Testbericht zu den Dax Handelssignalen von Karsten Kagels

23.02.2018 - 6 Minuten Lesezeit

Herr Kagels ist definitiv kein Unbekannter in der Szene, eher schon ein alter Hase. Wer so lange dabei ist an der Börse hat einen riesigen Haufen Erfahrung gesammelt. Diese teilt Herr Kagels in Form mehrerer kostenpflichtiger Angebote. Einen davon haben wir genauer unter die Lupe genommen, und zwar den DAX-Future Trader für Swingtrader.

Kurz zu meiner Person: Mein Name ist Ricardo, ich bin 32 Jahre und trade schon seit 7 Jahren nebenberuflich. Somit verfüge ich bereits über gute Kenntnisse im Trading. Angefangen habe ich wie die meisten mit dem Aktienhandel und seit 3 Jahren handle ich nur den Dax-Future und ETF´s als längerfristige Investments.

Meine Tradingerfolge mit dem Dax-Futurehandel waren in Ordnung. Doch muss ich ehrlicherweise auch sagen, dass ich seit Ende letzten Jahres beruflich, wie auch privat sehr eingespannt war und somit keine Zeit mehr hatte noch zusätzlich den Markt fortlaufend zu analysieren und auf geeignete Set-ups zu warten.


Meine Erwartungen

Ich begab mich auf die Suche nach Handelssignalen für den Dax, da ich davon schon öfters gehört hatte. Das war für mich eine gute Lösung, da ich so keine Zeit für die Analyse und Beobachtung des Dax aufbringen muss. Ich wollte einfach einen guten Signalanbieter, der mir mir klare Anweisungen schickt, die ich am Besten 1:1 umsetzen kann und meine Performance mindestens genau die Gleiche ist wie zuvor.

Im Internet beginnt die Suche wie so oft bei Google. So auch bei mir :). Ich gab den Suchbegriff "DAX Handelssignale" ein.

Die Suche lieferte folgende Treffer:

suchbegriff-dax-handelssignale-google
Aus eigener Erfahrung wusste ich, dass die ersten Treffer (besonders die bezahlten Anzeigen) nicht unbedingt sonderlich gut sein müssen. So stieß ich auf die Anzeige von Kagels-Trading. Mir hat gefallen, dass es keine bezahlte Anzeige war und es sogar der einzige Eintrag war, zudem auch Rezessionen vorhanden waren. Die Bewertung betrug hier 4,9 von 5. Das hat schon einmal mein Interesse geweckt.

Daraufhin habe ich mir die Homepage genauer angeschaut und gesehen, dass Herr Kagels über sehr viel Erfahrung verfügt und lange mit Joe Ross zusammengearbeitet hat. Auch das fand ich positiv.

Auch werden die Signale von Herr Kagels selber mitgehandelt. Das war für mich eigentlich der überzeugendste Grund das Angebot einmal zu testen.


Der weitere Ablauf

Es gibt die Möglichkeit die Dax-Future Signale für 30 Tage zu testen und das für 1 Euro. Das finde ich sehr fair. Da ich aber nicht wusste, was mich genau erwartet habe ich die ersten Signale nur simuliert umgesetzt und hatte somit kein Risiko. Danach kostet es 79 € bei monatlicher Zahlung oder alternativ 59 € bei halbjährlicher Zahlung.

Es gibt Montag bis Freitag eine Mail zwischen 9-10 Uhr. Dort analysiert Herr Kagels kurz den Dax und gibt einen guten Überblick über die aktuelle Situation. Zusätzlich erhält man noch einen Chart dazu.

Manchmal enthält das auch ein Handelssignal oder man erhält eines im Laufe des Tages. Die Signale erhalten immer einen Entry, Stopp-Loss und ein Target. Auch das finde ich lobenswert. Denn andere Signalanbieter schicken oft nur ein Einstiegssignal und überlassen alles andere dem Kunden. Andere wiederum schicken nur ein Signal einmalig raus, aber keine weiteren Updates mehr. Herr Kagels schickt auch ggf. Updates raus. Auch werden die Trades gemanagt.

Das heißt: sollte der Trade nicht so laufen oder die Perspektive sich ändern, werden die Trades auch vorzeitig geschlossen. Auch hierbei erhält man eine Mail.

Da Herr Kagels auf dem 4-Stunden-Chart aufwärts handelt, erhält man nicht täglich ein Handelssignal. Das kannte ich auch von meinem Trading. Denn auch ich hatte nicht jeden Tag einen Trade im Dax, was mich aber manchmal auch geärgert hat, weil man trotzdem Zeit aufgebracht hatte um den Markt zu analysieren und ggf. zu beobachten. Der Vorteil hierbei war, dass ich mich nicht mehr mit der Analyse des Marktes beschäftigen musste, sondern durch das tägliche Update schon gut informiert war. Zusätzlich durch die Signale hatte ich auch so die Möglichkeit zu traden, ohne die dafür benötigte Zeit aufbringen zu müssen. Bis jetzt fand ich das alles gut.

