Volatile Aktien handeln: Volatilität für kurzfristige Strategien nutzen

Volatile Aktien sind eine Herausforderung für Trader – allerdings bieten Werte mit ausgeprägten Kursschwankungen auch entsprechende Gewinnaussichten. Die Strategien und Analysen unterscheiden sich beim Handel deutlich vom Vorgehen bei einem langfristigen Anlagehorizont, möglichen guten Renditen stehen entsprechende Verlustrisiken gegenüber. Wer sich mit diesem Gebiet des Aktienhandels befasst, wird dabei auf einige Werte stoßen, die trotz oder gerade wegen ihrer ausgeprägten Volatilität sehr lohnend sind – darunter der Spitzenreiter des „Angst-Barometers“, die Varta-Aktie.

  • Volatile Aktien sind für Trader eine Herausforderung
  • Werte mit starken Kursschwankungen eignen sich für kurzzeitigen Handel
  • Guten Gewinnaussichten steht das Verlustrisiko entgegen
  • Zu den besonders volatilen Werten gehört die Aktie der Varta AG

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Worum geht es beim Aktienhandel?

Vor der Antwort auf die Frage, warum der Handel mit volatilen Aktien so lohnend ist, steht die Frage nach dem Aktienhandel als Ganzes – warum kaufen Anleger oder Trader Unternehmensanteile, und wie gehen sie dabei vor?

Prinzipiell sind Aktien nämlich Anteiligkeiten am emittierenden Unternehmen. Mit der Ausgabe der Wertpapiere haben Konzerne die Möglichkeit, Fremdkapital aufzunehmen, beispielsweise um Investitionen in Entwicklung und Produktion vorzunehmen. Für die Aktionäre wiederum ist das Wertpapier eine Beteiligung an der Wertentwicklung des Unternehmens, über die Wertsteigerung der Aktie selbst, aber auch dank der Gewinnausschüttungen, die manche Konzerne nach der Jahreshauptversammlung vornehmen, die sogenannten Dividenden.

Private Anleger verfolgen mit ihren Käufen in der Regel eine andere Strategie als kurzfristig agierende Trader. Sie kaufen nach eingehender Überlegung, und zwar, um die Aktien auf lange Sicht zu halten. Das Portfolio wird nur gelegentlich umgeschichtet, die Absicht ist der Vermögensaufbau über Jahre oder sogar Jahrzehnte. Volatile Aktien haben in einem derartigen Portfolio begreiflicherweise keinen Platz.

Umso attraktiver sind sie für Kurzzeit-Trader. Sie nutzen mithilfe einer dynamischen Handelsstrategie gerade die Schwankungen aus, um zu günstigen Zeitpunkten einzusteigen und die Werte nur wenig später mit Gewinn wieder zu verkaufen.

Volatile Aktien handeln

Aktien kaufen – so läuft es ab

Aktien werden von Unternehmen ausgegeben, die die hohen Anforderungen eines Börsengangs hinter sich gebracht haben. Das Prozedere verschlingt Zeit und Geld, einmal abgeschlossen, gelangen die Wertpapiere in den Handel. Der läuft in vielen Fällen rein elektronisch ab. Präsenzbörsen gibt es zwar nach wie vor, aber die Aktivitäten verlagern sich zunehmend zu elektronischen Handelsplätzen wie Xetra oder zum Direkthandel über Handelssysteme wie Tradegate. Besonders für den Handel mit volatilen Aktien ist das wichtig – denn ohne einen Echtzeit-Zugriff auf das Trading hätten Aktien-Trader keine Aussicht auf Erfolge.

Preisbildung durch Angebot und Nachfrage

Sind Aktien nach dem Börsengang erst einmal im Handel, entwickeln sich die Preis nach Angebot und Nachfrage. Der ursprünglich ermittelte Erstverkaufspreis wird sich in der Folge entsprechend den Gesetzen des freien Marktes entwickeln. Das Angebot an Aktien steht dem Kaufwunsch gegenüber – ist die Nachfrage deutlich ausgeprägter als das Angebot, verteuert sich die Aktie, bei sinkender Nachfrage fallen auch die Kurse. Bei besonders volatilen Aktien liegt ein reges Interesse vor, gekoppelt mit Marktnachrichten oder Ereignissen, die das Anlegerverhalten und damit auch die Kursentwicklung treiben.

