CFDs

CFD Handel - Das sollten Sie über Differenzkontrakte wissen

Icon CFD BrokerCFDs (deutsch: Differenzkontrakte) erfreuen sich seit Jahren immer größerer Beliebtheit und das zu Recht – sie sind nicht nur für Großinvestoren sondern auch für Kleinanleger geeignet.

Darüber hinaus können beim CFD Trading überproportional hohe Gewinne realisiert werden.

Differenzkontrakte können auf eine Vielzahl an Basiswerten gehandelt werden und ermöglichen somit jedem Anleger schnellen und unkomplizierten Zugang zu weltweiten Märkten.

Der folgende Ratgeber vermittelt Ihnen grundlegende Tipps, Informationen rund um die Welt des CFD Handels. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie erfolgreich mit CFDs handeln können.

Was sind CFDs und wie funktionieren sie?

CFD Handel BasiswerteDie Bezeichnung CFD steht für “Contract for difference” und beschreibt derivate Handelsinstrumente, bei denen es um den Unterschied zwischen dem Kauf- und dem Verkaufskurs eines Instruments geht. Wer mit CFDs handelt, setzt das eigene Kapital auf eine bestimmte Kursentwicklung eines Basiswerts.

Basiswerte im CFD Handel

Als Basiswert können zum Beispiel Aktien, Devisen, Indizes, Anleihen oder auch Rohstoffe dienen. Wie die untenstehende Grafik zeigt, gehören Aktienindizes derzeit mit Abstand zu den beliebtesten Basiswerten.

Möglichkeiten beim Handel mit CFDs

Beim Trading mit CFDs ist es möglich, sowohl auf steigende (Long) als auch auf fallende (Short) Kurse zu setzen und damit jede Marktentwicklung zu nutzen. Beim CFD Handel kann man mit einem geringen Kapitaleinsatz von einer positiven Kursentwicklung vielfach profitieren und aufgrund des Hebeleffekts überproportional große Gewinne erzielen. Je nach Volatilität des zugrunde liegenden Basisinstruments können viele Handelschancen entstehen.

Geringer Kapitaleinsatz

CFD Positionen müssen nicht tagelang gehalten werden und können innerhalb eines Tages mehrmals geöffnet und wieder geschlossen werden. Wer mit CFDs handelt, muss nicht den Gesamtwert eines Basisinstrumentes aufwenden sondern hinterlegt eine Sicherheitsleistung, eine Margin, die nur einen Bruchteil des Basiswertes beträgt. Trotz des geringen Kapitaleinsatzes können Sie von den Kursentwicklungen der Gesamtposition in vollem Umfang profitieren.

CFdS - weltweit beliebtestes Finanzprodukt

Ursprünglich wurden CFDs vor allem im Interbankenhandel genutzt, und zwar um die eigenen langfristigen Positionen bei Kursrückläufen abzusichern. Mit der Zeit entdeckten immer mehr Broker das Potenzial der CFDs und nahmen diese in das eigene Sortiment auf. Inzwischen haben Differenzkontrakte den Weg zu einer breiten Masse von Anlegern gefunden und zählen zu den weltweit beliebtesten Finanzprodukten.

Doch welche Vorteile haben CFDs genau? Für wen ist der Handel mit Differenzkontrakten geeignet und lohnt es sich auch für Sie, in das Trading mit CFDs einzusteigen?

In unserem großen CFD-Handel Ratgeber erhalten Sie ausführliche Antworten auf diese und weitere Fragen. Zudem geben wir Ihnen Tipps an die Hand, mit denen Sie fundiert in den CFD Handel einsteigen können.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Beim Trading mit CFDs geht es um die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs eines Basisinstrumentes
  • CFDs können auf eine Vielzahl an unterschiedlichen Basiswerten gehandelt werden
  • CFDs können auf steigende und auch auf fallende Kurse gehandelt werden
  • CFD Handel ist auch mit verhältnismäßig geringem Kapitaleinsatz möglich
  • Für den Handel ist das Hinterlegen einer Sicherheitsleistung notwendig
  • Durch die Hebelwirkung sind überproportional hohe Gewinne aber auch hohe Verluste möglich
  • Mit Stops können eventuelle Verluste begrenzt werden

CFD Statistik 2016 - Wichtige Kennzahlen im Überblick

Infografik CFD Statistik 2016

Warum CFDs handeln?

CFD Contract for Difference

Der Handel mit CFDs ist bereits mit einem geringen Kapitaleinsatz möglich.

Es gibt zahlreiche Gründe, die die Beliebtheit der CFDs erklären. Als einer der wichtigsten Faktoren gilt die Tatsache, dass der CFD Handel auch mit verhältnismäßig wenig Kapital realisiert werden kann. Da beim Kauf eines CFDs nur eine Margin hinterlegt werden muss, können auch Kleinanleger von der Kursentwicklung des Basisinstruments profitieren.

Ein weiterer Punkt, der für das Trading mit CFDs spricht, ist die Tatsache, dass in der Regel sehr niedrige Transaktionskosten anfallen und zu jeder Zeit die volle Transparenz bei der Preisgestaltung gegeben ist.

Auch ist die Vielzahl der vorhandenen Basiswerte ein Pluspunkt sowie die damit verbundene Tatsache, dass jeder Privatanleger schnell und unkompliziert an den weltweiten Märkten agieren kann.

Da CFDs außerbörslich gehandelt werden, sind Sie nicht an die Handelszeiten der Börsen gebunden und können Ihre Order rund um die Uhr platzieren. In heutiger Zeit gelten auch für den außerbörslichen Handel sehr hohe Standards und Sie handeln auch in der Regel günstiger als im börslichen Handel.

Insgesamt ist das Trading mit CFDs günstiger als beispielsweise mit Aktien oder anderen Hebelprodukten wie Optionsscheinen und Zertifikaten.

Trotz der vielen Fakten, die für das CFD Trading sprechen, sollten Sie sich immer bewusst sein, dass es sich dabei um hochspekulative Finanzinstrumente handelt und dass der Hebel, der für überproportional hohe Gewinne verantwortlich ist, genauso schnell in die andere Richtung umschlagen kann und auch die möglichen Verluste überproportional hoch sein können. Allerdings können Sie Ihre Verluste mit dem Setzen von Stops begrenzen und das Verlustrisiko somit zu jeder Zeit verwalten.

Vorteile auf einen Blick

  • Traden mit geringem Kapitaleinsatz möglich
  • Vielzahl an Basiswerten
  • Niedrige Transaktionskosten
  • Flexible Handelszeiten
  • Transparenz bei der Preisgestaltung
  • Große Gewinne durch Hebeleffekt realisierbar
  • Möglichkeit auf steigende und fallende Kurse zu setzen

Für wen ist der CFD Handel geeignet?

Es gibt verschiedene Anlegertypen, die zwar alle eine gute Rendite erzielen möchten, jedoch unterscheiden sie sich in der Umsetzung und Planung einer Anlagestrategie. Das folgende Schaubild verdeutlicht die Unterschiede der drei klassischen Anlegertypen.

Anlegertypen im CFD Handel

Typ A - Risikoaverse Anleger

Diese Anlegertypen suchen immer nach Anlagemöglichkeiten mit höchstmöglicher Sicherheit. Dafür sind sie bereit, eine deutlich geringere Rendite in Kauf zu nehmen. Der Anlagehorizont dieser Menschen ist sehr langfristig.

Typ B - Chancen-
orientierte Anleger

Sie suchen stets nach einer guten Balance zwischen Rendite und Sicherheit. Sie riskieren selten Totalverluste, um große Renditechancen wahrzunehmen. Trotzdem nutzen sie auch risikoreichere Geldanlagen, um ihre Gesamtrendite zu erhöhen.

Typ C - Risikoaffine Anleger

Risikoaffine Anleger ordnen dem Ziel einer möglichst hohen Rendite alles andere unter. Es werden hohe Verlustrisiken eingegangen, um die eigenen Anlagegewinne zu erhöhen. Ferner sind risikoaffine Anleger durchaus offen für kurz- und mittelfristige Investments.

Fazit

Sowohl chancenorientierte als auch risikoaffine Anleger können mit dem CFD Handel durchaus ihre Freude haben. Das Risiko eines Verlustes ist zwar gegeben, jedoch geht es beim CFD Trading darum, mehr zu gewinnen als zu verlieren. Wenn unter dem Strich aller Positionen am Ende ein Gewinn steht, war das Investment erfolgreich. Wenn Sie für eine hohe Rendite also durchaus ein gewisses Risiko in Kauf nehmen, kurzfristig orientierten Investments nicht kritisch gegenüber stehen und tolle Renditechancen nutzen möchten, liegen Sie mit dem CFD Trading genau richtig.


Diese Voraussetzungen sollten Sie mitbringen

Wenn Sie in den CFD Handel einsteigen möchten, sollten Sie vorher zumindest einen kleinen Kapitalstock nutzen können. Für Anfänger genügen Summen ab 1.500 Euro, denn aufgrund der Hebel lässt sich damit durchaus eine ansehnliche Rendite erzielen.

Ferner sollten Sie sich vorher Gedanken um Ihr Risikomanagement machen und festlegen, wie hoch der Verlust pro Trade maximal ausfallen darf. An dieser Marke orientieren Sie daraufhin Ihre Anlagebeträge und Sicherheitsleistungen.

Natürlich brauchen Sie auch einen passenden CFD-Broker, dessen Oberfläche Sie genauer kennen.

Unter Umständen kann es also sinnvoll sein, vor dem richtigen Einstieg ein kostenfreies Demo-Konto zu eröffnen und sich mit der Bedienung vertraut zu machen. Auf diese Weise lassen sich Trades später leichter durchführen und Sie müssen nicht erst nach wichtigen Einstellungen für Limits suchen.

Die wichtigsten Voraussetzungen zum Start

  • Funktionierendes Risikomanagement
  • Kapitalstock von mindestens 1.500 Euro
  • Leistungsfähiger CFD-Broker
  • Vertraute Bedienungsoberfläche (evtl. Demo-Konto nutzen)

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Wie sieht ein CFD Trade aus?

Künftige Wertentwicklung eines Basiswertes

Wenn Sie sich dazu entschließen, in den CFD Handel einzusteigen und Sie einen entsprechenden Broker nutzen, stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Das Prinzip dahinter ist sehr einfach:

Wie wird die Wertentwicklung eines bestimmten Basiswertes in naher Zukunft aussehen?

