Aktien

Aktien für Anfänger –
Tipps & Infos zum erfolgreichen Handeln

Wer in die Welt des Aktienhandels einsteigen möchte, benötigt zunächst umfangreiches Grundlagenwissen. Dazu gehört es, die Aktien zu verstehen, die Abläufe und Gesetze des Börsenhandels zu durchschauen und herauszufinden, welche Möglichkeiten es beim Aktienhandel überhaupt gibt. Im folgenden Artikel wollen wir Ihnen die Welt der Aktien ein wenig näher bringen und Ihnen zeigen, was diese Wertpapiere darstellen, welche Arten von Aktien es überhaupt gibt und wie es möglich ist, mit Aktien Geld zu verdienen. Zudem erhalten Sie wertvolle Tipps für den erfolgreichen Einstieg in den Börsenhandel.


Aktien – Klassiker der Finanzprodukte

aktienAktien haben eine lange Geschichte und die Ursprünge solcher Wertpapiere gehen zurück bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. Die älteste bekannte Urkunde, die Anteile eines Unternehmens verbriefte, wurde bereits im Jahr 1288 herausgegeben und bis heute stellen Aktien die wichtigsten Finanzprodukte für den Handel an den weltweiten Börsen dar.


Was Sie über Aktien wissen sollten

Aktien, Aktionäre, Aktiengesellschaft - Begriffliche Definition

In einem Satz zusammengefasst handelt es sich bei Aktien um verbriefte Anteile des Eigenkapitals eines Unternehmens. Inhaber dieser Anteile werden als Aktionäre bezeichnet, die mit dem Erwerb der Aktien zu Miteigentümern des Unternehmens werden. Viele große Unternehmen entscheiden sich für die Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Eine solche AG stellt eine Kapitalgesellschaft dar – das bedeutet, das Unternehmen bekommt ähnliche Rechte wie eine Person und kann beispielsweise über die Kapitalmärkte einfacher an Geld kommen. An der Börse geben solche Gesellschaften Aktien heraus und das Geld, das sie von den Käufern dafür bekommen, stellt das Eigenkapital der Unternehmen dar.

Warum werden Aktien als Wertpapiere bezeichnet?

Aktien werden auch als Wertpapiere bezeichnet – das kommt daher, dass die Anteile von Unternehmen früher in Form von Urkunden herausgegeben wurden, auf denen der entsprechende Nominalwert oder die Stückzahl verzeichnet waren. Im Laufe der Zeit sind die Aktienbesitzer dazu übergegangen, die eigenen Unternehmensanteile nicht mehr in Form einzelner Urkunden zu verwahren. Aus Gründen der Kosten und der Sicherheit wurde die Verwahrung der Wertpapiere an Banken übertragen, die die Anteile in Depots verwalteten.

Wie werden Aktien verwaltet?

In heutiger Zeit ist es in der Regel so, dass Aktien nicht mehr als effektive Stücke bei Banken liegen, es werden vielmehr lediglich die Anteile verwaltet. Alle Aktien eines Inhabers sind in einer Global- bzw. Sammelurkunde verbrieft und diese befindet sich in der Regel bei einer Wertpapiersammelbank.

Nennwert versus Marktwert - Wo liegt der Unterschied?

Geht es um den Wert einer Aktie, wird zwischen dem Nennwert und dem Marktwert unterschieden. Der Nennwert beschreibt einen festen Betrag des Grundkapitals der AG, der auf eine einzelne Aktie entfällt. Der Marktwert entsteht dagegen aus Angebot und Nachfrage und für diesen Kurs wird das Wertpapier erworben bzw. verkauft. Kursfeststellung sowie Abwicklung der Käufe und Verkäufe übernehmen in der Regel Wertpapierbörsen. Für Privatanleger ist der Marktwert eines Wertpapiers von Bedeutung, denn aus dessen Veränderungen können Gewinne oder Verluste realisiert werden.


Die wichtigsten Fakten über Aktien im Überblick

Geschäftsmann Hand Touchscreen Aktienkurs Grafik auf einem Tablet

  • Bei Aktien handelt es sich um nichts anderes, als Anteile am Eigenkapital eines an der Börse notierten Unternehmens
  • Ein Aktienbesitzer wird auch als Aktionär bezeichnet
  • Der Aktionär erhält von der Aktiengesellschaft regelmäßige Dividenden und hat auch unter Umständen das Recht, bei Hauptversammlungen über die Belange des Unternehmens mitzuentscheiden
  • Die Aktienkurse werden von Angebot und Nachfrage bestimmt
  • In zahlreichen Studien wurde bewiesen, dass rückblickend keine andere Anlageart es in puncto Rendite auf lange Sicht mit Aktien aufnehmen kann

Welche Arten von Aktien sind zu finden?

