Aktien

Aktienhandel –
Wie er funktioniert und was Trader beachten sollten

Geld verdienen beim Handel mit AktienDas Interesse am Aktienhandel wächst wieder: Niedrige Renditen bei Anleihen, Lebensversicherungen und Festgeld sowie latente Inflationsgefahren machen Investitionen in realwirtschaftliche Beteiligungen so attraktiv wie aktives Trading.

Mehr als 8 Millionen Deutsche besitzen Aktien

Aktien gehören zu den am weitesten verbreiteten Handelsinstrumenten und weltweit werden täglich Millionen von Aktien gekauft und wieder verkauft.

Der jährlichen Aktionärsstatistik des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zufolge besaßen im Jahr 2014 rund 8,4 Millionen Deutsche Aktien – ca. 2,5 Millionen hielten Aktien, weitere 5,9 Millionen Aktienfonds im Depot.

Über deutsche und europäische Broker können Privatanleger an allen relevanten Börsenplätzen der Welt handeln. Insbesondere die Kosten an europäischen und nordamerikanischen Börsenplätzen sind in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken. Zudem haben zahlreiche Broker ihren außerbörslichen Handel aufgerüstet, was zu tendenziell niedrigeren Kosten im Handel mit Zertifikaten und Optionsscheinen geführt hat.

Gründliche Vorbereitung auf den Aktienhandel

Der Schritt aufs Parkett ist für Privatanleger keine Wissenschaft, benötigt jedoch eine gründliche Vorbereitung.

Zunächst muss unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Vermögenswerte die Rolle des Aktienportfolios in der privaten Vermögensplanung ermittelt werden.

Im Anschluss daran sollten Strategien gefunden werden, mit denen sich die anvisierten Ziele erreichen lassen. Dabei sind Zeitaufwand, Vorkenntnisse, Risikobereitschaft etc. zu berücksichtigen. Schließlich gilt es, das notwendige Basiswissen über den Aktienmarkt zu erwerben.



Wie funktioniert der Aktienhandel?

Prinzipien beim Aktienhandel

aktienhandel-stimmrechtBei Aktien handelt es sich um Anteile am Eigenkapital eines Unternehmens, das an der Börse notiert ist. Wer Aktien besitzt, ist zu einem gewissen Prozentsatz Miteigentümer des Unternehmens und erhält als Aktionär Dividendenzahlungen und/oder Stimmrechte, wenn es um Unternehmensentscheidungen geht.

AktienkursWie bei allen anderen Finanzprodukten auch, werden für Aktien Kurse ermittelt, die für den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers gelten. Diese werden laufend aktualisiert. Der Kurs wird dabei vonAngebot und Nachfrage bestimmt – ein Börsenmakler vergleicht alle Kauf- und Verkaufsaufträge und berechnet einen Kurs, der den meisten Umsatz sichert.

WeltDie Aktienkurse werden also von Angebot und Nachfrage beeinflusst, doch was beeinflusst das Angebot und die Nachfrage? Das sind unter anderem wirtschaftliche und politische Entwicklungen, Geschäftsberichte von Unternehmen oder auch ein Wechsel der Unternehmensführung.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Aktien sind Anteile am Eigenkapital eines Unternehmens
  • Aktionäre sind Miteigentümer eines Unternehmens
  • Aktienbesitzer erhalten Dividendenzahlungen und/oder Stimmrechte
  • Der Aktienkurs wird von Angebot und Nachfrage bestimmt

Rendite: Was spricht für die Vermögensanlage in Aktien?

Geschäftsmann wägt vor und Nachteile abAktien versprechen langfristig eine deutlich höhere Rendite als Anleihen und festverzinsliche Geldanlagen. Das lässt sich anhand diverser Studien eindrucksvoll belegen. So führt eine Metastudie des DAI eine Untersuchung der Aktienrenditen in Deutschland für den Zeitraum von 1900 bis 2000 auf – ein Jahrhundert mit zwei verlorenen Weltkriegen, Währungsreformen, und einer Hyperinflation. Die reale, d.h. Inflationsbereinigte Rendite deutscher Aktien erreichte in diesem Zeitraum 3,6 % pro Jahr.

Zum Vergleich: Anleihen erlitten im selben Zeitraum einen realen Verlust von 2,2 % pro Jahr.

Langfristige Aktienrenditen schlagen Anleihen und Lebensversicherung

Die Studie endet im Jahr 2000. Da die Aktienmärkte gegenwärtig deutlich höher notieren, dürfte das Ergebnis noch eindeutiger zugunsten der Aktionäre ausfallen. Dass Aktien langfristig so viel besser abschneiden hat mehrere Gründe. Der wichtigste: Aktionäre sind am realwirtschaftlichen Vermögen eines Unternehmens beteiligt und dadurch gegen Inflation sehr viel besser geschützt als Anleihebesitzer, die der Entwertung ihres Vermögens im vergangenen Jahrhundert mehrfach tatenlos zusehen mussten.

