Trading als Altersvorsorge?

27.07.2015 - 14 Minuten Lesezeit

Nicht erst seit der Krise gilt der Börsenhandel der Allgemeinheit als etwas für skrupellose Spekulanten, jedenfalls nicht als Mittel zur Altersvorsorge für Jedermann. Dabei ist die Idee, umsichtig umgesetzt, gar nicht so abwegig.

Bestimmt haben Sie sie gesehen, mindestens einen davon: die Dokumentarfilme nach der Krise von 2008, die zusammen puzzeln, was eigentlich los war. Und jene zeigen, die es selbst nicht verstehen, die überrannt wurden und alles verloren: Hausbesitzer, denen schäbige Kredite angedreht wurden und Arbeitnehmer, die ihre Ersparnisse in Aktien steckten, vermeintlich solide, und alles verloren.

Bei uns haben solche Modelle nie eingeschlagen. Wer einen Kredit möchte, muss den finanziellen Nacktscanner durchlaufen. Und selbst auf die als Volksaktie beworbene Telekom ist kaum jemand im Volk eingestiegen, mindestens nicht mit signifikanten Beträgen.


Trading als Altersvorsorge?

Die Mentalität in Europa ist eine andere. Wer Aktien kauft, tut das als Hobby oder als Business, tradet, verkauft sie irgendwann also auch wieder. Eine Investitions-Moral wie in den USA, wo der Fortschrittsglaube so grenzenlos ist wie die Rümpfe der Einwohner, wo Aktien also einmal gekauft werden und in Erwartung stetigen Wertzuwachses bis zum Renteneintritt gehalten werden (Buy and Hold), ist selten. Wir sind kritischer. In den USA war Buy and Hold lange Zeit einzig akzeptable Denkweise: Wer shortete, also auf sinkende Kurse spekulierte, beging ein Sakrileg. Vielleicht braucht es das Weltverständnis einer Nation, die 1692 noch Hexen verbrannte, um aus einem Leerverkauf den Niedergang der Zivilisation abzuleiten. Viele Amerikaner sind aber heute noch davon überzeugt, dass ihre Krisen, angefangen 1907, durch Leerverkäufe entstanden, mit denen skrupellose Spekulanten Kurse vernichtet hätten.

Dieser unbedingte Fortschrittsglaube erklärt nicht nur die Leichtgläubigkeit der Amerikaner, welche Mitschuld am Aufblähen der Blase von 2008 hatte. Er erklärt auch die Gewalt, mit der jene getroffen wurden, finanziell und eben auch in ihren Weltbildern, die Monat für Monat einen Teil ihres Einkommens in Aktien steckten, oft die des eigenen Unternehmens – und statt sicherer Renten herbe Verluste erlitten. Sie taten, was ihre Väter gemacht und damit ihre Rente gesichert hatten. Dass solch unbegrenztes Wachstum nicht über Generationen zu halten sein wird, ist einem Amerikaner schwer vermittelbar.


Wie sicher ist meine Rente?

Ob aber in 40 Jahren unser Rentensystem noch funktioniert, sei es auch nur für eine nackte Existenzsicherung, wie viel dann ausbezahlt wird und bis in welches Alter man dafür arbeiten wird müssen, das werden wir frühestens in 39 Jahren erfahren. Und auch, ob private Rentenversicherungen dann noch existieren, zahlungsfähig sind und zum Leben reichen.

Es braucht daher nicht die Leichtgläubigkeit eines Amerikaners, sich nach Vorsorge-Alternativen umzusehen. Es braucht die Umsicht eines Europäers, zu erkennen, dass die gewöhnliche Absicherung nicht richtig sicher ist.

Sicher ist Trading natürlich auch nicht. Die Börse, der Kapitalismus, wird noch existieren in vierzig Jahren, denn wenn der große Crash von 2008 ihn nicht vertilgte, dann auch die nächsten beiden kleineren nicht, die zyklisch in zehn, zwanzig Jahren Abstand zu erwarten sind. Doch sie werden kommen.


Wann kommt der nächste Crash?

Jenseits der beiden großen Krisen von 1929 und 2008 gab es zig kleinere zwischendurch, die zwar die Weltwirtschaft nicht an den Abgrund führten, aber individuelle Konten ebenso ruinierten. 1987 zum Beispiel. Die Welt hat weniger davon mitbekommen als von den diversen Ölkrisen. Für Anleger aber war es ein Schock.

