Kryptowährung traden: Tipps für das Traden mit Kryptowährungen und Derivaten

Kryptowährung traden ist seit 2009 möglich, also seit der „Geburtsstunde“ des Bitcoin und den ersten Transaktionen mit BTC. Allerdings erregten die ersten digitalen Währungen, der Bitcoin und seine unmittelbaren Nachahmer, zu Beginn kaum Aufmerksamkeit, schon gar nicht in der Finanzwelt. Erst seit den für viele überraschenden Kurszuwächsen der stärksten Kryptowährungen in 2016 und 2017 interessieren sich Anleger und Trader zunehmend für die Möglichkeiten, die der Handel mit Kryptowährungen bietet. Auch die Anzahl der handelbaren Coins geht in die Tausende. Finanzdienstleister kommen diesem Interesse mit entsprechenden Produkten entgegen. Auf welche Weise kann man handeln, und wie können Einsteiger Kryptowährung traden lernen?

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  • Zahlreiche Altcoins außer dem Bitcoin sind handelbar
  • Kryptowährungen traden direkt oder mit Derivaten
  • Zugang zum Krypto-Handel über Börsen und Marktplätze
  • Derivate-Handel über Broker

Traden mit Kryptowährung: Wie Digitalwährungen funktionieren

Wer Kryptowährung traden will, findet einerseits Elemente aus dem klassischen Forexhandel wieder, andererseits aber auch zahlreiche Besonderheiten. Das liegt an der Technologie, auf der die meisten Digitalwährungen basieren – nämlich der Blockchain. Entwickelt wurde die erste digitale Währung überhaupt, der Bitcoin, in 2009 als Antwort auf das weltweite institutionelle Beben der Finanzkrise. Das Anliegen des oder der Entwickler hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto war die Erschaffung einer dezentral organisierten Währung, die anders als Fiatwährungen manipulationssicher und nutzerorientiert sein sollte. Bitcoin ist nicht nur die Einheit, sondern auch der Software-Client und die dadurch geschaffene Kette aus Datenblöcken.

Am Bitcoin und den meisten anderen Blockchain-basierten Coins haben alle Nutzer teil, auf deren PC die Client-Software installiert ist. Sie können mit der Kryptowährung zahlen oder Zahlungen empfangen, all diese Transaktionen werden in Datenblöcken erfasst, die wiederum aufgefunden und verarbeitet werden müssen. Die Rechenleistung dieses „Schürfens“ wird mit neu geschaffenen Coins oder deren Bruchteilen vergütet. Die bearbeiteten Blöcke werden der „Kette“ hinzugefügt, die auf diese Weise ständig verlängert wird. Zugleich wird die Blockchain auf allen Computern im Netzwerk kontinuierlich auf dem neuesten Stand gehalten. Eine nachträgliche Änderung oder Manipulation einzelner Transaktionen wäre also nicht möglich.

Kryptowährungen als anerkannte Finanzprodukte

Die Kryptowährungen der ersten Stunde, also der Bitcoin, Ethereum, Litecoin, aber auch Forks (auf deutsch „Abspaltungen“) des Bitcoin, wie der Bitcoin Cash, haben inzwischen eine hohe Marktkapitalisierung erreicht. Stark aufgeholt haben auch Coins und Tokens mit einem interessanten Geschäftsmodell, wie beispielsweise Ripple. Die Preise für BTC oder ETH und andere Altcoins unter den Top 10 sind inzwischen beträchtlich, insbesondere der Bitcoin hat sich gewissermaßen als Leitwährung auf dem Kryptomarkt etabliert und gilt seinen Anhängern als „digitales Gold“. Auch in Zukunft werden starke Kursgewinne erwartet, wenn man Experten glauben kann.

etoro Kryptowährungen als anerkannte Finanzprodukte

  • Hohe Marktanteile für die wichtigsten Kryptowährungen
  • Noch immer Potenzial für Kursgewinne
  • Langfristige Anlagemöglichkeiten
  • Kurzfristiger Handel mit Krypto-Derivaten

Dass Kryptowährungen, insbesondere solche mit hohem Marktanteil, wieder verschwinden, ist unwahrscheinlich. Der physische Erwerb und das Vorhalten solcher Coins eignet sich durchaus für die langfristige Anlage. Ebenfalls in Frage kommen interessante Neuzugänge, die noch zu günstigen Kursen zu haben sind und in näherer Zukunft gute Aussichten haben, stark zuzulegen. Wer sich jedoch nicht längerfristig binden will, kann von anderen Möglichkeiten Gebrauch machen. Kryptowährung traden kann man nämlich auch kurzfristig mithilfe von Derivaten.

