Opec senkt Ölförderung auch im Juli

Auch im Juli wird weniger Öl gefördert. Die Entscheidung der Opec ließ den Ölpreis auf ein Drei-Monats-Hoch steigen. Anleger können insbesondere über CFDs an Preissteigerungen bei Öl profitieren. Viele Broker bieten beispielsweise die Sorten WTI oder Brent an. Für den höchsten Stand der Ölpreise seit April ist auch der größte Abnehmer der Welt, China, mitverantwortlich.

Jetzt beim CFD Broker Testsieger XTB anmelden!

Reduzierung der Ölmenge beibehalten

Die Opec und ihre Kooperationspartner (Opec+) haben sich dafür entscheiden, die Reduzierung der Ölförderung beizubehalten. Nach der Entscheidung kostete ein Barrel der bekannten Nordseesorte Brent 1,11 Dollar (fast drei Prozent) mehr und war 43,41 Dollar wert. Mitte April fielen die Ölpreise Mitten in der Corona-Krise auf historische Tiefststände. Der Ölpreis lag teilweise sogar im Minusbereich. In den letzten Wochen war aber eine deutliche Erholung zu beobachten. Ein Fass Brent ist heute wieder 170 Prozent mehr wert als damals. Kostete ein Barrel Brent Mitte Februar noch etwa 60 Dollar, so waren es im April nur noch 16 Dollar.

Auch der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg zu Wochenbeginn an. Ein Barrel war bis zu 89 Cent (rund zwei Prozent) mehr wert und kostete 40,44 Dollar. Der Preis für WTI stieg in der letzten Wochen um fast 14 Prozent, nachdem im April Verkäufer noch Geld zahlen mussten, damit ein Käufer ihnen das Öl abkaufte. Ein solches Abrutschen in den Negativbereich wird auch Contango genannt. Auch bei fallenden Ölpreisen ist das Handeln über CFDs noch eine Option.

Opec senkt Ölförderung auch im Juli

Nachfrage durch Corona-Pandemie gesunken

Damals wurde auch befürchtet, dass die Öllager bald überquellen könnten. Zudem sank in Folge der Corona-Krise der weltweite Ölverbrauch. Die sinkende Nachfrage nach Öl hängt eng damit zusammen, dass die meisten Flugzeuge nicht starten konnten und auch der internationale Warenverkehr eingeschränkt war und zum Teil noch ist. Nun entschieden sich die  Opec+-Staaten bei einer Videokonferenz, dass auch im Juli rund zehn Millionen Barrel am Tag weniger gefördert werden sollen. Auf diesem Weg sollen sich auch die Ölpreise wieder stabilisieren. Dies könnte für Anleger, insbesondere im CFD-Handel, neue Optionen eröffnen.

Laut der Opec hätten die bisherigen Vereinbarungen bereits zu einer vorläufigen Erholung der internationalen Wirtschaft und des Ölmarktes beigetragen. Alle großen Ölproduzenten müssten sich nun verpflichten, den Markt weiterhin zu stabilisieren. Schon im April entschied sich die Organisation Erdöl produzierender Staaten, die Ölförderung um 9,7 Millionen Barrel am Tag zu reduzieren. Diese Regelung galt zunächst für Mai und Juni.

Jetzt beim CFD Broker Testsieger XTB anmelden!

Rasche Einigung

Beobachter zeigten sich durchaus überrascht, dass es am vergangenen Wochenende zu einer raschen Einigung kam. Noch im Frühjahr kam es zu langwierigen Diskussionen und Verhandlungen, die zunächst ergebnislos abgebrochen wurden. Auch diesmal gingen einige Teilnehmer von langen Verhandlungen aus.

Ein Pluspunkt war womöglich die steigende Nachfrage in China, die derzeit auf einem Rekordwert liegt. Im Mai importierte China 11,3 Millionen Barrel Öl am Tag. Insgesamt gehen wohl die Opec wie auch Beobachter weiter davon aus, dass der Ölverbrauch aufgrund der Corona-Pandemie weiter vergleichsweise niedrig bleiben wird. Die Opec hat daher derzeit wohl das Ziel, die Preise stabil zu halten, aber nicht zu weit nach oben zu treiben.

