Aktien

Aktien kaufen

In den 1980er Jahren waren nur wenige Privatpersonen bereit, Aktien zu kaufen. Es handelte sich meist um vermögende Bankkunden, die Aktien als Teil ihrer umfassenden Geldanlage ansahen. Diese Anlagestrategie hat sich jedoch grundlegend geändert und immer mehr Anleger entscheiden sich dazu, Aktien zu kaufen. Bevor man eine Aktie kauft, gibt es jedoch zahlreiche Fragen zu beantworten. Wie findet man beispielsweise die richtige Aktie? Sollte man Aktien online kaufen oder lieber in einer Bankfiliale? Auf dieser Seite erfahren Sie alles rund um den Aktienkauf.


Aktien als Teil der Vermögensanlage

Euromünzen StapelJeder Sparer sollte einen Teil seines Vermögens kurzfristig anlegen, um in Notfällen darüber verfügen zu können. Zu einer gewinnbringenden Investition gehören jedoch auch Wertpapiere, die der langfristigen Geldanlage dienen. So stellt ein Aktienkauf einen Teil der Altersvorsorge des Anlegers dar, wenn er sich über das ausgebende Unternehmen genau informiert. In erfolgreichen Geschäftsjahren zahlt die Aktiengesellschaft eine jährliche Dividende an die Aktionäre, deren Höhe in der Hauptversammlung beschlossen wird. Die Dividende stellt ein zusätzliches Einkommen für den Anleger dar. Gleichzeitig bietet ein Aktiendepot, im Gegensatz zu Spareinlagen auf einem Tagesgeldkonto oder einem Sparbuch, Schutz vor Inflation.


Aktien kaufen – So finden Sie die richtigen Aktien

Wer sich auf die Suche nach Aktien begibt, stellt schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, sich die richtigen Wertpapiere für die eigene Investition auszusuchen. Zu groß ist die Auswahl an internationalen Aktien und zu vielfältig sind die Möglichkeiten. Wie gelingt es, die richtige Wahl zu treffen und wo sollten Anleger ihre Aktien am besten kaufen?

Tipps zur Aktienwahl

Die Vorteile langfristiger Investitionen liegen in der Risikostreuung, die bei jedem Fonds gegeben ist. Vor allem konservative Anleger profitieren von einer solchen Investitionsweise.

Wer noch ganz am Anfang seiner Investoren-Laufbahn steht, sollte die Aktiensuche am besten ruhig angehen lassen. Überlegen Sie sich zunächst, wie lange Sie in Aktien investieren möchten. Soll es eine langfristige Anlage sein, dann könnte ein Aktienfonds eine gute Möglichkeit darstellen. Bei einer solchen Investition müssen Sie sich auch nicht selbst um die Zusammenstellung der Aktien kümmern, diese Arbeit übernehmen Fondsmanager für Sie. Sie als Investor können in diesem Rahmen natürlich auch Entscheidungen treffen und beispielsweise das Risiko wählen, dass Sie bei einer Anlage zu tragen bereit sind.

Wer seine Anlage dagegen nicht über Jahre hinweg tätigen möchte, sollte sich das Universum der Einzelaktien genauer anschauen. Gibt es bestimmte Unternehmen, die Sie interessieren, dann sollten Sie sich so viele Informationen wie möglich über diese Aktiengesellschaft einholen. So sind die Geschäftsberichte von Adidas, BMW und Co. für jeden einsehbar und werden mindestens zwei Mal im Jahr, wenn nicht gar vierteljährlich, veröffentlicht.


Es muss nicht immer eine Direktanlage sein

Auf der Suche nach Aktien können Sie sich natürlich auch bei Ihrer Hausbank beraten lassen oder sich die Empfehlungen von Handelsexperten durchlesen. Beachten Sie aber stets, dass die Anlage zu Ihrer persönlichen Tradingstrategie sowie zu Ihren Rendite- und Risikoanforderungen passen sollte.

Wenn Sie noch gar keine eigene Strategie entwickelt haben, dann ist es eine Überlegung wert, zunächst einmal nicht direkt in Aktien zu investieren sondern zunächst derivate Finanzinstrumente wie Futures oder CFDs auszuprobieren.

Bei diesen Handelsprodukten geht es nicht um den direkten Aktienkauf sondern darum, die Kursentwicklung eines Wertpapiers korrekt vorauszusagen und auf diese Weise Gewinne zu erzielen. Für den Handel mit Differenzkontrakten und Futures sind in der Regel weitaus geringere Kapitaleinsätze erforderlich und der Neueinsteiger kann sich auf diese Weise mit den Gesetzen des Handels vertraut machen, ohne große Summen aufbringen zu müssen.