Was, wenn es Sie erwischt? Die Gefahr ist gar nicht so abstrakt, denn wer an der Börse über zehn, zwanzig, dreißig Jahre eine Altersvorsorge erarbeitet, ist lange genug am Markt, mindestens eine größere und diverse kleinere, instrumenteninterne Krisen zu erleben. Wer 2010 in Pension gehen wollte und die letzten fünf Jahre zuvor nochmal intensiv investierte, hätte sein Kapital in dieser Zeit womöglich halbiert.

Es braucht eine Verbindung aus gutem Durchblick in den Bereichen, wo Sie investieren wollen, und einer Investitionsstrategie mit geringem Risiko. Die alte Weisheit gilt, schätze deine Positionsgröße vorsichtig – und dann halbiere sie! Verfolgen Sie Monats- und Wochencharts eher denn Tages- oder gar Stundencharts, um die langfristigen Trends zu erkennen.

Setzen Sie umsichtige Stop-Loss-Orders hinter jeden Trade. Mit den üblichen zehn, zwanzig Kerzen Abstand zum Einstiegskurs des Trades decken Sie im Monats- und Wochenchart dann drei Monate bis zwei Jahre der Vergangenheit ab. Selbst mit gepolstertem Konto sind so eher kleine Positionsgrößen angezeigt. Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht für Reichtum traden, schon gar nicht für schnellen. Sondern für Sicherheit und langzeitige, stetige Resultate.


Welche Rendite ist realistisch?

Bei der Rentenversicherung wohl kaum mehr als ein Inflationsausgleich auf die eingezahlten Beträge. Beim Trading tun sich große Schwankungen auf und es wird gar Verlustjahre geben. Eine Garantie auf die Rendite gibt es daher natürlich auch hier nicht, wenn auch aus anderen Gründen.

Dass in den nächsten Jahren die Welt untergeht und das Problem Altersvorsorge sich von selbst löst, ist ebenso wenig zu erwarten, nachdem 2012 sie nicht vertilgte. Daher folgen wir einmal vorsichtigen Schätzungen, die durchschnittliche jährliche Renditen um oder knapp unter zehn Prozent für realistisch befinden. Nicht nur in praktisch zinsfreier Zeit ist das gar nicht schlecht. Sollten Sie irgendwann aufs Sparkonto wieder 14 % kriegen, können Sie ja umdisponieren.

"Vorsichtige Schätzungen" bezieht sich dabei nicht auf moderate individuelle Tradingfähigkeiten, sondern auf die Rendite von Indizes, also Querschnitten durch ein Portfolio von Aktien, wie den DAX oder den S & P 500, über viele Jahre. Wer 2007 DAX kaufte und 2008 wieder verkaufte, der hat zwar 40 % Verlust gemacht. Wer aber früher ein- oder später ausgestiegen ist, also die Zeit die Wunden der Krise hat heilen lassen, der kam mindestens mit Breakeven, oft mit satten Gewinnen davon.

Je nach Zeitraum, den man für eine Langzeit-Ermittlung heranzieht, ergeben sich bei Indizes im Durchschnitt sechs bis zehn Prozent pro Jahr. Und Sie müssen erst mal wirklich nicht mehr tun als kaufen und behalten.


Wie viel Diversifizierung brauche ich?

Dass ein guter Trader nicht sein ganzes Kapital auf ein Instrument setzt, ist klar. Geht es aber um die Absicherung im Alter, ist eine zweite Diversifizierungs-Ebene ratsam: Investieren Sie nur einen Teil Ihrer Altersvorsorge an der Börse. Ein weiterer Teil kann klassisch in eine Rentenversicherung gehen – oder in ganz andere Strategien. Denken Sie an Materialismen wie Autos, Kunst, Immobilien, edle Kameras oder Gold.