Der Einigung stimmten alle wichtigen Staaten bis auf Mexiko zu. Mexiko will die Ölfördermenge nicht weiter senken, sich aber an die Vorgaben aus dem April halten. Mexiko ist allerdings kein Mitglied der Opec. Einige Länder wie der Irak und Nigeria scheinen sich zudem nicht an die Vereinbarung aus dem Frühjahr gehalten zu haben, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Diese Länder hätten somit mehr Öl verkauft als geplant war. Saudi-Arabien und Russland fordern von anderen öflördernden Staaten, die Vorgaben zur Reduzierung einzuhalten, da diese ansonsten keinen Sinn ergeben.

Opec senkt Ölförderung

Höhere Preise für viele Staaten wichtig

Insbesondere diese beiden Staaten sind derzeit stark an einem höheren Ölpreis interessiert. In Russland haben sich bisher über 470.000 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert; in Saudi-Arabien mehr als 100.000 Menschen. Beide Staaten kämpfen daher mit den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Öl ist für beide Länder eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Damit Saudi-Arabien einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann, müsste das Land laut dem IWF eigentlich Öl zu einem Preis von 80 Dollar pro Barrel verkaufen. Im April war ein Barrel WTI aber teilweise nur noch elf Dollar wert und rutschte später sogar in den negativen Bereich. Zuletzt erholten sich die Preise wieder auf rund 33 Dollar.

Jetzt beim CFD Broker Testsieger XTB anmelden!

Nachfrage nach Öl wird 2020 sinken

In diesem Jahr wird die Nachfrage nach Öl wohl erstmals seit 2009 wieder sinken. Davon geht zumindest die Internationale Energieagentur IEA in ihrem im März veröffentlichten Jahresbericht aus. Saudi-Arabien und Russland hoffen, über die Förderquoten die Ölpreise zu stabilisieren. Steigt die Nachfrage wieder, kann auch die Förderquote wieder steigen. Auch höherer Ölpreise sind dann wieder realistisch. Denkbar ist, dass beispielsweise ein Barrel Brent bald wieder dauerhaft um 45 Dollar wert ist. Anleger könnten dann über CFDs wieder auf steigende Kurse setzen. Wie dies gelingt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Auch wenn wir auch beim Ölpreis derzeit eine absolute Ausnahmesituation erleben, sind starke Schwankungen beim Kurs von Rohöl nichts Ungewöhnliches. Anleger versuchen daher, nicht nur von steigenden Ölpreise, sondern auch von der ungewöhnlichen Volatilität am Markt zu profitieren. Dies ist nicht nur in der aktuellen Corona-Krise zu beobachten, sondern ein übliches Phänomen. Derzeit ist es aber denkbar, dass Anleger auf der Suche nach neuen Anlageklassen sind. Allerdings unterscheidet sich der Rohstoffmarkt von anderen Märkten. Daher sollten sich Anleger gut informieren, bevor sie in den Handel mit Öl oder anderen Rohstoffen einsteigen.

Öl Nachfrage

CFD-Handel mit Öl auch für Kleinanleger möglich

Auch für Kleinanleger ist der Handel von Öl über CFDs möglich. Dies hat gerade bei Rohstoffen den Vorteil, dass der zugrundeliegende Rohstoff nicht direkt gekauft werden muss. Sicher haben nur wenige Menschen zuhause die Möglichkeit, Öl zu lagern. Beliebt sind CFDs auf Öl auch, um das eigene Portfolio zu diversifizieren. Unter Umständen können Anleger auf diesem Weg auch eine aktuelle geopolitische Situation ausnutzen oder andere Anlagen absichern. Der Handel mit Öl ist zudem rund um die Uhr möglich. Wie genau der CFD-Handel mit Rohstoffen abläuft und was Anleger dabei beachten müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Jetzt beim CFD Broker Testsieger XTB anmelden!

Öl für die weltweite Wirtschaft besonders wichtig

Wo Depot eröffnenÖl ist in jedem Fall ein kostbares Gut, das jeder von uns täglich im Alltag anwendet. Nicht nur zur Herstellung von Benzin oder Diesel und damit als Treibstoff, sondern auch als Bestandteil von Kunststoff wird Öl verwendet. Da die Einsatzmöglichkeiten von Öl sehr umfangreich sind, ist der Rohstoff für die Weltwirtschaft sehr wichtig. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass die Ölpreise auch derart sensibel auf die aktuelle Situation reagieren.

