Handelsstrategien: So tradest du profitabel!

16.05.2017 - 5 Minuten Lesezeit

Ich denke mit diesem Artikel leiten wir einen wertvollen Beitrag um das "Geheimnis Trading" zu lüften! Denn mal ehrlich: Wie viele Leute können wirklich von sich behaupten, dass sie profitabel sind? Richtig: Sehr wenige! Und genau deshalb möchte ich dir Schritt für Schritt erzählen, wie du durch Strategien regelmäßig Geld verdienst.

Erstmal zu mir: Ich schreibe hier einen Gastartikel für BrokerDeal. Mein Name ist Christian Maikranz, ich bin Swingtrader und handle die wichtigsten Devisen- Rohstoff- und Indexmärkte - nebenberuflich. Ich mache das ganze nebenberuflich, weil die Börse zwar eine Leidenschaft für mich darstellt, ich aber niemals mehrere Stunden am Tag die Märkte ständig verfolgen möchte.

Ich führe mit ein paar anderen Kollegen das Projekt teamtrader, in welchem wir genau das lehren & vermitteln: Professionelles Swingtrading für Berufstätige - und zwar mit konkreten Trading Strategien!


Trading Strategien: Der feine Unterschied

Und hier sind wir schon beim Thema: Trading Strategien sind nicht gleich Trading Strategien. Denn viele Trader geben sich schon mit ein paar schwammigen Einstiegsregeln zufrieden - vielleicht noch ein paar Stopregeln. Doch das reicht überhaupt nicht aus!

Unsere Kunden sind immer überrascht, wenn sie an unseren Strategieschulungen teilnehmen. Sehr oft fällt dann sinngemäß der Satz: "Ich wusste ja gar nicht, dass das so umfangreich und so strukturiert ist!"

Und genau deshalb empfehle ich dir folgendes: Lies' diesen Artikel aufmerksam durch, wenn du wirklich ein profitabler Trader werden willst!


1. Die Regeln deiner Trading Strategie

Wenn Leute mir sagen, dass sie nun endlich eine Trading Strategie haben und ich sie dann frage, ob sie mir mal das genaue Regelwerk der Strategie erklären können, kommen oftmals nur ungenaue Erklärungen.

Es ist ja von mir nicht böse gemeint, aber ich muss mal deutlich sagen: Das ist bei den meisten Tradern so und genau der Grund, wieso sie nicht erfolgreich sind!

Wichtig: Eine Trading Strategie braucht ein klares Regelwerk! So sollte jede Strategie definiert sein:

Einstieg: Du musst wissen, wann du eine neue Position eröffnest!

Stop: Du musst wissen, wo du den Initial-Stop legst (Anfangs-Stop-Loss) und wie sich dieser Stop während des Trades verhält (wird er bspw. nachgezogen oder bleibt er immer dort, wo er anfangs gesetzt wurde)

Exit: Du musst wissen, wann du die Position schließt und den Gewinn realisierst!

Voraussetzungen: Du musst wissen, wann du diese Strategie überhaupt anwendest (bspw. in starken Trendmärkten, in hochvolatilen Märkten, kurz nach News oder in langen Seitwärtsmärkten etc.)

Um die Wichtigkeit von diesem Thema mal zu verdeutlichen, schaue dir mal diesen Chart an:

Nehmen wir mal an, jemand handelt eine Strategie, die in der abgebildeten Markierung eine Short-Position eröffnet. Können wir nun sagen, dass die Strategie gut ist? Natürlich nicht!

Natürlich sieht das im Nachhinein alles logisch aus und man sieht den bleibenden Abwärtstrend nach dem Shorteinstieg. Dennoch können wir ohne eine feste Angabe zu Stop Loss, Trailing Stop und Exit überhaupt nicht sagen, dass das eine profitable Strategie ist!

Ich will dich damit sensibilisieren, dass der Einstieg auf gar keinen Fall das Wichtigste im Trading ist! Es kommt zusätzlich darauf an, wie du dein Trademanagement gestaltest.

Wenn du nun diese 4 Punkte (Voraussetzungen / Einstieg / Stop / Exit) erfüllt hast, hast du eine Trading Strategie definiert. Herzlichen Glückwunsch! Doch wirst du nun profitabel, wenn du diese Strategie handelst? - Keine Ahnung!

Denn jetzt kommt das Interessanteste:


2. Zahlen & Fakten zu deiner Strategie

Es reicht nicht, eine Strategie lediglich voll & ganz "definiert" zu haben. Du musst ja auch wissen, ob dieses Regelwerk dich profitabel werden lässt!

