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Wird Trumps Politik dem US-Dollar und der Inflation einen Schub verpassen?

13.12.2016

Wenn Donald Trump im Januar das Präsidentenamt antritt, sieht er die Umsetzung einer radikalen Wirtschaftspolitik vor. Daher fürchten nun einige, dass diese Strategie vor dem Hintergrund eines steigenden US-Dollars zu einer rasanten Inflation führen wird.

Zu den Hauptsäulen von Trumps Politik gehört die Senkung von Einkommens- und Unternehmenssteuern sowie die Investition von 1 Billion US-Dollar in Infrastrukturprojekte wie Straßen, Brücken und ähnliches.

Bereits die bloße Senkung der Unternehmenssteuern dürfte zu einem massiven Rückfluss von Geldern in die USA führen, was eine riesige Dollar-Nachfrage und einen Kursanstieg zur Folge haben wird.

Weiterhin befürchtet man von der Trump-Regierung, die Unabhängigkeit des wichtigsten Zinsentscheidungsträgers, der US-Notenbank, zu gefährden.

Im Verlaufe seiner Wahlkampagne kritisierte Trump Notenbankpräsidentin Janet Yellen dafür, die Zinsen zu lange zu niedrig gehalten zu haben. Daher geht man in gewissen Kreisen davon aus, dass er die Zentralbank zu einer unangenehm hohen Zinsanhebung bewegen wird.

Der Vizevorsitzende der Notenbank Stanley Fischer mischte sich am Montag mit der Bemerkung ein, erhöhte Infrastrukturausgaben könnten der Notenbank hinsichtlich ihrer Geldpolitik sogar etwas Druck nehmen und sich für die US-Wirtschaft äußerst vorteilhaft erweisen.

„Bestimmte Geldpolitiken, insbesondere solche, die zu einer Produktivitätssteigerung führen, können das Wirtschaftspotenzial erhöhen und uns bei der Bewältigung unserer langfristigen wirtschaftlichen Herausforderungen helfen“, sagte Fischer.

„Verbesserte öffentliche Infrastruktur, bessere Bildung, ein Aufruf zu mehr Privatinvestitionen und effektivere Regulierung können alle das Wachstum von Produktivität und die Anhebung der Lebensstandards beschleunigen“, fügte er hinzu.

Fischer merkte ebenfalls an, dass die Unabhängigkeit der Notenbank unberührt bleiben müsse und es keine gegenwärtigen Vorfälle gebe, die eine Einschränkung der Unabhängigkeit rechtfertigen.

„Hätten wir noch eine Inflation von 15 Prozent wie in den 1980er Jahren, könnte man vielleicht mit Recht sagen, dass etwas nicht stimmt und geändert werden muss. Aber das ist aktuell nicht der Fall“, sagte er.

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