Flatex darf weiter Negativzinsen in Rechnung stellen

Flatex darf seinen Kunden weiter Negativzinsen in Rechnung stellen. Ein Gericht hob eine Verfügung der BaFin gegen den Broker auf. Der Broker war vor einigen Jahren einer der ersten, der Minuszinsen an seine Kunden weitergab. Dagegen ging die BaFin vor, erlebte nun aber vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt eine Niederlage. Das Gericht hob eine Untersagungsverfügung der BaFin gegenüber flatex auf. Flatex ist ein börsennotierter Broker, der seine Marktposition mit der Fusion mit Degiro im letzten Jahr nochmals ausbaute und zahlreiche Finanzinstrumente von Aktien bis CFDs anbietet.

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Negativzinsen seit 2017

Flatex informierte seine Bestandskunden im März 2017 darüber, dass man Negativzinsen von 0,4 Prozent berechnet. Die Negativzinsen der EZB wurden damit unabhängig von der Einlagenhöhe an die Kunden des Brokers weitergegeben. Dies rief die BaFin auf den Plan, die bei ihrem Vorgehen gegen flatex mit dem Verbraucherschutz argumentierte.

Das Verwaltungsgericht sieht nun jedoch keine zwingende gesetzliche Voraussetzung für ein Eingreifen der Finanzaufsicht. Das Gericht gab damit der Klage von flatex gegen die Verfügung der BaFin statt. Zuvor hatten sich schon andere Gerichte, darunter auch der Bundesgerichtshof, mit dem Thema Negativzinsen befasst. Auch dies war für das Verwaltungsgericht ein Argument dafür, dass die BaFin nicht mehr eingreifen musste.

Geschäftsbanken müssen mittlerweile 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie ihr Geld für eine bestimmte Zeit bei der EZB hinterlegen. Zuletzt hatten mehrere Banken ihre Freibeträge gesenkt. Fast 350 Banken erheben laut einer Studie des Vergleichsportals Verivox mittlerweile Negativzinsen und verlangen ein Verwahrentgelt. Die Zahl der Banken, die Negativzinsen an ihre Kunden weitergeben, hat sich damit innerhalb eines halben Jahres beinahe verdoppelt.

Flatex darf weiter Negativzinsen in Rechnung stellen

Viele Banken geben Negativzinsen weiter

Viele Banken ziehen derzeit nach oder verschärfen ihre Regeln. Sie senken den Zinssatz weiter in den Negativzinsen Bereich oder verringern Freibeträge, bis zu denen die Kontoguthaben vor Negativzinsen verschont bleiben. Viele Banken verlangten lange bei großen Summen ab 100.000 Euro ein Verwahrentgelt. Über 100 Banken haben diese Summe laut Verivox mittlerweile auf 50.000 Euro gesenkt.

Laut einem Sprecher von Flatexdegiro will der Broker mit Negativzinsen kein Geld verdienen, sondern nur die Negativzinsen der EZB weitergeben. Der Broker würde sich demnach freuen, wenn er keine Negativzinsen mehr erheben müsse. Allerdings ist die Gerichtsentscheidung noch nicht endgültig, denn das Gericht lies die Möglichkeit einer Berufung zu. Damit kann die BaFin noch einmal Berufung gegen das Urteil einlegen.

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Aktiensplit im Gespräch

Flatex wurde 1999 gegründet und ist seit 2009 an der Börse. Seit einigen Monaten ist der Broker im SDax notiert. Ende des ersten Quartals hatte Flatexdegiro 1,6 Millionen Kunden. Kürzlich wurde auf der Hauptversammlung beschlossen, dass ein Aktiensplit im Verhältnis von 1:4 geplant wird. Auch allen anderen Tagesordnungspunkten stimmte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit zu.

Für das Geschäftsjahr 2020 wurde dem Vorstand und dem Aufsichtsrat das Vertrauen ausgesprochen. Darüber hinaus wurden alle drei bisherigen Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt. Auch dies ist ein weiterer Schritt für flatexdegiro, um seinen Wachstumskurs fortzusetzen. Der Broker will nun die Liquidität seiner Aktie erhöhen und weitere Investoren im Retail-Bereich erreichen. Aus diesem Grund wurde auf der Hauptversammlung dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats zugestimmt, einen Aktiensplit durchzuführen.

Nach einem Aktiensplit erhöht sich letztendlich die Zahl der verfügbaren Aktien und der Preis für eine einzelne Aktie sinkt. Wer bereits eine Aktie des Unternehmens im Depot hat, hat nach dem Aktiensplit im Verhältnis 1:4 vier Aktien des Unternehmens im Depot. In der Regel erfolgt dies für Anlegern automatisch. Flatexdegiro will bald alle notwendigen Schritte einleiten. Der Aktiensplit soll dann im dritten Quartal umgesetzt werden.

Flatex weiter mit Negativzinsen

Breites Handelsangebot

Während sich Degiro weiter auf den Aktienhandel für Kunden in vielen europäischen Ländern konzentriert, bietet flatex ein breites Handelsangebot an. Aktuell legt flatex einen neuen Markenauftritt hin, welcher für den Mehrwert des Produktportfolios stehen soll. So können beispielsweise 3.000 Sparpläne ohne Ordergebühren gehandelt werden. Auch 160 ausgewählte Premium-ETFs können ab einem Anlagebetrag von 1.000 Euro ohne Ordergebühren gehandelt werden. Diese Premium-ETFs werden an Handelsplätzen wie Tradegate oder gettex gehandelt. Dazu kommt eine große Auswahl an Hebelprodukten und Zertifikaten, die zu den größten Angeboten in Deutschland gehört. Darüber hinaus können 40 ausgewählte Fonds ohne Transaktionsentgelt gehandelt werden.