Grundsätzlich lassen sich Aktien in Stammaktien und Vorzugsaktien einteilen sowie in Namens- und Inhaberaktien. Diese Kategorien sagen zum Einen etwas darüber aus, welche Rechte ein Aktienbesitzer erhält und zum Anderen geht es um die Übertragbarkeit der Wertpapiere. Doch alles der Reihe nach.

Stammaktien: Stimmrecht für Aktienbesitzer

Jemand, der Stammaktien eines Unternehmens besitzt, hat das Recht, sich bei Hauptversammlungen der entsprechenden Aktiengesellschaft an bestimmten Entscheidungsfindungen zu beteiligen. Je mehr Aktien jemand dabei hat, desto mehr Stimmrechte besitzt er und desto größer ist sein Einfluss. Es gibt zwei Arten von Hauptversammlungen, an denen der Aktionär sein Stimmrecht ausüben kann. Da wären auf der einen Seite Hauptversammlungen die in der Regel ein Mal jährlich stattfinden. Bei solchen Versammlungen können Inhaber der Stammaktien beispielsweise die Möglichkeit, Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen. Auf der anderen Seite gibt es außerordentliche Versammlungen, die einberufen werden, wenn bestimmte, unvorhergesehene Ereignisse stattfinden. In einem solchen Rahmen können Aktionäre unter anderem über Kapitalerhöhungen oder über mögliche Übernahmen eines anderen Unternehmens mitbestimmen.

Vorzugsaktien: Für sichere und höhere Dividenden

Wer Vorzugsaktien besitzt, hat, zumindest in Deutschland, kein Stimmrecht, dafür gilt für Aktionäre, die solche Aktien besitzen, eine bevorzugte Behandlung, wenn es um die Dividendenzahlungen geht. Bei Dividenden handelt es sich um jährliche Profitzahlungen an die Aktieninhaber. Wer Stammaktien besitzt, hat zwar ebenso das Recht auf Dividendenzahlungen, aber Inhaber von Vorzugsaktien werden bei den Ausschüttungen begünstigt. So kann es zum Beispiel sein, dass Halter der Stammaktien weniger Dividende erhalten als Besitzer der Vorzugsaktien oder unter Umständen ganz leer ausgehen. Ist ein Unternehmen nicht in der Lage, regelmäßige Vorzugsdividenden zu erbringen, erhalten auch Vorzugsaktien ein Stimmrecht. Im Falle eines Unternehmensbankrotts behalten Vorzugsaktien außerdem einen größeren Restwert als es bei Stammaktien der Fall ist.

Inhaberaktien und Namensaktien: Wo liegen die Unterschiede?

Bei diesen beiden Aktientypen geht es in erster Linie um die Übertragbarkeit der Wertpapiere. So werden Inhaberaktien im Grunde „formlos“ von einem Besitzer auf den neuen übertragen, während die Übertragung bei den Namensaktien mit einem größeren Aufwand verbunden ist. Inhaberaktien werden im Grunde anonym gekauft und wieder verkauft, und bei Namensaktien erfolgt der Eintrag des Besitzers in das Register einer Aktiengesellschaft. Der Aktionär ist dem Unternehmen also mit Namen und Geburtsdatum bekannt und in einigen Fällen auch mit Nationalität und Anschrift. Dies bringt vor allem für die Aktiengesellschaften Vorteile, denn so können sie sich ein Bild über die Aktieninhaber machen und laufen nicht Gefahr, von einem anonymen Großinvestor übernommen zu werden. In Deutschland sind vor allem Inhaberaktien verbreitet, während in den USA Namensaktien die gängigste Form der Wertpapiere darstellen.


Wie man mit Aktien Geld verdienen kann?

