Social Trading bei OANDA Teil 3

15.07.2014 - 4 Minuten Lesezeit

Nachdem wir uns in Teil 1 und Teil 2 dieser Testserie die formalen Bedingungen und die auffälligen Vor- und Nachteile des Social Tradings bei OANDA/Currensee angesehen haben, geht es endlich ans Eingemachte. Die ersten 80 Trades liegen hinter uns, damit können wir unser Urteil über die Qualität fällen.

Nach dem letzten Artikel habe ich mir noch einen weiteren Trader ins Portfolio geholt, Optimax. Er gehört zu den „Emerging Strategies“, hat also im Grunde noch nicht die finale Freigabe von Currensee erhalten um zu den offiziellen Trade Leadern zu gehören. Seine bisherige Performance war vielversprechend, und ich wollte rascher auf eine aussagekräftige Anzahl von Trades kommen für mein Fazit.

OANDA testen und 1.000 Euro Bonus sichern!


Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:


Slippage

Das Wichtigste gleich zu Beginn: die Slippage fällt am Ende deutlich zu meinen Gunsten aus. „Schuld“ daran trägt allerdings primär eine Eigenheit von Currensee. Und zwar werden auch laufende Positionen kopiert wenn man einem Trader neu folgt, wenn der Einstiegskurs besser als der Originalkurs ist. Das ist zwar im Grunde eine akzeptable Vorgehensweise (könnte sich sogar produktiv nutzen lassen?), allerdings fehlt mir wenigstens ein Hinweis zu dieser Vorgehensweise. Bei anderen Social Trading Anbietern wird man sogar gefragt, ob man laufende Positionen oder nur neue kopieren möchte. Eine erste kleine Anregung also an OANDA an dieser Stelle.

Jedenfalls wurden mir dadurch vier Trades günstiger eingepflegt als den Trade Leadern selbst. Besonders hervor stechen dabei +21,3 Pip Slippage sowie +33,7 Pip Slippage. Dadurch habe ich am Ende bei den Einstiegen 54,7 Pip Slippage zu meinen Gunsten. Rechnet man diese vier Trades raus, steht am Ende zwar sogar ein kleines Minus zu Buche. Dieses ist aber nicht weiter tragisch, und wird fast ausgeglichen durch eine positive Slippage von +6,7 Pip bei den Exits.

All dies ist transparent dargestellt sowohl in dem Dashboard als auch in der Excelhistorie, die man sich exportieren kann. Manuelles Rumrechnen wie bei anderen Plattformen nicht nötig angenehmerweise. Wer möchte kann sich die Details der Slippage zu jedem Trade in diesem statement ansehen.

Qualität der Trader

Die Anzahl der gespiegelten Trades ist jetzt zwar noch nicht so gewaltig aussagekräftig. Aber mit der Strategie LIWWK.Q des Trade Leaders LW Trading bin ich bisher absolut einverstanden. In 22 Trades 90% Trefferquote ist eine starke Leistung und brachte das größte Plus am Konto. Die Strategie ist wohl auch auf die Trefferquote ausgerichtet, Gewinne werden rasch mitgenommen, die Einzelverluste sind deutlich größer.

Mit der anderen Strategie dieses Traders, LIWWK.A, bin ich genau rechtzeitig gekommen um einem kleinen Drawdown beizuwohnen. Nach 20 Trades bei nur 30% Trefferquote bleibt mir bisher ein kleiner Verlust. Aber das ist absolut harmlos im Vergleich mit meinem im Nachhinein ins Boot geholten Nachwuchstrader Optimax. Seine Strategie JORWV.A bringt es in den letzten zehn Trades nur auf einen kleinen Gewinner, der Rest sind satte Minustrades. So wird das eher nix mit der Beförderung zum offiziellen Trade Leader.

Über Alpha Harvest lässt sich nach zwei Trades noch nichts sagen, wenigstens waren beide ein Gewinn.