Kryptowährung traden: Diese Möglichkeiten gibt es

Beim Handel mit Kryptowährungen haben Anleger zwei Alternativen: die Coins können ebenso wie Fiatgeld „physisch“ erworben werden – in diesem Fall ist ein Verkauf mit Gewinn nach einem Kursanstieg möglich. Hier besteht jedoch ein reales Risiko des Verlustes, wenn die Kurse fallen, es sei denn, man kann sich leisten, diese Situation „auszusitzen“ und darauf zu warten, dass sich der Kurs wieder erholt.

Eine weitere Möglichkeit ist die Spekulation auf die Kursentwicklung über Derivate wie CFDs, Zertifikate und Futures. Hierbei erwirbt der Anleger nicht die Coins, sondern lediglich ein Finanzprodukt, mit dem er an der Kursentwicklung teilhat – und das nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse. Tendenziell lässt sich sagen, dass das physische Vorhalten digitaler Währungen in vielen Fällen eher mit Langzeit-Handelsstrategien einhergeht. Finanzderivate hingegen eignen sich für Kurzzeit-Strategien im Rahmen des sogenannten Daytradings, bei dem Positionen innerhalb kurzer Zeit, meist noch am selben Tag, eröffnet und wieder geschlossen werden.

Physisch Kryptowährung traden: So kommen Sie an die Coins

Für den direkten Handel mit digitalen Währungen sind verschiedene technische Voraussetzungen notwendig. Dazu gehört zunächst ein sogenanntes Wallet. Die elektronische Geldbörse macht den Transfer und Besitz von Kryptowährungen überhaupt erst möglich. Aufbewahrt werden im Wallet jedoch keine Coins, sondern lediglich die „Schlüssel“, mit denen der Zugriff auf das Guthaben autorisiert wird. Diese Schlüssel sind lediglich Zeichenfolgen. Dazu gehören

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  • Der öffentliche Schlüssel: Die „Kontonummer“ des Krypto-Kontos
  • Der private Schlüssel: Erlaubt den Zugang zum Guthaben und autorisiert Transaktionen
  • Die digitale Signatur: Gibt Informationen über den Kontostand

Alle drei Angaben werden für die Abwicklung einer Krypto-Zahlung benötigt. Weitere Informationen enthält das Wallet nicht, vor allem keinen Angaben zum Inhaber. Denn die meisten Blockchains sind ausdrücklich auf anonyme Zahlungen ausgelegt. Umso wichtiger ist es, das Wallet gut zu sichern und die Schlüssel auf keinen Fall zu verlieren – sonst ist das digitale Guthaben nämlich verloren. Ein Wallet kann in der Cloud, auf einem USB-Stick, aber auch durch das Notieren der Zeichenfolgen auf einem Stück Papier geführt werden. Hat man eins, kann man sich an den ersten Kauf von Digitalwährungen begeben. Das geht über eigens dafür eingerichtete Handelsplätze, nämlich Krypto-Börsen und Marktplätze.

Kryptowährung traden an einer Börse

Komfortables Traden mit Kryptowährung ist an entsprechenden Online-Börsen möglich. Für den Zugang müssen sich interessierte Nutzer zunächst registrieren, meist über einen mehrstufigen Prozess, der mit der Angabe weniger Kontaktoptionen beginnt und mit einer Video-Ident Legitimierung enden kann. Wer den vollständigen Registrierungsprozess durchläuft, kann alle Handelsmöglichkeiten der Börse nutzen, auch hohe Beträge umsetzen und mit seiner Kreditkarte zahlen. Nach der Registrierung verfügt man über ein Handelskonto bei der Börse, das nun kapitalisiert werden muss. Während bei einigen Kryptobörse dazu Fiatgeld eingezahlt werden kann, akzeptieren andere lediglich starke Digitalwährungen, insbesondere den Bitcoin. In diesem Fall muss BTC zunächst über ein Portal erworben werden, dass sich auf den Handel von Bitcoin gegen Euro spezialisiert hat. Danach können die BTC zum eigenen Konto bei der Krypto-Börse transferiert werden. Nun kann die ausgewählte digitale Währung gekauft werden. Bei Kryptobörsen können Anleger die gewünschten Parameter festlegen, beispielsweise die Menge an Coins (oder deren Untereinheiten), die erworben werden sollen, und die Höchstpreise, die der Käufer dafür zahlen will. Die Börse kümmert sich um alles Weitere – sobald die eingegebenen Bedingungen eintreten, wird der Kauf oder Verkauf automatisch abgewickelt. Dafür fallen allerdings Bearbeitungsgebühren an – der Service hat seinen Preis.

