Wie funktionieren Hebelzertifikate?

Was sind Hebelzertifikate: Im Folgenden beantworten wir die Frage, wie Hebelzertifikate funktionieren. Außerdem kommen wir darauf zu sprechen, wo man Hebelzertifikaten kaufen kann.

Hebelzertifikate was ist das? Mit Hilfe eines Hebelzertifikats kann man auf die Wertentwicklung eines bestimmten Finanzinstruments spekulieren. So gibt es zum Beispiel Hebelzertifikate auf Aktienindices wie den DAX, auf einzelne Aktien oder auch auf Rohstoffe wie Gold.

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Wie funktionieren Hebelzertifikate? Ein Hebelzertifikat funktioniert dabei ähnlich wie ein Futures Kontrakt. So handelt es sich bei Futures um Terminkontrakte: Mit dem Erwerb eines Futures ergibt sich die Pflicht, bis zu einem bestimmten Termin einen Kauf (Long) oder einen Verkauf (Short) zu tätigen. Wenn man sich später dazu entscheidet, dieser Pflicht nicht nachkommen zu wollen, muss man eine „Gegengeschäft“ tätigen. Hat man zum Beispiel eine „Long“ Future gekauft, so kann man diesen mit Hilfe eines „Short“ Futures neutralisieren.

Der Reiz beim Futures Handel besteht vor allem darin, dass man die sogenannte Hebelwirkung nutzen kann. Dazu ein Beispiel: Notiert ein Aktienindex bei 10.000 Punkten, so würde man ohne Hebel tatsächlich 10.000 € benötigen, um mit dem Index zu handeln. Beim Handel mit einem Future muss man hingegen nur eine bestimmte Geldmenge als Sicherheit hinterlegen (sogenannte „Margin“). Beträgt die Margin zum Beispiel 5 %, so ergibt sich hieraus ein Hebel von 20. Zum Handel mit dem Future benötigt man in diesem Fall nicht 10.000 €, sondern nur 500 €. Wer dagegen tatsächlich 10.000 € zur Verfügung hat, könnte sogar mit 20 Futures handeln. Wenn daher der Index um 100 Punkte ansteigt, so beträgt der Gewinn Dank des Hebels nicht 100 €, sondern 2.000 € (100 Punkte x 20).

Wie funktionieren Hebelzertifikate?

Der Nachteil beim Future Handel besteht allerdings darin, dass diese Form des Handels hauptsächlich für professionelle Händler gedacht ist. So ist es zum Beispiel erforderlich, bei einem speziellen Futures Broker ein Handelskonto zu eröffnen. Außerdem muss man über genügend Kapital verfügen (am besten zwischen 10.000 und 20.000 €). Dies ergibt sich daraus, das Futures Kontrakte häufig sehr „hochwertig“ sind. So hat beispielsweise der DAX Future einen Wert von 25 €. Jede Veränderung des DAX um einen. Bedeutet daher einen Gewinn oder Verlust in Höhe von fünf 20 € auf dem Handelskonto. Gerade für Anfänger ist dieser Wert viel zu hoch.

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Wie funktionieren Hebelzertifikate: Aus diesem Grund stellen Hebelzertifikate eine interessante Alternative zu Futures Kontrakten der. Auch mit einem Hebelzertifikat kann man überproportional von der Wertentwicklung eines bestimmten Basiswertes profitieren. Allerdings haben Hebelzertifikaten im Unterschied zu Futures Kontrakten eine bestimmte Schwelle, an denen sie wertlos werden. Daher bezeichnet man die Hebelzertifikate auch als „Knock out“ Zertifikate. Denn sobald der vorher festgelegte Kurs (= Strike Kurs) erreicht wird, wird man, bildlich gesprochen, „ausgeknockt“. Als Anleger sollte man außerdem beachten, dass man an denjenigen, der das Zertifikat ausgibt, eine bestimmte Gebühr bezahlen muss. Auch diese ist verloren, wenn man ausgeknockt wird.

Wie funktionieren Hebelzertifikate?

