Verbot der Nachschusspflicht:
Freud und Leid bei Brokern

05.01.2017 - 7 Minuten Lesezeit

Die CFD/FX-Broker haben noch bis 20. Januar Zeit, der BaFin ihre Stellungnahme mitzuteilen zum geplanten Verbot der Nachschusspflicht im Laufe des Frühjahrs. Während die einen entspannt in die Zukunft blicken, da Konten ohnehin bereits nicht mehr im Minus landen können, kämpfen die anderen noch mit Umsetzungsproblemen. Wir haben uns mal umgehört welche Maßnahmen und Konsequenzen zu erwarten sein könnten für Anbieter, aber auch die Kunden.

Durch Black Swans wie dem Crash des Schweizer Frankens, überraschenden Events wie dem Brexit oder den Sieg von Trump wurden nicht wenige Trader über Nacht auf dem falschen Fuß erwischt. Da Margin Calls bei Gaps zu spät kommen, landete das ein oder andere (meist überhebelte) Konto im Minus. Von den zahlreichen Tradern die davon allerdings auch überproportional profitieren konnten hört man zwar naturgemäß nie Beschwerden. Nach Zypern und Großbritannien sah nun aber auch die deutsche Finanzaufsicht die Zeit gekommen, das Risiko für private Anleger zu minimieren. Die Nachschusspflicht wird also abgeschafft.

Das ist im Grunde natürlich eine angenehme Sache. Da die BaFin im Gegensatz zur FCA keine Hebelbeschränkungen vorsieht, muss man auch nicht befürchten, dass Anleger die mit reduziertem Kapitaleinsatz starten wollen nicht mehr zu CFDs greifen können.

Andererseits wird das Risiko unvorhersehbarer Events zur Gänze auf die Broker abgeladen. Diese müssen sich natürlich auf die ein oder andere Art davor schützen. Gewiefte Spekulanten könnten das ja vor News auch auszunutzen wissen (Long mit maximal ausgenutztem Hebel auf dem einen, Short auf dem anderen Konto). Dass wir Trader zu gänzlich identischen Bedingungen wie bisher auch traden können wird wohl die Ausnahme bleiben, das Gros der Broker spielt verschiedene Szenarien und Maßnahmen durch noch. Was dabei rauskommen könnte bzw. wird:

Reduzierter Hebel vor bekannten News

Die CFD/FX-Broker haben ohnehin bereits ihre Lehren gezogen aus dem Crash des Schweizer Franken am 15. Januar 2015. vor FED- oder EZB-Events, der Brexit-Entscheidung, der US-Wahl oder dem Referenderum in Italien wurden die Marginanforderungen vielerorts deutlich erhöht (= Senkung des maximalen Hebels). Beispielsweise konnten Pairs des Britischen Pfunds in den Tagen vor dem Brexit statt mit einem Hebel von 1:100 (Margin 1%) bloß noch mit 1:20 (5% Margin) oder noch weniger gehandelt werden. Diese Maßnahme werden wir künftig wohl noch häufiger sehen bzw. rigoroser von allen Brokern angewendet.

Was aber nur schützen kann vor bekannten News-Events. Überraschende Wendungen über Nacht bleiben auch dann die größte Gefahr für die Anbieter.

REDUZIERTER HEBEL für Big Boys

Der ein oder andere Broker macht es bereits vor, wir rechnen mit einer schlagartigen Ausweitung dieser Maßnahme auf weitere Broker ab Umsetzung des Verbots der Nachschusspflicht. So können etwa Trader mit Konten unter 5.000 EUR vielleicht weiterhin mit einem Hebel von 1:100 oder höher traden. Darüber erfolgt dann aber etwa eine Reduzierung auf 1:50, für Konten ab 100.000 EUR könnte sogar nur noch 1:10 möglich sein.

Damit können die Broker das Risiko eines existenzbedrohenden Events für sie minimieren. Andererseits öffnet dies natürlich das Feld für Marketingschlachten im Sinne von "seht her, bei mir können auch große Konten weiterhin mit 1:100 handeln!". Wenn hier kein vernünftiger Rahmen gefunden wird innerhalb der Branche, könnte die BaFin dann später doch noch Nachholbedarf sehen bei der Beschränkung des Hebels. Die Broker setzen also auf die selbstregulierende Vernunft der Konkurrenz.