Die Lebensversicherung ist das beliebteste Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau.

Das beliebteste Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau in Deutschland ist die Lebensversicherung: Mit mehr als 84 Millionen Verträgen entfiel statistisch betrachtet auf jeden Einwohner Deutschlands mehr als eine Police. Wussten Sie, dass der Deckungsstock der Lebensversicherer fast ausschließlich aus Anleihen und ähnlichen Vermögenswerten („Renten“) besteht?

Wer eine Lebensversicherung besitzt, investiert bereits festverzinslich

Lebensversicherung Nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) waren im Jahr 2013

  • 88,7 % des Kapitals der Lebensversicherer in Renten investiert
  • nur 3,9 % des Portfolios entfiel auf Immobilien
  • der Aktienanteil lag mit 3,3 % noch geringer.

Kurzum: Falls Sie bereits eine Lebensversicherung besitzen, kann der Aufbau eines Aktiendepots Ihr persönliches Portfolio diversifizieren und besser gegen Inflation schützen.

Für die Direktanlage in Aktien ohne den Umweg über Aktienfonds sprechen auch die niedrigen Kosten. Seit der Jahrtausendwende sind die Ordergebühren bei deutschen Onlinebrokern deutlich gesunken. Bei günstigen Anbietern kosten via Internet erteilte Orders über die wichtigste Börsenplattform Xetra weniger als 10,00 €. Die Gesamtkosten eines Aktienportfolios liegen bei einer nicht allzu hohen Handelsaktivität deshalb deutlich unter denen aktiv verwalteter Investmentfonds.


Mit welchen Instrumenten können Privatanleger Aktienmärkte handeln?

Aktienhandel mit CandlesticksInvestition und Spekulation am Aktienmarkt sind nicht ausschließlich mit Direktinvestments in Aktien möglich. Derivative Finanzinstrumente wie Optionsscheine und Zertifikate ermöglichen die Nutzung großer Hebelwirkungen einerseits und gezielte strategische Investments andererseits. Die Bandbreite reicht von sehr einfachen Produkten mit Kapitalanforderungen im Bereich einiger hundert Euro bis zum EUREX-Handel. Ein Überblick über die wichtigsten Aktienderivate.

Hebelzertifikate

Hebelzertifikate – auch als Knock-Out- oder Turbozertifikat bezeichnet – werden von zahlreichen Banken emittiert. Die rechtliche Darstellung als Schuldverschreibung ist dabei weniger relevant als die zentrale Eigenschaft der Produkte: Sie ermöglichen die Investition in eine Aktie mit einem Finanzhebel. Die Hebelwirkung ermöglicht die überproportionale Partizipation an Kursgewinnen der Aktie, auf die sich das Zertifikat bezieht (Basiswert). Realisiert wird dies durch ein Knock-Out-Level.

Ein grob vereinfachtes Beispiel zur Veranschaulichung. Eine Aktie notiert bei 100 €. Ein Long-Turbozertifikat mit einer KO-Schwelle bei 90 € kostet 10 €  - der Preis entspricht der Differenz zwischen dem Aktienkurs und der KO-Schwelle. Steigt der Aktienkurs auf 110 €, verdoppelt sich der Kurs des Zertifikates auf 20 €. Ein Anstieg des Aktienkurses um 10 % führt somit zu einem Anstieg des Zertifikats um 100 %. Das ist auf die zehnfache Hebelwirkung zurückzuführen. Der Preis dafür ist ein größeres Verlustrisiko: Fällt der Aktienkurs auf oder unter 90 €, verfällt das Turbozertifikat wertlos.

Anlagezertifikate

Anlagezertifikate werden durch die Emittenten aus verschiedenen Bausteinen zusammengesetzt. Dabei werden dem Inhaber des Zertifikates Vorteile eingeräumt, die durch den Verzicht auf Chancen an anderer Stelle finanziert werden. Ein prominentes und zugleich sehr einfaches Beispiel dafür sind Diskontzertifikate. Mit einem solchen Zertifikat erwerben Anleger eine Aktie mit einem Rabatt auf den aktuellen Marktkurs. Im Gegenzug wird auf Kursgewinne, die über ein festgelegtes Niveau hinausgehen, von Beginn an verzichtet. Emittenten konstruieren diese Produkte durch eine Covered-Call-Writing-Strategie, die in der professionellen Vermögensverwaltung bereits seit Jahrzehnten zum Einsatz kommt.

