Pivot Trading

Pivot Trading kommt im Daytrading zum Einsatz. Aus den wichtigsten Kursmarken des Vortages werden Widerstände und Unterstützungen für den aktuellen Handelstag abgeleitet und gehandelt.

Zunächst zur Berechnung der Pivot Punkte.

Der eigentliche Pivot Punkt PP berechnet sich als

PP = H+L+C/3,

wobei H dem Höchstkurs, L dem Tiefstkurs und C dem Schlusskurs des vorangegangenen Tages entspricht.

Davon ausgehend werden jeweils drei Widerstands- und Unterstützungslevel berechnet.

W1: 2*PP-L

W2:  2: PP+H-L

W3: 2*(PP-L)+H

U1: 2*PP-H

U2: PP- (H-L)

U3: Low –

Pivot Punkte sind in jeder gängigen Chartsoftware enthalten. Die Abbildung unten zeigt die Anwendung auf den DAX, wobei die Unterstützungen als S1, S2 und S3 und die Widerstände als R1, R2 und R3 deklariert sind.

Screenshot: Pivot Punkte im DAX (Software: Guidants)

Screenshot: Pivot Punkte im DAX (Software: Guidants)

Pivot Trading zielt auf kurzfristige Kursbewegungen ab. Die Interpretation des Pivot Punktes und der daraus abgeleiteten Widerstands- und Unterstützungslevel entspricht im Wesentlichen jener gewöhnlicher Widerstände und Unterstützungen. Durchbricht der Markt den PP eines der sechs anderen Level, gilt dies als Kaufsignal. Fällt der Markt von oben unter einen eingezeichneten Level, wird dies als Intraday Verkaufssignal interpretiert.

Beim Pivot Trading kann mit Stop Buy und Stop Sell Orders gearbeitet werden. Notiert der Markt zum Handelsauftakt unter dem PP, kann eine Stop Buy Order 1-2 Punkte darüber platziert werden. Stop Sell Orders können unterhalb der nächstgelegenen Unterstützung platziert werden.

Pivot Punkte sind insbesondere an Handelstagen nützlich, an denen keine sehr viel wichtigeren Chartmarken das Geschehen dominieren. Der Grundgedanke beim Pivot Trading besteht in der Annahme, dass die wesentlichen Marken des Vortages auch am aktuellen Tag relevant sind. Das ist normalerweise nicht der Fall, wenn wichtige horizontale Unterstützungen und Widerstände, Trendlinien, Allzeithochs etc. im Raum stehen.