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Was ist Volatilität?

Aktien, die mehr oder weniger friedlich vor sich hin dümpeln, sind für Börsen, Anleger und Trader nicht wirklich attraktiv. Eine gewisse Volatilität macht den Wertpapierhandel überhaupt erst lukrativ. Aber was sind volatile Aktien? Der Begriff bezeichnet Werte, deren Kurse ausgeprägte Schwankungen aufweisen. Bei einer Prüfung bewegen sich die Kursverläufe innerhalb von Stunden oder Tagen stark nach oben, um dann wieder abzufallen und wenig später einen erneuten Anstieg zu verzeichnen. Im Chart weisen solche Aktien ein deutlich sichtbares Zickzackmuster im Kurs auf.

Je ausgeprägter die Volatilität ist, umso weniger lässt sich die künftige Kursentwicklung einschätzen. Damit erhöht sich für Trader oder Aktionäre das Risiko, mit dem Kauf Verluste zu machen. Messen lässt sich eine volatile Kursentwicklung über einen beliebigen Zeitraum und abhängig von der Handelsstrategie des Traders – entweder über die vergangenen Jahre oder Intraday.

Wer sich nicht die Mühe machen will, in Eigenarbeit die Volatilität einer in Frage kommenden Aktie zu ermitteln, kann auf Finanzportale und Börsennachrichten zurückgreifen. Für DAX-Werte gibt es einen eigenen Volatilitätsindex. Was von Börsianern als „Angst-Barometer“ bezeichnet wird, heißt formal VDAX. Der Volatilitäts-DAX misst die Ausprägung der Kursschwankungen, die für die folgenden 30 Tage angenommen werden, und zwar auf der Grundlage von DAX-Optionen. Für Trader lässt sich die Volatilität des VDAX in Prozentpunkten unmittelbar in die Wahrscheinlichkeit des Marktverhaltens übersetzen: Ein hoher Stand des VDAX lässt für die kommenden Tage starke Schwankungen beim deutschen Leitindex erwarten.

Volatile Aktien handeln VARTA

Volatile Aktien: Beispiel Varta

Unangefochtener Spitzenreiter auf der deutschen Angstskala ist die Aktie von Varta. Erstaunlich auf den ersten Blick, denn der Konzern, der bereits seit 1887 besteht und seinen Namen aus „Vertrieb, Aufladung, Reparatur transportabler Akkumulatoren“, ist ein deutscher Traditionsbetrieb und eine bekannte Marke. Die heutige Varta AG setzt sich aus den drei Unternehmen Varta Microbattery, VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA und Varta Storage GmbH zusammen, die Mehrheit der Aktien hält der Schweizer Konzern Montana Tech Components.

Der Batteriehersteller wurde unter dem Namen AFA gegründet und war zum Ende des 19. Jahrhunderts das erste Unternehmen, das Akkumulatoren in großem Stil produzierte. Die AFA überstand auch den Ersten Weltkrieg, wurde aber dann ab 1922 durch Günther Quandt mithilfe von systematischen Aktienkäufen übernommen. Quandt wurde Vorsitzender des Aufsichtsrates, unter der Leitung des bekennenden Nationalsozialist und späteren Wehrwirtschaftsführers entwickelte sich die AFA im Dritten Reich zu einem kriegswichtigen Unternehmen und betrieb Produktionen auch in Konzentrationslagern. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Verlust der Produktionsstätten in Ostdeutschland beschloss die Hauptversammlung 1962 eine Umbenennung der AFA in Varta. Ab 2000 begann das Unternehmen mit dem Verkauf der operativen Geschäftsbereiche und behielt sich lediglich die Verwaltung bestehender Vermögenswerte vor. Die nunmehr lediglich administrativ tätige Varta AG wurde 2011 von Montana Tech Components gekauft, die zuvor schon Varta Microbattery und Varta Storage erworben hatte. In dieser Konstellation kam es zu einem erneuten Börsengang der Varta AG im Oktober 2017.

Der Konzern ist im German Entrepreneurial Index, im DAX International Mid100 und seit neuestem im MDAX gelistet. Die Varta AG ist im Geschäftsbereiche der Mikrobatterien, etwa für Hörgeräte, mit ihren Innovationen führend, aber auch bei Speicherlösungen für Privathaushalte und industrielle Nutzung.