Optionsscheine

Optionsscheine (Warrants) eignen sich sowohl zur Absicherung eines Aktienportfolios als auch zu Spekulationszwecken. Mit Call-Optionen wird auf steigende, mit Put-Optionen auf fallende Kurse spekuliert. Optionsscheine sind mit einer Hebelwirkung verbunden, deren Ausmaß u.a. von ihrer Restlaufzeit und der allgemeinen Marktvolatilität abhängt. Das macht Warrants kompliziert und schwer einzuschätzen, bietet aber auch beträchtliche Chancen: Gelingt es Ihnen eine sehr große Bewegung wie z. B. einen Crash mit Optionsscheinen zu antizipieren, verdienen Sie mehr als mit jedem anderen Instrument.

CFDs

CFDs (Contracts for Difference, zu Deutsch: Differenzkontrakte) fanden um die Jahrtausendwende herum ihren Weg vom britischen Markt nach Deutschland. Ein CFD ist rechtlich betrachtet kein Wertpapier, sondern ein Vertrag zwischen Broker und Anleger. Beide vereinbaren ab einem bestimmten Zeitpunkt einen gegenseitigen Differenzausgleich aus der Kursentwicklung für einen bestimmten Basiswert (zumeist Aktien, Indizes oder Rohstoffe).

In der Praxis funktionieren CFDs ähnlich wie Hebelzertifikate. Notiert eine Aktie bei 100 € und bezieht sich je ein voller CFD auf eine Aktie, lautet auch der Nominalwert des Kontraktes auf 100 €. Für die Eröffnung einer CFD-Position muss allerdings nur ein Bruchteil des Nominalwertes als Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt werden, woraus eine Hebelwirkung resultiert.

Im CFD Handel kann auf steigende (long) und fallende (short) Kurse spekuliert werden.

Beispiel: Für die Eröffnung einer Short-CFD-Position bei einem Aktienkurs von 100 € verlangt ein Broker 10 % bzw. 10 € Margin. Die Aktie fällt nach der Einbuchung der Position innerhalb weniger Tage um 20 % auf 80 €. Bei der Glattstellung der Position realisiert der Anleger somit einen Gewinn von 20 € bzw. 200 % des geleisteten Einsatzes.

Binäre Optionen

Binäre Optionen sind ein für Privatanleger recht neues Instrument. Das Wesen einer binären Option wird durch ein sehr einfaches Auszahlungsprofil bestimmt. Ein sehr anschauliches Beispiel sind One Touch-Optionen.

Handelsinstrumente auf einen Blick
  • Hebelzertifikate
  • Binäre Optionen
  • CFDs
  • Optionsscheine
  • Anlagezertifikate

Erreicht der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit einmalig einen festgelegten Wert, erhält der Inhaber eine Auszahlung. Wird der Kurs nicht erreicht, verfällt die Option. Die Rendite ist in diesem Fall umso höher, je kürzer die Laufzeit und je geringer die Marktvolatilität zum Zeitpunkt der Eröffnung der Position sind.

Binäre Optionen werden zumeist nicht börslich, sondern außerbörslich bei auf dieses Segment spezialisierten Brokern gehandelt. Ein Großteil der Anbieter ist im Ausland – z. B. in UK oder Zypern – ansässig.


Wie kompliziert ist der Aktienhandel für Privatanleger heute noch?

Aktienhandel ist nicht komplizierter als Onlinebanking

Die Zutrittshürden zum Aktienhandel sind für Privatanleger heute nicht mehr höher als die zum Onlinebanking. Broker nehmen Wertpapierorders vergleichbar mit einfachen Banküberweisungen über geschützte Kundenportale entgegen und leiten sie an die Börse weiter. Die Autorisierung von Orders erfolgt zumeist über PIN/TAN-Kombinationen wie im Onlinebanking. Bei Vollbanken, die sowohl Zahlungsverkehr als auch Wertpapierhandel anbieten, sind Depot und Verrechnungskonto häufig als Unterkonto des Girokontos angelegt. Für den Aktienhandel sind somit keine besonderen technischen Kenntnisse oder Voraussetzungen notwendig.

Pauschale Besteuerung durch den Broker

Auch im Hinblick auf die Besteuerung ergeben sich keine nennenswerten Hürden. Sowohl Dividendenzahlungen als auch Kursgewinne unterliegen seit 2009 der pauschalen Abgeltungssteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Die Steuer wird direkt durch Bank bzw. Broker berechnet, einbehalten und mit abgeltender Wirkung an das  Finanzamt abgeführt. Ausnahmen ergeben sich lediglich bei Brokern mit Sitz im Ausland und persönlichen Einkommenssteuersätzen unterhalb von 25 %. Auch die Kapitalanforderungen an Privatanleger sind überschaubar. Die meisten Onlinebroker eröffnen Depots ohne Mindesteinlage. Einige verlangen allerdings zusätzliche Gebühren, wenn der Depotbestand 5.000 - 10.000 € unterschreitet. Diese Größenordnung gilt als sinnvolle Mindestkapitalisierung für den Handel mit Aktien. Für den Handel mit Hebelprodukten reichen etwa 1.000 - 2.000 € prinzipiell aus, CFDs und Binäre Optionen können bereits ab dreistelligen Einlagen gehandelt werden.

