CFD Trading so billig wie möglich?

24.06.2015 - 3 Minuten Lesezeit

CFDs (Contract for Difference) gehören zu der Gattung der Derivate und sind eher spekulativer Natur. Mit sehr geringen Kapitaleinsatz können relativ große Handelspositionen am Markt eröffnet werden. Die kleinste Kursbewegung hat demnach einen großen Einfluss auf die Investitionssumme. Dies bürgt Risiken aber auch Chancen. Mittlerweile haben fast alle Onlinebroker CFDs im Angebot welche sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Trader mit kleinen Einlagen können damit ganz einfach in die weltweiten Aktien- und Rohstoffmärkte investieren und haben dazu eine sehr große Produktauswahl. Die hohe Nachfrage bei CFD Brokern führt zu einem verstärkten Preiskampf unter den Brokern. Aber ist das billigste Angebot auch das Beste? 

Gastbeitrag Thomas Herrmann, JFD Brokers

CFD Trading zum besten Preis

CFDs werden immer von sogenannten Market Makern ausgegeben, somit stellt der emittierende  Broker den Marktplatz für den Handel. Jeder Kundentrade geht direkt ins Buch wo der Abgleich aller Positionen stattfindet. In der Regel werden nur die Positionen, welche sich nicht gegenseitig aufheben, am realen Markt abgesichert. Eine Absicherung aller Positionen würde zusätzliche Kosten beim Broker verursachen und wird daher oft vermieden. Zu beachten ist, ohne eine solche Absicherung kann der Verlust des Kunden der Gewinn des Brokers sein. Beim direkten Handel mit einem reinen Market Maker, also dem Herausgeber des gehandelten CFDs, besteht außerdem die Gefahr, dass der Broker die Kenntnis über den Stop Loss und Take Profits des Traders zu seinem Vorteil ausnutzt (Stop Fishing). Deshalb sind die folgenden Informationen wichtig:

Ist der Broker selbst die ausführende Stelle oder wird weitergeleitet?

Werden die Trades am Realmarkt abgesichert?

Treten bei Stop Loss und Take Profit gehäuft Unregelmäßigkeiten in der Preisbildung auf?

Es gibt verschiedene Geschäftsmodelle die sich daraus erschließen können. Es sollte jedoch klar sein, dass der Spread oder eventuell anfallende Kommissionen keine Anhaltspunkte für einen fairen Broker sind. Bei reinen Market Makern, die alles in den Büchern behalten, stellen diese oft nur eine Zusatzeinnahme dar. Selbst bei einem Spread von 0 Pip können manche Broker noch Gewinne erzielen. Damit ist der CFD Handel zu extrem günstigen Konditionen zwar möglich, aber meist mit Interessenskonflikten verbunden.

Wie kann man Stop Fishing vermeiden?

Eine Möglichkeit das sogenannte Stop Fishing zu vermeiden ist, gänzlich auf das Setzen eines Stop Loss oder Take Profits zu verzichten. Man sollte jedoch beachten, dass ohne diese Absicherung das hochspekulative CFD noch unberechenbarer wird und das Risiko eines Totalverlustes sich enorm erhöht. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Stopps in Form von Entry Orders auf den eigenen Server bzw. Computer zu hinterlegen. Dies setzt aber erweiterte IT Kenntnisse voraus und birgt ebenfalls hohe Risiken.

Eine echte Alternative bietet eine 100% DMA/STP Agentur wie JFD Brokers. JFD führt kein eigenes Orderbuch und hat auch keine eigenen CFDs im Angebot. Alle CFD Trades werden ohne Ausnahme an die entsprechenden Liquiditätsprovider (Market Maker) weitergeleitet. Diese Market Maker müssen wiederum die meisten Positionen der JFD Kunden am Realmarkt absichern, da ein Handel im sogenannten B-Book nur funktioniert wenn die Positionen dem jeweiligen Trader inklusive des Stop Loss und Take Profits zuordenbar sind. JFD leitet aber alle Kundenpositionen vollständig anonymisiert weiter. Der Trader und seine Stopps bleiben dem jeweiligen Liquiditätsprovider verborgen, so dass Stop Fishing gänzlich unmöglich ist und auch alle anderen möglichen Interessenskonflikte ausgeschlossen werden. Einnahmen erzielt JFD Brokers auf Basis der erhobenen Handelskommissionen.

Fazit

Der günstigste Handelspreis ist bei CFDs nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist die volle Transparenz und der Ausschluss möglicher Interessenskonflikte. Bei der Wahl des richtigen Brokers sind beide Seiten zu betrachten. Man sollte sich außerdem die Frage stellen, ob man mit seinem Vermögen nur in fiktiven Märkten also in Büchern von Brokern investiert ist oder ob die eigenen Positionen tatsächlich an den realen Börsen ankommen.

Thomas Herrmann
Head of Sales DACH JFD Brokers

Über den Autor

Thomas Herrmann

Thomas Herrmann

Seit dem Jahr 2004 engagiert sich Thomas Herrmann am Finanzmarkt. Angefangen in der klassischen Finanzdienstleistung als selbständiger Berater machte er sich schnell einen Namen als Referent und Marketingspezialist im Versicherungs- und Fondsbereich von wo aus er 2011 seinen Weg in die Tradingindustrie fand. Als Senior Account Manager übernahm er die Verantwortung für den deutschsprachigen Markt für die Dukascopy Bank SA und Dukascopy Europe IBS AS und erlangte tiefe Einblicke in den Devisenhandel. Seine Begeisterung für absolute Transparenz im Onlinetrading führte Thomas Herrmann zu JFD Germany wo er als Head of Germany speaking Markets für die Entwicklung im deutschsprachigen Raum verantwortlich ist.

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