Früherer Margin Call/Stop Out

Auch diese Maßnahme wird bereits teilweise umgesetzt. Während in früheren Jahren der offene Buchverlust bedenklich groß werden konnte, bevor man eine Benachrichtigung seines Brokers bekam, bitte weiteres Kapital einzuzahlen oder Verlustpositionen zu schließen, werden Kunden künftig wohl generell früher an diese Sicherheitsleine genommen werden.

EU-weit unterschiedliche konten

Für Kunden aus UK wird der Hebel beschränkt, ähnliches verfolgen zypriotische Broker, Deutsche haben bald keine Nachschusspflicht mehr aber der Hebel bleibt nach oben hin offen, was andere EU-Länder machen steht noch in den Sternen. Für die in der Regel international agierenden Broker sorgt dieses Wirrwarr für das Risiko- und Dealingdesk-Management für große Probleme. Auch für die IT-Abteilung wird es eine große Herausforderung die Orders intern zu matchen, offenes Risiko am Markt zu hedgen (oder auch nicht), Margin- und Stop Out Regeln bei den Kunden der verschiedenen Herkunftsländern im Auge zu behalten usw.

Verschiedene Angebote je nach Herkunftsland sind bei dem ein oder anderen Anbieter also durchaus angedacht. Der Großteil möchte aber weiterhin ein identisches Angebot für alle promoten können. Viel Zeit haben die führenden Köpfe wohl nicht mehr, entsprechende Lösungen im Backoffice zu finden.

Risiko versichern lassen

Eine nicht uninteressante Option scheint jene zu sein, das für die Broker höhere Risiko von einer Versicherung decken zu lassen. Wir sind allerdings skeptisch, dass in dieser kurzen Zeit den Brokern eine brauchbare Lösung vorgelegt werden kann. Auf jeden Fall würden dadurch schmerzvolle Fixkosten entstehen.

Kosten auf Kunden abwälzen

Noch möchte sich niemand konkret dazu äußern, doch größere Spreads, Finanzierungskosten und/oder Kommissionen sind keinesfalls auszuschließen für die Zukunft. Aber auch hier muss vor allem von den Marktführern ein brauchbarer Konsens gefunden werden, um aggressiven Mitbewerbern nicht zu erlauben einen großen Fuß in die Tür zu bekommen.

Raus aus Deutschland und UK

Es mag zuerst wie eine versteckte Mahnung an die BaFin klingen, keine weiteren Maßnahmen nachzuschieben. Doch mancher denkt angesichts der oben erwähnten Probleme für das Backoffice auch darüber nach, auf die Werbung bzw. eine Repräsentanz in Deutschland zu verzichten künftig. Für die Marktführer ist es aber eigentlich keine Option, den so wichtigen und lukrativen Markt Deutschland links liegen zu lassen.

Auch auf London wird Druck ausgeübt mit der Drohung, bei Hebelbeschränkung auf 1:50 (1:25 für Einsteiger) in andere Länder und Regulierungen auszuweichen. Dem blicken die Behörden aber wohl eher entspannt entgegen. Natürlich könnten nun Länder wie Malta, Estland oder sonstige eine Chance sehen, Arbeitsplätze und Steuern anzulocken. Aber nachdem selbst bereits Zypern dem schlechten Ruf entgegenwirkt mit schärferen Maßnahmen, würde eine laschere Regulierung sicher nicht goutiert werden von den Kunden.

