Erfahrungsbericht zu JENS RABE „Optionshandel für kleine Konten“

18.09.2017 - 8 Minuten Lesezeit

Jens Rabe ist vielen in der Tradingszene ein Begriff, vor allem auf YouTube gehört er mit seinen beiden Kanälen zu den bekanntesten Gesichtern. Seine Spezialität sind Optionsstrategien, die durchaus nach intensiver Beschäftigung mit der Materie verlangen. Dazu wird natürlich auch ein Kurs verkauft, und was der taugt hat sich ein Mitglied von BrokerDeal nun genauer angesehen. Mit durchaus gefälligem Endergebnis.

Mein Name ist Christian, ich bin 30 Jahre alt, in Vollzeit berufstätig und habe bereits einige Erfahrungen an der Börse gesammelt. Diese belaufen sich auf Aktienhandel, binäre Optionen, CFD, Forex, Futures und klassische Optionen.

Nachdem ich einiges an Kapital in binären Optionen und beim Daytrading versenkt hatte, entschied ich mich dazu mir professionelle Hilfe in Form von geeigneten Online-Coachings für meinen zukünftigen Börsenerfolg zu suchen.

Meine erste Anlaufstelle war Koko Petkov, dessen Online-Ausbildung ich zu 75 % absolviert habe, was mich aber leider nicht in die Erfolgszone katapultiert hat. Nun muss man ehrlicher Weise zugeben, dass dies weder an seiner Ausbildung, seiner Strategie oder meinem Ehrgeiz lag, sondern einfach der Tatsache geschuldet ist, dass Daytrading nebenberuflich schwer umzusetzen ist. Besonders wenn man wie Koko im 5 min Chart handelt.

Nach ernüchternden Ergebnissen bekam ich Robert Kyosaki’s Buch „Rich Dad, Poor Dad“ in die Hände und beschäftigte mich mit finanzieller Bildung auf seinen Seminaren. Das war auch mein erster Berührungspunkt mit klassischen Optionen – und ich habe es nicht bereut!

Zum Steckbrief von Jens Rabe


„Shooting Star! In einem Jahr zum Börsenstar“

Mehr Einblick in die Tätigkeiten und Kenntnisse von Jens Rabe erhalten Sie in seinen YouTube-Kanälen "Optionsstrategien" sowie "Jens Rabe"

Das hört sich nach den üblichen Nepper, Schlepper, Bauernfänger Versprechen an dachte ich mir. Genau wie sie die Fernsehwerbung und verschiedene Onlineangebote im Bereich Binäre Optionen verkünden.

Gleichzeitig ist es der Name des Premium Ausbildungspakets bei „optionsstrategien.com“ für den Handel mit kleinen Konten.

Preis: 1099,00 €

Was es enthalten soll:

  • 10 Live Webinare und die Aufzeichnungen online
  • Onlinezugriff auf die erste und 2. Auflage des „Handels mit kleinen Konten“
  • Und ein Jahresabo vom Börsendienst Optionsstrategien

Das Versprechen:

Am Ende des Jahres werden Sie fähig sein, routiniert ein regelmäßiges Einkommen auf Basis eines kleinen Kontos zu erzielen!

Das klang schon alles sehr gut, aber ich war mir noch nicht ganz sicher ob Optionen nun der Heilige Gral der Börse oder meine nächste Geldvernichtung sein würden.

Glücklicherweise bietet Jens Rabe ein 5 € Videocoaching in Form einer DVD an oder sein Buch „Optionsstrategien für die Praxis“.

Wer es, wie ich, nicht so mit dem Lesen hat, der entscheidet sich für diese Doppel-DVD und erlangt damit die Grundlagen für den Handel mit Optionen und die Grundlagen hinter der ganzen Thematik.

Aus meiner Sicht unerlässlich, um beim Webinar wirklich etwas mitzunehmen und gut investierte 5 Euro.

Basiskurs Optionsstrategien

Quelle: Optionsstrategien.com


Was wird getradet?

Wer zu Optionen keinerlei Bezug hat, dem sei gesagt, dass es sich um eine Art Versicherungsgeschäft an der Börse handelt.

Im kleinen Konto werden hauptsächlich Aktienoptionen gehandelt. Diese werden nach bestimmten Kriterien ausgewählt und nach ganz klaren, einfachen Regeln gemanagt und wiederverkauft. Wer einmal den Dreh raus hat, der wird nicht allzu lange bei dieser Variante verweilen, sondern versuchen sein Konto so schnell wie möglich finanziell aufzustocken und in Futures-Optionen zu investieren, da diese einige Vorteile bieten.