etoro Kryptowährung traden an einer Börse

Krypto-Marktplätze

Ähnlich, aber nicht vollautomatisiert geht der Handel auf den Marktplätzen vonstatten. Hier werden ebenfalls Angebot und Nachfrage abgeglichen. Auch bei einem Marktplatz ist eine Registrierung notwendig, wie bei einer Kryptobörse. Danach hat der Nutzer die Möglichkeit, über die Suchfunktion Angebote zu ermitteln, die seinen Wünschen entsprechen. Durch Filter können die Suchanfragen präzisiert werden. Die Liste der Ergebnisse muss man allerdings selbst in Augenschein nehmen und den Kauf oder Verkauf dann auch persönlich initiieren. Ein Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer und die Absprache von Details ist möglich. Mehr Eigeninitiative also, dafür sind die Gebühren bei Marktplätzen aber auch niedriger als die Handelskosten bei einer Börse.

Bei Marktplätzen muss in vielen Fällen keine Kapitalisierung des Handelskontos erfolgen, in der Regel genügt die Angabe eines Referenzkontos. Die Lage der Hausbank hat erheblichen Einfluss darauf, wie schnell ein Kauf oder Verkauf abgewickelt werden kann. Befinden sich beide Banken im selben Land, sind die Voraussetzungen optimal.

Kurzfristig traden: Kryptowährungen über Derivate handeln

Sich in den physischen Handel mit Kryptowährungen einzuarbeiten, ein Wallet einzurichten und sich bei einer Börse zu registrieren ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Denn nicht nur sind die bekanntesten Coins inzwischen eine teure Angelegenheit, mit der man viel Kapital langfristig bindet, im Fall von Kursverlusten hat auch der Anleger verloren. Eine Alternative ist der Handel mit Finanzderivaten, ohne tatsächlich die zugrundeliegende Kryptowährung zu erwerben.

Kryptowährung traden mit CFDs

Zu den beliebtesten Instrumenten auf Krypto-Kurse gehören Differenzkontrakte. Die contracts for difference oder CFDs wurden geschaffen, um die britische Stempelsteuer zu umgehen, die auf Aktientransaktionen anfällt. Inzwischen gibt es CFDs auf Zehntausende von Basiswerten, darunter auch Währungspaare von Krypto- und Fiatwährungen wie EURBTC. Mit einem solchen CFD erwirbt der Halter keine Digitalwährung. Statt dessen spekuliert er auf die Kursentwicklung zwischen dem Zeitpunkt des Kaufs und des Verkaufs. Und das ist auch auf fallende Kurse möglich!

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Beim Krypto-Trading über CFDs können außerdem die sogenannten Hebel genutzt werden. Hier hinterlegt der Trader nur einen Bruchteil des umgesetzten Kapitals. Bei Krypto-CFDs belaufen sich die Hebel allerdings nur auf 1:2, da die Basiswerte bereits als sehr volatil gelten. Den Zugang zum außerbörslichen CFD-Handel erhalten Trader über einen Forex- und CFD-Broker, dessen Handelsangebot auch Krypto-CFDs umfasst.

Futures auf Kryptowährungen

Futures-Kontrakte stammen aus dem Rohstoffhandel und gehören zu den ältesten Finanzinstrumenten der Welt. Mithilfe standardisierter Verträge wird der Verkauf eines Assets zu einem bestimmten Preis und zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt vereinbart. Was historisch vor allem in der Landwirtschaft eine Absicherung von Produzenten und verarbeitender Industrie war, erlaubt Profite auf sich schnell ändernden Märkten, beugt allzu starken Preisschwankungen vor und hilft, Verknappungen entgegenzuwirken – wenig verwunderlich also, dass Futures Kontrakte nunmehr auch für das Traden mit Kryptowährung genutzt werden.

Futures sind ebenso wie CFDs Derivate, ihr Preis leitet sich von einem zugrunde liegenden Basiswert ab, unter anderem von Kryptowährungen. Auch Futures können über Online-Broker gehandelt werden, sofern der Broker diese Produkte anbietet.