Als Basiswert (Underlying) können dabei viele verschiedene Arten von Assets gelten:

  • Der Kurs einer bestimmten Aktie
  • Der Verlauf eines Indizes (Aktien, Rohstoffe)
  • Die Wertentwicklung zwischen zwei Währungen
  • Die Kursentwicklung von Anleihen
  • Die Preisentwicklung von Rohstoffen

Auf steigende oder fallende Kurse setzen

Als Anleger können Sie die Situation bei einem bestimmten Basiswert analysieren und sich daraufhin dafür entscheiden, auf einen steigenden (Long-Position) oder fallenden (Short-Position) Wertverlauf zu setzen.

Nachfolgend soll kurz aufgezeigt werden, was das bedeutet:

Long-Position

Wenn Sie eine Long-Position eröffnen, kaufen Sie eine bestimmte Anzahl CFDs zum aktuellen Kurs. Sie gehen davon aus, dass der Kurs des Basiswertes steigt und Sie die CFDs mit Gewinn verkaufen können. Für den Fall eines Kursverlustes richten Sie ein Stop-Loss-Limit ein.

Short-Position

Bei einer Short-Position verkaufen Sie heute CFDs, die Sie noch gar nicht besitzen. Ziel eines solchen Leerverkaufs ist es, die CFDs in naher Zukunft zu einem niedrigeren Kurs zu kaufen. Für den Fall eines Kursanstiegs richten Sie ebenfalls ein Stop-Loss-Limit ein, um Verluste zu vermeiden.

Beispielrechnung Long- Position - CFD Handel auf einen Aktienwert

Die größte Besonderheit im CFD Handel liegt aber sicherlich in den Hebeln, die Sie nutzen können. Im CFD Handel ist es üblich, dass Sie für eine Long- Position nur einen Bruchteil der Anlagesumme als Sicherheitsleistung (Margin) selbst hinterlegen. Der Rest wird vom Broker als Kurzkredit gewährt. Bei einem Hebel von 1:50 können Sie also 50.000 Euro investieren und müssen davon nur 1.000 Euro tatsächlich hinterlegen.

Wenn Sie sich durch ein Stop-Loss-Limit gegen eventuelle Nachschusspflichten absichern, lässt sich die Sicherheitsleistung quasi als die tatsächliche Anlagesumme betrachten, obwohl Ihre Rendite vom kompletten Anlagebetrag erwirtschaftet wird. Daraus entsteht ein riesiges Renditepotenzial, welches nun genauer aufgezeigt wird:

Hebel1:50
Anlagebetrag50.000 Euro
Margin1.000 Euro

Mit den obigen Beispieldaten eines Brokers soll nun exemplarisch ein CFD Handel durchgeführt werden. Sie kaufen für 50.000 Euro CFDs (Long) von einer Aktie als Basiswert. Der Kurs dieser Aktie liegt bei 10 Euro. Tatsächlich hinterlegen Sie 1.000 Euro und erhalten vom Broker für den Restbetrag einen Kurzkredit. Nun steigt der Kurs bis zum nächsten Tag auf 11,20 Euro. Ihre Rendite errechnet sich folgendermaßen:

Kursanstieg10 11,20 = 12%
Kapitalanstieg50.000 Euro 56.000 Euro = 12%
Tatsächlich eingesetztes Kapital1.000 Euro
Rendite für eingesetztes Kapital6.000 Euro = 600%

Bei diesem CFD-Handel ist es also gelungen, eine Rendite von 600% einzufahren. Der Hebel ist somit der Hauptgrund für das riesige Renditepotenzial.

Beispielrechnung Short-Position - CFD Handel auf Indizes

Oben wurde eine Beispielrechnung für einen CFD auf einen Aktienwert aufgezeigt. Natürlich lassen sich entsprechende Beispiele auch für Indizes und Währungen (FOREX) aufstellen:

Nehmen wir an, Sie möchten eine Short-Position auf den DAX als Indexwert eröffnen:

Anlagebetrag80 000
Hebel1:100
Sicherheitsleistung800 Euro
Kurswert (Beginn)9.500 Punkte

Bei einer Short-Position spekulieren Sie auf einen sinkenden Basiswert. Sollte der DAX in den nächsten Tagen nun auf 9.400 Punkte sinken, errechnet sich die Rendite folgendermaßen:

Veränderung DAX9.500 Euro  9.400 Euro = -1,05%
Kapitalanstieg80.000 Euro  80.840 Euro = +1,05% (die CFDs wurden vorher bei 9.500 Punkten leerverkauft)
Tatsächlich eingesetztes Kapital800 Euro
Kurswert (Beginn)840 Euro = 105%

Chancen und Risiken beim Handel mit CFDs

Chancen-RisikenWie bei jedem anderen Handelsinstrument auch, gibt es bei CFDs Chancen und Risiken. Wenn Sie dauerhaft erfolgreich traden wollen, ist es wichtig, sich der Chancen aber auch der Risiken bewusst zu sein, die diese Finanzprodukte mit sich bringen.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Chancen und Risiken der Handel mit CFDs in sich birgt.

ChancenRisiken
  • Geringer Kapitaleinsatz
  • Transparente Preisbildung
  • Hohe Gewinne durch Hebeleffekt realisierbar
  • Von fallenden und steigenden Kursen profitieren
  • Große Auswahl an Basiswerten
    (z.B. Devisen, Aktien, Rohstoffe etc.)
  • Trades können rund um die Uhr platziert werden
  • Niedrige Handelskosten
  • Spekulatives Finanzprodukt:
    Hebelwirkung kann zu hohen Verlusten führen
  • Evtl. hohe Finanzierungskosten
    (können bei Long-Positionen,
    die über Nacht gehalten werden sehr hoch sein

Risiken beim CFD Handel – worauf ist zu achten?

Der CFD Handel bietet unbestritten hohe Renditechancen, weil der Einsatz von Hebeln die Wertentwicklung der Basiswerte vervielfacht. Entwickelt sich der Kurs jedoch in die entgegengesetzte Richtung, können Hebel auch zu hohen Verlusten führen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

Anlagesumme50.000 Euro
Hebel1:100
Margin500 Euro
Aktienkurs10 Euro

Wenn Sie nun für 50.000 Euro CFDs eines Aktienwertes mit einem Kurs von 10 Euro kaufen und dieser wider Erwarten auf 9,80 Euro fällt, sieht Ihre Verlustsituation folgendermaßen aus:

Aktienkurs10 Euro 9,80 Euro= -2,00%
Anlagesumme50.000 Euro 49.000 Euro= -2,00%
Tatsächliches Kapital500 Euro
Verlust 500 Euro  -500 Euro= -200%

In diesem Fall wäre Ihre Sicherheitsleistung verloren und Sie müssen noch Geld nachschießen. Um einen solchen Fall zu vermeiden, wird normalerweise ein Stop-Loss-Limit gesetzt. Dieses kann so gewählt werden, dass im schlimmsten Fall die Margin komplett aufgebraucht wird oder sogar ein noch geringerer Verlust anfällt.


Verluste im CFD-Geschäft vermeiden

Unabhängig von der Strategie, die Sie verfolgen, ist der Stop Loss unbedingt notwendig um die Verluste gering zu halten. Bei einer Stop-Loss-Order wird die CFD-Position bei Erreichen eines bestimmten Niveaus automatisch zum nächstmöglichen Kurs geschlossen. Viele CFD-Broker verwenden sogar automatisch Stop-Loss-Limits, um die Verluste der Kunden zu begrenzen und das Kreditrisiko niedrig zu halten.

Tipp: Bei der Stopsetzung ist es sinnvoll sich an markanten Punkten im Chartbild zu orientieren.

Eine Faustregel besagt, dass höchstens 1 % Risiko pro Trade eingegangen werden sollte. Wenn Sie einen guten Einstiegspunkt gefunden haben und den Kurs für Ihren Stop definiert haben, wählen Sie Ihre Positionsgröße so groß, dass der maximale Verlust auf 1 % begrenzt ist. Nun sollten höchstens fünf Positionen parallel eingegangen werden, so dass sich das Gesamtrisiko auf maximal 5 % beläuft. Diese Risikostreuung ist ein großer Vorteil des CFD Handels.


Warum raten so viele vom CFD Handel ab?

Die großen Gewinnchancen, die beim CFD Handel locken, verleiten viele Trader zu unüberlegten Handlungen. Gerne wird das Konto überhebelt mit der Hoffnung den einen Mega-Trade zu machen, der alles verändern soll. Psychologische Aspekte wie Gier, Ärger über Verluste oder Überschätzung der eigenen Meinung sind für diese und ähnliche Aktionen verantwortlich.

Wer jedoch über einen längeren Zeitraum profitabel bleiben möchte, muss sein Risikomanagement verfeinern und der Versuchung zu zocken standhalten.

In den Medien wird der CFD Handel oft mit dem Gang ins Casino gleichgesetzt oder in einem Atemzug mit der Finanzkrise genannt. Doch solche Aussagen sind wenig objektiv. Trotz der Risiken, die im Folgenden noch näher erläutert werden, handelt es sich um ein seriöses Finanzmarktinstrument, das sehr transparent ist.


Die Bedeutung der Nachschusspflicht beim Handel mit CFDs

Die Nachschusspflicht ist dafür verantwortlich, dass die Verluste weit über das bereitgestellte Kapital hinausgehen können.

Wenn die Marktlage zu lange gegen den Trader läuft, so dass die Margin fast aufgebraucht ist, kann es zu einem so genannten Margin Call kommen. Das bedeutet, der Trader muss die Sicherheitsleistung nachzahlen. Erfolgt die Nachzahlung nicht rechtzeitig, behält sich der CFD Broker das Recht vor, alle noch offenen Positionen zu schließen. In diesem Fall haftet der Kunde im vollen Umfang. Das Verlustrisiko beschränkt sich dementsprechend nicht auf die Margin.

Grundsätzlich sollte dieses Risiko mit einkalkuliert werden. Es werden mittlerweile jedoch auch Schutzmöglichkeiten von einigen Brokern angeboten. Es gibt CFD-Broker, die negative Kontostände rechtsverbindlich ausschließen. Um dies zu realisieren werden die Positionen automatisch geschlossen bevor die Einlage aufgebraucht ist. Jeglicher negative Kontostand, der trotzdem auftaucht, muss durch den Broker ausgeglichen werden. Solche Regelungen sind in den Geschäftsbedingungen vertraglich festgehalten und sollten bei Abschluss genau verstanden werden.