Aktien TouchscreenBeim Handel an der Börse erzielen Anleger Gewinne mit dem Kauf und Verkauf von Aktien. Dabei gilt es, eine oder mehrere Aktien günstig zu erwerben und möglichst teuer wieder zu verkaufen. Bei der Kursentwicklung von Aktien eines Unternehmens spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Dazu gehört zum Beispiel die allgemeine Börsenstimmung, Bekanntgabe unternehmensinterner Faktoren wie Quartalszahlen, das Sentiment (Grundstimmung der Anleger) oder typische saisonale Verläufe der Märkte. Das Deuten der Kursverläufe stellt eine Wissenschaft für sich dar und Millionen von Anleger verbringen ihren Alltag damit, Trends herauszulesen, Unterstützungs- und Widerstandslinien einzuzeichnen oder Wirtschaftsnachrichten zu studieren. Viele Experten sind der Meinung, dass mit Aktien im Laufe der Zeit größere Renditen als mit Sparbüchern oder Sparbriefen erzielt werden können und so lohnt es sich, über diese Anlageform nachzudenken. Aber nicht nur mit dem Erwerb der Aktien können Anleger Renditen erzielen. Mit dem Handel derivater Finanzprodukte wie CFDs, Optionen oder Futures kann von den Kursentwicklungen der Aktien profitiert werden – und zwar unabhängig davon, ob der Aktienkurs steigt oder sinkt.


Wo können Anleger Aktien kaufen?

Wer Aktien kaufen möchte, hat unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. So können Sie sich beispielsweise zu Ihrer Hausbank begeben und sich dort in puncto Anlagemöglichkeiten beraten lassen. Der Bankmitarbeiter kauft oder verkauft in Ihrem Auftrag Wertpapiere und berechnet dafür entsprechende Provisionen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich für einen Online-Broker zu entscheiden. Auch über einen solchen Anbieter können Sie Aktien kaufen und diese auch wieder verkaufen.


Was ist eine Aktienanalyse und wie erfolgt sie?

Um eine Aktienanalyse kommt ein Trader nicht herum. Wer zum Ziel hat, gewinnbringend in Aktien zu investieren und dabei das Ruder selbst in der Hand halten möchte, wird sich mit den Einflussfaktoren von Kursentwicklungen auseinandersetzen müssen und/oder die eigenen Handelsentscheidungen auf die Analyse der Kursverläufe stützen.

Fundamentalanalyse

Hier wären wir schon bei den beiden grundlegenden Herangehensweisen bei der Aktienbewertung. Auf der einen Seite gibt es die sogenannte Fundamentalanalyse. Bei diesem Ansatz beurteilen Anleger die voraussichtliche Kursentwicklung anhand von gesamtwirtschaftlichen Faktoren sowie mit Hilfe von unternehmens- und branchenspezifischen Informationen. Der Gedanke, der hinter dem Prinzip der Fundamentalanalyse steht, ist der, dass sich bereits Bewährtes auch in Zukunft bewähren wird.

Technische Analyse

In Gegensatz dazu steht die technische Analyse, die auf dem Gedanken basiert, dass Kapitalmärkte nicht effizient sind. Hierbei nehmen Anleger eine grafische Beurteilung der Kursverläufe vor und zwar nach dem Motto: Bestimmte Konstellationen ziehen entsprechende Marktbewegungen nach sich. So werden bei der technischen Analyse Trends ermittelt, Unterstützungen sowie Widerstände definiert und es wird nach aussagekräftigen Kursformationen Ausschau gehalten. Kritiker dieser Herangehensweise bemängeln die unzureichende Beachtung objektiv messbarer Daten, doch dass die technische Analyse durchaus funktionieren kann, haben Millionen Anleger bereits beweisen können.


Aktienanalyse mit Hilfe von Kennzahlen

Zu den wichtigsten Punkten, an denen Aktien und somit die Unternehmen bewertet werden können, gehören bestimmte Kennzahlen, die bei jeder Aktie zu finden sind. Dazu zählt zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Der KGV-Wert sagt etwas über das Verhältnis des Gewinns zum Kurs des Wertpapiers aus. Im Grunde kann man den KGV-Wert auch als die Anzahl der Jahre interpretieren, die nötig sind, den Erwerb einer Aktie zu finanzieren.

