Porsche IPO: Bringt VW die Porsche Aktie an die Börse?

Unter dem Projekt Phoenix diskutiert die Volkswagen AG die Möglichkeit, den Autobauer Porsche als separates Unternehmen an die Börse zu bringen. Der Porsche IPO soll dabei einen Teil der Kosten der Umwandlung hin zur Elektromobilität decken. Ob und wann die Porsche Aktien an die Börse kommen ist jedoch noch unklar.

Porsche Aktie

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Das Wichtigste in Kürze

  • VW überlegt, den Autobauer Porsche auszugliedern und im Rahmen eines IPOs an die Börse zu bringen.
  • Die Erlöse aus dem Porsche IPO sollen dazu dienen, die Umwandlung hin zur Elektromobilität zu finanzieren.
  • Noch ist es nicht sicher, ob und in welcher Form der Porsche Börsengang erfolgen soll, denkbar wäre auch ein Spin-Off.
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Familie Piëch und Porsche wollen mehr Einfluss auf die Porsche AG

Der Automobilbauer Porsche ist derzeit noch eine Tochter der VW AG. Allerdings wollen die Eignerfamilien Piëch und Porsche wieder mehr direkten Einfluss auf die Porsche AG haben.

Derzeit sind sie mit ihrer Porsche Holding zwar der größte Anteilseigner des Volkswagen-Konzerns. Aber eine direkte Mitsprache am Autobauer Porsche ist damit nicht gegeben.

Bereits seit Anfang des Jahres gibt es Spekulationen darüber, ob Volkswagen im Rahmen eines Porsche IPO einen Verkauf der Tochter vornimmt.

Porsche Aktie Kurs

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Obwohl noch keine genauen Details bekannt sind, sagte eine mit dem Projekt Phoenix vertraute Person gegenüber Reuters:

“Wir sitzen auf heißen Kohlen. Ich glaube, das kann in den nächsten Tagen oder Wochen kommen.”

Spätestens im Juli, wenn die Hauptversammlung der Volkswagen AG stattfindet, werden Anleger mehr Details erfahren. Denn dort muss sich der Vorstand zu diesem Thema äußern.

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Mögliche Szenarien für einen Porsche IPO

Bisher sind einige Informationen nach außen gedrungen, die zeigen, dass nicht jeder in der Volkswagen Führungsetage mit einem Porsche Börsengang zufrieden ist.

Insbesondere Konzernchef Herbert Diess hat seine Zweifel am Porsche IPO. Allerdings soll es sich wohl lediglich um eine Frage der Zeit handeln, wann Porsche als eigenständiges Unternehmen an die Börse kommt.

Daher diskutiert man im Hintergrund aktuell verschiedene Szenarien, wie ein solcher Deal aussehen könnte.

Porsche Aktie News

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Variante 1: Klassischer Porsche Börsengang finanziert durch die Porsche Holding

Ein Szenario wäre ein klassischer Porsche Börsengang, zum Beispiel im Rahmen eines IPOs.

Dabei würden nicht 100 Prozent der Porsche Aktien an die Börse gebracht werden, sondern lediglich ein Bruchteil von vielleicht 20 oder 30 Prozent.

Daniel Schwarz, von der Investmentbank Stifel Europe, geht von einer derzeitigen Bewertung von 45 Milliarden Euro für den Autobauer Porsche aus.

Sollten 20 Prozent der Porsche Aktien an die Börse gebracht werden, würden VW demnach 9 Milliarden Euro direkt zufließen.

Ob sich jedoch auch Privatanleger beim Porsche IPO beteiligen können ist fraglich. Die Porsche Holding würde vermutlich mindestens die Hälfte der ausstehenden Aktien erwerben wollen.

Porsche Aktie Dividende

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Die Frage, die nun im Raum steht, ist, wie die Porsche Holding den Kauf der Porsche Aktien finanzieren will.