Wer möchte kann die Entscheidungen der Trade Leader selbstständig ganz gut nachvollziehen anhand der transparenten Historie. Klingt zwar selbstverständlich, ist es aber nicht. Wir werden in dieser Testreihe auch noch Orderhistorien ohne Zeitstempel sehen.

Eine weitere Anregung sei mir an dieser Stelle erlaubt, nicht nur an OANDA sondern an sämtliche Social Trading-Plattformen gerichtet. Und zwar wäre es für den interessierten Kunden eine tolle Geschichte, wenn man Ein- und Ausstieg interaktiv in Charts nachvollziehen könnte. Aber das bleibt wohl Wunschdenken.

Die Strategie LIWWK.Q gefiel bisher mit vielen kleinen konstanten Gewinnern

Die Strategie LIWWK.Q gefiel bisher mit vielen kleinen konstanten Gewinnern

Fazit Teil 3

Über die Ausführungsqualität kann man absolut nicht meckern, die ist topp. Die Slippage ist minimal und in Summe gesehen genauso oft positiv wie negativ. Da bereichert sich also keiner. Dass laufende Positionen ungefragt kopiert werden wenn der Einstiegskurs günstiger geworden ist, darüber lässt sich schon eher diskutieren.

Die Strategien lassen sich also einwandfrei kopieren, jetzt muss man halt nur noch das richtige Näschen haben um erfolgreiche Trade Leader zu finden. Diese sind vorhanden, in verschiedensten Facetten und Zeitfenstern. Persönlich bin ich mit dem Testergebnis zufrieden und werde daraus einen langfristigen Feldversuch machen. Zum einen um noch weitere Erkenntnisse zu sammeln, aber auch weil ich von der Qualität überzeugt bin und das Geld dort besser aufgehoben sehe als auf dem Sparbuch.

Bleibt nur noch ein letzter Artikel zu schreiben, in dem wir unsere finale Note vergeben, verteilt nach einem objektiven Kriterienkatalog. Dazu dann in Kürze.

Lernen Sie bis dahin OANDA über unseren Steckbrief und Kundenbewertungen echter Trader kennen. Mitglieder von BrokerDeal erhalten außerdem einen Bonus von bis zu 1.000 Euro, die Ersparnis beträgt damit etwa für jedes FX-Lot 2$.

Risikohinweis: Der Handel mit Devisen und Differenzkontrakten (CFDs) birgt ein hohes Risiko für Ihr eingesetztes Kapital. Verwenden Sie daher nur Gelder, deren Verlust Sie sich auch leisten können. Da diese Produkte nicht für alle Anleger geeignet sind, stellen Sie bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken voll und ganz verstehen.

Über den Autor

Michael Hinterleitner

Michael Hinterleitner

Bereits mit 16 der Faszination Börse erlegen, wurde Trading neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zu seiner Hauptbeschäftigung, seit 2006 ist er auch Redakteur und Trader bei GodmodeTrader.de tätig. Sein Fokus: Swing- und News-Trading mit Aktien. Neben der täglichen spannenden Jagd an den Börsen kam 2011 die Idee zu einem neuen Brokervergleich, der nicht nur einen detaillierten Blick hinter die Kulissen erlaubt, sondern auch handfeste Vorteile für Mitglieder bringt. Als Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de hat sich Michael Hinterleitner zum Ziel gesetzt, Licht in den Brokerdschungel zu bringen. Er erklärt, worauf es bei der Brokerwahl ankommt, welcher Anbieter für welche Bedürfnisse Sinn macht, und auf welche Unterschiede man bei den Produkten und der Ausführungsqualität achten sollte.

Kommentieren

(wird nicht angezeigt und nur für eine Bestätigungsmail verwendet,
um Fakebewertungen zu erschweren)

Anhang (max. 5 MB): (Dateiendungen: jpg, png, gif, pdf)
Wird geladen...