EUR/CHF-Crash: faire Behandlung durch Broker?

17.01.2015 - 2 Minuten Lesezeit

In einigen Börsenforen brodelt es schon gewaltig, viele Trader fühlen sich von ihren Brokern ungerecht behandelt. Andere wiederum sind glimpflich davon gekommen dank rasch aktivierter Stopps. BrokerDeal interessiert sich brennend für Feedback betroffener Trader zu allen namhaften Brokern, ob positiv oder negativ. Wir möchten eure Erfahrungen hier sammeln und im Anschluss publizieren. Damit auch die Broker konfrontieren und öffentliche Reaktionen zu Einzelfällen einholen.

Ich möchte aber gleich vorneweg betonen, dass die Broker nicht unbedingt Schuld daran sein müssen, wenn Kunden schlecht ausgeführt wurden. Wenn sich einfach keine Gegenpartei am Markt bzw. im Liquiditätspool findet wie geschehen, die einen besseren oder überhaupt einen Kurs stellte, dann wird der Broker kaum auf eigene Kosten eine bessere Ausführung gewährleisten (dies war aber wohl unbeabsichtigt bei jenen Market-Makern der Fall, die jetzt im Nachhinein noch Kurskorrekturen auf den Kundenkonten durchführen. Auch die UBS hat dies bereits angekündigt). Als Negativbeispiel dient etwa Barclays, die als Liquiditätsprovider mindestens zwei angeschlossene Broker zu 0.065 ausgeführt haben soll laut forexmagnates.com. Und das wo der Tiefstkurs des EUR/CHF offiziell bei 0.86 lag!

Es hat sich aber sehr wohl schon gezeigt welche Broker sehr gute Infrastruktur zur Verfügung stellen, und welche Probleme hatten mit solchen raschen und massiven Kursbewegungen (siehe diesen Artikel).

Hier wird noch viel Staub aufgewirbelt werden bzw. so Manches erst in einigen Tagen an die Oberfläche kommen. Wie diese enormen Verluste der Trader und Broker zustande kommen konnten, können Sie übrigens in diesem Artikel nachlesen.

Ihr Feedback ist gefragt

Bitte hinterlassen Sie uns und den zahlreichen interessierten Lesern Ihr Feedback mittels der Kommentarfunktion am Ende des Artikels. Diese Kommentare werden nach Prüfung manuell von uns freigeschalten. Wir bitten also nur um fundierte Berichte die sich mittels Kontohistorie oder Screenshots auch belegen lassen. Üble Nachrede hat hier keinen Platz.

Was uns und sämtliche Leser besonders interessiert:

- um welchen Broker handelt es sich, und wie war die Positionierung?

- zu welchem exakten Zeitpunkt und zu welchem Kurs wurden Stopps ausgelöst?

- haben Margin Calls und Stop-Out Levels so gegriffen wie in den AGB´s beschrieben?

- haben garantierte Stopps funktioniert bei Brokern die solche anbieten (IG z.B.)?

- wie verhält sich der Broker wenn das Konto im Minus gelandet ist? Speziell solche Broker, die mit "Keine Nachschusspflicht" werben!

Zusammenfassungen werden hier laufend aktualisiert werden nachdem die ersten Kommentare eingelangt sind. Bevorzugt nach Rücksprache mit dem betroffenen Broker selbst, der jederzeit die Möglichkeit hat auf jedes Kommentar offiziell zu reagieren.

Für Screenshots etc. nutzen Sie bitte einen Uploadservice wie diesen und stellen den Link dazu ein. Oder Sie kontaktieren uns per Mail und schicken uns im Anschluss die Dateien direkt.

Wir bitten um maximale Objektivität und auch um das Hinterlassen positiver Kommentare, damit wir ein transparentes Bild der Brokerlandschaft zeichnen können!