Die zweite Möglichkeit ist, dass der Broker die Option garantierter Stops anbietet. Dies soll eine weitere potenzielle Risikoquelle abwenden: bei einem Gap (Kurslücke) kann der Close-Out vom eigentlichen Auslösewert des Stops abweichen und im schlimmsten Fall auch zu negativen Kontoständen führen.


Aktien vs. CFDs

Welche Anlageform hat mehr zu bieten?

Jahrelang waren Aktien die beliebteste Anlageform für Trader auf der ganzen Welt. Inzwischen haben sich allerdings zahlreiche innovative Handelsprodukte etabliert, die heutzutage weitaus beliebter sind als Aktien. Vor allem CFDs üben auf immer mehr Anleger einen Reiz aus und haben im Vergleich zu den Aktien in vielen Fällen die Nase vorn. Wir machen den Vergleich und zeigen Ihnen, welche Vorteile CFDs gegenüber Aktien haben und wo die Nachteile der Differenzkontrakte liegen.

Wo liegen die Unterschiede zwischen Aktien und CFDs

Aktien und CFDs – Wo liegen die Unterschiede?

Um einen Vergleich zwischen Aktien und CFDs ziehen zu können, muss zunächst die Frage geklärt werden, worum es sich bei diesen Anlageformen überhaupt handelt.

Aktien sind Wertpapiere, bei denen es sich um Anteile am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft handelt. Wenn Aktien an einer Börse gehandelt werden, hängen die entsprechenden Kurse von Angebot und Nachfrage ab. Wer eine oder mehrere Aktien kauft, erhält somit unterschiedliche Rechte. Dazu zählt beispielsweise das Recht auf Dividendenzahlung, das Recht auf einen Anteil des Aktienkapitals des Unternehmens und auch das Recht auf Liquidationserlös, falls das Unternehmen Konkurs anmeldet. Wer Aktien erwirbt, tut dies ausschließlich in Erwartung steigender Aktienkurse.

Beim Trading mit CFDs gehören Ihnen nicht die zugrundeliegenden Basiswerte – Sie gehen nur eine Art Wette auf die Kursentwicklung ein.

Wenn Sie dagegen Aktien CFDs oder auch beliebige andere CFDs kaufen, erhalten Sie keinerlei Rechte, die mit einem tatsächlichen Erwerb eines Wertpapiers verbunden sind. CFDs können auf eine Vielzahl an Basiswerten gehandelt werden, wie zum Beispiel Devisen, Rohstoffe, Anleihen oder ETFs.

Vorteile der CFDs gegenüber Aktien

CFDs haben gegenüber Aktien einen klaren Vorteil – wer mit Differenzkontrakten handelt, muss in der Regel nur einen Bruchteil des Kapitals aufwenden, der für den Kauf von Aktien nötig wäre. So ist das Trading mit CFDs einer breiteren Masse an Anlegern zugänglich und auch diejenigen, die über kein großes Budget verfügen, können hohe Gewinne mit dem CFD Trading erzielen, denn durch den Hebel können auch mit kleinem Kapital große Summen bewegt werden und diese durch das richtige Risikomanagement abgesichert werden.

Trading AppZudem bietet der CFD-Handel die Möglichkeit zur mobilen Verwaltung. Es gibt zahlreiche Apps, mit denen Sie Ihre Positionen unterwegs eröffnen, überwachen oder schließen können.

Auch sind CFDs einfach strukturiert und transparent bei der Preisbildung. Der Kursverlauf des zugrundeliegenden Basiswertes wird eins zu eins nachgebildet und es wirken keine weiteren Faktoren mit ein.

Ein Vorteil der CFDs ist die Tatsache, dass Sie sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen können und somit die Möglichkeit haben, von jeder Marktentwicklung zu profitieren.

Weitere Vorteile von CFDs sind Shortselling, oben angesprochene Risikostreuung und das abgeschwächte Währungsrisiko. Wenn über die deutschen Grenzen hinaus agiert wird, unterliegt man bei einer Direktinvestition dem vollen Währungsrisiko. Verluste können durch die üblichen Währungsschwankungen entstehen, obwohl der Aktienwert konstant bleibt. Bei einem CFD bleibt lediglich ein abgeschwächtes Risiko, welches sich durch die Umrechnung des Gewinns bzw. Verlusts aus der Differenz zwischen Einstiegs- und Ausstiegskurses in die eigene Handelskontowährung ergibt. Somit sind CFDs nicht nur für kleine Anleger eine attraktive Alternative zum Aktienhandel.

Für wen sind Aktien besser geeignet als CFDs?

Auch wenn es viele Vorteile beim Handel mit CFDs gibt, ist das Trading mit Differenzkontrakten nicht für jeden Tradertyp geeignet. Bei CFDs handelt es sich um hochspekulative Finanzprodukte und das Trading ist mit hohen Verlustrisiken verbunden. So eignen sich Differenzkontrakte nicht für sicherheitsorientierte Anleger und auch nicht für langfristige Investoren.

Wer CFD Positionen über Monate halten will, wird schnell merken, dass die damit verbundenen Finanzierungskosten einen großen Teil des Gewinns aufzehren können. Bei kurz- und mittelfristigem Anlagehorizont fallen die Finanzierungskosten nicht sehr ins Gewicht, aber mit der Zeit summieren sich die Gebühren und wirken sich unter Umständen negativ auf die Rendite aus. Wer also viel Wert auf Sicherheit legt und langfristig investieren möchte, der ist mit Aktien in der Regel besser bedient.


CFDs vs. Zertifikate

Welche Anlageform bietet die meisten Vorteile?

Zertifikate zählen, ebenso wie CFDs, zu beliebten Finanzprodukten. Beide Anlageformen weisen dabei einige Gemeinsamkeiten auf. Allerdings tauchen bei näherem Betrachten auch Unterschiede auf, die jedes Produkt auszeichnen. Im Folgenden erfahren Sie, welches der beiden Instrumente im direkten Vergleich besser abschneidet.

UNTERSCHIEDE IN DER PREISGESTALTUNG

Wer Differenzkontrakte mit Zertifikaten vergleicht, wird schnell sehen, dass sich CFDs durch eine einfache und transparente Preisgestaltung auszeichnen. Der Wert des Basisinstruments wird bei Differenzkontrakten 1:1 nachgebildet. Bei Zertifikaten können dagegen unterschiedliche Faktoren den Wert eines Zertifikats beeinflussen und so sind CFDs aufgrund der unkomplizierten Struktur vor allem für unerfahrene Trader weitaus besser geeignet.

BEDINGUNGEN FÜR GEWINNE

An Zertifikate sind außerdem in vielen Fällen bestimmte Bedingungen geknüpft und erst wenn diese Bedingungen eintreten, können Sie mit dem Zertifikat Gewinne erzielen. Auch hier sind CFDs im Vorteil: beim Handel mit Differenzkontrakten steigt der Kurs entweder oder er sinkt – und das sind die einzigen Bedingungen, die über Gewinn oder Verlust entscheiden.

KNOCKOUT-BARRIERE

Auch gibt es bei Hebelzertifikaten eine sogenannte Knockout-Barriere. Berührt der Basiswert diese Barriere, verfällt das Zertifikat wertlos. Bei CFDs wird eine Position erst dann geschlossen, wenn die Höhe der Margin nicht mehr ausreicht, um eine bestimmte Margin-Verpflichtung zu erfüllen.

HÖHE DER HANDELSGEBÜHREN

Differenzkontrakte können im Vergleich mit Zertifikaten mit kleinen Stückzahlen gehandelt werden, was günstigere Handelsgebühren zur Folge hat.

LAUFZEITbegrenzung

Ein weiterer Vorteil von CFDs ist, das es bei den meisten CFD-Arten keine begrenzte Laufzeit gibt. Sie können somit frei entscheiden, wie lange Sie Ihre Positionen halten möchten.

HÖHE DER TRANSAKTIONSKOSTEN

Insgesamt ist der Erwerb von CFDs günstiger als der Kauf von Zertifikaten, denn die Transaktionskosten sind in den meisten Fällen geringer.

ANLAGEHORIZONT

Die meisten Zertifikats-Variationen eignen sich auch nicht für Daytrading und sind somit eher für mittel- bis langfristige Anleger geeignet. Dagegen eignen sich Differenzkontrakte nicht für langfristige Investitionen, denn dabei werden für jede Long-Position, die über Nacht gehalten wird, Finanzierungskosten fällig. Je nach Dauer und je nach Basiswert können diese Kosten einen großen Teil der Handelskosten ausmachen und auch Ihre Gewinne empfindlich schmälern.

Zertifikate-versus-CFDs

Jeder kann individuell entscheiden, welche Anlageform er bevorzugt, doch allgemein betrachtet, weisen CFDs mehr Vorteile auf als Zertifikate und andere vergleichbare Hebelprodukte.


CFD Handel im Vergleich zu Aktien und Zertifikaten

Wenn Sie eine Anlagemöglichkeit mit hohem Renditepotenzial suchen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Oftmals werden Aktien und Zertifikate als sehr gute Alternativen dargestellt. Dies ist Grund genug, sich den CFD Handel im Vergleich zu Aktien und Zertifikaten einmal genauer anzuschauen. In der folgenden Tabelle finden Sie alle wichtigen Informationen:

CFD HandelAktienZertifikate
Renditepotenzialdurch die Nutzung von Hebeln sehr hochdeutlich geringer, weil nur die normale Wertsteigerung abgebildet wirdnur Hebel-Zertifikate erreichen ein ähnlich hohes Renditepotenzial wie CFDs
auch bei fallenden Kursen Rendite?ja neinja
Kosten
  • Spread (gering)
  • Kontoführung
    (oft kostenfrei)
  • Finanzierungskosten
  • Transaktionskosten des Brokers
  • Börsenentgelt
  • Aufgeld
  • Transaktionsgebühren
Konstruktioneinfach, schnell zu versteheneinfachkompliziert, viele Sonderprodukte
kurz- und mittelfristiger Handelsehr gut geeignetnur in Einzelfällen geeignetje nach Laufzeit
langfristiger Handelweniger geeignetgut geeignetje nach Zertifikat

Wie viel Startkapital ist notwendig um CFDs handeln zu können?

GeldmünzenPauschal kann diese Frage natürlich nicht beantwortet werden. Die nötige Kontogröße ist abhängig von mehreren Faktoren. Zum einen sind Spread und Hebel entscheidend.