Software und Basisinformationen werden gestellt

Die meisten Broker statten ihre Online-Plattformen mit diversen Funktionen für den Aktienhandel aus. Dazu zählen Charting-Tools, Watchlisten, Optionsscheinrechner, Derivate-Suchtools, Stammdaten zu Wertpapieren und eine zeitnahe Kursversorgung.


Für wen eignet sich der Aktienhandel?

Der Aktienmarkt eignet sich zu Spekulationszwecken genauso wie zur langfristigen Vermögensanlage und zum Aufbau eines Portfolios über regelmäßige Käufe oder Aktiensparpläne. Steht die Spekulation im Vordergrund, muss eine gewisse Bereitschaft zum Risiko und zur Inkaufnahme von Verlusten vorhanden sein. Langfristige Engagements erfordern einen entsprechenden Zeithorizont von mindestens fünf, besser jedoch zehn Jahren.

Mythos: Aktien sind für junge Anleger ideal

Dass sich Aktien aufgrund des langfristigen Zeithorizontes besonders für junge Anleger eignen darf als Beratungs-Mythos eingestuft werden. Gerade in jungen Jahren sind Aktien häufig die falsche Wahl: Wenn Sie in wenigen Jahren den Einzug in ein Eigenheim und die Gründung einer Familie planen, sollten Sie das dafür angesparte Kapital nicht in den Aktienmarkt investieren. Im schlimmsten Fall verzögert eine ausgeprägte Baisse ansonsten Ihre Pläne um Jahre – und dann lohnt sich der Kauf eines Hauses aus verschiedenen Gründen weniger. Ebenso falsch ist die Annahme, der Aktienhandel sei nicht für die „besten Jahre“ geeignet. Im Alter von 50, 60 oder 70 Jahren steht oft genügend freies Kapital zur Verfügung, dass weder für die grundlegende Absicherung des Ruhestands noch für eine Familiengründung benötigt wird. Soll Geld im Sinne der eigenen Nachkommen gewinnbringend angelegt werden, spricht ebenfalls nichts gegen den Aktienmarkt.

Aktienmarkt mit abgebremstem Risiko?

Euro Boot in GefahrKurzfristige Spekulation und langfristige Vermögensanlage sind als Motivation für den Einstieg in den Aktienmarkt strikt zu unterscheiden. Der kurzfristige Handel zielt auf das Ausnutzen vorübergehender Trends bis hin zum Daytrading ab. Auch bei einer sehr eng angesetzten Strategie zur Verlustbegrenzung sind die Risiken aufgrund der Vielzahl der Transaktionen höher als bei einem langfristigen Engagement.

Ob der Aktienmarkt eine gute Adresse ist, hängt auch vom sonstigen Portfolio ab. Das typische deutsche Portfolio besteht aus Eigenheim und Lebensversicherung und wird durch ein Aktienportfolio deutlich aufgewertet. Lebensversicherung und selbstgenutzte Immobilie sichern das persönliche Existenzminimum, Aktien können die Erträge deutlich erhöhen und langfristig neue Spielräume eröffnen.

Einige Strategien ermöglichen Investitionen in den Aktienmarkt mit verringertem Risiko. Viele dieser Strategien lassen sich durch Anlagezertifikate umsetzen. So gewährleistet ein Garantiezertifikat die vollständige Rückzahlung der Einlage am Laufzeitende und ermöglicht zugleich eine Beteiligung an Kursgewinnen des Aktienmarktes. Ob solche Produkte sinnvoll sind, hängt auch von der Marktsituation ab.


Wie gelingt der Einstieg in den Aktienhandel?

Für den erfolgreichen Einstieg in den Aktienhandel sind vier Dinge wesentlich: Ein günstiger Broker, eine belastbare Strategie, das notwendige Wissen über den Aktienmarkt und – speziell für aktive Trader - eine angemessene mentale Verfassung.

Die entscheidenden Kriterien im Brokervergleich

Der Vergleich verschiedener Broker ist dringend empfehlenswert: „Tausende Euro sparen“ - so titelte die Stiftung Warentest nach einer Untersuchung der Gebühren im Wertpapierhandel aus dem Jahr 2011. Die jährliche Differenz zwischen dem teuersten und dem günstigsten Depot erreichte demnach mehr als 9.000 €. Für die Kosten im Aktienhandel ist das Gebührenmodell eines Brokers maßgeblich. Es muss mit denen eigenen Handelsgewohnheiten abgeglichen werden. Das Gebührenmodell eines typischen deutschen Onlinebrokers sieht eine Grundgebühr, eine volumenabhängige Provision, ein Handelsplatzentgelt und Zusatzkosten für offline erteilte Orders vor. So findet sich in diversen Preisverzeichnissen eine Gebührenstruktur der Bauart: „5,00 € zzgl. 0,25% (min. 8 € und max. 80 €) zzgl. 1,50 € Xetra-Gebühr“.