Aktien online kaufen oder in einer Bankfiliale?

Bankkunden, die mit Aktien handeln, können ihre Order entweder in einer Bankfiliale aufgeben, einen telefonischen Auftrag erteilen oder sie nehmen am Online-Handel teil. Anleger, die genau wissen, welche Aktien sie handeln möchten, geben ihre Order in der Regel entweder telefonisch oder online auf. Im Folgenden erfahren Sie, welche Vor-und Nachteile die verschiedenen Möglichkeiten haben.

Aktien in Bankfiliale kaufen

Aktien kaufen BankfilialeBei den meisten Banken und Sparkassen wird für die Orderaufnahme in einer Filiale die höchste Gebühr verlangt. Dafür erhält der Kunde vor dem Kauf oder Verkauf der Wertpapiere auf Wunsch eine ausführliche Beratung durch einen geschulten Bankmitarbeiter.

Telefonischer Aktienkauf

Telefon IconBei dem Telefonbanking unterscheiden viele Banken bei der Gebührenberechnung, ob sich ein Mitarbeiter am Telefon meldet oder ob der Bankkunde mit einem Sprachcomputer kommuniziert.

Aktien online kaufen

Laptop IconEine Online-Ordereingabe wird bei vielen Kreditinstituten mit den geringsten Gebühren belastet. Ein weiterer Vorteil eines Online-Depots liegt darin, dass der Anleger keine Öffnungszeiten beachten muss, wenn er Aktien kauft oder verkauft.


Welche Kosten und Gebühren entstehen beim Aktienkauf?

Welche Kosten anfallen, wenn Sie Aktien kaufen oder verkaufen, hängt in erster Linie davon ab, auf welche Weise Sie handeln. Möchten Sie Ihre Wertpapiergeschäfte bei Ihrer Bank abwickeln, wird sie eine Provision für jeden Kauf und Verkauf berechnen und zwar in der Regel in Höhe von einem Prozent des Kurswerts. Es gibt auch Mindestprovisionen, die von Bank zu Bank unterschiedlich sind und meist zwischen 20 und 30 Euro liegen. Auch eine Obergrenze für Gebühren ist meist festgelegt und die ist vor allem für Großanleger interessant. Klassische Banken erheben außerdem häufig eine Jahresgebühr für die Depotverwaltung.


Wie sieht es bei den Online-Brokern aus?

Wer über einem Online-Broker handelt, zahlt für jeden Kauf und Verkauf ebenfalls Gebühren. Eine solche Ordergebühr kann entweder einmalig oder pro Teilausführung erhoben werden. Im Gegensatz zu den klassischen Banken ist die Depotführung bei den Online-Brokern in den meisten Fällen kostenlos.

Es ist auch lohnenswert, darauf zu achten, ob für die Änderung, Streichung oder Nichtausführung von Orders Kosten entstehen, denn wie auch bei den Ordergebühren gibt es hier anbieterspezifische Unterschiede. Bei einigen Brokern gibt es kostenlose Echtzeitkurse und einige wiederum erheben auch hierbei Gebühren. Genauso sieht es bei der Handelsplattform aus – auch hier sollten Sie schauen, ob und in welcher Höhe Kosten bei der Nutzung entstehen.


Diese Orderarten finden Sie beim Trading vor

Wer Aktien kaufen möchte, sollte wissen, dass es nicht nur eine Weise gibt, auf die der Kauf oder Verkauf von Wertpapieren realisiert werden kann. Je nach Broker stehen Tradern diverse Möglichkeiten für die Orderaufgabe zur Verfügung und nachfolgend wollen wir die bekanntesten von ihnen ein wenig näher vorstellen.

Market Order

Wird eine solche Order platziert, erfolgt die Ausführung zum nächstmöglichen Kurs. Je nach Volatilität des Marktes und nach Leistungsfähigkeit der Handelsanwendung kann es sein, dass der Kurs, zu dem die Ausführung erfolgt, teils deutlich von dem Kurs abweicht, der im Augenblick der Orderaufgabe zu sehen war.