Viele Anleger, aber auch Wirtschaftswissenschaftler und Analysten, die nicht mit Öl handeln, verfolgen die Entwicklung des Ölpreises regelmäßig. Diese ist in manchen Fällen auch eng mit der Entwicklung des Dollar oder anderen Währungen aus Ölförderländern verbunden. So kann es vorkommen, dass die Währung eines ölfördernden Landes fällt, wenn der Ölpreis fällt.

Kursbewegungen bei Öl sind daher in vielen Bereichen wichtig. Steigt der Ölpreis, so steigen auch die Kosten für andere Produkte, die direkt oder indirekt mit Öl verbunden sind. Die Ölpreise können sich übrigens von einer Minute auf die andere ändern und werden von vielen Faktoren beeinflusst.

Opec senkt Ölförderung auch im Juli

CFDs auf Rohöl für viele Anleger interessant

Rohöl, insbesondere über CFDs, sind für viele Anleger sehr interessant. Sie wollen vor allem die hohe Volatilität dieses Basiswerts für sich nutzen. Zudem lässt sich der Handel mit Öl-CFDs bei vielen Handelsstrategien einsetzen. Insbesondere zur Diversifizierung der eigenen Anlagen ist Öl sinnvoll. Außer bei sehr erfahrenen Anlegern wird dazu geraten, Öl-CFDs lediglich als Beimischung zum Portfolio zu betrachten.

Eine Investition in Rohstoffe ist dennoch eine Alternative zu andern Investitionen. Gerade in der aktuell unsicheren Situation sind womöglich viele Anleger auf der Suche nach einer Ergänzung zu ihren bisherigen Investments. Allerdings sollten sich Trader gut informieren, bevor sie sich für eine neue Anlageklasse entscheiden. Wer noch kein Konto bei einem CFD-Broker hat, sollte mit einer gründlichen Recherche inklusive eines Brokervergleichs beginnen. Dazu kommt, sich intensiv über den CFD-Handel, der mit einigen Risiken verbunden ist, zu informieren. Auch Wissen über Basiswerte und Märkte ist notwendig. Bei den ersten Schritten im CFD-Handel ist dann ein Demokonto zu empfehlen.

Beim Handel mit Öl empfiehlt sich die Fundamentalanalyse als Basis, über die Sie in unserem Ratgeber mehr erfahren. Viele Informationen, beispielsweise über die aktuelle geopolitische Situation, sind jedoch vergleichsweise leicht zu bekommen. Aus diesen lassen sich dann Informationen gewinnen, die für oder gegen ein Investment sprechen.

Jetzt beim CFD Broker Testsieger XTB anmelden!

Fazit: Volatilität am Ölmarkt für Anleger interessant

Die Opec und die mit ihr verbundenen Staaten haben sich für eine Verlängerung der Reduzierung der Ölfördermengen entschieden. Daraufhin stiegen die Ölpreise wieder. Infolge der Corona-Pandemie sank die Nachfrage nach Öl und damit auch die Ölpreise – teilweise sogar in den Negativbereich.

Derzeit sind viele Anleger womöglich auf der Suche nach neuen Anlageformen. Der Handel mit Rohstoffen, insbesondere über CFDs – ist für viele attraktiv, da hier große Schwankungen auftreten können. Allerdings sind Rohstoff-CFDs eher als Beimischung zu anderen Anlagen sinnvoll, da die Risiken sehr hoch sein können. Interessant sind CFDs, um auf steigende oder fallende Kurse zu setzen oder andere Anlagen abzusichern. Trader, die noch kein Vorwissen besitzen, sollten sich gut informieren, einen Brokervergleich durchführen und den Handel über ein Demokonto testen.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com

UNSERE CFD BROKER EMPFEHLUNG
Die Highlights des Testsiegers:
  • Sehr guter Kundenservice (auch deutsche Hotline verfügbar)
  • Gute Handelskonditionen (niedrige Spreads)
  • Sehr umfangreiches Schulungsangebot (Trading Academy)
xtbDen Broker jetzt mit kostenlosem Demokonto testen!