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Kursentwicklung bei der Varta Aktie

Aufgrund der Veränderungen in der Konzern- und Aktionärsstruktur während der letzten Jahre hat sich auch die Kursentwicklung der Varta Aktie deutlich verändert. Wo sich früher der Chart eher ereignislos gestaltete, hat die Aktie in 2019 einen regelrechten Höhenflug hingelegt. Ausgelöst durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Pandemie hat der Wert inzwischen allerdings wieder deutlich verloren (Stand: 24. März 2020). Für Trader und Anleger stellt dies eine gute Gelegenheit dar, gerade jetzt zuzugreifen.

Analysten bescheinigen Varta viel Potenzial. Der Konzern macht gute Umsätze mit wiederaufladbaren Mikrobatterien, wie sie in Hörgeräten, aber auch in Kopfhörern eingesetzt werden – angesichts einer alternden Bevölkerung sicherlich ein Wachstumsmarkt. Auch die Energiespeicherlösungen gehen gut, hier ist Varta unter den Marktführern, was sich angesichts der Energiewende zum Vorteil des Unternehmens auswirken dürfte. Für eine auch zukünftige Volatilität sorgt starker Wettbewerb vor allem aus China.

Volatile Aktien handeln

Volatile Aktien handeln – darauf kommt es an

Die Varta Aktie weist über 250 Tage eine Volatilität von 61,46% auf, aber auch im Tagesverlauf sind deutliche Kursschwankungen erkennbar. Um derart volatile Aktien zu handeln, kommt es vor allem auf eine gute Vorbereitung an.

Die Fundamentalanalyse, wie sie Langzeit-Investoren nutzen, ist beim kurzzeitigen Handel wenig hilfreich. Trader nutzen in diesem Fall die Technische Analyse, um anhand der Muster im Chart einen geeigneten Zeitpunkt für den Einstieg zu identifizieren. Aber auch der spätere – und möglichst gewinnbringende – Ausstieg sollte von vornherein geplant werden. Durch den Einsatz von Stopps können Trader sich vor Verlusten schützen. Bei besonders volatilen Aktien ist gerade das Festlegen des Stopps kritisch – er darf nicht zu nah liegen, sondern eher ein wenig weiter als gewohnt vom Einstieg entfernt.

Derartige Stopps möglichst eng, aber dabei immer noch weit genug zum Schutz der Position zu setzen, hilft Tradern dabei, wenig aussichtsreiche Positionen möglichst schnell wieder zu schließen. Denn bei den volatilen Werten liegt gerade hier der erfolgversprechende Ansatz. Gehandelt wird nicht die Aktie selbst. Wer von den starken börsentäglichen Kursschwankungen profitieren will, handelt eher Derivate wie Aktien-CFDs.

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Die richtigen Tools für die Bewertung volatiler Aktien

Die Bestimmung des optimalen Einstiegs und Ausstiegs liegt Tradern gerade bei sehr volatilen Werten am Herzen. Denn im kurzzeitigen Handel hängen davon Gewinn und Verlust ab. Es geht aber auch bei langfristigen Anlagen darum, einen Wert so günstig wie möglich kaufen zu können. Exakte Prognosen sind selbst für Finanzexperten eine Herausforderung, denn die globalen Märkte sind stark miteinander verflochten und werden von zahlreichen mikro- und makroökonomischen Einflüssen gesteuert.

Mithilfe einiger Analysetools können Anleger und Trader jedoch einen möglichst günstigen Einstieg für ihre geplanten Transaktionen finden. Hilfreich sind neben Hintergrundinformationen zu Unternehmen und Branchen auch das Bruttoinlandsprodukt, die Zinsentwicklungen bei den Zentralbanken, der Ölpreis und nationale Inflationsraten.

Auch Kennzahlen können in die eigene Analyse einfließen, vor allem das Kurs-Gewinn- und Kurs-Buchwert-Verhältnis einer Aktie. Beide Werte sind leicht zu errechnen und tragen wesentlich dazu bei, ermitteln zu können, ob eine Aktie über- oder unterbewertet ist und demzufolge einen lohnenden Kauf darstellt.