Wir fühlen als Trader natürlich mit den betroffenen Konten, drücken allen die Daumen und hoffen auf ein gutes Ende. Und wer auf der Suche nach einem neuen Broker ist, dem sei unser objektiver Brokervergleich mit zahlreichen hinterlassenen Bewertungen echter Trader ans Herz gelegt.

Team BrokerDeal

Über den Autor

Michael Hinterleitner

Michael Hinterleitner

Bereits mit 16 der Faszination Börse erlegen, wurde Trading neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zu seiner Hauptbeschäftigung, seit 2006 ist er auch Redakteur und Trader bei GodmodeTrader.de tätig. Sein Fokus: Swing- und News-Trading mit Aktien. Neben der täglichen spannenden Jagd an den Börsen kam 2011 die Idee zu einem neuen Brokervergleich, der nicht nur einen detaillierten Blick hinter die Kulissen erlaubt, sondern auch handfeste Vorteile für Mitglieder bringt. Als Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de hat sich Michael Hinterleitner zum Ziel gesetzt, Licht in den Brokerdschungel zu bringen. Er erklärt, worauf es bei der Brokerwahl ankommt, welcher Anbieter für welche Bedürfnisse Sinn macht, und auf welche Unterschiede man bei den Produkten und der Ausführungsqualität achten sollte.

Kommentare

  • Soul kommentierte am 17.02.2015 um 18:37 Uhr

    Hallo zusammen, ich bin Trader bei Etoro und es ist ja sehr löblich das mein Konto vormals 100000 Dollar Vermögen ausgeglichen wurde nachdem ich beim Chf Crash plötzlich Minus hatte. Es stellt sich nur die Frage zuerst ausgeführt unter Sl ca. 15 pips Kostenfaktor 35000 Dollar großer Schrecken. Dann Nachkorrektur vom Konto Rest 20000 Dollar dann plötzlich 2te Nachkorrektur nun Minus 500000 Dollar was von Etoro ausgeglichen würde. Soll das noch rechtens sein? Geht immerhin um eine große Summe. Würde mich um eine Antwort freuen.

  • Frederik Suhling kommentierte am 21.04.2015 um 08:15 Uhr

    Auch bei eToro würde ich die korrekte Stop-Ausführung verlangen und den Unterschiedsbetrag einfordern. Lasst euch nicht abspeisen!

  • Ultimo kommentierte am 08.02.2015 um 14:10 Uhr

    Hallo zusammen, mir erging es so ähnlich wie Martin.

    Ich war im EUR/ CHF bei CMC Markets long, als ich an diesem besagten Tag eine Kursanpassung von knapp 19k € erhalten habe, obwohl mein Stop-loss, laut System, um 10:30 Uhr bei 1,898 gegriffen hat! Nach meiner Beschwerde bei CMC Markets bekam ich vor 3 Tagen die Antwort, dass alles der Richtigkeit entsprach und die Anpassung AGB konform erfolgte. Zusätzlich wurden weitere Optionen aufgezeigt bei denen ich Beschwerde einlegen könnte, FOS, BaFin und der Bundesbank.
    Jetzt frage ich mich natürlich, was ich tun sollte und vorallem welche der vernünftigste bzw. taktisch beste Weg wäre.

    Hoffentlich könnte Ihr hier ein wenig weiterhelfen!?

  • Frederik Suhling kommentierte am 21.04.2015 um 10:12 Uhr

    Ich würde den Geldbetrag-Unterschied zwischen dem eigenen gesetzten Stop-Loss und dem ausgeführten bzw. angepassten von CMC berechnen und diesen einfordern. Wenn CMC das Konto nicht anpasst, kann der Betrag eingeklagt werden. CMC Markets kann man (auch) in Deutschland verklagen. Ich biete für solche Fälle ausnahmsweise eine kostenlose Erstberatung. Falls Linksetzung hier erlaubt: www.Bartole-Suhling.de oder nach meinem Namen und Rechtsanwalt suchen.