Je größer der Spread desto länger dauert es bis Sie mit Ihrer Position Gewinne realisieren können. Wird eine Position gekauft und wieder verkauft ohne dass eine Kursbewegung statt gefunden hat, verbuchen Sie einen Verlust, welcher der Größe des Spreads entspricht. Die Spreads variieren zwischen den verschiedenen CFDs und auch zwischen den Brokern.

Je kleiner das Startkapital desto wichtiger ist es dementsprechend auf geringe Spreads zu achten.

Doch auch mit wenig Startkapital ist der CFD Handel möglich. Es müssen dementsprechend jedoch die Positionsgrößen angepasst werden. Natürlich sind die Gewinne kleiner und der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit dauert länger. Um realistische Positionen eingehen zu können sind 500,- € Kapital ein Minimum, jedoch ausreichend um ein funktionierendes Handels-Setup entwickeln zu können. Auf jeden Fall sollten Sie Geduld und Disziplin mitbringen und das erste „echte“ Startkapital sollte einer Größe entsprechen, die entbehrlich für Sie ist.


Kurzfristiges versus langfristiges CFD Trading

Welche Methode eignet sich mehr?

kurzfristig vs. langfristigBeim Trading mit CFDs gibt es keine im Vorfeld festgelegten Mindestlaufzeiten. Das bedeutet, dass Sie eine CFD Position beliebig lange halten können und selber entscheiden, wann Sie diese wieder schließen. Bei jeder Anlageform wird zwischen kurz- und langfristigen Anlagezeiträumen unterschieden.

Von einem kurzen Anlagehorizont spricht man, wenn eine Position innerhalb eines Handelstages eröffnet und wieder geschlossen wird oder wenn es sich maximal um einige Tage handelt.

Bei langfristigen Strategien geht es um Zeiträume von mehreren Wochen oder sogar Monaten. Doch eignet sich das CFD Trading sowohl für langfristig agierende Investoren als auch für Trader, die lieber kurzfristig handeln? Wir klären auf.

Die Vorteile des kurzfristigen CFD Tradings

In der Welt des CFD Tradings machen Strategien mit kurzen Anlagezeiträumen den größten Anteil aus. In den meisten Fällen werden CFD Positionen innerhalb eines Handelstages geöffnet und wieder geschlossen. Eine solche Handelsweise hat viele Gründe. Zunächst einmal können CFD Trader auch von relativ geringen Kursänderungen profitieren, da der Hebeleffekt für überproportional hohe Gewinne sorgt. Außerdem ergeben sich, je nach Volatilität eines zugrundeliegenden Basiswertes, zahlreiche Handelschancen, die genutzt werden können, wodurch keine Notwendigkeit besteht eine Position lange zu halten und auf eine besonders deutliche Kursentwicklung zu warten.

Außerdem werden beim Trading mit CFDs Handelsentscheidungen in der Regel aufgrund einer kurzfristigen Kursanalyse getroffen und längere Laufzeiten vergrößern dabei das Verlustrisiko, denn so wird es schwerer, einen Kursverlauf möglichst genau vorherzusagen. Trader, die kurzfristig mit CFDs handeln, wenden in der Regel viel Zeit für die Beobachtung von Märkten und für die Kursanalyse auf. Und nicht zuletzt, lieben viele CFD Trader den Nervenkitzel, der mit dem Daytrading und den damit verbundenen Risiken zusammenhängt. Sie eröffnen und schließen Ihre Positionen innerhalb kurzer Zeiträume, um auch die kleinsten Kursbewegungen auszunutzen.

Lohnt es sich, langfristig CFDs zu handeln?

Das Trading mit CFDs bietet zahlreiche Vorteile und, wie jedes andere Finanzprodukt, auch einige Nachteile. Eines der Nachteile des Handels mit Differenzkontrakten, sind die Finanzierungskosten, die anfallen, wenn eine Long Position über Nacht gehalten wird. Wer also seine CFD Positionen über Wochen oder gar Monate hält, muss für jeden Tag eine Finanzierungsgebühr zahlen. So können sich diese Kosten auf Dauer zu einem hohen Betrag summieren, der die erzielten Profite deutlich schmälern kann. Wer sich nicht davon abschrecken lässt, kann von den Vorteilen profitieren, die ein langfristiger Anlagehorizont mit sich bringt.

So müssen sich langfristig agierende Trader nicht tagtäglich mit Kursen und Märkten beschäftigen und können die Wertentwicklung der CFDs in Ruhe beobachten. Mit einer langfristigen Strategie ist es auch möglich, solide Gewinne mit viel geringerem Transaktionsvolumen zu erzielen. Wer also die langfristige Kursentwicklung korrekt einschätzt, benötigt weniger Transaktionen, als jemand mit kurzen Investitionszeiträumen. Aus dieser Tatsache ergibt sich auch der Vorteil, dass, abgesehen von den Finanzierungskosten, auf Dauer geringere Transaktionskosten zustande kommen.

Zu den Nachteilen eines langfristigen Anlagehorizontes zählt neben den Finanzierungskosten auch die Tatsache, dass eine Kursentwicklung über einen langen Zeitraum viel schwerer vorherzusagen ist, als für die Dauer einiger Tage oder einiger Stunden. Im Laufe der Zeit können Einflüsse von außen die Kursentwicklung in einem Umfang beeinflussen, der im Vorfeld nicht einschätzbar ist.

Jeder Trader hat individuelle Anlageziele

Ob jemand kurzfristiges oder langfristiges CFD Trading bevorzugt, hängt nicht zuletzt davon ab, welche individuellen Vorlieben und Präferenzen derjenige hat. Die einen beschäftigen sich gerne mit täglichen Kursentwicklungen und verbringen Stunden mit Marktanalysen. Andere wiederum wollen ihre Positionen ruhen lassen und setzen auf langfristige Wertentwicklung. Aufgrund der verhältnismäßig hohen Finanzierungskosten eignen sich CFDs vor allem für den kurz- und mittelfristigen Anleger, aber im Prinzip ist es jedem überlassen, wie lange er seine Positionen halten will und jeder sollte individuell entscheiden, welche Anlageform für ihn die passende ist.


Welche Kosten entstehen beim CFD Handel?

Natürlich fallen bei CFD Handel auch Kosten an, denn der Broker stellt eine Dienstleistung zur Verfügung, die er sich vergüten lässt. Zu den potenziellen Kosten zählen:

  1. Fixkosten
  2. Transaktionskosten
  3. Evtl. Finanzierungskosten

Fixkosten

Die Fixkosten können dabei als Kontoführungsgebühren bezeichnet werden. Diese fallen unabhängig davon an, ob Sie Transaktionen durchführen oder nicht. Einige Anbieter stellen jedoch auch einen CFD-Broker ohne Kontoführungsgebühren zur Verfügung, wenn im Gegenzug ein gewisses Handelsvolumen erreicht wird. Hier ist es also durchaus interessant, die einzelnen CFD-Broker miteinander zu vergleichen, um die günstigste Anbieter zu finden.

Transaktionskosten

Die Transaktionskosten in Form von Spreads stellen gleichzeitig auch die Haupteinnahmequelle für CFD-Broker dar. Bei einem Spread handelt es sich um eine Differenz zwischen dem Kaufs- und Verkaufspreis für ein CFD. Ein kleines Beispiel soll dies verdeutlichen:

Sie wollen eine Long-Position eröffnen und somit CFDs auf einen Indexwert (Dax) kaufen, dessen Punktestand bei 5.503 liegt. Bei einem Spread von 2 Punkten können Sie den CFD nur zum Wert von 5.505 Punkten kaufen und im Gegenzug nur für 5.501 Punkte verkaufen. Die Differenz ist die Transaktionsgebühr des CFD-Brokers.

Finanzierungskosten

Abbildung mit GeldsäckchenBeim CFD Handel hinterlegen Sie eine Sicherheitsleistung, die je nach Hebel, einen kleinen Teil des Gesamtwertes einer zugrundeliegenden Position ausmacht. Wenn die Marginanforderung bei einer Gesamtposition im Wert von 10.000 Euro bei 10 Prozent liegt, zahlen Sie lediglich 100 Euro und können an der Kursentwicklung der Gesamtposition partizipieren. Die restlichen 90 Prozent leiht Ihnen der Broker für den Zeitraum, in dem Sie Ihre Position halten. Das bedeutet, dass Sie für eine kurze Zeit einen Kredit erhalten. Wie bei jedem anderen Kredit auch, werden Zinsen fällig. Beim CFD Trading werden diese Gebühren allerdings erst dann erhoben, wenn Sie eine Position über Nacht halten.

Finanzierungskosten bei Long- und Short-Positionen im CFD Handel

Wie bereits erwähnt, müssen Sie die Finanzierungskosten nur dann tragen, wenn Sie eine Long-Position über Nacht halten. Jeder Broker erhebt dabei individuelle Zinssätze, die sich beispielsweise aus dem LIBOR oder dem EURIBOR Satz und individuellen Aufschlägen zusammensetzen. Wenn Sie sich die Konditionen zu den Finanzierungskosten Ihres Brokers ansehen, sehen Sie Zinssätze, die p.a. (per annum) angegeben werden. Natürlich müssen Sie dabei nicht die Zinsen für das gesamte Jahr bezahlen – der Zinssatz wird jeden Tag neu berechnet und zwar folgendermaßen:

Formel zur Berechnung der Finanzierungskosten für CFDs

Je nach Größe der Position und geltendem Zinssatz können dabei entsprechend hohe Kosten entstehen. Bei Short-Positionen sieht es dagegen ganz anders aus. Die Zinsen, die hierbei entstehen, werden Ihrem Handelskonto gutgeschrieben.

Langfristige Long-Positionen im CFD Handel können Ihre Gewinne schmälern

Wenn Sie Ihre Positionen über Wochen oder gar Monate halten, fallen jeden Tag die CFD Finanzierungskosten an. Vor allem für Kleinanleger kann das bedeuten, dass ihre Gewinne damit deutlich geschmälert werden. Wenn sich beispielsweise der Kurs eines Basiswerts am Ende eines Handelstages nicht signifikant zum Tagesbeginn ändert, kann es sogar passieren, dass Sie an diesem Tag Verluste machen, obwohl der Kurs leicht angestiegen ist. Aus diesem Grund sollten Sie sich gut überlegen, wie lange Sie eine Long-Position halten wollen. CFDs eignen sich vor allem für kurz- bis mittelfristige Anlageziele und alle, die langfristig investieren wollen, sollten sich eine alternative Anlagemöglichkeit suchen.