Neue Kunden können in kurzer Zeit ein neues Konto eröffnen und auf zahlreiche Handelsprodukte und Handelstools zugreifen. Der Handel ist auch über Tablets und Smartphones möglich. Mit flatex-next hat der Broker seine Handelsmöglichkeiten nochmals ausgebaut. Die App ist leicht bedienbar und verbindet alle Märkte und Produkte in einer App. In Aktien können Trader schon ab zwei Euro investieren. Hier finden Trader viele börsennotierte Wertpapiere, die bei der Diversifikation des Portfolios helfen.

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CFDs bei flatex handeln

Auch im CFD-Handel bietet flatex eine große Auswahl. Die Société Générale fungiert hier als Market Maker, die flatexDEGIRO Bank AG ist jedoch die konto- und depotführende Bank. Der CFD-Handel erfolgt über eine moderne CFD-Handelsplattform, die auch über ein Demokonto getestet werden kann. Als Basiswerte finden Trader unter anderem Aktien, Indizes oder Rohstoffe. Eine App für den CFD-Handel ist ebenfalls vorhanden.

Wer bereits Aktien oder andere Produkte bei flatex handeln, muss das Legitimationsverfahren nicht nochmals durchlaufen. CFDs auf Indizes. Rohstoffe, Zinsen und Währungen können gebührenfrei gehandelt werden. Auf der Plattform stellt flatex Chart-Tools, Nachrichtenticker und Echtzeitkurse kostenlos zur Verfügung. Auch die App für den CFD-Handel ist kostenlos.

Flatex gewinnt gegen BaFin

Broker weiter auf Wachstumskurs

Flatex hat sich bei seiner Gründung 2006 zum Ziel gesetzt, den Handel einfach, übersichtlich und zu günstigen Konditionen zu gestalten. Heute ist flatex einer der führenden Broker in Deutschland. Gemeinsam mit den Schwestermarken wird angestrebt, in diesem Jahr 90 bis 110 Millionen Transaktionen durchzuführen. Der Kundenstamm soll auf zwei bis 2,2 Millionen Kunden wachsen. Damit würde flatex auch international eine Spitzenposition einnehmen.

In Deutschland sind fast 400.000 Kunden bei flatex aktiv, die an nationalen und internationalen Börsenplätzen sowie bei 19 Partnern im außerbörslichen Handel Transaktionen durchführen. ETFs sind bei 17 Emittenten handelbar. Dazu kommen über eine Million Optionsscheine, Zertifikate und Fonds sowie viele Aktien.

Der Broker vertritt die Auffassung, dass für den Handel fundiertes Börsenwissen notwendig ist. Daher bietet flatex ein kostenloses Ausbildungsangebot über Schulungsvideos und Online-Seminaren an. Immer wieder finden auch Neukundenaktionen statt. Derzeit können beispielsweise Trader, die ein neues Depot eröffnen, Aktien sechs Monate lang für 0,00 Euro handeln.

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Auch flatex-Aktie erfolgreich

Flatex ist mittlerweile mit Tochterunternehmen und Schwestermarken breit aufgestellt. So ist die flatexDEGIRO Bank AG für Bankaufgaben verantwortlich. Trader führen hier in der Regel ein Depot und ein Verrechnungskonto. Die flatexDEGIRO Bank AG ist auch für den Kontoeröffnungsprozess verantwortlich und führt Transaktionen aus. Auch die wertpapiertechnische Ausführung alle Kundenaufträge ist Aufgabe der flatexDEGIRO Bank AG. Für die Kundenbetreuung ist ebenfalls die flatexDEGIRO Bank AG zuständig. Trader können sich bei vielen Fragen aber auch per E-Mail und Telefon an flatex wenden.

Flatex, seit einem Jahr auch Hauptsponsor von Borussia Mönchengladbach, sieht sich noch lange nicht am Ende seines erfolgreichen Wegs. Zuletzt wurden immer wieder die wirtschaftlichen Ausblicke erhöht und auch die Aktie präsentiert sich gut. Denkbar ist, dass die Aktie bald in den MDax aufsteigt. Die Marktkapitalisierung liegt bereits bei über einer Milliarde Euro.

Allerdings wird die Aktie wohl nicht in den TecDAX aufgenommen, da das Unternehmen laut dem flatex-Vorsitzenden Frank Niehage von der Deutschen Börse nicht als Technologieunternehmen definiert wird. Allerdings sind fast die Hälfte der Mitarbeiter von flatex laut Unternehmensangaben IT-Experten. Insgesamt arbeiten über 900 Menschen für flatex. Zudem erreicht der Broker über 90 Prozent seiner Wertschöpfung über eigene Technologien.

Flatex gewinnt gegen BaFin

Fazit: BaFin unterliegt vor Gericht

Das Verwaltungsgericht in Frankfurt hob eine Untersagungsverfügung der BaFin gegenüber flatex auf. Der Broker darf seinen Kunden damit weiter Negativzinsen berechnen und ist damit längst nicht mehr die einzige Bank in Deutschland. Die Schritte der BaFin seien nicht notwendig gewesen, da sich bereits andere Gerichte mit dem Thema Negativzinsen befasst hätten.

Flatex bietet zahlreiche Finanzinstrumente von Aktien bis CFDs an und kann immer wieder mit neuen Angeboten punkten. Zudem wächst der Broker nach der Fusion mit Degiro weiter und präsentiert sich auch an der Börse, wo die Aktie im SDax gelistet ist, stark. In diesem Jahr könnte das Unternehmen insgesamt auf über zwei Millionen Kunden kommen.

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