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Kosten und Leistungen eines Brokers

Mit geeigneten Vergleichsrechnern lässt sich rasch ermitteln, welche Kombination aus Grundgebühr, Mindestgebühr und Gebühren-Cap für die eigenen Pläne am günstigsten ist. Vor allem wenn häufig an ausländischen Börsenplätzen gehandelt werden soll, ist das Handelsplatzentgelt entscheidend. Es kann für Auslandsorders drastisch von denen im Inland abweichen. Entfällt ein Großteil des Handels auf den amerikanischen Markt bieten sich Broker mit angelsächsischen Gebührenmodellen (z. B. 1 Cent pro Aktie bei $5 Mindestgebühr) an.

Es gibt noch weitere Gebührenmodelle: Staffelungen mit diskreten Stufen finden sich ebenso wie Pauschalpreise. Bei letzteren sind Handelsplatzentgelte für den Kostenvergleich besonders wichtig. Pauschale Depotentgelte sind ebenso vermeidbar wie Gebühren für Verrechnungs- und Fremdwährungskonten. Für professionelle Trading-Software und Realtime-Pushkurse verlangen viele Broker zusätzliche Gebühren. Aktive Trader erhalten ab ca. 100 Transaktionen pro Jahr bei vielen Brokern Rabatte.


Schritt für Schritt: So werden Aktien gehandelt

In diesem Abschnitt wird Schritt für Schritt erläutert, wie Aktien gehandelt werden -  von der Eröffnung des Depots bis zur Platzierung der ersten Order.

  1. Brokervergleich

    Schätzen Sie ab, wie viele Transaktionen pro Jahr Sie ungefähr benötigen und an welchen Handelsplätzen (Inland/Ausland) diese stattfinden. Suchen Sie unter dieser Prämisse einen möglichst preisgünstigen Broker. Berücksichtigen Sie dabei ggf. auch ergänzende Leistungen des Brokers wie z. B. Ausbildungsprogramme oder Realtime-Kursdatenpakete.

  2. Depoteröffnung

    Die meisten Broker stellen die Unterlagen zur Depoteröffnung online bereit oder senden sie auf Anforderung per Post zu. Die Identitätsprüfung erfolgt wie auch bei Giro- oder Tagesgeldkonten mit dem Postident-Verfahren. Sie müssen den Erhalt diverser Dokumente zur Risikoaufklärung bestätigen.

  3. Risikoklasse

    Die Bank bzw. der Broker wird Fragen nach ihrer bisherigen Handelserfahrung stellen und anhand dessen die Risikoklasse des Depots festlegen. Es gibt fünf Risikoklassen: Sind Sie für die höchste freigeschaltet, können Sie auch alle Wertpapiere der unteren Klassen handeln.

  4. PINs und TANs

    Der Broker wird Ihnen die Zugangsdaten zum Depot auf dem Postweg mitteilen. In der Regel ist das Depot eine Woche nach dem Postident-Verfahren eröffnet und freigeschaltet. Dann sollte auch der TAN-Block zur Autorisierung von Aufträgen vorliegen. Einige Broker verwenden auch mTANs oder Passwort-Kombinationen. Falls Sie ein Depot bei Ihrer Hausbank eröffnen, können Sie die PINs und TANs des Girokontos

  5. Wertpapier suchen und Handelsplatz

    Haben Sie sich für den Kauf eines Wertpapiers entschieden, rufen Sie die Ordermaske ihres Depots auf. Hier müssen Sie den Handelsplatz, das Wertpapier, die Stückzahl und Limits sowie Orderzusätze angeben. Aktien werden mittels WKN (Wertpapierkennnummer) oder ISIN (International Securities Identification Number) identifiziert. Um die BMW-Stückatie über Xetra zu handeln, wählen Sie demnach „Xetra“ aus dem Auswahlmenü aus und geben „DE0005190003“ in die dafür vorgesehene Maske ein. Der Name der Aktie (BMW St Aktie) sollte im Anschluss daran aufgeführt werden.

  6. Limitieren und Order aufgeben

    Nun geben Sie ein Limit ein. Das Limit schützt Sie gegen eine Ausführung zu ungewollt zu hohen Kursen. Eine unlimitierte Kauforder wird grundsätzlich zum nächstbesten Kurs ausgeführt. Notiert die BMW Aktie z. B. bei 102,80 €, können Sie als Limit 105 € eingeben. Die Order wird dann nicht zu Kurswerten oberhalb dieser Marke ausgeführt. Sie sollten grundsätzlich jede Order limitieren, mindestens aber Orders in weniger liquiden Aktien wie z. B. dem S-DAX.


