Trading-Strategien

09.03.2017

DAX Strategie: Ideen für das deutsche Börsenbarometer

Der DAX wird durch zahllose Trader und Investoren gehandelt. Dabei kommen unzählige Strategien zur Anwendung – Daytrading Strategien für den DAX gibt es ebenso wie langfristige Strategien. Einige Ansätze werden sogar als Index berechnet. Ein Überblick über verschiedene DAX Strategien als Anregung.

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09.03.2017

Dividendenstrategie: Wie es geht und warum es sich lohnt

ZielMit Dividendenstrategien werden die Erträge eines Aktienportfolios stabilisiert und die Bedeutung der Kursentwicklung ein Stück weit reduziert. Wie Dividendenstrategien funktionieren, welche Erträge in der Vergangenheit möglich waren und was Privatanleger sonst noch beachten müssen.[su_list icon="icon: arrow-circle-right" icon_color="#8bbd12"]

  • Bei Dividendenstrategien wird in Aktien mit hoher Dividendenrendite investiert
  • Das Portfolio wird zumeist einmal pro Jahr angepasst
  • Die Strategie schließt Verlustbegrenzung durch Stop Loss nicht aus
  • Bei falscher Umsetzung mangelt es an Diversifikation
  • Die Strategien versprechen langfristig attraktive und relativ stabile Portfolioerträge
  • Dividendenstrategien sind nicht für alle der Ausweg aus der Niedrigzinspolitik
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Wie funktioniert eine Dividendenstrategie?

[su_quote]Bei einer Dividendenstrategie wird das Portfolio auf Aktien mit hoher Dividendenrendite aufgeteilt.[/su_quote]Das Ziel: Neben Kursgewinnen soll das Depot möglichst hohe Dividendenerträge erzielen. Für die Zusammenstellung des Portfolios müssen in der einfachsten Variante der Strategie lediglich zwei Entscheidungen getroffen werden:[su_list icon="icon: arrow-circle-right" icon_color="#8bbd12"]
  • Für welche Aktien wird die Dividendenrendite berechnet?
  • Auf wie viele Aktien wird das Portfolio aufgeteilt?
[/su_list]Wird die Strategie ausschließlich auf deutsche Aktien bezogen, könnte der HDAX (bestehend aus den Titeln des DAX, MDAX, SDAX und TecDAX) eine geeignete Auswahlbasis darstellen. Auch bei Dividendenstrategien ist die Überwindung des „Home Bias“ und die Aufteilung des Portfolios auf Aktien mehrerer Länder jedoch empfehlenswert.Das Portfolio sollte gut diversifiziert sein, zugleich aber bei den turnusmäßigen Anpassungen keine allzu hohen Kosten verursachen. Sollen 100.000 EUR angelegt werden, erscheint eine Aufteilung auf ca. 40 Aktien sinnvoll.Die Dividendenrendite wird für die Aktien in der Auswahlbasis initial und anschließend einmal pro Jahr berechnet. In den Folgejahren werden Aktien mit zu niedriger Dividendenrendite verkauft und stattdessen Titel mit höherer Rendite gekauft. Müssen z. B. einmal pro Jahr 10 von 40 Aktien getauscht werden, fallen dafür bei günstigen Brokern Gesamtkosten in Höhe von ca. 200 EUR an.Die Dividendenrendite berechnet sich als Quotient aus der erwarteten Dividendenzahlung eines Unternehmens zum nächsten Ausschüttungszeitpunkt und dem aktuellen Kurs der Aktie. Werden z. B. 5 EUR ausgeschüttet und notiert die Aktie bei 100 EUR, beläuft sich die Rendite auf 0,05 bzw. 5 %.[caption id="attachment_15687" align="alignnone" width="754"]Screenshot Onvista Screenshot Onvista.de[/caption]Allzu großer Rechercheaufwand ist nicht erforderlich: Auf Finanzportalen wie OnVista.de können Indexmitglieder anhand der Dividendenrendite sortiert werden.

Welche Idee steht hinter Dividendenstrategien?

Die grundsätzliche Idee hinter Dividendenstrategien geht davon aus, dass eine hohe Dividendenrendite ein Qualitätsmerkmal für Aktien ist. Wird eine hohe Dividende ausgeschüttet, ist das ein Zeichen für eine gute Geschäftsentwicklung und ein Garant für fortbestehendes Anlegerinteresse, so die Argumentation der Befürworter von Dividendenstrategien.Allzu unkritisch sollten Anleger dieser Argumentation nicht folgen. Eine hohe Dividendenrendite kann auf unterschiedlichen Gründen beruhen. Denkbar ist etwa, dass der Markt die künftige Geschäftsentwicklung sehr negativ beurteilt und deshalb einen Bewertungsabschlag vornimmt. Ebenso denkbar ist, dass die Ausschüttungen „aus der Substanz“ heraus erfolgen und im Gegenzug z. B. Unternehmensteile verkauft oder die Verschuldung erhöht werden.

Filter für Dividendenstrategien

Es spricht deshalb viel für den Einsatz von zusätzlichen Filtern bzw. die Definition von weiteren Bedingungen für Dividendenstrategien. So könnte die Auswahl z. B. auf Aktien entfallen, die in den letzten X Jahren maximal 80 % ihres operativen Gewinns ausgeschüttet und die Dividende darüber hinaus jedes Jahr konstant gehalten oder gesteigert haben. Eine solche Bedingung reduziert den Fokus auf Unternehmen mit stabiler Gewinnentwicklung.

Welche Vorteile bieten Dividendenstrategien?