Eine Möglichkeit wäre, dass sie einen Teil ihrer derzeitigen Stimmrechte an der Volkswagen AG verkauft. Allerdings nur so viel, dass sie weiterhin die Mehrheit am VW-Konzern halten werden.

Als potenzielle Käufer kommen sowohl das Bundesland Niedersachsen als auch das Emirat Katar infrage.

Niedersachsen besitzt aktuell 20 Prozent der Stimmrechte am VW-Konzern, Katar 17 Prozent. Ob die beiden Anteilseigner jedoch überhaupt ein Interesse an einer Aufstockung ihrer Stimmrechte haben, ist nicht sicher.

Zudem ziehen sich solche Verhandlungen erfahrungsgemäß über längere Zeit hin.

Als weitere Möglichkeit kommt auch eine Finanzierung des Kaufs der Porsche Aktien in Betracht.

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Variante 2: Spin-Off der Porsche Aktien

Bei einem Spin-Off würde Volkswagen Porsche als eigenständiges Unternehmen ausgliedern, oder zumindest einen Teil des Unternehmens.

Die VW-Aktionäre würden in diesem Zuge entweder direkt Porsche Aktien ins Depot gebucht bekommen oder zumindest das Recht erhalten, die neuen Porsche Aktien zu kaufen.

Aktionäre könnten im Übrigen dieses Recht auch an der Börse verkaufen, Stichwort: Bezugsrechtshandel. Erst wenn der Spin-Off abgeschlossen ist, werden Porsche Aktien direkt an der Börse gehandelt.

Porsche IPO

Bei einem Spin-Off der Porsche AG würde die Porsche Holding etwas mehr als die Hälfte der neu emittierten Porsche Aktien erhalten, da sie ja derzeit auch rund 53 Prozent an der VW AG hält.

Ein Spin-Off ist kein IPO. Bei einem Spin-Off erhalten die Altaktionäre automatisch die neuen Porsche Aktien. Sollte es zu einem Spin-Off kommen, hätten Privatanleger demnach die Möglichkeit, direkt Porsche Aktien ins Depot gebucht zu bekommen oder zumindest könnten sie diese vor allen anderen kaufen.

Insider halten es jedenfalls nicht für sehr wahrscheinlich, dass alles so bleibt wie es derzeit ist. Zu groß sind die Ambitionen der Familien Porsche und Piëch wieder direkten Einfluss auf die Porsche AG zu erhalten.

Unterschied Porsche (Autobauer) und Porsche Automobil Holding

Mancher Anleger wundert sich vielleicht darüber, dass Volkswagen über einen Porsche IPO nachdenkt, schließlich gibt es doch bereits eine Porsche Aktie. Allerdings ist Porsche nicht gleich Porsche.

Die derzeit an der Börse notierte Porsche Aktie ist die Porsche Automobil Holding. Es handelt sich um eine Beteiligungsgesellschaft, die in den Händen der Familie Porsche und Piëch ist. Die Porsche Holding besitzt rund 53 Prozent der Stimmrechtsaktien der VW AG.

Sie lebt insbesondere von den Ausschüttungen der Volkswagen AG, den Dividenden. Die Porsche Holding ist jedoch nicht gleichzusetzen mit dem Porsche Autobauer.

Am Autobauer Porsche können sich Anleger derzeit nicht direkt beteiligen. Der Autobauer ist zu 100 Prozent im Volkswagenkonzern integriert, ähnlich wie SEAT oder Skoda, die ebenfalls Marken des VW Verbunds sind.

Die derzeitige Überlegung ist, den Autobauer Porsche als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen und damit Erlöse zu generieren.

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Unterschied Porsche (Autobauer) und Porsche Automobil Holding

Mancher Anleger wundert sich vielleicht darüber, dass Volkswagen über einen Porsche IPO nachdenkt, schließlich gibt es doch bereits eine Porsche Aktie. Allerdings ist Porsche nicht gleich Porsche.