Chancen und Risiken im Aktienhandel

Chancen

Hohe Rendite

Wer Aktien kauft, will natürlich auf diese Weise das eigene Vermögen vermehren und rückblickend lässt sich sagen, dass langfristig keine andere Anlageform eine höhere Rendite ermöglichte. In zahlreichen Untersuchungen wurde die Überlegenheit der Aktien gegenüber anderen Anlagearten immer wieder bestätigt – zumindest auf lange Sicht.

Dividendenzahlungen

Ein Aktionär kann nicht nur vom Wertzuwachs der Aktien an der Börse profitieren. Wer Aktien besitzt, erhält außerdem Dividenden, die ein Unternehmen regelmäßig an die eigenen Aktionäre auszahlt. Dividenden werden immer pro Aktie ausgeschüttet und je mehr Wertpapiere jemand besitzt, desto höher sind die entsprechenden Beträge.

Profitable Unternehmen

Auch birgt der Aktienhandel die Chance, ein junges Unternehmen oder eine neue Branche zu entdecken, die eine glänzende Zukunft vor sich haben und an der die Aktionäre mit profitieren können. Wer zum Beispiel im Jahr 1952 in den S&P Index investiert hat, kann sich bis heute auf eine Jahresrendite von 12 Prozent freuen. Solche Beispiele gibt es zuhauf und wohl jeder Aktionär träumt insgeheim von einer solchen Chance.

Risiken

Wertverluste

Natürlich bergen die Aktienmärkte auch gewisse Risiken. Ebenso wie die Chancen, liegen die Risiken einer Aktienanlage in der Kursentwicklung der Wertpapiere. Wie bei jeder anderen Investitionsform, sind auch hier große Wertverluste möglich, auch wenn es sich um Aktien großer und im Grunde kapitalstarker Unternehmen handelt. Wer sein Kapital allerdings auf lange Sicht anlegt, kann Einbußen mit der Zeit wieder wettmachen – vorausgesetzt es handelt sich um solide Werte und der Anleger verliert während des Kurseinbruchs nicht die Nerven.


Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen

Die alte Börsenweisheit „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen“ gehört zu den bedeutendsten Erfahrungsschätzen des Aktienhandels. Doch was bedeutet das konkret und wie lassen sich Verluste eigentlich begrenzen?

Verluste im Aktienhandel sind kein Problem, große Verluste dagegen existenziell.

Je größer ein Verlust ist, desto höher müssen die Gewinne später ausfallen, damit das Portfolio wieder seinen Ausgangswert erreicht. Verlieren Sie 20 % Ihres Kapitals, benötigen Sie einen Zuwachs von 25 %, um den alten Status Quo wieder zu erreichen. Bei 90 % ist eine kaum realistische Verzehnfachung notwendig. Im Kern geht es darum, zu große Verluste zu vermeiden. Eine einfache Möglichkeit dazu sind Stop-Loss-Orders. Halten Sie in Ihrem Portfolio z. B. 100 BMW-Aktien und notiert die Aktie gerade bei 100 €, können Sie ein Stop-Loss (SL) z. B. bei 80 € setzen. Sobald der Kurs die Marke von 80 € erreicht, wird die SL-Order aktiviert und eine Verkaufsorder ausgelöst.

Trailing Stop: Gewinne laufen lassen

Es wird empfohlen, den maximalen Verlust pro Position bereits bei deren Eröffnung festzulegen und ein SL zu setzen. Alternativ dazu bieten sich Trailing-Stop-Loss-Orders an.  Mit diesen Ordertypen können Sie nicht nur Verluste begrenzen, sondern auch (noch) nicht realisierte Gewinne schützen. Ein Beispiel: Sie haben die BMW-Aktie zu 100 € erworben und beim Kauf ein Trailing Stop bei 95 € platziert. Die Aktie ist zwischenzeitlich auf 107 € gestiegen. Immer wenn der Kurswert um volle 5 € steigt, wird das Stop Loss ebenfalls um 5 € angehoben – ganz automatisch und ohne weiteren Auftrag. Die Intervalle legen Sie selbst fest.

Portfolio absichern mit Put-Optionen

Es gibt weitere Möglichkeiten zur Absicherung eines Portfolios, die allerdings nur für Fortgeschrittene empfehlenswert sind. So kann das Depot durch den Kauf eines Put-Optionsscheines (OS) gegen Kursverluste abgesichert werden. Der Put-OS gewinnt an Wert, wenn die Aktien an Wert verlieren et vice versa.


Welches Kapital ist erforderlich?

