Der perfekte Social-Trading-Anbieter

07.06.2014 - 3 Minuten Lesezeit

Ein großes neues Projekt heuer ist die Kür zum Social-Trading-Anbieter 2014. Um unseren höchsten Ansprüchen gerecht zu werden, lege ich zu Beginn einen transparenten Kriterienkatalog fest. Dieser soll die zentralen Eckpfeiler des Angebots umreißen, dazu kommen noch Bonus- oder Maluspunkte für nette oder eben fehlerhafte Zusatzfeatures. Und natürlich gibt es Big Points für das mit Spannung erwartete Abschneiden im Echtgeldtest. 

Die Gewichtung der Punkteverteilung kann sich im Laufe der nächsten Wochen noch leicht ändern, falls ich draufkommen sollte, dass der ein oder andere Aspekt doch anders gewichtet werden muss. Ich gehe hier natürlich auch gerne wie immer auf Feedback und Kritik der Leser ein.

Nach aktuellem Stand wollen wir heuer folgende Anbieter unter die Lupe nehmen mittels gnadenlosen Echtgeldtests:

  • ayondo (ayondo markets)
  • Currensee (OANDA u.a.)
  • eToro
  • Sirix (GKFX u.a.)
  • Wikifolio
  • xSocial (X-Trade Brokers)
  • ZuluTrade (brokerneutral)

Da sich Social Trading ungebremster Beliebtheit erfreut, hat sich BrokerDeal zum Ziel gesetzt, neben dem beliebten Brokervergleich auch dieses Segment auf Herz und Nieren zu prüfen. Da dies nicht allen Anbietern gefallen wird, minimieren wir gleich zu Beginn die Angriffsfläche und machen unsere Vorgehensweise absolut publik.

Letzten Endes kommt es natürlich darauf an, ob ich auf einer Plattform seriös und fair erfolgreichen Tradern die Handelsentscheidungen überlassen kann. Das ist schließlich der Grundgedanke von Social Trading: erfolgreiche Trader stellen ihre Strategien zur Verfügung, die schon mit wenigen Euro Kapital von „Followern“ kopiert werden können im eigenen Livekonto. Die Orders des Traders werden dann fast zeitgleich gespiegelt. Je nach Anbieter werden dafür verschiedene Märkte und Instrumente zur Verfügung gestellt, ebenso unterscheiden sich Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Risikobegrenzung.

Hier nun mein bisher ausgearbeiteter Kriterienkatalog mitsamt der geplanten Punkteverteilung:

Mindesteinlage2 Punkte wenn < 100€, 1 Punkt wenn < 1.000€.
Positionsgrößen2 Punkte wenn selbst Bruchstücke von Lots handelbar als Follower mit kleinem Konto.
Echtgeldkonten3 Punkte wenn nur Trader mit Echtgeld erlaubt sind auf der Plattform. 2 Punkte wenn neben Demokonten auch Echtgeldkonten sichtbar gekennzeichnet sind.
Anonymität1 Punkt wenn gesichert ist, wer hinter einem Portfolio steckt. 0 Punkte wenn ein Trader theoretisch mit mehreren Spitznamen handeln kann.
Demokonto1 Punkt wenn man in Frage kommenden Tradern erstmal mit einem Demokonto folgen kann.
Transaktionshistorie2 Punkte, wenn man nachvollziehen kann, ob und in welchem Ausmaß sich die Orderausführung der Follower von jener des Traders unterscheidet durch Zeitverzögerung und/oder Slippage.
Manuelles Eingreifen2 Punkte wenn man über sämtliche Exits und Einzelpositionen manuell entscheiden kann. 1 Punkt, wenn nur Einzelpositionen manuell schließbar, ohne aber in Stops und Targets eingreifen zu können.
Portfoliomanagement2 Punkte wenn ich jedem Trader individuell zuweisen kann, welches Kapital ihm folgen soll, und bis zu welchem Verlust ich bereit bin zu folgen.
Slippage2 Punkte wenn es neben der unvermeidlichen negativen Slippage sehr wohl auch zu besseren Ausführungen kommt. Das Ausmaß der Slippage fließt natürlich außerdem noch in die Bewertung der Ausführungsqualität ein.
Vergütung2 Punkte wenn die Vergütung der Trader performanceabhängig erfolgt, und nicht von der Anzahl von Trades bzw. dem erzielten Volumen abhängig ist.
Kommunikation1 Punkt wenn man etwas über den Trader sowie seine Strategien erfährt, und er auch regelmäßig kommuniziert.
Produktpalette2 Punkte wenn neben den üblichen Devisenmärkten auch sämtliche anderen Basiswerte handelbar sind. 1 Punkt wenn neben Devisen auch Indizes, Rohstoffe und Anleihen, aber keine Aktien.
Harakiri2 Punkte wenn den Tradern strenge Risikoregeln aufgelegt werden, damit diese nicht mit wenigen Trades ihr Depot schrotten können.
Kennzahlen1 Punkte wenn man sich über vergangene Performance sowie wichtige Kennzahlen der Strategien informieren kann.
Transparenz0,5 Punkte wenn man sieht wie viel Kapital bzw. Follower einem Trader momentan vertraut. 1 Punkt wenn man sich sogar über "rausgeschmissene" Trader noch im Nachhinein informieren kann.

Weiters fließen am Ende natürlich auch noch die Kosten für den Follower mit in die Bewertung ein, und die wertvollsten Punkte werden selbstverständlich im Echtgeldtest vergeben. Also wie sehr überzeugt uns die Orderausführung auf dem Konto des Followers, welchen schädlichen Einfluss hat die lästige Slippage, und was sonst noch positiv oder negativ auffallen könnte. Letztendlich geht es dabei natürlich auch um die Qualität des Angebots. Also ob man auf der Plattform überhaupt Trader findet, die man gerne sein Depot managen lässt.

Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse, und hoffen unseren Lesern wieder einen gewohnt informativen Überblick verschaffen zu können.

Über den Autor

Michael Hinterleitner

Michael Hinterleitner

Bereits mit 16 der Faszination Börse erlegen, wurde Trading neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zu seiner Hauptbeschäftigung, seit 2006 ist er auch Redakteur und Trader bei GodmodeTrader.de tätig. Sein Fokus: Swing- und News-Trading mit Aktien. Neben der täglichen spannenden Jagd an den Börsen kam 2011 die Idee zu einem neuen Brokervergleich, der nicht nur einen detaillierten Blick hinter die Kulissen erlaubt, sondern auch handfeste Vorteile für Mitglieder bringt. Als Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de hat sich Michael Hinterleitner zum Ziel gesetzt, Licht in den Brokerdschungel zu bringen. Er erklärt, worauf es bei der Brokerwahl ankommt, welcher Anbieter für welche Bedürfnisse Sinn macht, und auf welche Unterschiede man bei den Produkten und der Ausführungsqualität achten sollte.

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