Die Chartanalyse hingegen geht davon aus, dass das Anlegersentiment sich in den historischen Kursen niederschlägt und dort in Form von Mustern identifiziert werden kann. Derartige Muster lassen sich auf künftige Verläufe übertragen, so dass Ein- und Ausstiegszeitpunkte grafisch ermittelt werden.

Volatile Aktien

Der Zugang zu den Märkten

Wo Depot eröffnenWer als Privatperson in Aktien investieren oder Derivate auf Aktien handeln will, kann dies nicht ohne einen Mittelsmann. Den Zugang zum außerbörslichen und Börsenhandel geben Banken oder Broker, abhängig von der angestrebten Strategie und den gewünschten Produkten. Anleger können einen geeigneten Anbieter am besten mithilfe von Banken- und Brokervergleichen ermitteln.

Wer langfristig eine Anlage in Aktien plant, kann den Kauf über eine Filial- oder Direktbank abwickeln, und zwar direkt aus dem Homebanking heraus. Dazu benötigt man ein Wertpapierdepotkonto, einem speziellen Kontotyp für den Handel mit Aktien, Anleihen oder Fonds. Das Depot selbst kann meist kostenfrei eröffnet werden, bei den Handelsgebühren sind Filialbanken mit ihrer persönlichen Kundenbetreuung meist ein wenig kostspieliger als Direktbanken.

Der Handel mit Derivaten kann zwar auch über eine Bank erfolgen, in den meisten Fällen ist ein spezialisierter und lizenzierter Anbieter hier jedoch vorteilhafter. Regulierte CFD-Broker bieten ihren Kunden nicht nur technisch abgerundete Handelssoftware, sondern zahlreiche Zusatz-Leistungen, darunter auch Schulungsmaterialien.

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Handelskosten vor dem Einstieg vergleichen

Die beim Trading anfallenden Kosten sind insofern wichtig, als sie die späteren Renditen deutlich mindern können. Deshalb ist ein Anbietervergleich vor der Einrichtung eines Depots oder Handelskontos unbedingt zu empfehlen. Das Depot selbst ist meist kostenfrei und im Handumdrehen eingerichtet. Das zugehörige Verrechnungskonto wird mitunter gleich mit angelegt, auch bestehende Girokonten können genutzt werden.

Allerdings fallen Gebühren für den eigentlichen Handel an, also Kommissionen für die Bank oder den Broker, ebenso die Börsenentgelte beim Aktienhandel. Hinzu kommen mitunter versteckte Kosten – Ein- und Auszahlungsgebühren, Gebühren für Inaktivität, falls man länger nicht handelt, Umrechnungskosten, wenn Fremdwährung für einen Aktienkauf eingesetzt wird. Diese Kostenfaktoren sollten eingehend geprüft werden. Nur so können Anleger sicher sein, später nicht mit unangenehmen Überraschungen konfrontiert zu werden.

Volatile Aktien handeln Deutschland

Depot oder Handelskonto einrichten

Zu guter Letzt fällt die Entscheidung für die Eröffnung eines Wertpapierdepots bei einer Bank, oder für ein Handelskonto bei einem CFD-Broker. Meist kann dies vollständig online ablaufen. Die erforderlichen Angaben sind so gut wie immer dieselben – notwendig sind Angaben zur Person, zum Wohnsitz, zu den Kontaktmöglichkeiten. Aber auch die vorhandene Erfahrung mit dem Wertpapierhandel und die finanzielle Situation interessieren die meisten Finanzdienstleister.

Hier sollten vor allem Einsteiger so wahrheitsgemäß wie möglich antworten und sich nicht selbst überschätzen, denn die Risikoeinstufung wird meist anhand dieser Kriterien vorgenommen, immer zum Schutz des Kunden. Sind alle Angaben vollständig, muss sich ein Neukunde noch verifizieren. Dazu muss ein gültiges Ausweisdokument hochgeladen werden, ebenso ein Wohnsitznachweis, beispielsweise in Form einer aktuellen Stromrechnung.

Nach der Verifizierung erhält der Kunde seine Zugänge, nicht selten per Post. Nun muss das Verrechnungskonto oder Handelskonto kapitalisiert werden, dann kann der Wertpapierhandel aufgenommen werden.

