Windeln.de Aktie – Noch haben Anleger nicht die Hose voll

Nach GameStop und AMC hat es nun die nächste Aktie auf den Radar der Wallstreetbets geschafft: die Windeln.de Aktie. Bereits vor dem Wochenende gab es Kurszuwächse im zweistelligen Bereich. Am Montag legte die Aktie von Windeln.de um satte 200 Prozent zu. Auch heute startet der Wert fulminant.

Windeln.de Aktie

Das Wichtigste in Kürze

  • Spekulationswelle bei Windeln.de Aktie, ähnlich wie bei GameStop und AMC.
  • Aktie stieg bereits um über 460 Prozent in wenigen Tagen.
  • Die Nachricht darüber, dass China seine 2-Kind-Politik lockert, könnten eine Ursache für die Nachfrage sein.
  • Eine Windeln.de Aktie Prognose ist nur schwer zu erstellen.
  • Möglicherweise sind die aktuellen Verkäufer auch Hedge-Fonds, die sich in letzter Zeit günstig eingedeckt haben und nun den Kurs über soziale Medien und diverse Informationen in die Höhe treiben.
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Warum steigt der Kurs der Windeln.de Aktie?

Die Antwort auf die Frage ist leicht: weil die Nachfrage nach den Aktien steigt. Das ist selbstverständlich eine Binsenweisheit, ist aber letzten Endes immer die Ursache für steigende Kurse.

Entscheidend ist es jetzt herauszufinden, was die Anleger zum Kauf bewegt. Eine unternehmensspezifische Nachricht gab es nicht. Allerdings sind Gerüchte im Umlauf, dass das Geschäft in China deutlichen Zuwachs erhalten könnte.

Chinesische Hedgefonds shorten windeln.de Aktie

Die windeln.de AG erzielt rund 70 Prozent ihres Umsatzes in China.

Windeln.de Aktie Prognose

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass China die 2-Kind-Politik lockert. Familien dürfen dort nun auch drei Kinder haben. Die 1-Kind-Politik wurde bereits im Jahr 2015 abgeschafft.

Das wird dazu führen, dass die Nachfrage nach Babyartikeln deutlich steigen wird.

Forbes berichtet in diesem Zusammenhang, dass mehrere chinesische Investoren bereits seit Monaten Übernahmen in Europa planen.

Um ihr Vorhaben zu realisieren, gehen Hedgefonds dabei oft wie folgt vor:

  1. Ausmachen interessanter Unternehmen, mit einer vergleichsweisen engen Marktkapitalisierung.
  2. Durch gezielte Kurzattacken den Kurs nach unten treiben. Dies geschieht beispielsweise durch Shorten (Leerverkäufe), Streuen von negativen Gerüchten in sozialen Medien usw.
  3. Sukzessiver Einstieg, sprich Kauf, in die Aktie, wenn der Kurs am Boden ist.
  4. Kurs nach oben treiben und mit Gewinn verkaufen.

Dieses Schema passt sehr gut auf den Windeln.de Aktienkurs. Hinzukommt, dass der größte Aktionär ebenfalls eine chinesische Holding ist.

Auch ein Vorstandsmitglied ist Chinese. Hier muss allerdings berücksichtigt werden, dass dies absolut normal ist, wenn ein Unternehmen in dem Umfang Geschäfte in China betreibt.

In einem Forum wurde sogar darüber spekuliert, dass den jetzigen Aktionären ein Übernahmeangebot von 4,20 Euro angeboten würde. Das käme im Übrigen dem aktuellen Kursniveau recht nahe.

Allerdings dauert das alles seine Zeit, bis ein Online-Shop dann tatsächlich davon profitieren kann. Im Übrigen hat die Aufhebung der 1-Kind-Politik auch nicht zu einem übermäßigem Baby-Boom geführt.

Zudem ist die windeln.de AG nun nicht gerade der einzige Online-Shop für Babyartikel in China.

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Anleger wittern Chance und steigen bei Windeln.de Aktie ein

Nun wittern Anleger hier eine Chance auf steigende Windeln.de Aktienkurse.