Steuerliche Behandlung von CFDs

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel kann keinen Steuerberater ersetzen. Bitte konsultieren Sie zuerst Ihren Steuerberater um eine fachliche Aussage zur steuerlichen Behandlung von CFDs zu erhalten.

Hand mit StempelIn Deutschland müssen alle Gewinne aus CFDs oder anderen Investitionen versteuert werden. Dabei gilt seit einigen Jahren eine einheitliche Regelung, was die Versteuerung solcher Erträge angeht. Es ist von Vorteil, sich über die steuerliche Behandlung von Differenzkontrakten zu informieren, um Schwierigkeiten mit dem Finanzamt zu vermeiden. Wir zeigen Ihnen, was die Abgeltungssteuer ist und was Sie bei der Versteuerung beachten sollten.

Was genau ist die Abgeltungssteuer?

Die Abgeltungssteuer oder auch Kapitalertragssteuer für CFDs gilt in Deutschland seit dem 1. Januar 2009. Diese Steuer wird für alle Kapitalerträge erhoben, die über einen festgelegten Sparer-Freibetrag hinausgehen. Was zu den Kapitalerträgen zählt, ist dabei klar definiert. Dazu gehören beispielsweise Zinsen eines Sparbuchs oder Girokontos, Dividenden, Wertzuwächse beim Verkauf von Aktien und eben auch alle Gewinne aus dem Handel mit CFDs.

Werden mit CFDs Gewinne erzielt, die über den Sparer-Freibetrag hinausgehen, wird eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent fällig.

Für den Sparer-Freibetrag gelten folgende Regeln: Bei einem Single Haushalt liegt die Grenze bei 801 Euro und bei Ehegatten liegt der Freibetrag bei 1.602 Euro. Haben Sie also einen profitablen Trade abgeschlossen, wird die Steuer direkt vom Broker einbehalten.

Allerdings gelten diese Regeln nur für CFD Broker, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben – wenn Sie Kunde eines ausländischen Brokers sind, ist es an Ihnen, die Gewinne eigenverantwortlich zu versteuern. In der Regel können Sie dabei die erzielten Gewinne und Verluste gegenrechnen und müssen nur für die tatsächlichen Gewinne eine Steuer zahlen.

Die Vor- und Nachteile der Abgeltungssteuer für CFDs

Früher wurden Gewinne, die beim Trading erzielt wurden, einzeln versteuert und zwar zum entsprechend geltenden Einkommenssteuersatz der Anleger. Seit 2009 ist es nun so, dass alle Kapitalerträge mit 25 Prozent versteuert werden müssen. Somit ist eine Einheitlichkeit gegeben, die die Steuerabrechnung um einiges vereinfacht.

AAbbildung Geldsäckchenußerdem können Sie Verluste aus CFD Geschäften mit allen anderen Gewinnen, wie zum Beispiel Dividenden oder Zinsen verrechnen. Bei Aktienverlusten können Sie dagegen nur Gewinne aus Aktiengeschäften gegenrechnen. Beim Trading mit CFDs ist es auch nicht relevant, ob Sie mehrere Handelskonten bei unterschiedlichen Brokern führen und für die Bemessung des steuerpflichtigen Ertrags können alle Kosten abgezogen werden, die im Zusammenhang mit dem jeweiligen getätigten Trade stehen. Dazu zählen zum Beispiel Finanzierungskosten oder Kommissionen.

Zu den Nachteilen der Abgeltungssteuer gehört die Tatsache, dass in Deutschland eine Versteuerung nicht erst zum Jahresende zur Steuererklärung anfällt, sondern für jeden getätigten Trade berechnet wird.

Fazit zur Abgeltungssteuer

  • Die Regelung zur Abgeltungssteuer trat am 1. Januar 2009 in Kraft
  • Alle Kapitalerträge werden pauschal mit 25 Prozent versteuert
  • Für die Abgeltungssteuer existieren Freibeträge
  • Die mit CFDs erzielten Gewinne können mit erzielten Verlusten verrechnet werden
  • Deutsche CFD Broker behalten die Steuer nach jedem Trade eigenständig ein
  • Bei ausländischen Brokern müssen die Gewinne eigenverantwortlich versteuert werden

Hebelwirkung beim CFD Handel

Bei CFDs handelt es sich um gehebelte Finanzprodukte. Das bedeutet, dass bei entsprechender Kursentwicklung des Basiswerts die Gewinne bzw. Verluste überproportional hoch sind. Das grundlegende Verständnis des Hebels und die damit verbundenen Chancen und Risiken ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Trading Alltag. Vor allem Einsteiger unterschätzen die Wirkung des Hebels und müssen aufgrund der damit verbundenen Fehlentscheidungen häufig hohe Verluste in Kauf nehmen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Hebelwirkung optimal ausnutzen können und wo die Vor- und Nachteile gehebelter Produkte liegen.

WIE FUNKTIONIEREN HEBELPRODUKTE?

CFDs sind nicht die einzigen Hebelprodukte, die es gibt. Zu der Kategorie der Hebelprodukte gehören beispielsweise auch Optionsscheine, Zertifikate oder Forex-Kontrakte. Im Grunde genommen handelt es sich bei einem Hebelprodukt um den Handel mit geliehenem Geld. Was das konkret bedeutet, wollen wir anhand eines konkreten Beispiels erläutern:

Beispiel

Nehmen wir an, Sie wollen Differenzkontrakte auf die BMW-Aktie handeln. Nehmen wir außerdem an, dass die Aktie zum Zeitpunkt des Kaufs bei exakt 100 Euro steht und Sie 100 Aktien kaufen wollen. Das würde einen Gesamtbetrag von 10.000 Euro bedeuten, den Sie aufbringen müssten. Beim Trading mit Differenzkontrakten müssen Sie aber nicht die gesamte Summe bezahlen, sondern eine sogenannte Margin hinterlegen und das restliche Kapital wird Ihnen von dem Broker geliehen. Liegt die Margin bei unserem Beispiel bei 5 Prozent, müssten Sie einen Betrag von 500 Euro hinterlegen. Würde nun der Wert der BMW-Aktie und 5 Prozent steigen, würde der Positionswert 10.500 Euro betragen und Sie hätten einen Profit von 500 Euro erzielt. Das hört sich nach traumhaften Aussichten an, aber der der Hebel wirkt leider in beide Richtungen. So kann die hinterlegte Margin bei besonders liquiden Märkten im Nu aufgebraucht sein und es kommt vielleicht sogar zur Nachschusspflicht. Dabei wird der Trader aufgefordert, weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen.

WELCHE BEDEUTUNG HAT DER HEBELEFFEKT?

Beim CFD Trading bezeichnet der Hebel (=Leverage) das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Positionswert und dem von Ihnen eingesetzten Kapital. Einer der Gründe für die Beliebtheit von CFDs ist die Tatsache, dass ein Anleger, der CFDs auf einen Basiswert kauft, nicht den Gesamtwert einer Position aufbringen muss, sondern nur einen Bruchteil davon. Dabei wird eine Sicherheitsleistung, eine Margin, hinterlegt, die im direkten Zusammenhang mit dem Hebel steht.

BERECHNUNG DES HEBELS

Hebel Berechnung

BEISPIEL

Beträgt der Gesamtwert eines Basisinstruments beispielsweise 10.000 Euro und Sie handeln mit einem Hebel von 1:100, bedeutet das, Sie zahlen nur ein hundertstel als Margin. In diesem Fall müssten Sie eine Sicherheitsleistung von 100 Euro erbringen um an der Wertentwicklung der Gesamtposition zu partizipieren. Bei einem Hebel von 1:400 wären das dementsprechend 25 Euro, die Sie hinterlegen müssten.

Wie der Hebel dein Depot ruinieren kann

So können Sie das Risiko der Hebelwirkung verwalten

Wie Sie sehen, kann es schnell passieren, dass Ihre Sicherheitsleistung aufgebraucht wird. In solchen Fällen gilt bei den meisten CFD Brokern die Nachschusspflicht. Wenn der Markt lange genug gegen Sie läuft und die Margin nach und nach aufgebraucht wird, erhalten Sie in den meisten Fällen einen sogenannten Margin Call. Damit fordert der Broker Sie auf, zusätzliches Kapital bereitzustellen. Kommen Sie dieser Aufforderung nicht nach und Ihre Margin erreicht ein bestimmtes Niveau, werden Ihre offenen Positionen automatisch geschlossen.

So können sie übrigens auch erzielte Gewinne sichern – einfach Take Profit Wert eingeben und daraufhin werden Ihre Positionen automatisch geschlossen, wenn das entsprechende Kursniveau erreicht ist.

So weit muss es aber nicht kommen. Mit Hilfe von Stop-Loss Orders können Sie Ihre Verluste zu jeder Zeit begrenzen und behalten somit stets die Entwicklung Ihres Kapitals im Blick. Stops können Sie direkt bei der Eröffnung einer Position setzen oder auch im Nachhinein festlegen. Erreicht daraufhin der Kurs des Basisinstruments das von Ihnen festgelegte Niveau, wird die Position automatisch geschlossen und Sie müssen sich keine Sorgen um die Nachschusspflicht machen.


Wie wird die Margin bei CFDs berechnet?

Jeder Broker stellt eine Liste der handelbaren CFDs zur Verfügung, in der die Margin für jedes Produkt aufgeführt ist. Über die Margin lässt sich der maximale Hebel ableiten und eine Aussage über das Risiko treffen.

Wenn Sie beispielsweise einen Index-CFD auf den Dax handeln möchten, berechnet sich die Margin wie folgt:

Kontraktwert = Kursnotierung * 1 € = 10.000 * 1 € = 10.000 € (1 Dax-Punkt entspricht 1 €)

Bei Index-CFDs wird eine Margin von 1 % auf den Kontraktwert erhoben.

Margin = Kontraktwert * Margin = 10.000 € * 0,01 = 100 €

Die Margin bei einem Dax CFD beträgt in diesem Fall 100 €.


CFDs und Dividenden

Einmal im Jahr freuen sich viele Aktionäre über eine Dividendenzahlung und das Positive daran ist, auch der CFD-Trader profitiert davon. Dem CFD-Konto werden am Tag der Ausschüttung automatisch 85 % der Dividende gutgeschrieben, allerdings nur für long Positionen. Ist der Anleger am Stichtag hingegen short positioniert, muss er die Dividende in voller Höhe begleichen.