Die derzeit an der Börse notierte Porsche Aktie ist die Porsche Automobil Holding. Es handelt sich um eine Beteiligungsgesellschaft, die in den Händen der Familie Porsche und Piëch ist. Die Porsche Holding besitzt rund 53 Prozent der Stimmrechtsaktien der VW AG.

Sie lebt insbesondere von den Ausschüttungen der Volkswagen AG, den Dividenden. Die Porsche Holding ist jedoch nicht gleichzusetzen mit dem Porsche Autobauer.

Am Autobauer Porsche können sich Anleger derzeit nicht direkt beteiligen. Der Autobauer ist zu 100 Prozent im Volkswagenkonzern integriert, ähnlich wie SEAT oder Skoda, die ebenfalls Marken des VW Verbunds sind. Interessant ist auch, dass Volkswagen Europcar wieder zurückkauft und so Europcar für seine integrierten Dienstleistungen nutzen möchte.

Die derzeitige Überlegung ist, den Autobauer Porsche als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen und damit Erlöse zu generieren.

Sollten Anleger die Porsche Aktie kaufen?

Wenn Volkswagen den Porsche IPO durchzieht und Porsche als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringt, dann erhalten Anleger die Möglichkeit, sich direkt am Autobauer zu beteiligen.

Der Kauf der Porsche Aktie könnte absolut sinnvoll sein. Seit Jahren verzeichnet Porsche steigende Absatzzahlen. Lediglich im Jahr 2020 wurden aufgrund der Coronakrise 8.000 Autos weniger verkauft als im Vorjahr.

Infografik: Wo die Porsche-Fahrer wohnen | Statista Wo Porsche-Fahrer wohnen. Quelle: Statista
Ansonsten ist über Jahre hinweg ein steigender Trend zu beobachten. Aber selbst für 2020 sind das gute Zahlen. Im Jahr 2019 wurden rund 280.000 Fahrzeuge ausgeliefert, im Jahr 2020 waren es 272.000.

Trotz der leicht gesunkenen Absatzzahlen konnte Porsche im Coronajahr 2020 ein Umsatzplus verbuchen.

Wer einen Porsche kauft, der achtet zudem nicht aufs Geld. Hier geht es nicht darum, ein möglichst Treibstoffsparendes und preiswertes Automobil zu erwerben, sondern es geht um Prestige und Fahrgefühl.

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Die Porsche Aktiengesellschaft hätte darüber hinaus noch einen weiteren Vorteil. Sie wäre eine schlanke, einfach strukturierte und vor allem fokussierte Aktiengesellschaft.

Solche Unternehmen werden im Allgemeinen an der Börse wesentlich positiver beurteilt, als verschachtelte Unternehmen, zu denen die Volkswagen AG auch gehört.

Allerdings haben Anleger derzeit nicht allzu viele Informationen über den Autobauer Porsche. Eine Investition in eine mögliche Porsche Aktie ist in jedem Fall eine Überlegung wert!

Aber im Moment ist es eben noch nicht sicher, ob es überhaupt einen Porsche IPO geben wird. Daher ist auch nicht sicher, ob Anleger mit einer Porsche Aktie Dividenden erhalten werden.

Porsche Börsengang

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Die aktuell an der Börse notierte Porsche Aktie zahlt Dividenden (die Holding). Es handelt sich hier jedoch um die Beteiligungsgesellschaft. Im Prinzip erhalten Investoren dadurch Dividenden aus der Volkswagen AG, da das die Haupteinnahmequelle der Porsche Holding ist.

Zusammenfassung
  • Porsche IPO oder zumindest Spin-Off sehr wahrscheinlich
  • Porsche Aktien kaufen könnte für Privatanleger sehr interessant sein
  • Die Porsche AG kann seit vielen Jahren steigende Absatzzahlen vorweisen
  • Umwandlung hin zur Elektromobilität auch beim Autobauer Porsche im vollen Gange

Bilderquellen:

  • Shutterstock

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