Hinweis: Egal, ob ein Aktienkurs extrem stark steigt oder fällt, es wird immer eine passende Nachricht oder eine Information oder Hintergrundwissen geben, die diese Kursveränderung fundamental „begründen” kann.

Im Fall der Windeln.de Aktie ist das eben die Geschichte mit der 3-Kind-Politik in China. Das bedeutet nicht automatisch, dass diese Information falsch ist. Aber es heißt eben auch nicht zwangsweise, dass dies sich dann alles wirklich so entwickeln muss.

Windeln.de Aktie

„Die Hausse nährt die Hausse”

Möglicherweise kennt der eine oder andere Leser bereits die Aussage „die Hausse nährt die Hausse”. Da ist auf jeden Fall etwas dran.

Wenn eine Aktie – das Prinzip kann selbstverständlich auf jeden Markt übertragen werden – durch spektakuläre Kursanstiege auf sich aufmerksam macht, dann steigert dies automatisch das Interesse der Anleger.

Diese springen dann auf den fahrenden Zug auf und kaufen nach. Die gesteigerte Nachfrage führt zu steigenden Kursen. Das wiederum lockt neue Käufer an und so weiter.

Das geht natürlich nicht ewig so weiter. Irgendwann, nämlich wenn keine neuen Anleger mehr in den Markt kommen, dreht das Ganze und alle wollen nur noch verkaufen.

Die Folge?

Der Aktienkurs sinkt, möglicherweise stürzt er sogar ein.

Allerdings, und das ist die Schwierigkeit des Ganzen, kann niemand vorhersagen, wie lange so eine Entwicklung dauert. Daher wäre es auch fatal, in einer solchen Situation auf fallende Kurse zu spekulieren.

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„Bilanz rechtfertigt Kursanstieg nicht” – Ach wirklich?

Häufig ist in Artikeln, selbst bei renommierten Anbietern, zu lesen, dass die Bilanz einen solchen Kursanstieg nicht rechtfertigen würde. Solche Aussagen sind völlig unnötig.

Eine Bilanz kann noch so gut aussehen, sie wird niemals einen solchen Kursanstieg rechtfertigen. Genauso wenig, wie sie einen dramatischen Kurseinbruch rechtfertigen würde.

Windeln.de Aktie kaufen

Die Bilanz ist ein Jahresabschluss eines Unternehmens.

Wenn, dann sind es Nachrichten oder Gerüchte über ein Unternehmen, die das Interesse der Anleger derart stark wecken, aber niemals eine Bilanz.

Was die Autoren damit meinen, ist, dass es keine fundamentalen Gründe dafür gibt. Wie zum Beispiel, eine Nachricht, dass ein neuer Großkunde gewonnen werden konnte oder dergleichen.

Eine Nachricht kann einen extremen Kursanstieg verursachen, muss aber nicht. Häufig gehen steigende Kurse auch einfach nur mit der Psychologie der Anleger einher.

Aus diesem Grund braucht man in der aktuellen Situation auch nicht zu sehr auf die Bilanz, GuV, Quartalsberichte usw. zu achten. Börse war schließlich noch nie rational.

Selbst Sir Isaac Newton wusste schon:

„Ich kann zwar die Bahn der Gestirne auf Zentimeter und Sekunde berechnen, aber nicht, wohin eine verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann.”

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Eine hohe Nachfrage trifft auf ein geringes Angebot

Die Marktkapitalisierung von der Windeln.de Aktien lag vergangene Woche bei einem Kurs von 0,75 Euro bei nur etwas mehr als 9 Millionen Euro (bei 12,08 Millionen Aktien).

Laut der Investor Relations Abteilung von windeln.de befinden sich lediglich knapp 2,3 Millionen der Aktien im Free Float (Stand 30. März 2021), sind also frei handelbar. Das wiederum würde einer Kapitalisierung von rund 1,5 Millionen Euro entsprechen (beim Kurs von 0,75 Euro).

Windeln.de Aktie

Die restlichen Aktien sind in fester Hand von Großaktionären.

Bei einer derart geringen handelbaren Menge ist es relativ einfach, einen Kurs in eine bestimmte Richtung zu treiben. Um massive Kursgewinne zu erzielen, ist vergleichsweise wenig Kapital erforderlich.

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Problem: Wann und wie aussteigen?