  • Frederik Suhling kommentierte am 01.02.2015 um 16:13 Uhr

    Ich bin Rechsanwalt und selbst Forex-Trader seit ca. 7 Jahren und habe Konten bei einigen Brokern (auch über Brokerdeal). Bin selber gerade im Streit mit meinem Broker One Financial über Short-EURCHF Gewinne. Nach meiner rechtlichen Prüfung ist entscheidend, dass für Privatkunden die Vertragspartei (Gegenpartei der Orderausführung) immer der Broker ist (egal ob ECN, STP oder Market-Maker). Und wenn dieser z. B. als nächsten Kurs 1,1985 angezeigt hat, ist der Stop zu diesem Kurs auszuführen. Daher: nicht nur die Rückzahlung von Minusbeträgen verweigern, sondern auch die (teilweise) Rückzahlung des Guthabens verlangen, d. h. die Ausführung der Stop-Loss-Order zum nächstbesten angezeigten Preis. Ich helfe natürlich gerne betroffenen Tradern dabei.

  • Matthias kommentierte am 19.04.2015 um 19:43 Uhr

    Hi Frederik,

    ja bitte nimm Kontakt auf mit mir, brauche Unterstuetzung.
    ETX Capital sagt einfach die angezeigten Charts ( ETX Capital Charts notabene ), die ich denen zur Begruendung geschickt habe falsch. Ich solle mich als Schweizer an den englischen Ombudsmann wenden.
    Defacto wollen die ja etwas, warum sollte ich mich kuemmern.
    Bin froh um jede Hilfe an eurchf[at]die-optimisten.net
    Danke

  • Thomas kommentierte am 29.01.2015 um 11:40 Uhr

    Swissquote - Negativsaldo
    Ich starte hier einen Aufruf an alle die in der Schweiz bei Swissquote in den Negativbereich gerutscht sind. Wir starten eine IG um die möglichen Schritte bzw. das weitere Vorgehen mit dem Tatbestand zu diskutieren inklusive rechtlicher Unterstützung. Bitte meldet Euch bei Thomas - swissqig@hotmail.com

  • Hannes kommentierte am 27.01.2015 um 22:15 Uhr

    War auch long im EUR/CHF bei Ayondo kleines 700€ konto wurde ausradiert... -3200 EUR in den miesen, Ayondo fordert geld ein.
    Mir ist klar das man dem risiko ausdrücklich zustimmt, jdoch bietet Ayondo social trading an, was auch sehr unwissende Kunden anlockt... andere social trading anbieter schützen ihr kunden hier besser.... nahezu alle die ich gefunden haben habe die konten ihrer kunden zumindest glattgestellt oder fordern keinen ausgleich.

  • Martin kommentierte am 27.01.2015 um 14:12 Uhr

    War auch long im EUR/CHF bei CMC Markets. Es kam bei mir zu einer massiven Kursanpassung über -19.000€, obwohl der Stop Loss bei 1,1998 (-80€) ausgeführt wurde!! Jetzt bin ich mit meinem Konto fett im Miuns. War das alles Rechtens was die da abezogen haben? Bin gespannt was von CMC als Antwort kommt....

  • Tomi kommentierte am 19.01.2015 um 20:32 Uhr

    Habe mein Konto bei einem Trade in USDCHF ohne Stoploss ausradiert, und war sogar über 14000 Euro im Minus.
    Hatte das ganze Wochenende keine Nerven mehr und fürchtete schon das schlimmste.
    Admiral Markets hat heute mein Konto auf eigene Kosten ausgeglichen!!
    Dank der "Negative Balance Protection Policy" ist mein Konto wieder auf Null gesetzt!!
    Vielen Dank dem ganzen Admiral Markets Team!!!
    Mein Broker auf Lebenszeit!!!!

  • Michael Hinterleitner kommentierte am 20.01.2015 um 12:31 Uhr

    Das freut mich für Sie, und bestätigt uns in der Wahl von Admiral Markets UK als Partnerbroker.