Krypto-Zertifikate handeln

Ein weiteres, noch recht junges Finanzinstrument, mit dem der Krypto-Handel möglich ist, sind Zertifikate. Die noch verhältnismäßig jungen Produkte gibt es erst seit 1990. Zertifikate werden von Finanzdienstleistern, zumeist Banken, emittiert und stellen technisch eine Schuldverschreibung des Emittenten dar. Die populären Finanzprodukte sind allerdings vollständig abhängig von der Zahlungsfähigkeit der emittierenden Bank! Da sie nicht als Sondervermögen gelten, können Anleger im Fall einer Insolvenz also ihre Einlage verlieren. Trotzdem sind Zertifikate es wert, in Erwägung gezogen zu werden, wenn man mit Kryptowährung traden will, denn mithilfe dieser Produkte lässt es sich mit und ohne Laufzeit, mit Hebel und auf steigende oder fallende Kurse spekulieren.

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Kryptowährung traden: Steuern nicht vergessen!

Vor dem Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen gilt es also zu bedenken, welcher Anlagehorizont in Frage kommt und welche Finanzprodukte für die Umsetzung der eigenen Strategie ideal sind. Hinzu kommt zu guter Letzt noch die Frage der Besteuerung. Wie die Gewinne aus dem Kryptohandel veranschlagt werden und welche Steuersätze anfallen, hängt nämlich davon ab, wie der Handel vonstatten geht. Der Fiskus unterscheidet hier deutlich zwischen dem Direkthandel und der wohl beliebtesten Form des Krypto-Tradings über CFDs.

Direkthandel mit „privatem Geld“

Gewinne aus dem direkten Handel mit Kryptowährungen gelten nicht als Einkünfte aus Spekulation und Kapitalvermögen. Daher ist hier keine Abgeltungssteuer zu entrichten. Außerdem sieht der Gesetzgeber digitale Währungen bislang noch nicht als Zahlungsmittel an. Statt dessen werden die Coins als privates Geld steuerlich mit „anderen Wirtschaftsgütern“ gleichgesetzt. Bei privaten Käufen und Verkäufen von Coins gelten die gleichen steuerlichen Bedingungen wie beim Kauf oder Verkauf einer Antiquität, eines Schmuckstücks oder Gemäldes. Die Erträge aus der Transaktion müssen als „sonstige Einkünfte“ in der Anlage SO der Steuererklärung aufgeführt werden. Steuerpflichtig sein können dabei

  • der Verkauf einer Coin gegen Euro oder ein anderes anerkanntes Zahlungsmittel
  • ein Tausch einer Kryptowährung gegen eine andere Kryptowährung
  • der Erwerb realer Güter oder Dienstleistung gegen Digitalwerbung

Krypto-Handel mit CFDs: Abgeltungssteuer von 25 Prozent

Anders sieht es aus beim Handel mit Krypto-CFDs, denn diese gelten steuerrechtlich als Termingeschäfte. Daher fallen Gewinne aus dem CFD-Handel wie viele andere Kapitalerträge unter die Abgeltungssteuer. Diese Steuer beläuft sich auf pauschal 25 Prozent vom Gewinn, plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Broker mit Sitz in der Bundesrepublik führen die Abgeltungssteuer direkt ab, beim Traden von Krypto-CFDs mit einem Broker außerhalb Deutschlands müssen sich Trader selbst darum kümmern, die Erträge zu versteuern.

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Fazit zum Traden mit Kryptowährungen: Viele Möglichkeiten für unterschiedliche Anlagehorizonte

Wie sich gezeigt hat, bieten sich für interessierte Anleger verschiedene Möglichkeiten, mit Kryptowährungen zu traden. Ob es sich dabei um den Direkthandel in Eigeninitiative handelt oder um das Trading von Krypto-CFDs und anderen Derivaten über einen Broker, gehandelt wird in jedem Fall ein noch junges und bisweilen sehr volatiles Gut. Selbst wer bereits Erfahrungen aus der Finanzindustrie und im Trading mitbringt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass man Kryptowährung traden lernen muss. Die Informationsangebote von CFD-Brokern, der Handel über kostenfreie Demokonten mit virtuellem Kapital und die Bereitschaft, sich in die Hintergründe der ausgewählten Kryptowährungen zu vertiefen, sollten Anleger mitbringen, damit die eigenen Strategien im Handel mit Digitalwährungen aufgehen.

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