Fibonacci Trading

Fibonacci Retracements dienen zur Bestimmung von Kurszielen und möglichen Endpunkten von Korrekturbewegungen gegen den vorherrschenden Trend. Die mathematische Grundlage ist die unendliche Fibonacci Zahlenfolge, die mit 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144… beginnt.

Ein Fibonacci Retracement misst die Gegenbewegung zu einer vorangegangenen Marktbewegung.

Erreicht der Markt das 61,8 % Retracement, wurden 61,8 % der vorangegangenen Bewegung infolge der Korrektur wieder abgegeben. Korrekturen bis zu etwa diesem Ausmaß gelten noch nicht als endgültiger Trendbruch.

Zumeist werden Retracements bei 38,2 %, 50 % und 61,8 % eingezeichnet. Diese Niveaus gelten als Unterstützungszonen. Der Hintergrund ist die Annahme, dass das Ausmaß einer Korrekturbewegung mit dem Ausmaß der vorangegangenen Bewegung im Zusammenhang steht.

Die Abbildung unten zeigt Fibonacci Retracements im Deutschen Aktienindex (DAX). Zu sehen ist auch das 100 % Retracement. Wird dieses erreicht, ist die vorangegangene Bewegung vollständig neutralisiert. Die Abbildung macht deutlich, dass Retracements sich nicht allzu gut als Entscheidungshilfen für konkrete Positionen eignen.

Sinn und Zweck ist vielmehr der Gewinn eines nüchternen Urteils über das Ausmaß einer Korrektur. Mitunter transportieren die Medien allein aufgrund fallender Kurse Katastrophenszenarien, obwohl es sich gemessen am Ausmaß der vorangegangenen Marktentwicklung um eine gewöhnliche Korrektur handelt.

Fibonacci Retracements sind ein objektiver Maßstab dafür, ob eine Korrektur hart ausfällt oder nicht.

Screenshot: Fibonacci Retracements im DAX (Quelle: Guidants)

Screenshot: Fibonacci Retracements im DAX (Quelle: Guidants)