Fazit

Für die großen, bereits bekannten Broker ist es undenkbar, nicht mehr im so wichtigen CFD-Markt Deutschland werben zu dürfen. Es wird also alles versucht werden die Forderungen der BaFin fristgerecht umzusetzen. Die lachenden Dritten sind natürlich jene Anbieter, die ohnehin bereits freiwillig auf die Nachschusspflicht verzichteten, sei es ausnahmslos oder mit Bedingungen. Beispiele dafür wären Admiral Markets, ActivTrades, ayondo, FXCM, direktbroker-fx (mit Cashback für Mitglieder von BrokerDeal) oder die comdirect. Diese können der weiteren Entwicklung entspannt entgegen sehen, Handlungsbedarf gibt es dann erst wieder geschätzt im 2. Quartal 2017, wenn die FCA ihre Beschränkungen umsetzen wird.

Wir sind gespannt wie die finalen Lösungen für uns Kunden aussehen werden. Die wahrscheinlichste Variante sind die erwähnten Hebelreduzierungen für größere Konten, rascher einsetzende Margin Calls/Stop Outs und eventuell leicht höhere Kosten, je nachdem wie sich die Marktführer entscheiden werden.

Alles in allem kein Beinbruch, sondern im Gegenteil eine große Chance, nach Wegfall des größten Angstmachers Nachschusspflicht weitere Trader der intransparenten Hebelzertifikaten und Optionsscheinen zu CFD-Fans zu konvertieren.

Update 12.01.17

Für uns die drängendste Frage war, wie man denn Broker mit Sitz im Ausland, die sich weigern Konten ohne Nachschusspflicht anzubieten, an der Annahme von Kunden aus Deutschland hindern möchte. Die Antwort der BaFin:

Der Verstoß gegen eine vollziehbare Produktintervention stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu 500.000 Euro geahndet werden kann. Die grenzüberschreitende Vollstreckung solcher Geldbußen ist im Ausland natürlich schwieriger, grundsätzlich aber im Wege der Vollstreckungshilfe möglich.

Scheinbar hat die BaFin also auch ohne größere Hürden überwinden zu müssen Instrumente zur Hand, um ein Unterlaufen dieses neuen Anlegerschutzes zu verhindern. Wieder etwas gelernt.

Update 23.01.17

Aus nunmehr zwei Quellen konnten wir vernehmen, dass entgegen der weiter oben geäußerten Vermutung der ein oder andere Broker mit UK-Lizenz sogar überlegt, um eine BaFin-Regulierung anzusuchen. Mitschuld daran trägt nicht nur der Brexit mit seinen Unwägbarkeiten für die Finanzszene. Sondern eben auch, dass die FCA den Hebel beschränkt, während die BaFin in dieser Hinsicht den Brokern wohl freie Hand lassen wird.

Ich ziehe meinen Hut vor der BaFin, wenn sie dieses Szenario vielleicht sogar bereits in ihren Plänen berücksichtigt haben sollte, und deshalb auf die Beschränkung des Hebels verzichtete.

Viel Erfolg beim Trading
Michael Hinterleitner

Über den Autor

Michael Hinterleitner

Michael Hinterleitner

Bereits mit 16 der Faszination Börse erlegen, wurde Trading neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zu seiner Hauptbeschäftigung, seit 2006 ist er auch Redakteur und Trader bei GodmodeTrader.de tätig. Sein Fokus: Swing- und News-Trading mit Aktien. Neben der täglichen spannenden Jagd an den Börsen kam 2011 die Idee zu einem neuen Brokervergleich, der nicht nur einen detaillierten Blick hinter die Kulissen erlaubt, sondern auch handfeste Vorteile für Mitglieder bringt. Als Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de hat sich Michael Hinterleitner zum Ziel gesetzt, Licht in den Brokerdschungel zu bringen. Er erklärt, worauf es bei der Brokerwahl ankommt, welcher Anbieter für welche Bedürfnisse Sinn macht, und auf welche Unterschiede man bei den Produkten und der Ausführungsqualität achten sollte.