Das Problem welches Anleger beim Handel mit Windeln.de Aktien auch haben ist die Frage, wann sie wieder aussteigen wollen.

Denn das Ganze lohnt sich nur dann, wenn die Gewinne auch irgendwann realisiert werden.

Problematisch daran ist, dass der Windeln.de Aktienkurs dann genauso schnell wieder einbrechen kann, wie er zuvor gestiegen ist.

Denn Anleger und Investoren sollten sich bewusst machen, dass jedem Verkäufer ein Käufer gegenübersteht – und vice versa.

Wenn ein Kleinanleger seine Windeln.de Aktien also verkaufen will, dann muss es einen Käufer geben, der davon ausgeht, dass der Kurs noch weiter steigen wird. Ansonsten würde er ja die Windeln.de Aktien nicht kaufen.

Da der Markt bei dieser Aktie eben auch so eng ist, könnte es schwierig werden, genügend Käufer zu finden, die der Meinung sind, dass der Kurs weiter steigt.

Wir haben es bei der GameStop Aktie gesehen. Nach einem anfänglichen Short Squeeze von 35 auf rund 350 Dollar stürzte die Aktie auf rund 50 Dollar wieder ab.

Windeln.de Aktie Prognose

Alle wollten gleichzeitig verkaufen, fanden aber keinen Käufer, der bereit war, den gewünschten Preis zu zahlen.

Genauso gut könnte es aber auch sein, dass die chinesischen Hedgefonds sich günstig eingekauft haben und nun den Preis künstlich in die Höhe treiben und ihre Anteile an unbedarfte Kleinanleger abgeben.

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Windeln.de Aktie Prognose

Nun fragen sich bestimmt der eine oder andere Kleinanleger, ob er denn jetzt noch Windeln.de Aktien kaufen sollte. Eine Windeln.de Aktie Prognose kann dabei helfen.

Fest steht: Eine solche Prognose ist unheimlich schwierig, weil ebenso viel Psychologie dahintersteckt.

Greifen wir nochmal das Beispiel der GameStop Aktie auf und schauen uns den weiteren Kursverlauf an.

Windeln.de Aktie kaufen

Nach einem dramatischen Kurseinsturz erholte sich die Aktie wieder und schwankt seit März in einem breiten Bereich zwischen 140 und knapp unter 300 Dollar. Derzeit notiert sie bei 280 Dollar.

Wenn wir bei der Windeln.de Aktie einen ähnlichen Kursverlauf prognostizieren, dann steht der Aktie noch ein deutliches Plus bevor, worauf sie, vielleicht noch in dieser Woche, wieder zusammensackt.

Allerdings könnte die Aktie dann wieder deutlich steigen. Auf der anderen Seite ist es gefährlich, von nur einem Beispiel auf die jetzige Situation zu schließen.

Windeln.de Aktie

Ein Blick auf den langfristigen Chart der Windeln.de Aktie zeigt, dass das – aus Charttechnischer Sicht – nächste Ziel bei rund 6 Euro liegen könnte. Das ist das letzte Hoch aus dem Jahr 2020.

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Zusammenfassung
  • Es gibt Gerüchte, dass chinesische Hedge-Fonds die Windeln.de Aktie geshortet haben, um sie dann später günstig einzukaufen.
  • Der Grund dafür ist die Aufhebung der 2-Kind-Politik in China, woraus ein neuer Babyboom resultiert.
  • Die windeln.de AG hat 70 Prozent ihres Umsatzes in China und agiert als reiner Online-Shop für Babyprodukte, wie Windeln, Babynahrung, Kleidung usw.
  • Gleichzeitig erhält der Onlineshop durch die aktuellen Kurskapriolen auch kostenlose Werbung.
  • Eine Prognose der Windeln.de Aktie ist sehr schwierig. Die Wallstreetbets werden auf jeden Fall versuchen den Aktienkurs weiter in die Höhe zu treiben.
  • Möglicherweise konnten sich Hedge-Fonds aber auch günstig eindecken und verkaufen ihre Anteile nun mit sattem Gewinn an unbedarfte Kleinanleger.

Bildquellen:

  • Tradingview
  • Google Finance
  • Shutterstock
  • de

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