Futures

Futures-Kontrakt

Futures-Kontrakt

Ein Future stellt im Grunde einen Vertrag dar, der zwischen zwei Marktteilnehmern abgeschlossen wird und in der Zukunft von beiden Parteien erfüllt werden muss. Dabei gelten feste Regeln, die im Vorfeld bestimmt werden und auf die sich beide Parteien einigen. Jeder Future-Kontrakt zeichnet sich durch bestimmte Merkmale aus:

Basiswerte

Hierbei handelt es sich um die Werte, die den Futures zugrundeliegen. Ein solches Underlyning können Aktien darstellen, Devisen, Anleihen oder Zinsen, aber auch Rohstoffe, Edelmetalle und Genussmittel. Basiswerte stellen den grundlegenden Bestandteil von Future-Kontrakten dar.

Kontraktgröße

Als Kontraktgröße wird der Gegenwert bezeichnet, den Trader mit einem einzigen Future bewegen. So gilt beispielsweise bei einem Dax-Future die Kontraktgröße von 25 Euro je Dax-Punkt. Somit würde bei einem Index-Stand von 8.000 Punkten ein Gesamtwert von 200.000 Euro pro Future-Kontrakt zustande kommen. Im Handel mit Termingeschäften sind Kontraktgrößen immer standardisiert, wobei diese Größen von den Terminbörsen festgelegt werden, an denen die Instrumente gehandelt werden.

Laufzeit

Im Gegensatz zu Handelsprodukten wie Aktien oder CFDs haben Futures eine begrenzte Laufzeit, die im Vorfeld festgelegt wird. In den meisten Fällen gelten für Futures-Kontrakte Laufzeiten von drei, sechs, neun oder zwölf Monaten.

Erfüllung

Am Ende der Laufzeit wird die Position abgerechnet und zwar auf eine der beiden folgenden Arten: Barausgleich oder physische Lieferung. Beim Barausgleich wird der Kontrakt zum Verfallszeitpunkt in Geld ausgeglichen. Dabei gilt die Differenz zwischen Einstands- und Verrechnungskurs. Die Art und Weise, mit der dieser Kurs ermittelt wird, ist standardisiert und wird von der entsprechenden Terminbörse bestimmt.

Bei der physischen Lieferung wird erwartet, dass der Basiswert, auf dem der Kontrakt basiert, tatsächlich geliefert wird. Eine solche Lieferung bzw. der Erhalt ist in der Regel mit zusätzlichen Kosten und Aufwand verbunden und beim Trading an den Terminbörsen erfolgt in den meisten Fällen der Barausgleich.


Was sind die Kontraktspezifikationen?

Die Kursfeststellung basiert auf den Ausführungsregeln der jeweiligen Börse. Diese legt auch die Kontraktspezifikationen fest. Für den Future auf den DAX sehen diese Spezifikationen z. B. einen Kontraktwert von 25 EUR pro Indexpunkt vor. Das bedeutet, dass der Gegenwert des „FDAX“ bei einem Indexstand von 12.000 Punkten 300.000 EUR beträgt.

Der im Jahr 2015 eingeführte „Mini FDAX“ sieht einen Kontraktwert von 5 EUR pro Punkt vor.

Die Kontraktspezifikationen regeln außerdem, welche Kontrakte verfügbar sind. Für den FDAX sieht die Eurex z. B. Verfallstermine in den nächsten drei Quartalsmonaten aus März, Juni, September und Dezember vor. Die Kontrakte verfallen jeweils am dritten Freitag dieser Monate. Ist ein Kontrakt fällig, entsteht automatisch ein neuer Kontrakt mit Fälligkeit in neun Monaten.

Für den FDAX gilt ebenso wie für die meisten anderen Financial Futures eine Barausgleichsregelung bei Fälligkeit. Der Käufer eines Kontraktes erhält am Fälligkeitstermin Geld, wenn der Index seit dem Kauf gestiegen ist. Der Verkäufer muss in diesem Fall eine Zahlung leisten: Die Gewinne des Käufers entsprechen den Verlusten des Verkäufers.