Kommentare

  • h.p. kommentierte am 23.02.2017 um 13:24 Uhr

    …sorry zur nachschusspflicht..
    z.b. admiral-markets wirbt damit….ABER liest man die AGB erkennt man schnell..ups bei höherer-gewalt, hoher marktvola (brexit/schweizerfranken) unvorhergesehenen ereignissen (terroranschlag) greift die nachschusspflicht nicht…ergo werden die anderen broker nachziehen..also doch ein zahnloser-tiger;-)
    achja, FXCM wird das cfd-aktien-angebot ab dem 24 März 2017 einstellen und kündigt preiserhöhungen (commission) an!
    happy pips

  • JN kommentierte am 15.01.2017 um 16:16 Uhr

    Bitte Alkohol, Nikotin, Fettsucht, Magersucht, Auto/Motorrad fahren, Weihnachtsmärkte auch verbieten.
    Hier riskiert man schließlich nicht Geld, sondern sein Leben.

    Wo war die Bafin in der Bankenkrise?

    Aber keine Sorge die Nachschusspflicht wird ja nicht ganz abgeschafft. Hier

    http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article208939655/HSH-wird-Laendergarantien-wohl-vollstaendig-aufbrauchen.html

    ...oder auch hier

    https://www.youtube.com/watch?v=kRNX09IrjiU

    Während dieser hoffnungslos verschuldete Pleite-Staat alle in den Abgrund reißt, schreibt er einem noch vor wie man zu wirtschaften hat.

  • J. kommentierte am 08.01.2017 um 09:30 Uhr

    Hallo Michael,
    vielleicht haben wir uns falsch verstanden? Ich vermute nicht, dass die Bafin von den Brokern verlangt, den deutschen CFD Markt aufzugeben. Ich vermute nur, dass die Bafin festlegt, wo auch immer der Broker seinen Firmensitz hat oder reguliert ist- wenn er einem deutschen Kunden ein CFD Handelskonto anbietet, wird das immer ohne Nachschusspflicht handelbar sein müssen. Es wird also, so vermute ich weiter eher eine Grundsatzentscheidung des Broker sein, ob er sich dem drohenden Diktat der untersagten Nachschusspflicht beugt oder eben auf ein CFD Angebot auf dem deutschen Markt verzichtet. Es gibt halt Broker, die aus Ihrer Sicht aus guten Gründen an der Nachschusspflicht festhalten obwohl andere Broker wie z.B. activ trades diese abgeschafft haben. Wir werden wohl abwarten müssen, was die Bafin tatsächlich entscheidet.

  • Michael Hinterleitner kommentierte am 08.01.2017 um 17:17 Uhr

    Was soll denn die BaFin dagegen unternehmen, dass ich bei einem ausländischen Broker, der mir von einem Kumpel empfohlen wurde, ein Konto eröffne als Deutscher?
    Das ist innerhalb der EU kein einfaches Vorhaben.
    vG

  • J. kommentierte am 08.01.2017 um 19:49 Uhr

    Hallo Michael,
    so wie ich das verstehe was auf der der Seite der Bafin steht, wäre es dem Broker untersagt, dir als deutschen Privatkunden ein CFD Konto mit Nachschusspflicht zum Handel zu eröffnen. Es ist ganz klar formuliert, dass Kontrakte mit einer Nachschusspflicht für deutsche Privatanleger nicht mehr angeboten werden dürfen.

    Hier die Ausführung der Bafin:
    BaFin plant Beschränkung des CFD-Handels
    Datum:08.12.2016
    Um Privatanleger zu schützen, beabsichtigt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Vermarktung, den Vertrieb und den Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften (Contracts for Difference, CFDs) zu beschränken. Kontrakte mit einer Nachschusspflicht dürften dann Privatkunden nicht mehr angeboten werden. Dazu hat die Aufsicht heute den Entwurf einer Allgemeinverfügung veröffentlicht.

  • Michael Hinterleitner kommentierte am 09.01.2017 um 16:18 Uhr

    Erneut: mir erschließt sich nicht, wie die BaFin Broker aus UK, Estland, Malta, Zypern oder wo auch immer zwingen möchte, dass diese auf Kontoeröffnungen aus Deutschland verzichten.

    Das würde zuvor mühsame bilaterale Verhandlungen erfordern, das ist den Aufwand in meinen Augen doch nicht wert.

    Aber was weiß ich schon: ich stelle die Antwort der BaFin auf diese Frage ein sobald ich Näheres weiß.