Wie kaufe ich Hebelzertifikate: Hebelzertifikaten werden unter anderem von den folgenden Kreditinstituten angeboten:

  • Commerzbank: Turbo Zertifikate
  • ABN: Minifutures
  • Deutsche Bank: Waves
  • Citibank: Turbo-Optionsscheine

Wie werden Hebelzertifikate gehandelt? Hebelzertifikate kann man dabei zum einen über diejenigen Banken kaufen, welche die Zertifikate ausgeben. Zum anderen besteht auch die Möglichkeit, die Zertifikate über die Börse zu erwerben. Der Marktführer in diesem Bereich ist die Börse Stuttgart.

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Wie funktionieren Hebelzertifikate? Dies werden wir im Folgenden ausführlich anhand eines Beispiels veranschaulichen: Auch dieses Mal notiert der Index, mit dem wir handeln wollen, bei 10.000 Punkten. Für den Index existiert ein Long Knock out Zertifikat. Wir möchten daher auf steigende Kurse spekulieren. Der Strike Kurs liegt bei 9.000 Punkten. Der Wert des Hebelzertifikats errechnet sich hierbei wie folgt: Der Index notiert bei 10.000 Punkten und der Strike Kurs beträgt 9.000 Punkte. Aus der Differenz dieser beiden Werte ergibt sich der Wert des Knock out Zertifikats, nämlich 1.000 €.

Was sind Hebelzertifikate: Wenn der Index sich so entwickelt, wie von uns erhofft und zum Beispiel auf 11.000 Punkte ansteigt, so führt dies zu einem Gewinn in Höhe von 1.000 €. Da wir allerdings für den Handel mit dem Index nicht 10.000 € benötigen, sondern nur 1.000 €, könnten wir theoretisch auch zehn Knock out Zertifikate erwerben. In diesem Fall verzehnfacht sich auch der Gewinn auf 10.000 €. Allerdings erkauft man sich diesen Hebel dadurch, dass die Zertifikate wertlos werden, falls der Index unter 9.000 Punkte fallen sollte. Hebelzertifikate haben daher gewissermaßen einen eingebauten „Stop Loss Kurs“. Wir empfehlen daher, gerade zu Beginn, die Hebelwirkung nicht auszureizen und lieber mit kleineren Positionen anzufangen.

Wie funktionieren Hebelzertifikate?

Wie kauft man Hebelzertifikate: Neben Futures und Hebelzertifikaten kann man auch CFD nutzen, um beim Trading einen Hebel zu erhalten. Bei vielen CFD Brokern genügen dabei bereits 100 € oder 200 €, um ein Konto für das Trading zu eröffnen. Häufig kann man darauf auch mit sogenannten Mini CFD handeln. Dies ist wiederum gerade für Anfänger interessant. Denn normalerweise bedeutet eine Kursveränderung (zum Beispiel beim DAX) beim Handel mit einem normalen CFD ein Plus oder Minus von 1 € auf dem Handelskonto. Bei einem Mini CFD reduziert sich dieser Wert allerdings auf 0,10 €. Daher kann man das Trading auf diese Art und Weise sehr gut trainieren.

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Außerdem ist es empfehlenswert, den Handel mit CFD vorab auf einem kostenlosen Demokonto zu testen. Für die Kontoeröffnung benötigt man in der Regel nur wenige Minuten und kann dann sofort mit dem Trading beginnen. Anstelle von echtem Geld nutzt man auf dem Demokonto ein virtuelles Guthaben, welches einem der CFD Broker zur Verfügung stellt. Häufig beträgt dies 10.000 €. Diesen Betrag kann man nutzen, um das Trading ohne Risiko kennen zu lernen. Viele Broker unterstützen ihre Kunden heutzutage mit hilfreichen Schulungsangeboten beim Erlernen des Tradings. So ist es zum Beispiel empfehlenswert, sich Trading Videos und Webinare anzusehen. Denn auf diese Weise lernt man den Umgang mit der Handelsplattform und die Analyse der Charts kennen. Zudem findet man auf diesem Wege häufig gute Strategien, die man hinterher auch selbst beim Trading anwenden kann. Sobald man dann auf dem Demokonto genügend Erfahrungen gesammelt hat, spricht auch nichts dagegen, das Trading mit echtem Geld fortzusetzen.

Um einen guten CFD Broker zu finden, bietet es sich an, unserem großen Broker Vergleich zu verwenden.

Bilderquelle:

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