Die einzige Frage die ich mir stellte:

Wird meine Performance mindestens die Gleiche wie vorher sein?


Für wen ist der Trading-Service geeignet?

Dadurch das Herr Kagels in den größeren Zeitebenen handelt, ist der Service auch für Leute beschäftigt, die wie ich nur Zeit haben nebenbei zu traden. Da die Dax-Future Signale auch mit CFD´s umgesetzt werden können, ist der Service auch für weniger gut kapitalisierte Trader ausgestattet. Ich setzte die Signale selbst aber mit dem Dax-Future um. Auch benutzte ich immer 2 Kontrakte, so wie er es macht. Man erhält die Signale per E-Mail und hat so noch Zeit die Signale selbst einzugeben, bevor sie ausgeführt werden. Auch das finde ich gut, denn manchmal habe ich nicht die Möglichkeit die Signale direkt einzugeben.


Know-How Transfer

Eigentlich habe ich nicht nach einem Coaching gesucht oder etwas um mich zu verbessern, auch wenn ich noch viel zu verbessern hatte. Für mich war der ausschlaggebende Punkt, dass ich mindestens meine vorherige Performance erreichen wollte ohne den ganzen Zeitaufwand wie davor aufbringen zu müssen.

Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass die Signale immer einen Chart beinhalten. Jeder der Charts erklärt das Tradingsignal und bezeichnet das Set-up. Das finde ich doch hilfreich, da ich so schnell erkennen kann, warum der Trade eingegangen worden ist und konnte doch schon einiges dazu lernen. Dadurch habe ich auch mein eigenes Trading Set-up anpassen können, auch wenn ich das zur Zeit nicht mehr benötige, da ich einfach die Signale 1:1 umsetze.

Obwohl es ein Signaldienst ist, kann man auch einiges dazu lernen. So konnte auch ich einiges dazu lernen.

DAX Signal


Stärken und Schwächen des Angebots

Zu den Stärken zählt die klare und strukturiere Anweisung der Trades. Man bekommt ganz klar gesagt, was zu machen ist und muss die Anweisungen einfach nur 1:1 umsetzen.

Auch finde ich die Charts und die Erklärung für den Trade mit dem jeweiligen Set-up sehr hilfreich.

Schwächen des Angebots finde ich, dass keine Trades vor wichtigen Ereignissen eingegangen werden. Ich verstehe den Gedanken dahinter, aber meiner Meinung nach sollte man immer einen Trade umsetzen wenn das Set-up stimmt, unabhängig von externen Ereignissen oder Nachrichtenlage. Natürlich kann das auch schiefgehen, aber genauso gut kann es auch gut gehen.


Fazit

Man erhält hier einen guten Signalservice für den Dax-Future, welchen man auch ohne Risiko 30 Tage für 1 € testen kann.  Auch ist dieser transparent und man bekommt klare Anweisungen. Die Trades werden aktiv gemanagt und die Trades werden auch wenn nötig vorzeitig geschlossen. Auch ist die Zeitersparnis extrem und zugegebener Maße ist die Performance auch besser als meine vorherige. Zudem lernt man durch die Analysen und Charts dazu, sodass man sich auch verbessert. Ich bin jetzt seit Anfang des Jahres Kunde bei Herr Kagels und bin sehr zufrieden.

Über den Autor

Team BrokerDeal

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Kommentare

  • Ramona kommentierte am 17.11.2018 um 02:07 Uhr

    Hallo,
    man sollte sich allgemein mal fragen, warum haben die doch so erfolgreichen "GURUS" Signaldienste alle keine Lifeperformance? macht doch keinen Sinn, es würde transparenz und mehr "KUNDEN" bringen, vorallem Vertrauen.

  • Kristof Repas kommentierte am 16.11.2018 um 17:53 Uhr

    Also, ich berichte mal von meinen Erfahrungen bzgl. des CFD Daytradings von Karsten Kagels bzw. Michael Herz.

    So schön es klingt, umso schlechter ist es auch. Ich habe in 3 Monaten knapp 70 % Prozent meines Kapitals verloren.

    Die Signale waren anfangs gut, aber haben mit der Zeit extrem nachgelassen. Auf Nachfrage, wieso die Performance nachließ, wurde die Schuld bei mir gesucht. Dabei hab ich die Signale verfolgt und getradet.

    Es gibt keinen Überblick über die Performance. Auch auf Nachfrage gibt es keine Auskünfte. Also sehr intransparent. Es wurde geworben, dass man 33 % positive Trades hat. Der Rest sollten keine Verlierer sein. Leider waren es doch Verlierer und diese haben meine ganzen gewinne geschluckt. Bitte selbst errechnen :)

    Die Strategie wird nicht komplett offen gelegt. Es gibt keine klare Strategie. Es werden Trades mit Signalen nach Gefühl gewählt. Man wird des Öfteren ausgestoppt. Ich kann als berufstätiger nicht permanent auf die Änderungen reagieren.

