TraderFox: Börsensoftware mit Echtzeit-Chartanalyse

TRADERFOX-LogoEchtzeit-Erkennung von Handelssignalen und Chartformationen, Candlestick-Scanner und frühzeitige Identifikation von großen Trends: Die Versprechen der Börsensoftware TraderFox sind ambitioniert. Was genau kann die Software und wie gut sind die Funktionen? Diese und weitere Informationen zu TraderFox gibt es hier.


Das Unternehmen hinter TraderFox

Der Fokus der Software liegt auf Filterfunktionen und der Erkennung von Chartmustern.

TraderFox wurde durch die in Reutlingen ansässige TraderFox GmbH entwickelt. Einer der beiden Gründer und Geschäftsführer ist der als Trader und Blogger bekannte Simon Betschinger. Die TraderFox GmbH wurde im Jahr 2007 gegründet und zählt sich selbst zu den „führenden Unternehmen im Bereich der Chartmustererkennung“, Echtzeit-Signalgenerierung und Visualisierung von Chartinformationen“.

Die TraderFox Software ist das Angebot des Unternehmens für Endnutzer; Firmenkunden können weitere Angebote in Anspruch nehmen.

Das Entwickeln eigener Handelssysteme – derzeit ein Schwerpunkt der Branche – ist nicht Gegenstand des Programms.


Die Momentum Breakout Matrix

Zu den wichtigsten Funktionen zählt die Echtzeit Momentum Breakout-Matrix. Diese ordnet Aktien nach ihrem Abstand vom 52-Wochen-Hoch. Auf den vorderen Plätzen der Rangliste erscheinen dann ausschließlich Aktien in einer starken Aufwärtsbewegung. Die Matrix eignet sich für trendfolgende/prozyklische Handelsansätze.

Das Gegenstück ist die Rebound Matrix. Diese sortiert Aktien nach den stärksten Verlusten, wobei mehrere Betrachtungszeiträume parallel berechnet werden. Die Rebound Matrix eignet sich somit für antizyklische Ansätze und – wenn entsprechende zusätzliche Informationen aus anderer Quelle zur Verfügung stehen – für die Suche nach fundamental unterbewerteten Unternehmen.

Die Daten werden für Aktien aus DAX, TecDAX, MDAX, SDAX, Prime All Share, Nasdaq 100, S&P500 und Russel1000 berechnet.


Echtzeit-Erkennung von Handelssignalen und Chartformationen

TraderFox scannt die Märkte und informiert Nutzer automatisch über das Auftreten klar definierter Handelssignale. Die Liste der Handelssignale ist lang und umfasst neben neuen 52-Wochen-Hochs, dem Überkreuzen gleitender Durchschnitte, Ausbrüchen aus Bollinger Bändern und Up- bzw. Down-Gaps auch Strategien z. B. von Jeff Cooper, Raschke/Connor und Turtle-Strategien.

So informiert die Software z. B. über das Auftreten eines Handelssignals gemäß eines Jeff Cooper Breakouts. Ein solches Signal liegt vor, wenn eine Aktie ein neues Zwei-Monats-Kalenderhoch ausbildet und die Handelsspanne am Ausbruchstag mindestens so groß ist wie die größte Handelsspanne der zurückliegenden neun Handelstage.


Echtzeit-Candlestick-Scanner

Mit dem Echtzeit-Candlestick-Scanner werden die bekanntesten Candlestick-Formationen automatisch und am Tag ihres Auftretens erkannt. Identifiziert werden z. B. Hammer, Hanging Man, Bullish Engulfing, Bullish Harami, Shooting Star, Piercing Line, Dark Cloud Cover, Three White Soldiers, Upward Tasuki, Falling Three und High Price Gapping Play.


Webinare und Trading-Akademie

Die TraderFox GmbH veranstaltet in regelmäßigen Abständen Webinare, die allerdings nur mittelbar mit den Funktionen der Software im Zusammenhang stehen. Themen sind z. B. „Die fünf Top Aktien-Scans für Trader“, „Rebound Trading im Crash“ und „Der Weg zum erfolgreichen Trader“.

Im Rahmen der „Trading Akademie“ fasst Geschäftsführer und Gründer Simon Betschinger den Inhalt von mehreren Börsenbüchern in einem jeweils 60 Minuten langen Video zusammen.

Die Aufzeichnungen sind u.a. auf YouTube einsehbar. Die Bücher haben typischerweise einen Bezug zu den Funktionen der Software - ersichtlich z. B. an Jeff Cooper´s „Hit and Run Strategien“, das u.a. den Expansion Breakout thematisiert.


TraderFox Strategieindizes

TraderFox hat Strategieindizes entwickelt. Die Zielsetzung: Wer dem Index 1:1 folgt, soll Jahresrenditen von 10-15 % erzielen. Die Indizes werden nach klaren Regelwerken zusammengesetzt und orientieren sich dabei an den strategischen Grundlagen des US-Investors Warren Buffet.

Zu den Indizes zählen z. B. der QIX Deutschland Index, der TraderFox High Quality Alpha Selection Index und der TraderFox High Quality Stocks USA Index. Die Indizes sind zum Teil börsennotiert, d.h. es erfolgt eine Berechnung durch Indexanbieter bzw. Börsen.


TraderFox App und Abo

Mittlerweile existiert eine App für den mobilen Zugriff über Smartphones. Zum Funktionsumfang der App gehören Realtimekurse, Live Charts, Realtime-Kurslisten, Chartgalerien, Newsticker, Marktberichte und Fundamentaldaten.

Die Software kann direkt beim Entwickler erworben werden. Pro Monat fällt eine Gebühr in Höhe von ca. 30 € an – bei drei Monaten Mindestvertragslaufzeit und vier Wochen Kündigungsfrist. Da die Software keine automatische Orderausführung vorsieht und eine reine Zusatzleistung ohne Wirkung auf Handelsumsätze darstellt, bieten nur relativ wenige Broker ihren Kunden TraderFox an.

Zu den kooperierenden Brokern zählte u.a. Varengold. Der Hamburger Broker hat den CFD- und FX Handel mit Privatkunden zwischenzeitlich allerdings eingestellt.

Pro

  • Strategien und Handelssignale basieren auf bewährten Mustern
  • Einfacher Einsatz bewährter Strategien wie Expansion Breakout oder Turtle
  • Deutschsprachiges Unternehmen
  • Moderate Kosten – ca. 100 € für drei Monate Mindestlaufzeit

Contra

  • Strategien können nicht automatisiert umgesetzt werden