Zu den weiteren Kennzahlen, die etwas über eine Aktie aussagen, gehören:

  • EKQ
    Diese Abkürzung steht für „Eigenkapitalquote“ und dieser Wert sagt etwas darüber aus, wie solide ein Unternehmen in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht ist. Die Eigenkapitalquote zeigt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital an. Je höher der Wert der EKQ, desto solider ist die finanzielle Lage des Unternehmens und desto höher ist somit auch die Kreditwürdigkeit.
  • KBV
    Hierbei handelt es sich um das sogenannte „Kurs-Buchwert-Verhältnis“. Eine solche Kennzahl zeigt den Marktwert des Eigenkapitals im Verhältnis zum Wert des Kapitals laut Bilanz an. Je höher das Kurs-Buchtwert-Verhältnis ist desto besser sind die Schätzungen, was die wirtschaftliche Zukunft der Aktiengesellschaft angeht.
  • KCV
    Hinter dieser Abkürzung steht die Bezeichnung „Kurs-Cashflow-Verhältnis“. Ein Blick auf diesen Wert ist vor allem bei Aktiengesellschaften angebracht, die aktuell keine Gewinne verzeichnen. Das KCV steht nämlich für das Verhältnis des Aktienkurses zu den voraussichtlichen Mittelzuflüssen.
  • KUV
    Hierbei handelt es sich um das „Kurs-Umsatz-Verhältnis“. Mit Hilfe dieser Kennzahl lässt sich der Marktwert des Unternehmens mit Hilfe des Umsatzes bestimmen. Dabei teilt man den aktuellen Börsenkurs durch den Umsatz pro Aktie.

Sind Aktien für Sie als Anleger geeignet?

Auch wenn Aktien auch auf kurze Zeit angelegt werden können, zeigt sich das Potenzial dieser Anlageform erst im Verlauf von mehreren Jahren. Wer geschickt wählt und seine Wertpapiere mehrere Jahre lang nicht antastet, kann mit Renditen rechnen, an die keine Sparbücher oder Festgeldanlagen herankommen. Hinzu kommen noch die jährlichen Dividendenzahlungen, die sich Anleger entgehen lassen würden, wenn sie eine Aktie nur einige Wochen halten. Wer in kurzer Zeit hohe Renditen erzielen möchte, sollte sich am besten nach anderen Finanzinstrumenten umschauen wie zum Beispiel Futures oder CFDs.

Weiterhin kommt es ebenfalls auf die finanziellen Verhältnisse des Anlegers an und darauf, wie lange er das angelegte Geld überhaupt entbehren kann. Sie sollten auch nur mit Geld handeln, das Sie auch im Falle eines Totalverlustes entbehren können. Haben Sie zum Traden nicht viel Geld übrig oder wollen zunächst mit kleineren Einsätzen einsteigen, dann sind auch hierbei derivate Finanzprodukte wie CFDs empfehlenswert. Hierbei spekulieren Sie ebenfalls auf die Kursentwicklung von Aktien, hinterlegen dabei aber nicht den vollen Preis des Wertpapiers sondern nur eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin.


Welcher Aktien Anlegertyp sind Sie?

Jeder Mensch ist anders und auch beim Trading hat jeder eine ganz eigene Vorgehensweise und trifft individuelle Handelsentscheidungen. Allerdings lassen sich grob drei unterschiedliche Anlegertypen bzw. Risikotypen unter den Tradern ausmachen.

anlegertypen-aktien

A - Konservative Anleger
Ein solcher Trader stellt die Sicherheit über die Rendite. Er ist stets darauf bedacht, das Anlagerisiko möglichst gering zu halten und verzichtet dabei auf eine höhere Rendite. Konservative Anleger möchten sich möglichst wenig mit ihren Anlagen beschäftigen und verlassen sich in vielen Fällen auf den Rat des eigenen Bankberaters. Investiert der Anleger in Aktien, dann entscheidet er sich für etablierte, große Aktien, wie den Dax.

B - Wachstumsorientierte Anleger
Diese Marktakteure achten bei der Auswahl ihrer Aktien in erster Linie auf gute Ertragsaussichten. Hierzu nehmen sie auch größere Wertschwankungen in Kauf, sind aber stets bemüht, die eingegangenen Risiken überschaubar zu halten. Solche Anleger investieren mehrere Stunden in der Woche für Beobachtung und Analyse der Märkte und entscheiden sich voranging für mittelgroße Aktien wie dem MDax.

C - Risikoorientierte Anleger
Dieser Anlegertyp ist vor allem auf besonders hohe Renditen aus und das in möglichst kurzer Zeit. Dabei nimmt er notfalls sehr große Risiken in Kauf und investiert gerne auch in spekulative Anlageformen. Ein solcher Trader verbringt viele Stunden der Woche vor dem Computer, um Märkte zu beobachten, auf Handelschancen zu lauern und zahlreiche Trades zu tätigen.