Und das ist bei der Strategie-Erstellung das Schwierigste.

Mittels Backtest musst du nun überprüfen, ob dein Regelwerk in der Praxis auch funktioniert! Dabei ist es wichtig, dass dein Backtest professionell durchgeführt wird. Ein Backtest von 10 oder 20 Trades ist noch lange nicht aussagekräftig, wie du sicherlich weißt.

Auch beim Thema "Zeitraum" musst du aufpassen: Bei einem Backtest zu einer Daytrading-Strategie wäre es ebenfalls nicht aussagekräftig, wenn der Backtest bspw. lediglich einen Monat umfasst!


Kurz mal was zum Thema "Backtest": Ich halte nichts von automatischen Backtests - Jedenfalls nicht für das diskretionäre Trading! Die Backtests, die wir dir in Level X (unsere Swingtrading-Ausbildung) offenlegen, wurden händisch erstellt. Im Vergleich zu vielen automatisch durchgeführten Backtests, die im Internet frei kursieren, stellt dies eine völlig andere Qualität dar!


Nun aber zu den Zahlen & Fakten:

Sobald du einen Backtest zu deiner Strategie hast, musst du nun wichtige Kennzahlen zu deiner Strategie ermitteln, um herauszufinden, ob deine Strategie profitabel ist!

Die wichtigsten Kennzahlen:

  • Trefferquote
  • Payoff-Ratio
  • Erwartungswert
  • Auffächerung der Trefferquote

Genaue Erklärungen zu diesen Kennzahlen findest du hier.

Der Erwartungswert ist mit die wichtigste Kennzahl. Denn sobald diese Zahl positiv ist, weißt du, dass deine Trading Strategie profitabel ist!


3. Drawdown-Wahrscheinlichkeiten

Nun kommen wir zu einem Thema, welches du nur bei Tradern erklärt bekommst, die selbst gewinnbringend an der Börse aktiv sind! Für ein profitables Trading ist es in meinen Augen unerlässlich, sich mit seinen Drawdown-Wahrscheinlichkeiten zu beschäftigen!

Drawdown-Wahrscheinlichkeiten sagen einfach aus, wie wahrscheinlich gewisse Drawdown-Größen (bspw. -10 % oder -25 %) und wie wahrscheinlich gewisse Drawdown-Längen (bspw. 35 Tage oder 50 Tage) sind.

Bei uns in der Swingtrading-Ausbildung Level X liefern wir zu unseren Strategien diese Zahlen mit. Der Umgang mit Drawdowns, den wir übrigens auch genaustens thematisieren, lässt sich mit solchen Wahrscheinlichkeiten besser gestalten.

Außerdem helfen solche Zahlen dem Trader ein viel besseres Gefühl beim Traden zu bekommen.


4. Interpretation - ein wichtiger Baustein!

Wie gesagt: Unsere Trading Strategien haben ein klares Regelwerk, aber kein Regelwerk, welches in Stein gemeißelt ist. Damit möchte ich sagen, dass wir als diskretionäre Trader auch immer die Möglichkeit haben, die Regeln etwas anzupassen!

Die Regeln einer Strategie sind immens wichtig, aber sie sollten auch etwas Spielraum haben, sodass man sie an die momentanen Marktumstände anpassen kann.

Schaue dir dazu dieses exklusive Video an, in welchem ich dir das genauer erkläre:

Interpretationsspielraum bei Trading Strategien from teamtrader on Vimeo.


Fazit

Ich hoffe, du konntest durch diesen Artikel erkennen, wie ernst ich das Thema "Trading Strategien" nehme. Letztendlich macht das nämlich den Unterschied; professionelle Strategien oder amateurhafte Strategien?

Ich finde es enorm wichtig, dass man weiß, dass eine profesisonelle Strategie das Mittel ist, um langfristig Geld aus dem Markt zu ziehen.

Die anderen Marktteilnehmer sind nicht blöd! Da draußen gibt es viele Trader, die viel Zeit und Geld in ihre Ausbildung gesteckt haben, um anderen Marktteilnehmer das Geld aus der Tasche zu ziehen. Deshalb sollte man sich mit dem Thema "Trading Strategien" genaustens befassen.

Über den Autor

Christian Maikranz

Christian Maikranz

Hey, mein Name ist Christian Maikranz! Ich trade hauptsächlich die Währungsmärkte, Rohstoffe und Indizes im Swing- und Positionstrading. Wenn du Interesse an meinem Trading hast, dann schau' mir am Besten wöchentlich im Livetrading über die Schulter bzw. abonniere unseren Youtube-Kanal. Viel Spaß beim Anschauen!

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