Gold lässt sich praktischerweise auch an der Börse, das heißt via Internet handeln, man muss nicht auf Flohmärkten Schmuck einkaufen und in einen Tresor stopfen. Zur Diversifizierung ist Gold daher schon mal praktisch. Bis Anfang der 2000er war Gold auch die unspektakuläre Empfehlung schlechthin für wertsichere Langzeitinvestitionen. Mit dem seither explodierten Kurs ließ sich zudem eine schöne Rente abgreifen. Nun aber stagniert der Kurs und die Stimmen jener, die, den Kursentwicklungen durchs letzte Jahrhundert folgend, einen Preisverfall vorhersagen, werden nicht leise.


Wie eng muss ich Kurse verfolgen?

Bevor Sie einkaufen gehen – seien es Aktien, Edelmetalle oder Physisches außerhalb der Börse – brauchen Sie daher nicht nur Hintergrundwissen über das Instrument, in das Sie investieren – Wissen, wie etwa der Goldkurs durchs 20. Jahrhundert verlief, dass zu Krisenzeiten Kapital in Materialismen flüchtet und wann daher Gold viel und wann wenig wert ist.

Sie müssen auch den aktuellen Kursverlauf im Blick behalten. Wer vor fünf Jahren Gold kaufte, hat seither noch keinen Gewinn eingefahren; wer noch später zugriff, sogar einen Verlust. Anders als beim Tagestrading geht es hier aber um Kursverläufe über Jahre und Jahrzehnte. Der Spielraum, mit dem eine Stop-Loss-Order hinter einen Preis gesetzt wird, muss also viel größer sein als beim Tagestrading.

Weiters kommen noch ganz andere Überlegungen zum Tragen. Wenn Sie heute planen, in 27 Jahren in Pension zu gehen, ist anders als beim Tagestrading neben dem heutigen Kurs die Einschätzung ebenso wichtig, wie der Kurs dann aussehen könnte oder sich zwischenzeitlich entwickeln könnte. Google könnte die Weltmacht übernommen haben, sein Kurs durch die Decke gegangen sein – oder längst von DuckDuckGo.com gefressen worden sein, weil mehr Nutzer ihre Daten nicht heimlich gespeichert wissen wollen. Gold könnte noch begehrter geworden sein – aber durch satellitenlaserradargestützte Suche einfach und billig aufzufinden, oder vielleicht erzielt gar ein Alchemist einen Durchbruch.


Wie viel Zeit muss ich mir zum Lernen nehmen?

Wer ins Trading als Altersvorsorge einsteigen will, muss sich Zeit zum Lernen nehmen: Handwerk lernen, Instrumente finden, Hintergründe zu ihnen recherchieren, Tradingmethoden ausarbeiten und Marktumsicht gewinnen. Selbst wer Tagestrading betrieben hat, muss sich ob der anderen Prämissen, Denkweisen und Handelsstrategien umorientieren. Das braucht Zeit.

Die meisten Menschen, will eine Studie herausgefunden haben, überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können – und unterschätzen, was sie in dreien erreichen können. Doch drei Jahre Lernen, um Altersvorsorge zu schaffen?!

Wir reden nicht von drei Jahren, in denen nichts anderes stattfände, Sie knallhartes Trading als Beruf lernten. Tom Basso, erfolgreicher Rentenfonds-Trader der es wissen muss, sagt, mit ein paar Minuten täglich kann man als Trendfolger sein Portfolio verwalten. Da ist nur angemessen, die ersten drei Jahre etwas mehr oder auch einige Wochenenden zu investieren, um einen fundierten Überblick zu kriegen.

Wenn Sie nur Indizes kaufen und halten wollen, tun Sie das für ein Jahr auf einem Demokonto. Um die Routine zu kriegen, und auch um zu Sehen, welche Fragen sich Ihnen auftun. Suchen Sie die Antworten, in Büchern oder auf kompetenten Webseiten. Seien Sie ehrlich zu sich, wann Sie sich reif fühlen, mit echtem Geld zu handeln.

Mit mehr Ambition ist das Prozedere zwar ähnlich, der Lernaufwand aber größer. Sehen Sie sich um, lesen Sie einige Einführungsbücher über Trading und Tradingmethoden als Anlagestrategie.

Zugestanden, der Aufwand ist größer als für den Abschluss einer Rentenversicherung. Der Vorteil aber: die Aussicht auf höhere Rendite. Und die Überzeugung, selbst Verantwortung zu haben fürs Ergebnis – selbst den eigenen Plan für die Zukunft erarbeitet, durchdacht, kritisch reflektiert zu haben, und dann umzusetzen.