GeldscheineDie Antwort auf diese Frage lautet: Je mehr, desto besser, aber niemals mehr, als Sie sich problemlos leisten können. Die Höhe des Startkapitals hängt in erster Linie von den finanziellen Verhältnissen des Anlegers ab. Am besten ist es, vor dem Einstieg in den Handel eine Auflistung all Ihrer Einnahmen und Ausgaben anzufertigen und anschließend ein festes Budget zu wählen, an das Sie sich immer halten. Wenn Sie Geld einsetzen, das Sie womöglich zum Leben benötigen, dann werden Sie immer einen Leistungsdruck verspüren und Ihre Handelsentscheidungen nicht ausschließlich auf rationaler Ebene fällen können.

Nicht alles auf ein Pferd setzen

Wenn Sie schließlich in den Aktienhandel einsteigen, sollten Sie genügend Kapital für mehr als eine Position parat haben, denn es empfiehlt sich, in mehrere Aktien zu investieren und auf diese Weise das Risiko zu streuen. So können auch Trading-Anfänger ihr Verlustrisiko minimieren und auch Sie sollten möglichst viele Aktienpakete verwalten.

Transaktionskosten berücksichtigen

Da beim Handel mit Aktien für jeden Kauf Transaktionskosten anfallen, sollten Sie diese mit berücksichtigen – je geringer die einzelnen Positionen sind, desto mehr fallen Handelsgebühren ins Gewicht. So lohnt es sich, erst ab einer Position in der Größe von 1.000 bis 2.000 Euro zu beginnen und je nachdem, wie viele Positionen Sie eröffnen, steigt entsprechend der Mindestbetrag, den Sie für den Start benötigen.


Kurzfristiger vs. Langfristiger Handel – Was sollten Sie wählen?

Zu den Entscheidungen, die vor dem Einstieg in den Handel zu treffen sind, gehört auch der Anlagehorizont. Stellen Sie sich die Frage, wie lange Sie auf das angelegte Kapital verzichten können und wollen. Fragen Sie sich auch, ob Sie bereit sind, für hohe Renditen eine lange Wartezeit in Kauf zu nehmen oder ob Sie lieber kleinere Gewinne auf kürzere Sicht erzielen möchten. Aktien können sowohl auf kurze, mittlere und auch auf lange Sicht angelegt werden – dabei ist von einigen Tagen bis zu vielen Jahren alles möglich.

Grundsätzlich gilt:

Je kürzer die Anlage, desto riskanter ist sie.

Kurzzeithandel ist viel unberechenbarer als eine langjährige Anlage und ist aus diesem Grund eher für erfahrene Trader geeignet. Zudem gibt es unter den Anlegern unterschiedliche Risikotypen. Welcher Anlagehorizont für Sie geeignet ist, hängt auch davon ab, zu welcher Kategorie Sie sich zählen. Für kurzfristige Anlagen eignen sich beispielsweise spekulative Aktien kleinerer Unternehmen, die größere Kursausschläge verzeichnen. Für eine langfristige Anlage kommen eher Wertpapiere, großer, etablierter Unternehmen in Frage.


Die wichtigsten Orderarten beim Aktienhandel

Wer erfolgreich mit Aktien handeln will, sollte sich zumindest mit den wichtigsten Orderarten auskennen, denn wer mit bestimmten Orderzusätzen umzugehen weiß, kann sich auf lange Sicht viel Arbeit ersparen und die eigenen Handelsstrategien gezielt umsetzen. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Ordertypen und nachfolgend wollen wir Ihnen die bekanntesten zeigen. Orderarten beim Aktienhandel

MARKET ORDER: SOFORTIGE AUSFÜHRUNG

Eine Market Order zeichnet sich dadurch aus, dass sie sofort in den Markt geleitet wird und zum aktuell verfügbaren Kurs ausgeführt wird. Zu den Vorteilen der Market Order gehört die Tatsache, dass sie auf dem Börsenparkett und auch bei elektronischen Handelssystemen gegenüber allen anderen Orderarten die höchste Priorität hat. Außerdem können Sie immer davon ausgehen, dass eine solche Order in jedem Fall ausgeführt wird. Zu den Nachteilen von Market Orders gehört der sogenannte „Slippage-Effekt“. Bei besonders volatilen Märkten, an denen Kurssprünge nicht selten sind, kann es vorkommen, dass der tatsächliche Kauf- oder Verkaufskurs von dem erwarteten Kurs abweicht. Bis zur verbindlichen Ausführungsbestätigung bleibt der Anleger im Grunde im Ungewissen.

LIMIT ORDER: AUSFÜHRUNG NUR UNTER BESTIMMTEN BEDINGUNGEN

Bei dieser Art von Orders handelt es sich um limitierte Aufträge. Das bedeutet, dass die Ausführung erst dann erfolgt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Eine Limit Order geben Sie auf, wenn Sie zu einem bestimmten, für Sie vorteilhaften Kurs, kaufen oder verkaufen wollen. Es wird zwischen Buy-Limit-Orders und Sell-Limit-Orders unterschieden.