Mit diesen Handelsplattformen können Sie CFDs traden

Die Handelsplattform eines CFD-Brokers ist der Bereich, in dem Sie Ihre Trades eingeben, sich über Kursverläufe und News informieren sowie Limits einstellen können. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten von Plattformen:

Browserbasierte Systeme

Browserbasierte Systeme müssen nicht auf dem eigenen Rechner installiert werden und können somit von jedem Rechner aus per Login bedient werden. Viele CFD-Broker bieten solche Handelsplattformen an.

Trading-Software

Bei einer Trading-Software wie MetaTrader müssen Sie zunächst eine Installation auf Ihrem Rechner vornehmen und erhalten eine Datenübertragung vom gewünschten Broker. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der gewählte CFD-Broker die Software auch unterstützt. Die Software hat zwei große Vorteile, denn der Wechsel zu einem anderen Broker ist deutlich leichter und Sie müssen sich nicht erst an eine neue Bedienung gewöhnen. Darüber hinaus lassen sich für den MetaTrader problemlos automatische Routinen entwickeln, um die eigenen Strategien automatisiert zu verfolgen.
Zusätzlich besteht heute natürlich auch die Möglichkeit, CFD Trading über Smartphones zu betreiben. Sehr viele CFD-Broker stellen Apps zur Verfügung, mit denen der Zugang ganz einfach funktioniert. Hier muss jeder Trader seine favorisierte Handelsplattform finden, denn nahezu jede Möglichkeit bietet eigene Vor- und Nachteile.


So handeln Sie CFDs

Bevor Sie in den Handel mit CFDs einsteigen können, sollten Sie sich zunächst für einen Broker entscheiden. Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl und vergleichen Sie die Konditionen und Gebühren der unterschiedlichen Anbieter. Um einen näheren Einblick in die Leistungspalette des Brokers zu erhalten, können Sie unter anderem ein CFD Demokonto nutzen, das Ihnen in den meisten Fällen kostenlos zur Verfügung steht. Haben Sie sich für einen CFD Broker entschieden, dann ist eine Kontoeröffnung notwendig. Nach der Eröffnung und der Verifizierung Ihrer Angaben geht es darum, eine Ersteinzahlung zu tätigen. Ist auch dies erledigt, können Sie mit dem CFD Trading beginnen und Ihre ersten Positionen eröffnen.

So handeln Sie CFDs


Handelszeiten von CFDs

Weltzeiten / ZeitzonenWenn Sie sich dazu entschlossen haben, in das Trading mit CFDs einzusteigen, sollten Sie sich mit den CFD Handelszeiten auskennen. Nur so können Sie die gesamte Bandbreite der Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten optimal ausnutzen. Auch wenn der Handel in den allermeisten Fällen insgesamt an fünf Tagen in der Woche durchgehend möglich ist, sind einzelne Basiswerte immer von den Öffnungszeiten der zugrundeliegenden Börsenplätze abhängig. Wir zeigen Ihnen, was Sie zu den CFD Handelszeiten wissen sollten.

CFDs werden in der Regel außerbörslich gehandelt

Wer mit Differenzkontrakten handelt, tut dies in den meisten Fällen an außerbörslichen Plattformen. Dabei gibt es in einigen Fällen eine Direct Market Access  (DMA) Ausführung. Das bedeutet, dass die Anleger zwar die Infrastruktur ihres CFD Brokers nutzen, zugleich aber direkten Zugang zu den Kursen der Börse des zugrundeliegenden Underlyings erhalten.

Andere Broker treten beim CFD Trading als Market Maker auf und stellen ihre eigenen Kurse. In solchen Fällen ist das Trading mit bestimmten Basiswerten auch über die offiziellen Handelszeiten der Börsen hinaus möglich, denn die Market Maker sorgen, wenn es sein muss, selbst für die nötige Liquidität.

Auf den Basiswert kommt es an

Beim Handel mit Differenzkontrakten gibt es, je nach Angebot des Brokers, unterschiedliche und zahlreiche Basiswerte. Dabei kann es sich zum Beispiel um Indizes, Devisen, Aktien oder auch Anleihen handeln. Und je nach dem, welchen Basiswert Sie handeln möchten, können Sie das nur zu den zugrundeliegenden Börsenzeiten tun. Wenn es also Basiswerte gibt, die Sie am liebsten handeln, sollten Sie sich über die entsprechenden CFD Handelszeiten informieren und somit die Möglichkeit haben, die Ihnen zur Verfügung stehenden Zeiträume optimal auszunutzen.

Die Übersicht der wichtigsten weltweiten Börsen mit ihren Handelszeiten

Es gibt weltweit unzählige Börsen und sie alle haben spezifische Handelszeiten. Wir zeigen Ihnen einen Überblick über die Handelszeiten der größten und wichtigsten Börsenplätze:

Frankfurter BörseMontag bis Freitag 09:00-17:30 MEZ
Londoner BörseMontag bis Freitag 09:00-17:30 MEZ
Die New Yorker BörseMontag bis Freitag 15:30- 22:00 MEZ
Die Börse in TokioMontag bis Freitag 1:30-3:00 und 4:30-07:00 MEZ
Die Börse in SydneyMontag bis Freitag 01:00-07:00 MEZ

Durchgängiger Handel mit Differenzkontrakten

Bei den meisten Brokern ist der CFD Handel insgesamt von Sonntagabend bis Freitagabend möglich – das kommt unter anderem dadurch zustande, dass im Grunde zu jeder Tageszeit irgendwo auf der Welt eine Börse geöffnet ist. In einigen Fällen gibt es auch Überschneidungen der Öffnungszeiten und zu diesen Zeiten gibt es ein besonders hohes Trader-Volumen. Auch hier lohnt sich ein genauer Blick, um das Maximum aus dem Potenzial des CFD Handels herauszuholen. Beachten Sie, dass zu bestimmten gesetzlichen Feiertagen, wie Weihnachten oder Ostern in der Regel kein Handel möglich ist und informieren Sie sich auch diesbezüglich eingehend.

Ein guter Broker klärt Sie auf

Ein seriöser CFD Broker legt zu jeder Zeit Wert auf Transparenz der eigenen Arbeitsweise. Dazu gehören auch die Angaben zu den geltenden CFD Handelszeiten. Einige Broker stellen besonders ausführliche Listen zur Verfügung, bei denen Sie die Handelszeiten eines jeden einzelnen Basiswertes entnehmen können. Beachten Sie auch die jeweiligen Zeitzonen und die damit verbundenen Zeitverschiebungen – vor allem im Ausland ansässige CFD Broker geben die Handelszeiten in der Regel nicht in der in Deutschland geltenden MEZ bzw. MESZ Zeit an.

Das Wichtigste zu den CFD Handelszeiten im Überblick

  • Das CFD Trading ist in der Regel von Sonntagabend bis Montagabend möglich
  • Der CFD Handel erfolgt meist außerbörslich
  • Jeder Basiswert hat spezifische Handelszeiten
  • An bestimmten Feiertagen ist kein Trading möglich

Wie eröffnet man ein CFD Konto?

CFD Demokonto Eröffnen

Jeder, Laptop und Cursorder sich im Trading mit CFDs versuchen möchte, sollte erst einmal ein Demokonto eröffnen. Hier ist es möglich mit Spielgeld sein Glück zu versuchen. Es handelt sich im Demomodus um reale Kurse, die eins zu eins denen eines Live-Kontos entsprechen. Viele Broker bieten die Möglichkeit ein zeitlich unbegrenztes Demokonto zu handeln. Die Eröffnung erfolgt in wenigen Minuten.

Hierzu besuchen Sie die Webseite des Brokers, füllen das Formular zur Demokontoeröffnung aus und installieren die Tradingsoftware. Meist erhalten sie die Zugangsdaten per E-Mail. Mit diesen Daten loggen Sie sich im Tradingterminal ein und schon kann es losgehen.

CFD LiveKONTO

Im Fall einer Livekontoeröffnung ist das Vorgehen wie beschrieben, nur muss zusätzlich eine Legitimation durchgeführt und Geld eingezahlt werden.


Darauf sollten Sie bei der Wahl des CFD Brokers achten

Die Wahl des richtigen CFD-Brokers hängt immer auch von Ihren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen ab. Natürlich sollten die Kosten niedrig liegen und die Handelsplattform möglichst viele Möglichkeiten bieten. Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere wichtige Aspekte, die bei der Brokerwahl eine Rolle spielen:

  • Wird für die Kontoführung eine fixe Gebühr erhoben?
  • Wie hoch fallen die Spreads aus?
  • Werden verschiedene Ordermöglichkeiten (OCO, Trailing Stop, If-Done) angeboten?
  • Welche Basiswerte sind handelbar? Ist der Broker lizensiert und reguliert?
  • Welche Handelsplattform wird zur Verfügung gestellt?
  • Wie sieht die Informationspolitik aus? (erhalten die Anleger schnell gute Empfehlungen für Investments?)
  • Werden die Kurse in Echtzeit ausgegeben?
  • Besteht die Möglichkeit, einen Demo-Account anzulegen?
  • Welche Hebel lassen sich nutzen?

Aus diesen Fragen und den eigenen Ansprüchen lässt sich nun ein guter CFD-Broker heraussuchen. Wenn Sie beispielsweise nur Index-CFDs handeln wollen, sind die Möglichkeiten im Bereich der handelbaren Basiswerte für Sie eventuell weniger wichtig als bei Allround-Anlegern. Anderen Anlegern ist es wiederum wichtig, dass eine spezielle Handelsplattform (z.B. Meta Trader) unterstützt wird, weil sie damit ihre eigenen automatisierten Strategien nutzen können. Grundsätzlich sollten Sie bei der Brokerwahl auf folgende Dinge achten:

  • Möglichst niedrige Spreads
  • Nur lizensierte und regulierte Broker nutzen
  • Die Handelsplattform sollte einen guten Informationsfluss über die Basiswerte bereitstellen
  • Die Auswahl und Höhe der Hebel sollte sich an Ihrem Anlegerprofil orientieren
  • Bei einer neuen Oberfläche sollten Sie einen Demo-Account kostenfrei anlegen können, um sich mit der Benutzung vertraut zu machen
  • Mit einem Brokervergleich im CFD-Handel können Sie schnell und einfach herausfinden, welcher Anbieter die für Sie passenden Leistungen möglichst günstig zur Verfügung stellt.
  • Handelt es sich um ein Live-Konto, sollten Sie prüfen, ob eine Geldabbuchung unproblematisch durchzuführen ist.