Dividendenstrategien versprechen mehrere Vorteile:[su_list icon="icon: arrow-circle-right" icon_color="#8bbd12"]
  • Das Portfolio erzeugt hohe Ausschüttungen
  • Die Gesamtrendite ist weniger schwanungsanfällig
  • Von einer guten Gesamtmarktentwicklung wird für gewöhnlich profitiert
[/su_list]Die hohen Ausschüttungen stabilisieren die Gesamterträge des Portfolios, die aus Dividenden und Kursgewinnen- bzw. Verlusten entstehen. Fällt der Kurswert des Portfolios in einem Jahr z. B. um 20 %, kann die Gesamtperformance mit minus 15 % sichtbar besser ausfallen, wenn hohe Dividenden vereinnahmt werden.Anders als technisch orientierte Strategien und Nischenstrategien bilden Dividendenportfolios zudem den etablierten Teil des Aktienmarktes ab. Start-Ups, junge Technologieunternehmen etc. schütten selten hohe Dividenden aus und fallen deshalb bei der Auswahl der Titel durchs Raster.

Was können Privatanleger falsch machen?

[su_note note_color="#8bbd12" text_color="#ffffff"]Das Risiko steigt, wenn im Zuge der Aktienauswahl die bei jeder strategischen Ausrichtung gebotene Diversifikation unterbleibt.[/su_note]Bei nicht optimaler Umsetzung kann eine Dividendenstrategie das Portfoliorisiko vergrößern und zu erhöhten Transaktionskosten führen.Dazu kommt es, wenn ohne weitere Kriterien Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aus einer Liste oder einem Index ausgewählt werden und sich darunter besonders viele Titel aus einer Branche befinden. In der Vergangenheit war dieses Phänomen z. B. für Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen zu beobachten.Die Problematik lässt sich durch die Festlegung von Maximalanteilen für einzelne Branchen am Gesamtportfolio leicht umgehen. Dasselbe gilt bei internationaler Anlage auch für Länder und Regionen.Die Kosten können ansteigen, wenn Aktien aus zu vielen Ländern ins Portfolio aufgenommen werden – insbesondere aus exotischen Ländern. Dann fallen die Transaktionskosten und ggf. auch der steuerliche Verwaltungsaufwand höher aus.

Welche Renditen wurden mit Dividendenstrategien in der Vergangenheit erzielt?

Pauschale Angaben zu den Renditen sind nicht möglich. Die meisten Dividendenstrategien führen, richtig umgesetzt, zu einem überwiegend aus internationalen Blue Chips und/oder Aktien aus der zweiten und dritten Reihe (z. B. MDAX/SDAX) bestehenden Portfolio. Dessen Wertentwicklung wird mit der übergeordneten Entwicklung der weltweiten Aktienmärkte hoch korreliert sein.Einen Anhaltspunkt bietet der DAX Plus Maximum Dividend Index, der von der Deutschen Börse berechnet wird und über ETFs verschiedener Gesellschaften abgebildet werden kann. Der Index bildet die 20 Aktien aus dem HDAX ab, die in der anstehenden Ausschüttungsperiode die höchste erwartete Dividendenrendite aufweisen.Die Wertentwicklung verlief insgesamt positiv – wie auch die Entwicklung der Aktienmärkte allgemein im betreffenden Zeitraum.Allzu großer Rechercheaufwand ist nicht erforderlich: Auf Finanzportalen wie OnVista.de können Indexmitglieder anhand der Dividendenrendite sortiert werden.[caption id="attachment_15691" align="alignnone" width="942"]Screenshot Wertentwicklung-des-daxplus-dividend-index-und des zugehörigen ETFs Screenshot: Wertentwicklung des DAXplus Dividend Index-und des zugehörigen ETFs[/caption]

Dividendenstrategie als Ausweg aus den Nullzinsen? Nein!

Dividendenstrategien versprechen im aktuellen Marktumfeld höhere Renditen als Anleihen und werden nicht zuletzt deshalb häufig medial thematisiert. Typischerweise vergleichen solche Beiträge die Rendite von Bundesanleihen mit der Dividendenrendite großer Leitindizes.[su_quote]Wer eine Dividendenstrategie als Ersatz für festverzinsliche Anlagen in Betracht zieht, befindet sich aber auf dem Holzweg.[/su_quote]Dividenden sind anders als Zinszahlungen keine „sichere Bank“: Die Aktiengesellschaft kann die Ausschüttung jederzeit kürzen oder ganz streichen, wenn sich die Geschäfte nicht entwickeln wie geplant. Auch in einem breit gestreuten Portfolio kann es zu einem signifikanten Rückgang der Dividenden kommen – etwa wenn die Konjunktur sich eintrübt. Darüber hinaus sind die Kursrisiken um Größenordnungen höher als bei Anleihen bester Bonität.Wird das niedrige Zinsniveau als Anlass für Umschichtungen in den Aktienmarkt genommen, kann die Dividendenstrategie eine geeignete Lösung darstellen. Die Dividenden an sich ändern jedoch nichts an dem Risiko, das mit Aktien verbunden ist und können deshalb entsprechende Neuausrichtungen auch nicht allein rechtfertigen.

Fazit

Dividendenstrategien sehen die Aufteilung des Portfolios auf Aktien mit hoher Dividendenrendite vor. Richtig umgesetzt, führt die Strategie meistens zu einem gut diversifizierten Portfolio aus Blue Chips und Mid Caps. Dividendenstrategien erfordern zumeist nur eine Anpassung pro Jahr und sind dadurch kostengünstig. Die Ausschüttungen stabilisieren die Gesamtperformance, die jedoch weiterhin hoch mit der allgemeinen Aktienmarktentwicklung korreliert ist.

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