Interview mit Systemprogrammierer Michael Geke von Traderama

10.09.2018 - 5 Minuten Lesezeit

Im Zuge unseres gerade veröffentlichten Echgeldtests des Signalservice Traderama wollten wir noch mehr Hintergründe zum Anbieter Dr. Michael Geke selbst, als auch seiner Philosophie und seinen Zielen in Erfahrung bringen. Der bisherige so angenehme persönliche Kontakt bestätigt den positiven Gesamteindruck, den das Paket Geke + Traderama abliefert. 

Herr Geke, erzählen Sie unseren Lesern doch bitte kurz etwas zu Ihrem Background, und wie Sie zum Trading gekommen sind.

Ich bin von Haus aus naturwissenschaftlich geprägt. Nach meinem Studium der Chemie habe ich mich in meiner Promotion viel mit Computersimulationen und Simulationsmodellen zur Berechnung von Materialeigenschaften beschäftigt. Dabei lernt man sehr viel über Systeme und Methoden, um Eigenschaften von komplexen Systemen zu berechnen. Nach vielen Jahren in der Beratungs- und Softwarebranche habe ich mich 2015 dazu entschlossen, Simulationsmodelle für das Kaufen und Verkaufen von Aktien zu entwickeln, um selbst damit zu arbeiten. Dann kamen aber immer mehr auf mich zu und wollten auch die Signale nutzen. So ist Traderama dann 2018 als digitaler Handelsassistent entstanden.

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Ich hatte bei den sympathischen bisherigen Gesprächen und persönlichen Treffen den Eindruck, dass das Tüfteln und Feilen an Ihren System an sich die spannende Herausforderung darstellt. Und gar nicht die praktische Umsetzung und das Geldverdienen selbst.
Wann hat es sozusagen "Klick" gemacht, wann glauben Sie zu wissen, dass Sie sich einen nachhaltigen Vorteil erarbeitet haben im Haifischbecken Börse?

Gute Frage und spannende Beobachtung! Aber in der Tat liegt es mir besonders daran, Algorithmen zu entwickeln und zu programmieren, die sich in allen Marktphasen auszeichnen. Ich habe sicherlich weit über 500 Systeme programmiert und auch wieder verworfen. Dieser Prozess ist sehr schwierig, bis man mal auf einen systemischen Ansatz kommt, der auch noch algorithmisch umgesetzt werden kann und in der Realität funktioniert. Aber es ist spannend und ich arbeite bereits am neuen Modellen, die einen längeren Anlagehorizont haben.

Und wie würden Sie diesen Vorteil beschreiben, Ihren speziellen Ansatz?

Die aktuellen Systeme sollen ja vielen Tradern und Anlegern helfen, systematisch und nachhaltig Aktien zu handeln. Es gibt am Tag oder in einer Woche so viele Chancen ober auch Risiken bei zahlreichen Aktien, da kommt man ja gar nicht hinterher, wenn man diese alle überprüfen und für sich dann bewerten will.

Deshalb habe ich mit Traderama einen digitalen Handelsassistenten entwickelt. Mit den drei Algorithmen MAX, SELECT und ULTRA gibt es quasi drei Methoden für unterschiedliche Typen von Anlegern oder Tradern. MAX ist für Vieltrader, die täglich vor dem Rechner sitzen gedacht während SELECT sich mehr für Gelegenheitstrader geeignet und nur eine „Handvoll“ Trades pro Monat vorschlägt. ULTRA haben wir als eine Methode entwickelt, die zwischen MAX und SELECT passt. Dazu kann ein Kunde sich ein Aktienpaket seiner Wahl oder auch mehrere buchen.

Ich mache Ihnen ein Beispiel: Wenn jemand sehr beschäftigt ist und nicht viel Zeit hat, jeder Börsennews zu folgen, und der- oder diejenige mehr den deutschen statt den amerikanischen Markt handeln möchte, dann ist der SELECT Algo kombiniert mit dem Germany 30 Aktienpaket geeignet. Das sind die 30 Werte aus dem DAX. Wir haben vier Aktienpakete und drei Algorithmen. Dies gibt zwölf Kombinationen, aus denen jeder Trader nach seinem Gusto für sich die passende Kombination wählen kann.

Weitere Vorteile unserer Logik ist, dass der Kunde die Signale schon vor Börseneröffnung von uns bekommt und einfach die Order für den Tag platziert. Mehr als 5 Min Aufwand für platzieren der Orders sollte nicht anfallen.