    Lieber die Finger weg lassen. Wer sich wirklich ein solides Kapital / Zweiteinkommen aufbauen will, soll sich nicht mit CFDs beschäftigen und Vor allem nicht mit den Signalen von Karsten Kagels / Michael Herz.

    Bei Rückfragen, einfach melden.

  • pittie kommentierte am 16.08.2018 um 21:25 Uhr

    Hallo zusammen,

    nur mal eine provokative Frage: Warum sollte jemand "Handelssignale" verkaufen, wenn diese so gut funktionieren? Wenn ich derjenige wäre, würde ich mir 100.000 Euro von der Bank holen, würde mein System selbst handeln und wäre bald ein reicher Mann. Naja, aber wenn 100 Leute 300 Euro im Quartal zahlen (100x300x4=120.000 Euro/pro Jahr) ist das Risiko deutlich geringer !!!

    Good Trading
    Pittie

  • Michael Hinterleitner kommentierte am 17.08.2018 um 09:39 Uhr

    Darf man nicht einfach gerne unternehmerisch tätig sein? Und Geld ist nunmal eine wichtige Form der Anerkennung. Natürlich ist es für den ein oder anderen Anbieter tatsächlich das primäre Einkommensmodell. Bei anderen aber auch einfach ein zweites Standbein. Hier unterscheiden zu können ist nicht einfach, haben wir aber auf der To-Do Liste.

  • Trader2018 kommentierte am 27.05.2018 um 15:32 Uhr

    Hallo,

    danke für den Bericht, aufgrund dessen ich ebenfalls einen Test startete, wie schon oben erwähnt gab es allerdings nur noch 14 Tage für einen Euro.

    Die Testwoche begann am Montag, den 14. Mai. Am Mittwoch, den 16. Mai bekam ich dann um 18.57 Uhr kein Signal, sondern eine E-Mail, dass die Position gehalten wird, die um 12.50 Uhr eröffnet wurde. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass beim "E-Mail-Versand etwas schief ging". Für den Rest des Testzeitraums gab es keine Signale mehr.

    Ich kann nicht beurteilen, ob man bei Herrn Kagels langfristig Gewinne macht, insbesondere nicht im Vergleich zu anderen Anbietern und unter Berücksichtigung der nicht ganz unerheblichen Kosten für den Signaldienst. Dabei muss ich auch berücksichtigen, dass ich 9 Börsentage von 8-22 Uhr permanent E-Mails abrufen hätte müssen, um kein Signal zu verpassen, sofern "beim E-Mail-Versand nichts schiefgeht". Zumindest eine SMS sollte sein, damit man im Rahmen der täglichen Datenflut überhaupt mitbekommt, dass es ein Signal gibt.

    Generell denke ich, dass jemand der ein gutes Konzept anbietet, nicht den Testzeitraum verkürzen sollte, insbesondere nicht, wenn in zwei Wochen nur ein Signal kommt bzw. dieses nicht wirklich angekommen ist. Wäre der Testzeitraum 4 Wochen gewesen, und es wären mehr und unter dem Strich erfolgreiche Signale gewesen, dann hätte ich womöglich den Dienst weiterhin in Anspruch genommen.

  • Tiscy kommentierte am 16.03.2018 um 15:43 Uhr

    Hallo Ricardo,
    vielen dank für den ausführlichen Test!
    Auch ich habe die Signale von Herrn Kagels getestet. Die strukturierte und professionelle Vorgehensweise von Herrn Kagels kann ich nur bestätigen.
    Ich hatte die Signale für den Dow getestet. Leider habe ich innerhalb 30 Tagen nur zwei Signale bekommen?
    (ein erfolgreicher Trade, ein Minustrade)

    Aber anscheinend läuft das Geschäft von Herrn Kagels gut! Er hat neuerdings den Testzeitraum seiner Signale von 30 Tagen auf 14 Tage gekürzt.
    Die Preise sind auch erheblich gestiegen.
    Des Weiteren gibt es keine monatliche Zahlung/Kündigung mehr, sondern minimal pro Quartal.
    Z. Bsp. der hier genannte Service kostet nicht mehr 79 EUR monatlich sondern mindestens 299 EUR pro Quartal. Das ist der Hammer!
    Anderes Beispiel:
    Forex Signale: vorher 297 EUR pro Quartal, jetzt 444 EUR pro Quartal

    Schade, dass ich die gute Performance nicht bestätigen kann.
    Naja, nun kann man sagen, dass ein Monat evtl. nicht unbedingt Repräsentativ ist, für eine langfristige Performance..
    Dann allerdings finde ich es kontraproduktiv, den Testzeitraum von 1 Monat auf 2 Wochen zu reduzieren.

    My two Cents.

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