Der ideale Forexbroker

25.07.2012 - 4 Minuten Lesezeit

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal überprüft, ob Ihr aktueller Broker wirklich die beste Wahl für Sie ist? Oder sind Sie ohnehin erst auf der Suche nach Ihrem ersten Forexbroker, dann ist dieser Artikel hoffentlich eine nützliche Hilfestellung.

Gefragt nach dem wichtigsten Kriterium hörte man lange: Der Preis natürlich! Nur die engsten Spreads kamen in Frage, alles andere war für das Gros der Trader zweitrangig.

Erst im Soge der Turbulenzen auf den Finanzmärkten seit 2008 und dem SNB-Debakel am 15. Januar 2015 und damit der ein oder anderen Insolvenz rückten schlagartig andere Prioritäten in die erste Reihe vor. Natürlich die Einlagensicherung, aber auch wo denn die Broker eigentlich sitzen und welche Rechte und Chancen man bei einer Auseinandersetzung um seine Einlage haben würde.

Mehr oder weniger unfreiwillig trennte sich so die Spreu vom Weizen, zumindest was sensibilisierte, anspruchsvolle Trader betrifft. Von den professionelleren Tradern werden auch kaum mehr alle Eier in einen Korb gelegt, Trader mit mehr als 2 Brokern sind keine Seltenheit mehr. Vor allem da auch die Ansprüche nicht nur steigen, sondern oft nicht mehr sämtlich von einem einzigen Broker erfüllt werden können. Aber alles der Reihe nach.

Formelle Kriterien

Die sehr seltene Insolvenz seines Brokers oder der kontoführenden Bank ist keinem Trader zu wünschen, die folgenden Monate sind zweifellos beschwerlich und ärgerlich. Umso wichtiger sind folgende drei Aspekte. Nur EU-Gesetze schützen die Konsumenten wirksam – Gesetze in Übersee nicht! Als Kunde haben Sie gegenüber solchen Brokern somit kaum eine Handhabe, wenn es zu einer Beschwerde kommt oder es um Ihre Geldeinlage geht. Entscheiden Sie sich daher für Broker mit Sitz in der EU und damit einer EU-Regulierung.

So weit, so einfach. Was nun aber viele Trader nicht bedenken, ist der Umstand, ob sie eigentlich bei einem echten Broker handeln. Denn nur diese dürfen Orders annehmen und selbst abwickeln. Auch telefonische Aufträge zur Positionseröffnung dürfen nur Unternehmen mit Brokerlizenz annehmen. Market-Maker hingegen leiten die Aufträge nur weiter bzw. behalten diese im Haus. Hinzu kommt noch ein kaum bewusst beachteter Aspekt: ein Introducing-Broker mit nur wenigen (deutschsprachigen) Angestellten wird einem im Falle einer Auseinandersetzung mit dem Clearer oder der kontoführenden Bank wohl nicht viele Ressourcen zur Verfügung stellen können.

Und sollte wirklich einmal der schlimmste aller Fälle eintreten, ist es äußerst wichtig, dass die Kundengelder vom Firmenvermögen des Brokers getrennt geführt werden. Diese also nicht in die Bilanz des Brokers einfließen. Dass diese Voraussetzung just einer der wenigen echten deutschen Broker nicht erfüllt ist verwunderlich.

Nach dem CHF-Debakel rücken auch vermehrt Broker in den Fokus die auf eine Nachschusspflicht verzichten. So verhindert man den Albtraum, dass durch ein extremes (seltenes) Event das Konto von einer Sekunde auf die andere ins Minus rutschen kann. Im Gegenzug schützen sich die Broker mit geringeren Hebeln und strikteren Maßnahmen bei Margin Calls.

Tradingspezifische Kriterien

Sie sollten diese formellen Voraussetzungen nie unterschätzen, aber jetzt wollen wir uns natürlich ansehen, was wir brauchen um chancenreichen Handel überhaupt betreiben zu können. Noch bevor ich mir bei einem in Frage kommenden Broker den Spread der wichtigsten Währungspaare ansehe, möchte ich wissen wie die Ausführung meiner Orders gehandhabt wird. Bei einem lupenreinen ECN oder STP-Broker brauche ich mir nie Sorgen machen, dass mein Broker in irgendeiner Weise gegen mich agiert, denn die Orders werden hier einfach durchgeroutet bzw. hat man direkten Marktzugang. Ein Dealing-Desk auf der anderen Seite der Skala darf aber auch nicht automatisch als Negativkriterium verstanden werden, sorgt der Broker doch so selbst für genügend Liquidität. Man muss dann aber schon genau auf die Erfahrungen und Bewertungen anderer Trader achten um nicht auf schwarze Schafe zu treffen. Ein anderes unmissverständliches Kriterium, dass einem der Broker den besten Spread stellt den er liefern kann, ist wenn eine Kommission fällig wird im Devisenhandel. So verdient der Broker nämlich nicht am Spread, sondern einzig an dieser Gebühr, daher sollten Sie sich von dieser auch nicht schrecken lassen. Lange war für Privattrader das Dealing Desk die Norm, in letzter Zeit stellen aber laufend mehr Broker neue ECN- und STP-Konten ins Rampenlicht.

Was der für Sie ideale Forexbroker sonst noch können muss, hängt dann schon sehr von Ihrem Tradingprofil ab. Angefangen von der Mindesteinlage, ob Scalping ausdrücklich erlaubt ist, Stop- und Limitorders einen gewissen Mindestabstand vom aktuellen Kurs haben müssen, gleichzeitig Long- und Shortpositionen im gleichen Währungspaar möglich sind und und und…

Diese und noch viel mehr Kriterien können Sie sich in einer Minute einfach zusammenstellen mit dem neuen Brokervergleich von www.brokerdeal.de. Tagelange Recherchen gehören damit der Vergangenheit an, und der sehr detailreiche Kriterienkatalog ist noch nicht einmal alles:

Denn mit der kostenlosen Mitgliedschaft sparen Sie bis zu 40% des Spreads oder der Gebühren! Das ist für aktive Trader natürlich ein zusätzlicher unschlagbarer Bonus, den man sich nicht entgehen lassen darf. Nachteile gegenüber einer direkten Kontoeröffnung gibt es keine, nur weitere Vorteile wie günstigere Trading-Services und Charting-Software.

Im nächsten Artikel wollen wir uns ansehen, worauf die vielen Fans des Dax-Index achten sollten bei ihrer Brokerwahl.

Bis dahin weiterhin viel Erfolg beim Trading,
Michael Hinterleitner

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Über den Autor

Michael Hinterleitner

Michael Hinterleitner

Bereits mit 16 der Faszination Börse erlegen, wurde Trading neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zu seiner Hauptbeschäftigung, seit 2006 ist er auch Redakteur und Trader bei GodmodeTrader.de tätig. Sein Fokus: Swing- und News-Trading mit Aktien. Neben der täglichen spannenden Jagd an den Börsen kam 2011 die Idee zu einem neuen Brokervergleich, der nicht nur einen detaillierten Blick hinter die Kulissen erlaubt, sondern auch handfeste Vorteile für Mitglieder bringt. Als Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de hat sich Michael Hinterleitner zum Ziel gesetzt, Licht in den Brokerdschungel zu bringen. Er erklärt, worauf es bei der Brokerwahl ankommt, welcher Anbieter für welche Bedürfnisse Sinn macht, und auf welche Unterschiede man bei den Produkten und der Ausführungsqualität achten sollte.

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