Das folgende Video zeigt die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines CFD Brokers.


Die bekanntesten CFD Broker im Überblick:


CFDs vs. DMA-CFDs

Chart AktienmarktDie beiden beliebtesten Werte im CFD-Trading sind zwar die Indizes Dax30 und Dow Jones, ein großer Unterschied zeigt sich aber meist beim Angebot der Aktien-CFDs. Einerseits muss man zwischen Aktien-CFDs von Market-Makern unterscheiden, die in der Regel den Spread ausweiten und die Orders intern matchen so gut es geht.

Professioneller gehen das CFD-Broker mit börsenechten Spreads an: hier wird der Spread der Originalbörse 1:1 dem Kunden angeboten, zusätzlich einer Gebühr natürlich. Das kommt dem echten Aktienhandel schon extrem nahe, mit dem Vorteil des viel geringeren Kapitalbedarfs aufgrund des gehebelten Marginhandels.

DMA- oder Direct Market Acess-CFDs sind was die Transparenz angeht das i-Tüpfelchen: Orders in diesem Instrument gehen tatsächlich in das Orderbuch der Heimatbörse ein. Sie handeln also die Aktie selbst, nur stellt Ihnen der Broker diese als CFD zur Verfügung, mit allen Vor- und Nachteilen. Die DMA-CFDs sind dafür allerdings auch mit höheren Kosten verbunden.


Auf die richtige Strategie kommt es an!

Geschäftsmann spielt SchachEs gibt unendlich viele Strategien und verschiedene Ansätze diese zu definieren. Ohne Vorkenntnisse und eine ausgefeilte Strategie ist die Aussicht auf langfristigen Erfolg sehr gering. Um sich einen Überblick zu verschaffen ist es ratsam sich in die Thematik der Charttechnik einzuarbeiten. Es gibt zahlreiche gute Bücher und unzählige Videos zu diesem Thema. Leider ist reine Theorie nur bedingt von Nutzen. Sie müssen anfangen die Märkte zu studieren und ein Gefühl für den Handel entwickeln.

Eröffnen Sie ein Demokonto und probieren Sie erste Ideen aus. Ein ganz wichtiger Punkt ist alle Trades in einem Tagebuch festzuhalten und diese später auszuwerten. Schauen Sie sich hierzu an, wie ein Tradingtagebuch zu führen und worauf zu achten ist.

Eine Strategie sollte immer einfach gehalten werden. Anfangs eignen sich Trendfolgestrategien und Formationen wie Flaggen, Dreiecke, Schulter-Kopf-Schulter und Doppelböden oder Doppeltops.

Je mehr Wissen Sie sich aneignen, desto besser wird Ihre Strategie.

Kombinieren Sie beispielsweise Fibonacci Zahlen, Pivotpunkte, Kerzenformationen und wichtige gleitende Durchschnitte. Dadurch finden Sie Punkte im Markt, an denen Bewegung entsteht, die Sie für sich nutzen können. Indikatoren sind nicht der heilige Gral, wie oft beworben, aber funktionieren meist gut als zusätzliche Entscheidungshilfe.

Schauen Sie sich nicht nur eine Zeiteinheit an. Wenn Sie beispielsweise im Stundenchart handeln möchten, ist es wichtig zu wissen, was auf übergeordneten Zeiteinheiten passiert. Sie sollten sich daher den Vierstundenchart und den Tageschart anschauen um zu sehen, in welchem Trend sie sich übergeordnet befinden und wie weit dieser fortgeschritten ist. Auch wichtige Widerstände und Unterstützungen entdecken Sie auf diese Weise. Abhängig von der Strategie ist es von Vorteil nach der Analyse der höheren Zeiteinheiten in eine untergeordnete Zeiteinheit zu wechseln um hier mögliche Einstiege zu suchen. Der Vorteil besteht in einem geringeren Stopabstand.

Legen Sie, bevor Sie eine Order eröffnen, fest, zu welchem Kurs Sie ein- und aussteigen möchten. Auch der Stop muss klar definiert sein und zu Ihrem Risiko- und Money-Management passen. Das Verhältnis von Chance zu Risiko sollte möglichst größer als 2:1 sein. Wenn Sie den richtigen Trading-Stil und die dazu passende Strategie für sich gefunden haben, geduldig und diszipliniert sind, ist der Weg zum profitablen Handel nicht mehr weit.


CFD Strategien - Welche sich eignen und worauf Trader achten müssen

CFD Trader suchen schnelle Gewinne mit kleinen Einsätzen. Doch welche Strategien eignen sich für die Besonderheiten von Differenzkontrakten? Ein Überblick über die speziellen Anforderungen für CFD Strategien und Handelsansätze, die besser mit anderen Instrumenten umgesetzt werden.

CFDs eignen sich für Spekulationen bzgl. der Kursentwicklung von Aktien, Renten, Rohstoffen und Devisen. Dennoch lässt sich nicht jede an diesen Märkten geeignete Strategie 1:1 auf den Handel mit CFDs übertragen. Nachfolgend einige Kriterien, die CFD Strategien erfüllen sollten.

Die typischen Gewinne in einzelnen Positionen dürfen nicht zu klein sein

Die meisten CFD Trader starten mit verhältnismäßig kleinen Konten. Beläuft sich das Guthaben auf 10.000 € und werden maximal 10 % des Eigenkapitals pro Position investiert, erreicht das gehebelte Marktvolumen bei einer Initial Margin von 5 % somit 20.000 €.

Zielt eine Strategie darauf ab, kleinste Kursbewegungen mitzunehmen und Positionen nur für einen Zeitraum von wenigen Minuten zu halten, beschränkt sich der realistische Erwartungswert für den Gewinn einer profitablen Position auf 0,10-0,20 % des Marktwertes. Notiert ein Aktienkurs z. B. bei 100 €, ergeben sich daraus Gewinne von 10-20 Cent pro 1:1-Kontrakt bzw. 20-40 € bei einem Positionswert von 20.000 €.

Reicht das für eine CFD Strategie aus?

Ein generelles Problem kleiner Konten trifft damit auch auf den CFD Handel zu:

Die Transaktionsgroßen zehren einen wesentlichen Teil der Gewinne auf, wenn der Profit in jeder einzelnen Position aufgrund der Beschaffenheit und Ausrichtung der Strategie zu gering ausfällt.

Wird im obigen Beispiel ein durchschnittlicher Gewinn von 30 € unterstellt und verlangt ein Broker 10 € Kommission pro Round-Turn-Trade, beläuft sich der Verlust durch Transaktionskosten auf ein Drittel des Gewinns.

Das schließt Profitabilität zwar nicht notwendigerweise aus, erhöht aber die Anforderungen an die Trefferquote deutlich, weil mit den Gewinnen profitabler Positionen bekanntlich neben den Transaktionskosten auch die Verluste defizitärer Positionen amortisiert werden müssen.

Eine sehr eng bemessene Verlustbegrenzung muss möglich sein

Im vollständig mit Eigenkapital finanzierten Aktienhandel können Strategien Positionsverluste von 5-10 % prinzipiell zulassen, im CFD Handel auf Margin sind Verlustobergrenzen dieser Größenordnung ruinös. Selbst bei einem vergleichsweise gering angesetzten Hebel von 5:1 (entspricht 20 % Initial Margin) führt eine Marktbewegung um 5 % in die „falsche“ Richtung bereits zu einem Verlust von einem Viertel des eingesetzten Eigenkapitals.

Selbst für nervenstarke Trader sollte ein Positionsverlust von 10 % die Obergrenze des Vertretbaren darstellen, was bei einem Hebel von 5:1 einer Marktbewegung um 2 % und bei einem Hebel von 20:1 einer Marktbewegung von 0,50 % entspricht. Notiert eine Aktie bei 100 €, sollte eine zu diesem Kurs eingebuchte Longposition dementsprechend mit einem Stop Loss bei 99,50 € abgesichert werden.

Finanzierungskosten verteuern langfristige Positionen

Langfristige Positionen im CFD Handel führen aufgrund der Finanzierungskosten zu erheblichen Belastungen des Kontos. Wird eine Position mit 5 % Initial Margin gehalten, müssen 95 % zum Zinssatz des Brokers finanziert werden. Beträgt der Positionswert 100.000 € und der Zinssatz 2 %, summieren sich die Finanzierungskosten nach sechs Handelswochen und 42 Zinstagen rechnerisch auf 230 € und damit 4,6 % des Eigenkapitalanteils der Position.

Entry-Signale mit minimiertem „Ermessensspielraum“

Wie generell jede Handelsstrategie sollten auch CFD Strategien auf möglichst klar definierten Entry-Signalen basieren.

Dazu werden im ersten Schritte die Märkte definiert, in denen eine Position eröffnet werden kann.

Im zweiten Schritt wird definiert, unter welchen Bedingungen eine Position eröffnet wird.

Die Einstiegssignale werden dann unter Berücksichtigung der Kalkulationen zu Positionsgröße und maximalem Verlust pro Trade umgesetzt.

Dazu ein einfaches Fallbeispiel.

Als relevante Märkte werden alle im DAX, EuroStoxx50, Dow Jones und FTSE-100 gelisteten Aktien sowie Gold, Rohöl und die Devisenpaare EUR/USD und USD/JPY definiert. Das Einstiegssignal besteht aus zwei Stufen (inklusive Filter). Es sieht vor, eine Longposition bei Erreichen eines neuen 20-Tage-Hochs und eine Short-Position bei Erreichen eines neuen 20-Tage-Tiefs zu eröffnen.

Als Filter dient die Volatilität: Nur wenn die Handelsspanne am Tag des neuen Hochs bzw. Tiefs mindestens 250 % des höchsten Wertes der drei vorangegangenen Tage erreicht, ist das Signal gültig.

Ausbruchstrategien im CFD Trading

Neben neuen Hochs und Tiefs bieten sich auch charttechnische Widerstände und Unterstützungen als Ausgangspunkt für CFD Strategien an.

Steigt der Kurs über einen Widerstand, wird eine Longposition eröffnet, fällt der Markt unter eine Unterstützung, wird eine Shortposition eröffnet.

Auch diese vermeintlich sehr einfache Strategie ist in der Praxis mit verschiedenen Fragestellungen verbunden.

Die erste lautet: Wann gilt ein Widerstand als signifikant?