Limit Order

Will der Trader sicher gehen, einen guten Einstiegspunkt zu wählen, kann er eine Limit-Order platzieren. Diese Order wird nur ausgeführt, wenn der Kurs ein im Vorfeld bestimmtes Niveau erreicht oder gar darunter fällt. Andersherum kann ein Verkauf realisiert werden, wenn der Kurs eine bestimmte Marke berührt oder darüber hinaus steigt. Die Limit Order stellt das Maximum dar, zu dem der Trader bereit ist, zu kaufen und das Minimum, zu dem er kaufen möchte.

Stop-Order

Dieser Orderzusatz gehört zu den wichtigsten, die es gibt und sollte bei keinem einzigen Trade fehlen. Mit einer Stop-Order lassen sich nämlich Verluste begrenzen und erzielte Gewinne sichern. Dabei wird zwischen einer Stop-Sell-Order und einer Stop-Buy-Order unterschieden.

Wenn Sie eine neue Position öffnen, dann setzen Sie den Stop-Sell-Kurs unter den aktuellen Kurs. Fällt der Preis der Aktie auf diese Marke, wird die Stop-Sell-Oder in eine Market Order umgewandelt und zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt. Wollen Sie dagegen Ihre Gewinne sichern, dann setzen Sie eine Stop-Buy-Order an der Stelle, an der sich der Trend voraussichtlich umkehren wird und sichern Sie sich die bis dato erzielte Rendite.


Aktien kaufen – Acht wertvolle Tipps für Anfänger

Wenn Sie Ihre allerersten Erfahrungen mit Aktien noch vor sich haben, dann werden Ihnen die folgenden Tipps dabei helfen, viele Anfängerfehler zu umgehen, die schon vielen Trading-Einsteigern unterlaufen sind.

  1. Anlageziele

    Bevor es an das Trading geht, sollten Sie sich im Vorfeld über einige Punkte klar werden. Legen Sie fest, wie viel Kapital Ihnen für die Anlage zur Verfügung steht, wie viel Risiko Sie bereit sind einzugehen und welche Renditeerwartungen Sie haben.

  2. Rational kalkulieren

    Lassen Sie sich nicht zu Träumereien von unbegrenztem Reichtum hinreißen und versuchen Sie, sich von unrealistischen Erwartungen zu lösen.

  3. Budget festlegen

    Sie sollten immer nur die Beträge in den Handel investieren, deren Verlust sie auch verschmerzen können. Legen Sie am besten ein monatliches Budget fest und halten Sie sich in jedem Fall an das Limit. Auf diese Weise können Sie der Spirale von Frustration und Übersprunghandlungen entkommen, in der schon viele Trader gefangen waren.

  4. Informationsbeschaffung

    Haben Sie bestimmte Unternehmen oder Branchen ins Auge gefasst, dann ist es wichtig, sich möglichst viele Informationen darüber zu verschaffen. Lesen Sie Wirtschaftsnachrichten, schauen Sie sich Unternehmenszahlen an sowie die Kennzahlen der Aktien. Widmen Sie den historischen Kursverläufen Ihre Aufmerksamkeit und informieren Sie sich auch über Kauf- und Verkaufsempfehlungen von Analysten und Handelsexperten.

  5. Strategien austesten

    Bevor Sie eine Anlageentscheidung fällen, ist es von Vorteil, Ihre Handelsstrategie zunächst einmal mit einem Musterdepot auszutesten. Viele Broker bieten ein solches Testdepot an und das in vielen Fällen sogar auf unbegrenzte Zeit.

  6. Arbeiten mit Stops und Limits

    Sie ersparen sich viel Zeit und Aufwand, wenn Sie bestimmte Orderzusätze nutzen. Natürlich können Sie die Märkte rund um die Uhr beobachten und Ihre Ein- und Ausstiege manuell umsetzen, aber durch geschicktes Platzieren von Orderzusätzen können Sie Ihre Strategien weitaus präziser und effektiver umsetzen.

  7. Beobachten

    Auch wenn Aktien meist für einen langen Zeitraum gehalten werden, sollten Sie die Wertpapiere in Ihrem Depot nicht aus den Augen verlieren. Halten Sie sich über die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen auf dem Laufenden und ersparen Sie sich böse Überraschungen.

  8. Einen Brokervergleich realisieren

    Zwischen den Konditionen und Kostenpunkten zweier Broker können mitunter ganze Welten liegen und so lohnt es sich, einen umfangreichen Brokervergleich mit Online Brokern anzugehen. Auf diese Weise können Sie auf lange Sicht viel Geld sparen und vor allem für kleinere Anlagen kann dies sehr wichtig sein.