aktie von über sechs Euro erzielen. Der volumengewichtete Durchschnittskurs pro Aktie betrug 37,78 Euro. Damit entspricht der operative Cashflow einer operativen Cashflow-Rendite von 16 Prozent. Bei der Übernahme von Degiro wurde die Barmittelkomponente über den operativen Cashflow und damit ohne Verschuldungsfinanzierung finanziert. Der Broker verweist darauf, dass Barmittel eingesetzt werden, um die Werte für Stakeholder auszubauen und sieht sich finanziell für weiteres Wachstum und den Ausbau seiner Marktposition in Europa gut aufgestellt. Die Verantwortlichen bei Flatexdegiro gehen davon aus, dass sich die Investitionen in diesem Jahr in nachhaltigem Wachstum mit weiteren Anstiegen bei Umsätzen, Margen und Cashflow widerspiegeln werden.

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Broker in 18 Ländern aktiv

Der Broker ist schon jetzt in 18 europäischen Ländern aktiv und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 über drei Millionen Kunden in ganz Europa zu gewinnen. International war bisher Degiro breiter aufgestellt. Der Broker will damit ein Prozent der Bevölkerung Europas als Kunden haben. Jährlich sollen diese mindestens 100 Millionen Transaktionen durchführen. Diese Zahl gilt auch in Jahren mit geringer Volatilität an den Märkten. Derzeit bietet das Unternehmen den Handel an mehr als 60 Handelsplätzen in aller Welt an.

Dabei verfügt der Broker über ein Eigenkapital von 400 Millionen Euro und 40 Prozent materielle Eigenkapitalrendite. Heute arbeiten rund 900 Menschen für das Unternehmen. Flatex und Degiro konzentrieren sich auf unterschiedliche Dienstleistungen. Flatex ist bereits seit 2006 am Markt und bietet Finanzinstrumente von Aktien über CFDs bis ETF-Sparplänen an. Seit letztem Jahr ist Flatexdegiro auch Hauptsponsor des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Der Broker hat damit seine Sponsoring-Aktivitäten intensiviert und möchte sicher auch neue Zielgruppen erschließen und seine Bekanntheit steigern.

CFDs auf Aktien oder Rohstoffe

Viele Finanzinstrumente bei Flatex

Im Aktienhandel bei Flatex finden Trader zahlreiche Aktien aus unterschiedlichen Ländern und Branchen. Die Gebühren beginnen bei zwei Euro. Im Derivate-Handel können Anleger über eine Million Produkte von 17 Emittenten auswählen. Beim Handel über die flatex Premiumpartner beginnt der Handel schon bei 0 Euro. Darüber hinaus bietet flatex 160 Premium-ETFs an, die ab einem Anlagebetrag von 1.000 Euro über mehrere Handelsplätze gehandelt werden können. Dazu kommen knapp 250 ETF-Sparpläne bekannter Emittenten, die ohne Ordergebühren gehandelt werden können, sowie 35 Fonds.

Im CFD-Handel fungiert die Société Générale als Market Maker. Als Basiswerte können Trader

  • Aktien
  • Indizes
  • Rohstoffe
  • Währungen und
  • Zinsprodukten

wählen. Die flatex Bank AG ist die konto- und depotführende Bank. Der Handel erfolgt über das gleiche Konto wie der Handel mit Aktien oder Zertifikaten. Die CFD-Handelplattform ist kostenlos und verfügt über ein Chart-Tool, einen Nachrichtenticker und Kurse in Echtzeit.

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Handel bei flatex auch per App

Der Handel ist bei flatex natürlich auch über eine App möglich. Neu ist dabei flatex next. Hierüber können Aktien, ETFs und andere Wertpapiere gehandelt werden. Trader können in ihrem Depot zur flatex-next-Ansicht wechseln. Auf der neuen Plattform werden unter anderem Wertpapiere vorgestellt und Trader erhalten bequem eine Übersicht über ihr Depot, ihre flatex Sparpläne und ihre offenen Orders. Zudem gehört eine Favoritenliste zu flatex next.

Neu ist hier zudem die Orderart „Sofortkauf“, eine Variante der Marketorder. Die Verkaufsorder erfolgt zum nächstmöglichen Kurs. Der Ordertyp „Preis festlegen“ ist eine Limitorder. Verkäufer erhalten mindeste den angegebenen Preis. Flatex bietet seinen Kunden zahlreiche Handelsinstrumente und -tools sowie umfangreiche Online-Schulungen an.