Eine mögliche Antwort lautet: Wenn der Kurs mindestens zweimal im Bereich dieses Niveaus kehrtgemacht hat oder es sich um einen Kreuzwiderstand (Zusammentreffen von Trendlinie und horizontaler Widerstandslinie im Chart) handelt.

Die zweite Frage lautet: Wann werden Positionen konkret eröffnet? Die Frage könnte auch lauten: Wie wird das Risiko von Fehlausbrüchen minimiert?

Eine mögliche Lösung der Problemstellung besteht im Platzieren einer Stop Buy-Order kurz oberhalb des Widerstands bzw. dem höchsten bisherigen Kurs der Widerstandszone. Die Stop Buy Order sollte mit Limit und Stop Loss ausgestattet werden und führt zur Eröffnung einer Position, sobald der Widerstand durchbrochen wird.

Trendlinien: Einfache und sehr nützliche Werkzeuge

Im Bereich von charttechnisch basierten CFD Strategien bieten sich Trendlinien als Ausgangspunt für Entscheidungen an. Einsteiger monieren häufig, es gebe aussagekräftige „Lehrbuch-Trendlinien“ in der Praxis nur sehr selten. Diese Wahrnehmung leidet unter einer zu geringen Anzahl an betrachteten Märkten. Werden genügend Aktien, Indizes, Rohstoffe und Devisen betrachtet, finden sich auf allen Zeitebenen relevante Trends mit aussagekräftigen Verläufen.

Notiert der Markt nahe seiner Aufwärtstrendlinie, wird eine Longposition in der Erwartung einer Fortsetzung des Trends eröffnet.

CFD Strategien mit Trendlinien sind ausgesprochen einfach umzusetzen. Als Filter kann das Handelsvolumen des Basiswertes dienen, das bei Korrekturen gegen die vorherrschende Trendrichtung rückläufig sein sollte.

Alpha Trading: Gewinnen mit der relativen Performance

Ein wesentlicher Vorzug von CFDs gegenüber den Aktienmärkten ist das unkomplizierte Eröffnen von Shortpositionen. Dies kann zu Alpha Strategien genutzt werden. Diese Ansätze zielen auf die relative Outperformance eines Basiswertes gegenüber einem anderen ab und können unabhängig von der übergeordneten Marktlage angewandt werden.

Beispiel:

Jeweils 100 € werden in zwei CFD-Kontrakte investiert: Einen Long-Kontrakt auf eine DAX-Aktie und einen Short-Kontrakt auf den DAX selbst. Der DAX verliert daraufhin um 10 % an Wert, der Kurs der Aktie gibt um 5 % nach. Konsequenz: Der Verlust im Aktien-CFD beläuft sich auf 5 €, der Gewinn im DAX-CFD auf 10 €. Der Gesamtgewinn in Höhe von 5 €  bzw. 5 % entspricht der Differenz in der Wertentwicklung zwischen DAX und Aktie.

Fazit: CFD Strategien für kleine Konten sollten wegen der Transaktionskosten auf nicht zu kleine Gewinne pro Position ausgerichtet sein und eine eng bemessene Verlustbegrenzung erlauben. Aufgrund der Finanzierungskosten ist bei stark gehebelten Positionen eine kurze bis mittlere Haltedauer sinnvoll. Generell sind klare Regeln für Ein- und Ausstieg empfehlenswert.


Weitere nützliche Tipps für den Handel mit Differenzkontrakten

Nun haben Sie einiges über CFDs gelernt und wissen auch, was es mit diesen Anlageinstrumenten auf sich hat. Wollen Sie auf Dauer erfolgreich CFDs handeln, sollten Sie außerdem noch einige weitere Punkte beachten:

  • Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie in jedem Fall das CFD Demokonto nutzen. So lernen Sie die Handelsplattform kennen und können vorbereitet in den Handel mit Echtgeld einsteigen.
  • Sie sollten immer nur das Kapital einsetzen, dessen Verlust Sie problemlos verkraften können. Am besten, Sie legen sich im Vorfeld auf eine Summe fest und bleiben auch dabei, egal was passiert.
  • Sie sollten versuchen, alle Emotionen auszusperren und sich nicht von Angst oder Habgier beeinflussen lassen.
  • Denken Sie auch stets daran, Ihre Verluste mit Stops zu begrenzen und auch Ihre Gewinne mit Take-Profit Orders zu sichern.
  • Bevor Sie beginnen mit CFDs zu handeln, lernen Sie bitte zuerst die verschiedenen Orderarten beim CFD Trading kennen.

Bedenken Sie auch, dass es bei Trading keine 100 prozentige Gewinngarantie gibt, aber wenn Sie unsere Tipps beachten und sich alle Grundlagen aneignen, können Sie viele Faktoren beseitigen, die unnötige Verluste auf sich ziehen können.


Die wichtigsten Orderarten beim CFD Trading

Nur die wenigsten Trader haben die Zeit, sich jeden Tag und durchgehend mit den Kursentwicklungen der CFDs zu befassen und die eignen Positionen flächendeckend zu überwachen. Wer aber trotzdem die Kontrolle über die eigenen Positionen behalten möchte, kann beim CFD Trading auf unterschiedliche Orderzusätze zurückgreifen, die nach vorgegebenen Parametern automatische Handelsentscheidungen treffen und das Leben der Trader in vielen Fällen erleichtern. Unser Ratgeber zeigt Ihnen die die wichtigsten Orderarten beim Trading mit CFDs und zeigt Ihnen, wie Sie diese effektiv einsetzen können.

Limit Order

Bei einer Limit Order geht es darum, im Vorfeld einen Preis zu bestimmen, zu dem die Order ausgeführt wird.

Mit einer Limit Order legen Sie den Ausführungskurs für eine Order fest. Wenn Sie zum Beispiel vorhaben, eine Long Position auf den Dax Index zu eröffnen, weil Sie einen Kursanstieg erwarten, aber der Preis aktuell noch zu hoch ist, können Sie einen Wert festlegen, der unter dem aktuellen Kursniveau liegt. Wird dieser Wert erreicht, wird Ihre Position automatisch eröffnet.

Dieses Prinzip funktioniert auch für Short Positionen: Wenn Sie in naher Zukunft damit rechnen, dass der Kurs eines Basiswertes fallen wird, das Niveau aktuell noch ein wenig zu niedrig ist, können Sie einen höheren Kurs als den aktuellen angeben und beim Erreichen dieses Wertes wird Ihre Order ausgeführt. So müssen Sie nicht die Kursentwicklung durchgehend überwachen und die Ausführung der Order erfolgt auch in Ihrer Abwesenheit. Die Limit Order funktioniert natürlich auch, wenn Sie eine Position beim Erreichen eines bestimmten Kursniveaus verkaufen wollen.

Stop Loss Order und Take Profit Order

Stop LossDie Stop Loss Order gehört zu den wichtigsten Orderarten beim Trading mit CFDs.

Entwickelt sich der Kurs eines zugrunde liegenden Basiswerts lange genug in die falsche Richtung, so kann es sein, dass Ihre Margin nach und nach vollständig aufgebraucht wird. In einem solchen Fall droht der Margin Call Ihres Brokers und es kann sogar eine automatische Glattstellung Ihrer offenen Positionen erfolgen.

Mit einer Stop Loss Order können Sie den Margin Call umgehen und auch den Totalverlust Ihrer Sicherheitsleistung vermeiden. Dabei legen Sie einen Stop-Kurs fest und wenn dieser Wert erreicht wird, erfolgt die automatische Auflösung der Position.

Verluste begrenzen und Gewinne sichern.

So können Sie Ihre Verluste begrenzen und entscheiden selber, wie viel Sie bereit sind zu verlieren. Es gibt ebenfalls die Stop Buy Order, mit der Sie ein höheres bzw. niedrigeres Limit festlegen, bei dessen Erreichen, eine Position eröffnet wird.

Die Take Profit Order können Sie zum Beispiel setzen, wenn Sie bei einer Long Position mit einem kurzzeitigen Kursanstieg rechnen und die somit erzielten Gewinne sichern möchten, bevor sich der Kurs wieder abwärts bewegt. Auch hier bestimmen Sie einen Kurs, bei dem die entsprechende Position geschlossen wird.

If-Done Order

Bei der If-Done Order werden zwei Orderzusätze miteinander kombiniert, um auf der einen Seite Marktbewegungen zu Ihren Gunsten ausnutzen zu können und im Falle einer ungünstigen Marktentwicklung Ihre Verluste zu begrenzen. Diese Orderart lässt sich am besten durch ein Praxisbeispiel veranschaulichen: Sie wollen einen CFD auf die VW Aktie kaufen. Aktuell steht der Kurs bei 110 und Sie wollen erst kaufen, wenn der Kurs höher als 114 steigt. So setzen Sie einen Stop Buy für 114. Gleichzeitig möchten Sie sich auch bei einer Kursentwicklung in die andere Richtung absichern und legen einen Stop Loss Kurs bei 111 fest. Steigt der Wert der VW Aktie nun über 114, wird die CFD Position eröffnet. Sinkt der Kurs anschließend unter die 111 Marke, erfolgt die Glattstellung der Position und Sie vermeiden hohe Verluste.

OCO Order

Mit der OCO Order sichern Sie sich in beide Richtungen ab.

Dieser Orderzusatz eignet sich dazu, Ihre Positionen bei jeder Kursentwicklung abzusichern. So können Sie zum Beispiel eine Limit Order für eine Long Position mit einer Stop Loss Order kombinieren. Steigen die Kurse, können Sie Ihre Gewinne sichern und beim Erreichen eines entsprechenden Wertes verkaufen – sollte sich der Kursverlauf in eine ungünstige Richtung entwickeln, können Sie eine Stop Limit Order für die Verlustbegrenzung nutzen.

Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Orderarten und wer sich im Detail mit den Orderzusätzen auseinandersetzt, kann langfristig erfolgreich CFDs handeln und muss nicht Tag für Tag und stundenlang die Kursverläufe überwachen.


Fazit

Wenn Sie sich gut auf den CFD Handel vorbereiten, können Sie damit in kurzer Zeit sehr attraktive Renditen erwirtschaften. Nutzen Sie diese Chance, vergleichen Sie vorher die verschiedenen Broker und kümmern Sie sich um Ihr Risikomanagement – mit der richtigen Vorbereitung und stetiger Weiterbildung steht einer erfolgreichen Laufbahn als CFD Trader eigentlich nichts im Wege!