Buy-Limit-Order

Mit einer Buy-Limit-Order legen Sie den höchsten Kurs fest, zu dem Sie bereit sind zu kaufen. Fällt das Marktniveau unter die festgelegte Marke, wird die Order ausgeführt. Bewegt sich der Kurs dagegen nur oberhalb der Marke, kommt die Order nicht zur Ausführung.

Sell-Limit-Order

Wollen Sie Aktien verkaufen, legen Sie mit einer Sell-Limit-Order fest, zu welchem Mindestkurs Sie verkaufen möchten. Wird die Marke vom Kurs erreicht oder auch überschritten, dann wird die Order sofort ausgeführt. Bewegt sich der Kurs unterhalb des Limits, kommt es nicht zur Ausführung. Limit Order - Sell limit & Buy limit

STOP-ORDER: GEWINNE SICHERN, VERLUSTE BEGRENZEN

Bei einer Stop-Order wird ein Kauf- oder Verkaufsauftrag ausgeführt, wenn sich der Aktienkurs zu Ihrem Nachteil entwickelt oder wenn Sie bereits erzielte Profite sichern wollen, ohne die Märkte lückenlos überwachen zu müssen. Legen Sie einen Stop unterhalb des aktuellen Marktpreises und wenn sich der Aktienkurs in die unerwünschte Richtung entwickelt, verwandelt sich die Stop-Order in eine Market Order und wird zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt. Haben Sie auf der anderen Seite ein Widerstandsniveau erkannt, bei dem sich der steigende Aktienkurs voraussichtlich wieder umkehrt, setzen Sie an dieser Stelle ebenfalls einen Stop und sorgen Sie dafür, dass die Aktie automatisch verkauft wird, wenn der Kurs die Marke erreicht.

Stop Buy Order - Stop Loss Order


Strategien für erfolgreichen Aktienhandel

Welche Strategie eignet sich für kurz- und langfristigen Erfolg im Aktienhandel? Sowohl im Bereich der technischen Analyse als auch der fundamentalen Analyse finden sich zahlreiche Ansätze. Drei davon sollen hier kurz skizziert werden.

Dividendenstrategie

Bei Dividendenstrategien wird das Portfolio in Aktien mit einer hohen Dividendenrendite erzielt. Dividendenstrategien gewährleisten hohe und vergleichsweise sichere Mittelrückflüsse. Die meisten Aktien mit hohen Dividendenrenditen sind etablierte Blue Chips – häufig Versicherungen, Telekommunikations- und Energieunternehmen. Grundsätzlich sollte das Portfolio nicht ausschließlich anhand der Dividendenzahlungen aufgestellt werden. Trotz des strategischen Ansatzes muss eine hinreichende Diversifikation gewährleistet sein. Eine mangelhafte Umsetzung von Dividendenstrategien liegt etwa vor, wenn im Portfolio ausschließlich Aktien einer Branche vertreten sind.

Value Investing

Value Investing bezeichnet eine auf der Fundamentalanalyse einzelner Branchen und Unternehmen aufgebaute und tendenziell gegen den vorherrschenden Börsentrend gerichtete Anlagestrategie. Die bekanntesten Verfechter dieses Ansatzes sind der bereits in den 1970er Jahren verstorbene Benjamin Graham und der US-Investor Warren Buffett.

Im Kern zielt Value Investing darauf ab, in fundamental (deutlich) unterbewertete Unternehmen zu investieren.

Im Kern zielt Value Investing darauf ab, in fundamental (deutlich) unterbewertete Unternehmen zu investieren. Diese Unternehmen erwirtschaften in der Regel bereits Gewinne bzw. können die Gewinnschwelle sehr bald und dauerhaft erreichen. Für Privatanleger lässt sich dieser Ansatz nur durch die Umsetzung der Analysen und Einschätzungen Dritter umsetzen. Diverse Branchenmagazine und Internetportale widmen sich dem Thema und stellen auch immer wieder aktuelle Investmentchancen zur Diskussion.

Trendfolgestrategie

Trendfolgestrategien basieren auf der Technischen Marktanalyse (TA). Umsatz- und Gewinnentwicklung spielen keine Rolle – gemäß der Prämissen der TA sind alle relevanten Informationen ohnehin im Kurs enthalten. Eine mögliche Anwendung der Strategie besteht darin, Aktien mit einer intakten und ausgeprägten Trendbewegung zu identifizieren und dem Trend zu folgen. Diese Strategie lässt sich auch für sehr kurzfristige Zeithorizonte umsetzen und um den Handel von Korrekturbewegungen innerhalb eines Trends erweitern.

Zu den größten Vorzügen dieser Strategie zählen die leicht nachvollziehbaren Kriterien für Ein- und Ausstieg und die hohen Gewinne in Trendphasen. Der größte Schwachpunkt betrifft die Häufung von Fehlsignalen in trendlosen Phasen.