Strategie

Zugang zu 50 Börsen bei Degiro

Vor einiger Zeit übernahm der Broker den niederländischen Konkurrenten Degiro, der seit Jahren in vielen europäischen Ländern aktiv ist. Hier liegt der Schwerpunkt verstärkt auf dem Aktienhandel. Trader erhalten Zugang zu 50 Börsen in 30 Ländern. Neben europäischen und nordamerikanischen Börsen finden sich darunter auch einige Börsen in Australien und Asien. Trader können ihr Portfolio so international diversifizieren. Für ausgewählte Börsen sind auch kostenlose Echtzeitkurse verfügbar. Dies gilt für die meisten europäischen und amerikanischen Börsen.

Degiro sieht sich als Großhandelsbroker für Privatanleger und möchte seinen Kunden günstige Gebühren anbietet. 2013 startete der Handel für Privatanleger in den Niederlanden. Ein Jahr später kam der Broker auch nach Deutschland. Die günstige Gebührenstruktur machte Degiro rasch zu einem der größten Broker Europas.

Hauseigene Plattformen

Alle Plattformen werden von Degiro selbst entwickelt, auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt und stetig weiterentwickelt. Die Plattform wird von über einer Million Kunden genutzt. Auf den Plattformen stehen Realtimekurse, Marktnachrichten und verschiedene Orderarten zur Verfügung. Die Plattform kann am PC, aber auch über das Tablet oder Smartphone aufgerufen werden. Dazu komme eine Trading-App, mit der Trader auf ihr Portfolio, Orders und Kurse zugreifen können.

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Auch ViTrader Teil der Flatexdegiro-Gruppe

Teil der Flatex-Degiro-Familie ist auch ViTrade. Der Anbieter bietet moderne Plattformen und individuelle Tools an. Wertpapier und CFDs gehören ebenso zum Angebot wie Futures. Im börslichen Handel bietet der Anbieter unter anderem Aktien, Zertifikate, Anleihen und ETFs der deutschen Parkettbörsen sowie XETRA und EUREX an. Der Handel ist über die Handelsplattformen HTX und HTX Light sowie den browserbasierten WebTrader oder die HTX Mobile App für iPad und iPhone möglich.

ViTrade bietet auch den außerbörslichen Handel mit Aktien, Zertifikaten, Optionsscheinen, Anleihen und ETFs über 24 Handelspartner wie der Deutschen Bank oder Lang & Schwarz an. Im CFD-Handel können Trader 600 Basiswerte wie Indizes, Aktien, Rohstoffe oder Devisen handeln. Auch hier fungiert die Société Générale als Market Maker.

Flatexdegiro betont auf seiner Webseite die Unterschiede der drei Einzelbroker. Gemeinsam will man die Zukunft der Branche mitgestalten. In der zweiten Jahreshälfte will Flatexdegiro auch den Handel mit Kryptowährungen anbieten, da sich hier das regulatorische Umfeld laut dem Vorstandsvorsitzenden Frank Niehage mittlerweile verbessert habe.

Automatisierung Zahnräder

Erfolgreicher Jahresstart bei Flatexdegiro

Das Jahr 2021 startete für Flatexdegiro bisher gut. Im Januar kamen über 130.000 neue Kunden hinzu und es wurden 11,4 Millionen Transaktionen abgewickelt. Dies war ein Anstieg von fast 200 Prozent im Vergleich zum Januar 2020. In den letzten zwölf Monaten wurden damit bei Flatexdegiro mehr als 82 Millionen Transaktionen durchgeführt. Die Zahl der Neukunden hat sich im Vergleich zum letzten Jahr fast vervierfacht. Die Flatexdegiro-Gruppe hat damit fast 1,4 Millionen Kunden. Die Einführung von flatex next scheint dabei einen weiteren Schub gegeben zu haben. Zudem ist die Volatilität an den Märkten weiter hoch. Im vierten Quartal wurden mehr als 21 Millionen Transaktionen durchgeführt.

Zudem wurde Anfang 2021 ein neuer Standort in Hamburg eröffnet. Dieser soll die Gruppe beim Produktmanagement und dem Marketing unterstützten. Im Banking Center arbeiten erfahrene Retail-Online-Brokerage-Experten. Auch dieser neue Standort soll die Wachstumspläne in Deutschland und Europa voranbringen.

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Fazit: Flatexdegiro könnte weiter wachsen

Flatexdegiro blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Zwar wurden bei den vorläufigen Geschäftszahlen keine Angaben zum Nettogewinn gemacht, aber Umsatz, Kundenzahlen und Cashflow steigen. Damit geht der Broker seinen Wachstumsweg weiter und erhöhte bereits die Erwartungen für dieses Jahr.

Flatex bietet zahlreiche CFDs, aber auch Aktien oder ETFs an. Kürzlich wurde für den Handel mit Wertpapieren flatex next eingeführt. Die App gibt einen schnellen Überblick über das eigene Portfolio. Degiro hat seinen Schwerpunkt im Aktienhandel und bietet diesen an über 50 Börsen an. Der Handel erfolgt über eine selbst entwickelte Handelsplattform.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com

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