Hinzu kommt die größere Flexibilität bei dieser Umsetzung. Erfolgreiche Phasen lassen sich durch größere Trading-Aktivität ausnutzen. Steht irgendwann zusätzliches Kapital zur Verfügung, sei es durch eine Erbschaft, kommt es zusätzlich aufs Trading-Konto. Bei den meisten Versicherungen haben Sie diese Flexibilität nicht.

Sicher, der Flexibilität steht die Verlockung gegenüber, bei Knappheit monatliche Einzahlungen auszusetzen oder für Anschaffungen das Konto zu plündern in der Erwartung, es später wieder zu füllen oder gar an der Börse zurückzugewinnen. Darüber müssen Sie sich erheben. Disziplin bleibt eine Tugend.


Handeln oder handeln lassen?

Und wie wäre es, Ihr Geld einem Experten anzuvertrauen, der für Sie handelt – und immerhin Jahre der Erfahrung am Markt hat? Einem Fonds zum Beispiel.

Klingt erst mal vernünftiger. Ein Experte, der für Sie handelt, hat aber auch andere Prioritäten. Viele Fonds-Manager leben nicht von einer Gewinnbeteiligung an erfolgreichen Trades mit dem Geld ihrer Kunden. Sondern von einer Kommission allein dafür, dass Sie Ihr Geld bei ihnen deponieren dürfen. Der Unterschied klingt marginal, kann in Krisenzeiten aber gravierend werden: während Ihr Kapital weniger wird, weil die aktuelle Marktsituation nicht ideal für die Handelsstrategie des Fonds ist, oder nicht ideal zum Handeln überhaupt, zahlen Sie trotzdem Kommission – und dem Fonds-Manager so sein Gehalt. Sicher spekuliert kein Fonds auf solche Praktiken, denn auf Dauer könnten sie sich nicht halten. Eine Krise trennt Spreu und Weizen. Dann aber ist’s schon zu spät.

Prüfen Sie daher sehr genau die Modalitäten, bevor Sie jemandem einen Teil Ihres Kapitals anvertrauen. Und checken Sie mal, wie sich der Fond in der Krise verhielten – wurde er getroffen, konnte er durch zurückhaltendes Trading Verluste abwenden oder gar von widersinnigen Kursbewegungen profitieren? Schreibt er sich vor, immer investiert zu sein, auch wenn Enthaltsamkeit in Krisenzeiten angebrachter wäre? Wie funktioniert die Entlohnung – auf Erfolgsbasis oder Kommission? Seit wann gibt es den Fonds und wie sieht die Bilanz seither aus?

Widerstehen Sie dabei der Versuchung, bei den gerade Erfolgreichsten zu investieren. Große Performance-Schwankungen sind, egal welche Rendite sie liefern, nichts für eine sichere Altersvorsorge. Die Erfahrung zeigt auch, dass auf Phasen von Gewinn oft solche von Stagnation oder Verlust folgen. Das erzählen gar zahlreiche Fonds-Manager selbst, etwa in Interviews in den beiden ‚Market Wizard‘-Büchern („Die Magier der Märkte“) von Jack Schwager. Wer dann auf dem Hochpunkt investiert, macht vielleicht ein Jahr lang nur Verluste.

Vertrauen Sie auch Ertragsdaten nicht blind. Fragen Sie nach, wie der Fonds investiert, wo, mit welcher Strategie und über welche Zeiträume. Wenn Sie Ihr Geld jemandem anvertrauen, brauchen Sie just Vertrauen. Der Manager muss wissen, was er tut und Sie müssen überzeugt sein, dass das richtig ist für Sie. Sie können einzelne Entscheidungen nicht infrage stellen, wie Sie es selbst handelnd könnten. Kaufen Sie trotzdem keine so genannte Black Box, keine Katze im Sack, wo Ihnen, durch Daten aus der Vergangenheit oder abstrakte Strategiebeschreibungen, Rendite versprochen wird ohne dass Sie verstünden, wie die zustande kommt oder Vertrauen hätten, dass sie das auch in den nächsten zehn Jahren noch tun wird.

Auch Trading-Communities sind daher mit Vorsicht zu betrachten. Statt selbst zu handeln, kopieren Sie dort die einzelnen Trades eines erfolgreichen Händlers – automatisch per Feed an Ihre Software.