Jens Rabe erklärt in seinen Webinaren alles ganz ausführlich, geht Trades live im Echtgeldkonto ein und verwaltet diese dann wöchentlich mit Erklärungen und Hilfestellungen. Da alle Webinare live sind, ist es zu jeder Zeit möglich Herrn Rabe Fragen zu stellen, falls man etwas noch nicht verstanden hat.

Es ist eine gute Mischung aus Theorie und Praxis, aber ohne Nachbereitung der Lerninhalte nicht leicht umzusetzen.

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Was ist mit dem Risiko im Optionshandel?

Eine altbekannte Börsenweisheit lautet:

Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen

Wie schwer diese in die Tat umzusetzen ist weiß jeder, der mal einen 5 min Chart vor sich hatte und nach dem ausgelösten Stopp dem Markt nachsehen durfte, wie er doch noch in die vermutete Richtung lief.

Beim Optionshandel sagt man „Kümmere dich um deine Verluste und die Gewinner kümmern sich um dich“.
Das klingt im ersten Moment als wäre es das Gleiche, hat aber einen ganz anderen Hintergrund. Im Optionshandel wird ohne feste Stopps gearbeitet. Es gibt nur ein Take Profit.
Das heißt, Prämie minus Rückkaufpreis = Gewinn. Der Gewinn steht immer fest.

Man hat also eine Entscheidung weniger zu treffen als im normalen Handel. Man muss nur Verluste begrenzen.

Aber wie hoch können die Verluste ausfallen?

Je nachdem ob man Aktien- oder Futures-Optionen handelt ist es das 1-2-fache der eingenommenen Prämie, ab der man beginnt zu begrenzen oder zu adjustieren. Die Prämie sollte dabei immer 1-2 % des Gesamtkontos betragen.
Die theoretische Verlustgröße ist allerdings unendlich hoch. Also auch das Risiko, da Optionen gehebelte Produkte auf meist 1000 Einheiten darstellen. Das ist der Fall für nackte Optionen.

Wer es etwas sicherheitsbewusster möchte, der handelt Spreads oder Iron Condors oder Covered Calls. Diese sind so angelegt, dass das Risiko auf ein Minimum begrenzt wird.
Man bezahlt diesen Schutz natürlich auch immer mit einer geringeren Prämie oder bei Covered Calls mit der physischen Lieferung im Ernstfall.

Unterm Strich ist also auch Optionshandel nicht risikolos und kann im schlimmsten Fall das komplette Konto kosten, wenn man nicht an den entscheidenden Stellschrauben dreht.

Doch welches Börsengeschäft ist schon risikofrei bei angemessener Rendite?

Auf Grund der vielen verschiedenen Strategien im Optionshandel lässt sich das Risiko jedoch genauso reduzieren wie im Trading von Aktien oder Futures.

Beispiel Risikoprofil eines nackten Calls auf CL mit 240 $ Prämie und unendlichem Risiko

Beispiel Risikoprofil eines nackten Calls auf CL mit 240 $ Prämie und unendlichem Risiko

 

Beispiel für einen Bear Call Spread

Beispiel für einen Bear Call Spread mit 50 $ Prämie und 2450 $ max. Risiko. (Die Sinnhaftigkeit sei dahingestellt, aber interessant sind die Eintrittswahrscheinlichkeiten)

 

Beispiel für einen Iron Condor

Beispiel für einen Iron Condor = Strangle mit Absicherung


Für wen eignet sich diese Ausbildung?

Wer sich so wenig wie möglich mit seiner Kapitalanlage beschäftigen will und völlig unspektakulär, ohne die Hektik und den Nervenkitzel des Daytradings, seine 20-30 % Rendite erwirtschaften möchte, der ist hier bestens aufgehoben.

Es ist ein super Konzept nebenberuflich Cashflow zu generieren. Per Handy-App lässt sich das Depot zu jeder Zeit prüfen. Je nach Handelsstil reicht es, sich ein-, zweimal pro Woche für eine Stunde um seine laufenden Trades zu kümmern, da diese bis zu 100 Tage laufen.

Einiges an Ehrgeiz sollte man jedoch gerade am Anfang unbedingt mitbringen. Die Software TWS, welche für den Optionshandel zwingend nötig ist und vom Broker gestellt wird, erweist sich zu Beginn als „Buch mit sieben Siegeln“. Man hat das Gefühl, dass diese Software das SAP der Börse ist und von normalen Menschen ohne Lehrgang nicht zu begreifen ist.