  • Marc kommentierte am 19.01.2015 um 08:46 Uhr

    Bei ETX Capital angemeldet Ende November mit weniger als 2000 Euro, und ich habe ausdruecklich gesagt, dass ich nur dieses Geld risikieren will.
    Die Dame hat mir dann noch 500 Euro Margin extra gegeben und gesagt, dass sei egal wenn das auch verspielt sei, ich muesste das nicht nachzahlen, falls ich pleite ginge und jetzt sehe ich mich mit einer EURCHF Abrechnung konfrontiert, die zuerst bei 1.1 war und am Nachmittag dann auf 1.06 nach unten korrigiert wurde. Es wurde mir gesagt, dass Sie ( Die Tradingabteilung ) die Sache an ihre Rechtsabteilung weitergegeben haetten und ich mich dort erkundigen solle.
    Und das wo der Kurs nicht sofort abgesackt ist sondern mindestens noch 3 Sekunden im Bereich bis 1.17 getraded wurde. 3 Sekunden sind eine Ewigkeit im Forex Handel und da war Zeit genug um die Stoplosses zu bedienen, was ja zum Teil auch geschehen ist, wie man von Leidensgenossen auf wallstreet.-online lesen kann.

  • Michael Hinterleitner kommentierte am 20.01.2015 um 12:38 Uhr

    Hallo Marc, erstmal mein Beileid zu den erlittenen Verlusten.
    Was die Qualität der Beratung von ETX und diesem Margin-Bonus angeht kann ich nichts sagen. Was ich allerdings schon klarstellen möchte: man stimmt bei Anmeldung ausdrücklich zu, dass man sich über die Risiken insbesondere einer möglichen Nachschusspflicht bewusst ist und dies akzeptiert. Ein "..ich möchte nur die Einzahlung riskieren" gibt es nicht, da ist der Wunsch Vater des Gedankens. Es gab nach dem Ereignis schlicht und einfach kein Volumen im Markt bzw. von den Liquiditätsprovidern, um Stopps rasch und gut zu bedienen. Das ist bei keinem Broker anders. Die nachträglichen Verschlechterungen des Ausführungskurses wie mir jetzt schon von verschiedenen Brokern berichtet wurde, ist allerdings "unglücklich", aber auch für solche Fälle hat man sich in den AGB abgesichert. In einigen Tagen, spätestens Wochen, wird man jedenfalls wissen, welche Anbieter im Sinne des Kunden entschieden haben.

  • Jürgen kommentierte am 18.01.2015 um 13:55 Uhr

    Interessant wäre aufgrund der aktuellen Ereignisse auch
    Infos über die Nachschusspflicht in die Brokerbewertung
    mit aufzunehmen.

  • Michael Hinterleitner kommentierte am 20.01.2015 um 12:41 Uhr

    Hallo Jürgen,
    dieser spezielle, interessante Punkt wird in unseren Steckbriefen schon lange abgefragt.

  • TradeNe kommentierte am 17.01.2015 um 17:30 Uhr

    Positiv:
    SL Ausführungen bei EUR/USD bei Ayondomarkets wurde problemlos ausgeführt

    Negativ:
    -gleiche Order bei IronFx wurde nicht direkt ausgeführt, sondern über 75 Pips schlechter
    -keine Erstattung vom Broker

    FXCM, Dax-Trade so etwa 1h nach dem "Einbruch" , fast 100 Punkte (!!! ) schlechter ausgeführt
    auch hier keine Erstattung, obwohl es sich um einen kleinen Betrag handelte

  • Michael Hinterleitner kommentierte am 20.01.2015 um 15:10 Uhr

    Hi TradeNe

    was heißt problemlos, könnten Sie das mit Zeitpunkt und Kurs der Glattstellung spezifizieren bei ayondo?

    Und bei FXCM: wo lag der Stopp, und wo dann die Ausführung zu welchem Zeitpunkt? Angeblich sind ja die Server abgeschmiert, aber dann müsste das ja wirklich sämtliche Werte und alle Kunden betroffen haben. Bleibt noch abzuklären.

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