Die Idee ist toll, doch auch diese Händler leben von den Gebühren Ihres Abonnements des Feeds. Völlig gerechtfertigt, wenn Sie einen Experten am andern Ende der Leitung haben, dem Sie vertrauen und der die gleichen Ziele wie Sie verfolgt. Kopieren Sie aber an einen Anonymen, der mit Glück und Unverstand einem Demokonto 1000 % Rendite abringt und sein Geld allein mit Abo-Gebühren verdient, ohne eigenes Kapitalrisiko, ist Ihr Geld irgendwann weg. Garantiert.

Freilich, solch reißerische Performance würden Sie mit etwas Umsicht gar nicht erst abonnieren. In der unübersichtlichen Realität aber feine Nuancen von Vertrauenswürdigkeit zu erkennen, ist nicht leicht. Sehen Sie sich kritisch um. Machen Sie sich vorher bewusst, was Sie suchen. Und kopieren Sie Trades erst mal ein Jahr lang auf ein Demokonto.


Wann ist Zeit zum Einstieg?

Ganz profan: Wer jünger anfängt, hat mehr Zeit, Kapital zu vermehren. Wer älter anfängt, hat vielleicht mehr Erspartes zum Einsetzen. Während beim Tagestrading ein Batzen Angespartes zum Start angeraten ist, kann Trading als Vorsorge durchaus mit einem moderaten Betrag beginnen, der durch regelmäßige Einzahlungen wächst wie bei einer Rentenversicherung.

Denken Sie so: Statt um einen regelmäßigen, zum Leben entnommenen Gewinn des Tagestradings geht es hier um das Ansparen eines Betrags, der später zur Verfügung steht, plus seine risikoarme Erhöhung um etwas mehr als einen mageren Inflationsausgleich.

Die genaue Rechnung müssen Sie selbst aufstellen, sie hängt von Ihren Ansprüchen ab an späterem Vermögen, an Renteneintrittsalter und natürlich auch von der Variablen Lebenserwartung. Wenn eine Rentenversicherung aber zwei Prozent Rendite pro Jahr in Aussicht stellt und Sie beim Trading mit durchschnittlich sieben Prozent kalkulieren, ergeben sich entweder geringere Einsätze für den gleichen Zielbetrag, oder bei gleichem Einsatz ein höherer Zielbetrag.


Was ist mit Zinsen?

Wenn über lange Zeit Kapital angespart werden soll, hat da ein verzinstes Trading-Konto Sinn? In einer Zeit, wo es tatsächlich Zinsen gibt, bestimmt. Denn während solche Konten zumeist nachteilige Kostenmodelle für Trade-Ausführungen haben, lohnen sie sich je nach Zinssatz für Langzeit-Investitionen durchaus, wo weniger getradet und Trades lange gehalten werden. In der Gegenwart aber sollten Sie kritisch vergleichen. Natürlich können Sie später jederzeit den Anbieter wechseln.

Das oft turbulente Trading von Devisen ist für die Altersanlage zwar nicht erste Wahl. Wenn Sie aber etwas mehr Zeit und Lernaufwand investieren wollen, lesen Sie sich doch mal in Carry Trades ein, einer mittelfristigen Strategie, die darauf zielt, neben den Kursschwankungen zweier Währungen vor allem ihre Zinsschwankungen auszunutzen – und damit mindestens in der Gegenwart deutlich höhere Zinsen zu ernten als jedes verzinste Tradingkonto.

Ihr Christian Schnalzger

Über den Autor

Team BrokerDeal

Team BrokerDeal

BrokerDeal kümmert sich neben den Brokervergleichen und den Vorteilen für Mitglieder auch um die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder und Leser. Dafür mitverantwortlich sind eine Handvoll talentierter und erfahrener Trader, die Ihr Wissen gerne weitergeben. Wer ebenfalls Interesse daran hätte für BrokerDeal zu schreiben, kann jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen.

Kommentieren

(wird nicht angezeigt und nur für eine Bestätigungsmail verwendet,
um Fakebewertungen zu erschweren)

Anhang (max. 5 MB): (Dateiendungen: jpg, png, gif, pdf)
Wird geladen...