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Volatile Aktien handeln mit CFDs

Gerade bei volatilen Aktien bietet sich der Handel mit Derivaten an. Denn hier kommen mehrere Vorteile für den Kurzzeit-Handel zusammen. Trader müssen den Basiswert, etwa die Varta Aktie, nicht erwerben, sondern haben Anteil an der Kursentwicklung. Besonders geeignet für das Trading sind CFDs oder contracts for difference. Entwickelt wurden Differenzkontrakt in Großbritannien, um mit Aktien handeln zu können und dabei die Stempelsteuer auf Aktientransaktionen zu vermeiden. Inzwischen gibt es CFDs auf Basiswerte aus allen Assetklassen, den Zugang zum Handel gewähren CFD-Broker.

Die flexiblen Finanzprodukte sind unkompliziert konstruiert und vielseitig einsetzbar; sie bieten gute Renditechancen, allerdings geht der CFD-Handel auch mit Risiken einher. Der Gewinn entsteht beim Trading aus der Kursdifferenz – daher der Name – zwischen Kauf und Verkauf. Mit einem CFD haben Trader nicht nur die Möglichkeit, auf steigende Kurse zu spekulieren. Man kann auch „short“ gehen, also versuchen, fallende Kursentwicklungen vorweg zu nehmen. Das macht CFDs für volatile Basiswerte so ideal. Gehandelt wird über ein außerbörsliches Netzwerk, und zwar in kurzen Zeitspannen, meist im Rahmen des Daytrading.

Da alle Positionen am selben Börsentag eröffnet und geschlossen werden, muss ein Daytrader keine Übernachtgebühren zahlen oder Kurslücken am folgenden Morgen fürchten. Zu den Vorteilen von Differenzkontrakten gehört der Marginhandel. CFDs sind Hebelprodukte, im Fall von Aktien-CFDs kann das umgesetzte Volumen mit einem Faktor von 5:1 vervielfacht werden. In die Praxis umgesetzt, bedeutet dies, dass private Trader nur ein Fünftel des tatsächlich bewegten Handelsvolumens als Margin hinterlegen müssen. Den Rest leiht der Broker. Im besten Fall erhöht der Hebel also die erzielte Rendite um den entsprechenden Faktor.

Volatile Aktien CFDs

Volatile Aktien hedgen mit CFDs

Differenzkontrakte haben jedoch Anwendungsmöglichkeiten über das Daytrading hinaus – denn auch Anleger können sich CFDs zunutze machen. Da man mit ihnen auf fallende Kurse spekulieren kann, eignen sie sich ausgesprochen gut für das Hedging, also das Absichern des Aktienportfolios.

Denn wenn der Aktienkurs fällt, macht das CFD auf eben diesen Basiswert Gewinne, die zumindest zum Teil dazu beitragen, den Wertverlust der Aktie wieder aufzufangen. Daher nutzen erfahrene Investoren gern derartige Hedging-Strategien, mit denen sich in fast allen Situationen noch Verluste begrenzen oder sogar Gewinne erzielen lassen. Auch hier gilt wieder, dass Volatilität grundsätzlich ein Lebenselixir der Börse ist. Nur bei Seitwärtsmärkten macht niemand Gewinne.

Die versierte Nutzung von CFDs birgt also gute Renditechancen. Unterschätzen sollte man die auf den ersten Blick so leicht verständlichen Differenzkontrakte jedoch nicht. Der Hebel greift auch bei Verlusten. Zwar sind Broker in der EU inzwischen gehalten, die Positionen eines Traders zu schließen, wenn das Handelskonto ins Minus abzugleiten droht, und wenden so hohe Überschuldungen ab. Das eingesetzte Kapital ist in diesem Fall jedoch verloren. Broker informieren ihre Neukunden deshalb ausdrücklich darüber, dass CFDs als Risiko-Instrumente gelten, und bieten ihnen zugleich Schulungsmaterialien für einen gut vorbereiteten Einstieg in den Handel an.