Das gibt sich aber mit der Zeit wenn man dran bleibt.


Lohnt sich das teure Ausbildungspaket oder reicht auch die Basisvariante?

Wer ein kleines Konto traden möchte hat auch meist nur kleines Kapital zur Verfügung und möchte nicht unnötig Geld in seine Ausbildung investieren.

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass es sich lohnt.

AdHoc Meldung

Beispiel AdHoc Meldung

Was sind die Vorteile?

  • Der Börsenbrief gibt wöchentlich wichtige Hinweise zu einzelnen Werten am Markt, wie man diese traden könnte und wie die Marktlage insgesamt ist.
  • Als Börsenbrief-Abonnement bekommt man Zugang zum Emailverteiler und der WhatsApp-Gruppe, die alle Trades kurz nach Ausführung durch Herrn Rabe an alle Mitglieder als Ad Hoc Meldung verteilt. Gerade am Anfang, wenn man noch unsicher ist und man die Trades nachhandelt, ist dieser Service eine riesige Unterstützung.
  • Zusätzlich zum Webinar „Optionshandel für kleine Konten“, findet jede Woche ein „Helpdesk“ als ca. 1- stündiges Webinar statt. Dieses Webinar ist oftmals ein Augenöffner um die gelernten Inhalte richtig zu verstehen.
    Auch hier wird zum Teil live getradet, die Echtgeldkonten werden verwaltet und das Wichtigste, Fragen der Trader werden beantwortet. Diese können via Live-Chat gestellt oder vorab per Email gesendet werden.

Wie zufrieden war ich mit der Ausbildung und wurde das vollmundige Versprechen eingehalten?

Beides lässt sich in Anbetracht der oben genannten Punkte mit JA beantworten.

War es schwer? JA, obwohl die Grundlagen einfach sind, und es nicht halb so schwierig ist wie Daytrading, weil es ganz klare Regeln gibt, keine schwierigen Chartformationen, kein stundenlanges Markt-Analysieren oder Tricks, kann man bei der Software verzweifeln.

Abbildung Screenshot TWS Portfolioansicht

Abbildung Screenshot TWS Portfolioansicht

Hat man diese Hürde einmal gemeistert, ist es fast so einfach wie das Auswerten von Excel-Tabellen.

Ich habe mit der Ausbildung im Februar begonnen und bin aktuell bei einem Plus von 10-20 %. Also hat sich das Versprechen aus meiner Sicht erfüllt. Ich habe noch nie so unspektakulär und verhältnismäßig einfach an der Börse Kapital geschützt und „sicher“ vermehrt. Da der Gewinn von vornherein fix ist, muss man sich nur um seine Verluste kümmern und die sind eher selten oder können durch Adjustierung sogar in Gewinne verwandelt werden. Diese Option bietet kein anderes Instrument am Markt.

Mein Tipp, unbedingt die DVD ansehen UND das Buch lesen, weil es viele wertvolle Hinweise für den täglichen Handel enthält.

VorteileNachteile
  • Klares System und Strategie
  • Nebenberuflich perfekt anwendbar
  • Toller Support bei JR und den deutschen Brokern
  • Klare Handlungsanweisungen und gute Tools als Download
  • Tolle Trefferquote (ca.70-80 %), anders als im Daytrading, dadurch sehr nervenschonend
  • AdHoc Service
  • Optionshandel ist ziemlich langweilig
  • Am Anfang viel Lernarbeit um die Systematik hinter Optionen zu begreifen
  • Die Handelssoftware ist kompliziert, entpuppt sich später aber als Wunderwaffe

Du bist gleicher oder anderer Meinung? Lass es raus!

Über den Autor

Michael Hinterleitner

Michael Hinterleitner

Bereits mit 16 der Faszination Börse erlegen, wurde Trading neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zu seiner Hauptbeschäftigung, seit 2006 ist er auch Redakteur und Trader bei GodmodeTrader.de tätig. Sein Fokus: Swing- und News-Trading mit Aktien. Neben der täglichen spannenden Jagd an den Börsen kam 2011 die Idee zu einem neuen Brokervergleich, der nicht nur einen detaillierten Blick hinter die Kulissen erlaubt, sondern auch handfeste Vorteile für Mitglieder bringt. Als Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de hat sich Michael Hinterleitner zum Ziel gesetzt, Licht in den Brokerdschungel zu bringen. Er erklärt, worauf es bei der Brokerwahl ankommt, welcher Anbieter für welche Bedürfnisse Sinn macht, und auf welche Unterschiede man bei den Produkten und der Ausführungsqualität achten sollte.

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