Weiterhin muss der Kunde nicht den ganzen Tag am Rechner sitzen. Es ist keine Ad-hoc Reaktion notwendig.

Auch beim Preismodell sind wir innovativ. Wir bieten neben einem klassischen monatlichen Abomodell auch das Pay-per-Wintrade Modell an. Diese bedeutet, dass der Kunde nur dann eine Gebühr bezahlt, wenn durch unser System ein Trade stattgefunden hat und dieser Trade auch noch erfolgreich war. Wenn kein Signal kommt oder ein negativer Trade aufgetreten ist, bezahlt der Kunde nichts.
Zwei Echtgeld-Tester über ihre Erfahrungen mit Traderama

Handeln Sie Ihre Signale auch selbst mit Echtgeld?

Ich selbst nutze verschiedene Systeme und natürlich auch mit Echtgeld.

Als großer Verfechter des Systemtradings: haben diskretionäre und emotionale Entscheidungen überhaupt noch Einfluss auf Ihre Ein- oder Ausstiege?

Als Mensch können wir Emotion so nicht ganz ausschalten. Aus diesem Grund ist es ja gut, wenn wir ein System haben. Schauen Sie nur mal die vielen Trading Möglichkeiten, dies es jeden Tag gibt, an. Ein System ist ein Filter. Wenn da was durch kommt dann habe ich ein Signal welches ich verwerten kann im Rahmen meines Ansatzes.

Es gibt beispielsweise Marktphasen – insbesondere Phasen in denen der Markt seitwärts läuft-  dann haben wir je nach Algo über Tage oder sogar Wochen kein einziges Signal in einem Handelspaket. Und ich sehr froh darüber, da die Systemlogik den Trader davor bewahrt, Trades zu machen, die ein vergleichsweise schlechtes Chance/Risiko Verhältnis aufweisen. Trading mit System ist auch entspannend – zumindest geht es mir so. Weil ich nicht nach Signalen suchen muss. Ich warte einfach bis welche da sind und wenn nicht – dann auch gut!

Anders ist das, wenn wir uns in den Intraday Bereich begeben. Dann hat bis auf das HFT der diskretionäre Ansatz eine starke Position, da es hier um die Verknüpfung von News, Verhalten der Marktakteure, Orderbuch und zahlreichen Faktoren mehr handelt, die ich gar nicht alle aufzählen will.

Was würden Sie einem Kritiker antworten, wenn er Sie fragt warum man es denn nötig hat, erfolgreiche Signale kostenpflichtig anzubieten?

Ich bin zu dem Thema Handelssignale gekommen, da mich viele Leute in meinem Umfeld gefragt haben ob Sie nicht auch von den Signalen profitieren können. Daraus ist Traderama geboren. Es ist jedem freigestellt, die Signale zu nutzen.

Wie sehen Ihre weiteren Pläne aus, wo soll Traderama langfristig hin, welche Projekte stehen als nächstes ganz oben auf der To-Do-Liste?

Na, da reicht unser Interview wohl nicht aus. Aber um es auf den Punkt zu bringen: Aktuell arbeiten wir an der Entwicklung einer neuen Generation Systeme, die das längerfristige Anlegen ermöglichen, dann wollen wir auch Systeme auf Indizes anbieten. Aber wir bekommen auch viel Rückmeldung von unseren Kunden und nehmen diese auf in kleine und große Verbesserungen, die wirklich helfen, Traderama jeden Tag ein klein wenig besser zu machen. Besonders am Herzen liegt es mir, dass unsere Kunden erfolgreich und zufrieden sind mit unserem Service. Diesem Primat ordnen wir alles unter!

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit Traderama!

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Über den Autor

Michael Hinterleitner

Michael Hinterleitner

Bereits mit 16 der Faszination Börse erlegen, wurde Trading neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zu seiner Hauptbeschäftigung, seit 2006 ist er auch Redakteur und Trader bei GodmodeTrader.de tätig. Sein Fokus: Swing- und News-Trading mit Aktien. Neben der täglichen spannenden Jagd an den Börsen kam 2011 die Idee zu einem neuen Brokervergleich, der nicht nur einen detaillierten Blick hinter die Kulissen erlaubt, sondern auch handfeste Vorteile für Mitglieder bringt. Als Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de hat sich Michael Hinterleitner zum Ziel gesetzt, Licht in den Brokerdschungel zu bringen. Er erklärt, worauf es bei der Brokerwahl ankommt, welcher Anbieter für welche Bedürfnisse Sinn macht, und auf welche Unterschiede man bei den Produkten und der Ausführungsqualität achten sollte.