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Schulungsmaterialien und Demokonten

Bei der Auswahl eines CFD-Brokers kommen Qualitätskriterien wie Regulierung, Einlagenschutz und Handelskonditionen ins Spiel. Darüber hinaus ist es gerade für Einsteiger besonders hilfreich, wenn der Broker bei der Vorbereitung unterstützt. Denn Wertpapier- und Derivatehandel sind in hohem Maß spekulativ. Anders als bei einem Festgeldkonto ist die Möglichkeit eines Totalverlustes nicht auszuschließen. Seriöse Broker sichern zwar die Einlagen ihrer Kunden, doch die Risiken von Fehlentscheidungen beim Aktienkauf oder beim CFD-Trading trägt der Anleger selbst. Um diese Risiken zu minimieren, hilft eine eingehende Beschäftigung mit dem Thema.

Viele Broker und manche Banken bieten ihren Kunden daher einen mehr oder minder gut sortierten Bildungsbereich an. Hier können zahlreiche Medien für den Einstieg genutzt werden. E-Books, informative Blogs und Marktnachrichten, Video-Tutorials zur Handelssoftware, Online-Kurse zu bestimmten Themenbereichen und Echtzeit-Webinare sind nur einige der angebotenen Ressourcen. Oft sind die Inhalte gestaffelt für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis – das erleichtert es Neulingen, sich zunächst die Grundkenntnisse zu eigen zu machen und später Themen wie Strategien und Risikomanagement aufzugreifen.

Volatile Aktien handeln Demokonto

Praktische Übung ohne finanzielle Risiken

Für einen praktischen Handlungsrahmen sorgen kostenlose, oft zeitlich nicht limitierte Übungskonten. Diese Demokonten oder Musterdepots geben Zugriff auf die Handelsplattform, mitunter sogar verschiedene Formen der Software, mit allen Funktionen, also einschließlich der Charts, Zeichenwerkzeuge und Indikatoren. Die Kurse sind real oder leicht versetzt, so dass der gesamte Handel unter realistischen Bedingungen abläuft. Nur Geld ist nicht notwendig – denn Demokonten sind mit virtuellem Kapital ausgestattet. Daher können Anfänger hier ohne Risiken erste Schritte vollziehen und ihre ersten eigenen Strategien entwickeln. Selbst erfahrenere Trader schätzen die Demo als Testumgebung, um hier neue Vorgehensweisen auszuprobieren und zu optimieren. Dank eines Demokontos kann der Einstieg in den Handel mit echtem Geld erfolgen, wenn sich der Trader dazu bereit fühlt. Doch auch dann sollten die ersten Trades mit begrenzten Beträgen ausgeführt werden, mit Kapital, das man zur Not verschmerzen kann – vor allem, wenn es um besonders volatile Underlyings geht.

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Volatile Aktien wie Varta: Gute Gewinnchancen, nichts für Unvorbereitete

Der Aktienhandel ist, ebenso wie das Trading mit Aktien-Derivaten, eine spekulative Tätigkeit. Die Gewinnaussichten hängen dabei in hohem Maß von der Erfahrung und Information des Anlegers ab, aber eben nicht nur. Äußerliche Faktoren politischer oder wirtschaftlicher Natur lassen sich nicht immer vorhersehen, noch weniger Ereignisse wie die Corona-Pandemie. Geht es um besonders volatile Aktien, liegt die Latte noch wesentlich höher. Da kommt die Frage auf ob man wirklich in Krisenzeiten in Aktien investieren sollte. Die stark ausgeprägten Kursschwankungen erlauben zwar gute Gewinnmitnahmen, das Verlustrisiko liegt jedoch gleichzeitig sehr viel höher, kurz gesagt: „No risk, no fun.“

Besonders lohnende Werte aus dem VDAX wie der Listenführer Varta sind daher nicht unbedingt einsteigertauglich. Wer sich mit dem Kurzzeit-Trading beschäftigen will, sollte sich darauf eingehend vorbereiten, damit beim Aktienhandel keine Panik aufkommt. Dank der Bildungangebote, wie sie im Internet und bei vielen Brokern verfügbar sind, können auch Einsteiger sich graduell mit den Grundkenntnissen des Tradings vertraut machen und die erlernten Inhalte mit einem Demokonto auch praktisch in die Tat umsetzen – all dies ohne finanzielle Risiken. Die Nutzung derartiger, kostenfreier Lern- und Übungsmöglichkeiten ist beim späteren Handel eine wertvolle Hilfe, erlaubt Einblicke in das eigene Risikoverhalten und trägt dazu bei, mögliche Verluste abzumildern.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com

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