  • J. kommentierte am 09.01.2017 um 17:43 Uhr

    ebenfalls erneut...
    die BaFin wird keinen Broker zwingen das Handelsangebot für deutsche Privatanleger einzustellen. Aber ! die BaFin wird nach derzeitigem Stand des Entwurf´s verlangen, dass jeder Broker, der einem deutschen Privatanleger ein Handelskonto eröffnet auf die Nachschusspflicht verzichtet. Das ist ein sehr wesentlicher Unterschied.

  • Michael Hinterleitner kommentierte am 12.01.2017 um 12:59 Uhr

    Hallo Jay,

    sieh mal oben, hab am Ende des Artikels eben ein Update eingefügt. Scheint wohl doch erstaunlich einfach zu gehen, anderen Staaten die Annahme von deutschen Kunden zu vermiesen. Dazu wäre noch die Aussage eines Juristen interessant, der sich damit auskennt.

  • J. kommentierte am 06.01.2017 um 08:51 Uhr

    Hallo Michael,
    danke für den Zwischenstand in dieser spannenden Zeit.

    Ich würde gerne einen Aspekt deines Beitrages zur Klärung aufgreifen. Ich habe dieses Argument bzw. die Sorge, dass die Broker bei zu scharfen Regulierungen mit dem "raus aus Deutschland und raus aus UK" drohen mehrfach gehört. Doch ist das wirklich so einfach?

    Mache ich einen Gedankenfehler, wenn ich sage, dieses Problem ist mit dem Verlegen des Firmensitzes nicht gelöst. Ich gehe davon aus, dass es sich hier analog zu den CFD´s und den US Bürgern verhält. Kein Broker darf einen US Bürger CFD handeln lassen- egal ob er in DE, UK, Malta, Cypern oder sonst seinen Firmensitz hat-auch wenn er gar nicht der US Regulierungsbehörde unterliegt. IB als großer US Broker bietet selber CFD an, genauso wie FXCM - nur! sie dürfen das nicht für US Bürger.

    Analog sehe ich das für die Nachusspflicht bei deutschen Kunden. Egal wo ein Broker reguliert ist, wird er einem deutschen Kunden immer nur einen CFD ohne Nachschusspflicht anbieten dürfen. D.h. der Broker kann auf das CFD Anfgebot für deutsche Kunden verzichten- aber wenn er einem deutschen Kunden ein Handelsangebot Angebot mache möchte, wird er das immer ohne Nachschusspflicht machen müssen- auch wenn er auf Zypern oder in den USA sitzt. Wenn meine Gedanken hier falsch sind und ich irre, lasst es mich wissen, ich lerne gern dazu.

    Das Risiko des Brokers (für außerordentliche Ereignisse wie den eur.chf crash) versichern zu lassen sollte eigentlich selbstverständlich sein. Jeder Unternehmer braucht eine Betriebshaftpflicht - warum also nicht auch die Broker.

  • Michael Hinterleitner kommentierte am 08.01.2017 um 09:06 Uhr

    Hi Jay,

    danke für dein Feedback. Also dass z.B. ein britscher Broker sagt "no Germans!", das wird nicht geschehen in meinen Augen. Dafür ist der DE-Markt viel zu wichtig in der CFD-Branche.

    Außerdem kommt hier der EU-Aspekt ins Spiel: US-Bürger kann man schnell mal aussperren, aber dass ein EU-Mitgliedsstaat einen anderen auflaufen lässt, das wird sich wohl eher nicht spielen.

    Oder nehmen wir UK, die ja nach dem Brexit mit noch härteren Bandagen um ihren Finanzstandort kämpfen werden: warum sollten die darauf eingehen, wenn Deutschland verlangt, dass britische Broker keine Kunden aus DE mehr aufnehmen dürfen? Ganz im Gegenteil, die würden sich ja ins Fäustchen lachen.

    Dass hingegen zypriotische Broker nach anderen Regulierungen suchen, damit sie auch wieder Einzahlungsboni anbieten können, oder einfach weil sie unter einer seriöseren Regulierung firmieren wollen, das ist schon realistischer.

    vG
    Michael

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