Social Trading unter der BrokerDeal-Lupe

07.05.2014 - 2 Minuten Lesezeit

Social Trading boomt, wenn man den Zahlen der Anbieter Glauben schenken darf. So gibt der deutsche Anbieter ayondo für das Jahr 2013 Nutzerzahlen von 60.000 Followern an, davon alleine aus Deutschland 50.000. Der Grundgedanke des Social Tradings, auch Copy Trading oder Mirror Trading genannt, ist so einfach wie sympathisch: erfolgreiche Trader stellen ihre Strategien zur Verfügung, die schon mit wenigen Euro Kapital von „Followern“ kopiert werden können im eigenen Livekonto.

Die Orders des Traders werden dann fast zeitgleich gespiegelt. Je nach Anbieter werden dafür verschiedene Märkte und Instrumente zur Verfügung gestellt, ebenso unterscheiden sich Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Risikobegrenzung.

Der Anleger bzw. Follower muss also keine eigenen fundierten Kenntnisse über den Börsenhandel besitzen. Im Grunde kann man sich zurücklehnen und den Trader für sich arbeiten lassen. Ob die gewählten Strategien dann auch tatsächlich aufgehen hängt nicht nur von der Tüchtigkeit des Traders ab. Sondern im Detail auch von der Qualität der kopierten Orders. Also wie rasch werden diese gespiegelt, und mit welcher Slippage. Slippage bezeichnet den Unterschied zwischen dem Einstandskurs des Traders, und jenem des Followers. Denn auch wenn die Ausführung nur Millisekunden später stattfindet, kann das in sehr volatilen Märkten wie beim Devisenhandel spürbare Unterschiede ergeben. In der Theorie kann das aber in beide Richtungen ausschlagen, denn der Kurs für den Follower kann sich ja auch gebessert haben. Wie das in der Praxis aussieht wird allerdings spannend. Und genau hier setzt BrokerDeal wieder mit seinen Echtgeldtests an.

Das Ganze Drumherum ist für uns nur Zugabe. Wenn die Trader nichts taugen oder die Umsetzung auf die Konten der Follower mangelhaft ist, hilft auch die beste Software und ein perfekter Kundenservice wenig.

In der ersten Phase werden wir uns die bekannten Anbieter ayondo, Currensee, eToro und ZuluTrade zur Brust nehmen. Interessant sind auch die hausinternen Lösungen der beiden CFD-Broker GKFX und X-Trade Brokers. Weitere Kandidaten sind Wikifolio und United Signals.

BrokerDeal interessiert wie immer vor allem der praktische Aspekt. Wir konzentrieren uns wie erwähnt auf die Echtgeldtests, daneben noch auf die Qualität und Seriosität der Trader und auf das Vergütungsmodell.

Ich bin sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse in den kommenden Wochen. Diskutieren Sie mit und bringen Sie eigene Erfahrungen und Fragen mit ein!
Wir holen uns dann Stellungnahmen der Anbieter ein und achten auch darauf, ob auf Anregungen und Kritik eingegangen wird.

Viel Spaß bei der Lektüre
Michael Hinterleitner

PS: was GKFX und Currensee (über OANDA) betrifft profitieren Mitglieder bereits von Gutschriften pro Trade. Bei ayondo könnte es in Kürze soweit sein, das wird auch davon abhängen wie unser Testurteil ausfällt.

Über den Autor

Michael Hinterleitner

Michael Hinterleitner

Bereits mit 16 der Faszination Börse erlegen, wurde Trading neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zu seiner Hauptbeschäftigung, seit 2006 ist er auch Redakteur und Trader bei GodmodeTrader.de tätig. Sein Fokus: Swing- und News-Trading mit Aktien. Neben der täglichen spannenden Jagd an den Börsen kam 2011 die Idee zu einem neuen Brokervergleich, der nicht nur einen detaillierten Blick hinter die Kulissen erlaubt, sondern auch handfeste Vorteile für Mitglieder bringt. Als Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de hat sich Michael Hinterleitner zum Ziel gesetzt, Licht in den Brokerdschungel zu bringen. Er erklärt, worauf es bei der Brokerwahl ankommt, welcher Anbieter für welche Bedürfnisse Sinn macht, und auf welche Unterschiede man bei den Produkten und der Ausführungsqualität achten sollte.

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