Fragen Sie sich also, welche Handelsweise Ihnen am ehesten zusagt. Wenn Sie diese Frage jedoch noch nicht eindeutig beantworten können, dann sollten Sie zunächst ein wenig ausprobieren und jede der Varianten testen. Dazu müssen Sie nicht einmal Ihr Geld einsetzen – ein Musterdepot kann vor allem für Aktien-Anfänger eine wertvolle Hilfe darstellen.


Handeln Sie risikofrei mit einem Musterdepot

Ein Anfänger wird sich zunächst schwer tun, die Vorgänge auf dem Börsenparkett zu durchschauen. Und so manch einer hat aus diesem Grund lieber ganz die Finger vom Aktienhandel gelassen. Doch es ist nicht zwingend notwendig, das eigene, schwer verdiente Geld einzusetzen, um den Aktienhandel kennenzulernen. Viele Online-Broker bieten virtuelle Aktiendepots an und auch Ihre Hausbank hat sicherlich ein Online-Musterdepot zu bieten. Mit diesem Konto können Sie die Käufe und Verkäufe von Aktien simulieren, unterschiedliche Anlagestrategien austesten und die Entwicklung Ihrer Wertpapiere beobachten. Auf diese Weise erhalten Sie einen „Blick hinter die Kulissen“ und lernen den Aktienhandel kennen ohne Ihr Kapital einem Risiko aussetzen zu müssen.

Die Nutzung der Musterdepots ist bei den meisten Anbietern kostenlos – es gibt allerdings Unterschiede, was die Dauer der Nutzung angeht. Während das eine Musterdepot auf unbegrenzte Zeit zu haben ist, steht ein anderes Demodepot nur einige Tage zur Verfügung. Auch was den Leistungsumfang des Musterdepots angeht, gibt es teils deutliche Unterschiede. So lohnt es sich, die verschiedenen Angebote zu vergleichen, denn ein Musterdepot kann auch einem erfahrenen Anleger gute Dienste leisten – etwa, wenn er eine neue Handelsstrategie ausprobieren und optimieren möchte.


So finden Sie das passende Aktiendepot

Wie bei jeder Anbietersuche, sollten Sie die Wahl eines Aktiendepots langsam angehen lassen. Überlegen Sie sich zunächst, wo Sie Ihre Aktien kaufen möchten. Soll es die Hausbank sein oder besser ein Online-Broker? Besorgen Sie sich von Ihrer Hausbank alle Konditionen zum Aktiendepot und vergleichen Sie es mit den Angeboten im Netz.

Es gibt einige Punkte, die bei der Wahl des Depotanbieters eine Rolle spielen und wenn Sie die Suche nach den folgenden Kriterien realisieren, können Sie sichergehen, ein gutes Depot zu finden, mit dem Sie noch lange zufrieden sein werden.

Gebühren

Bei jedem Kauf und Verkauf von Wertpapieren entstehen Transaktionskosten. Die Höhe dieser Gebühren hängt in erster Linie von den Konditionen der Anbieter ab und zwischen den Angeboten zweier Broker können ganze Welten liegen. Auch werden in einigen Fällen Jahresgebühren für die Depotführung fällig. Dies stellt eine Ausnahme dar, ist aber durchaus noch vorzufinden. Es gibt noch eine Reihe weiterer Gebühren, die auf Anleger zukommen können und in der Regel finden sich bei jedem Anbieter ausführliche Preis- und Leistungsverzeichnisse.

Mindesteinzahlung

Dieser Punkt mag für Großanleger vielleicht nicht von Bedeutung sein, aber jemand, der in kleinerem Rahmen anlegen möchte, sollte auch herausfinden, welche Konditionen in dieser Hinsicht gelten.

Echtzeitkurse und Handelsanwendung

Auch wenn kostenlose Echtzeitkurse für die meisten Depotanbieter selbstverständlich sind, werden bei einigen Banken oder Brokern Gebühren für Kurspakete fällig. Wird eine hauseigene Handelsplattform angeboten, sollte diese leistungsstark sein, eine professionelle Kursanalyse ermöglichen und die Möglichkeit bieten, Oderzusätze wie Limit oder Stop zu nutzen.

Kundenservice

Auch dieser Punkt sollte nicht unterschätzt werden, denn wer sein Geld bei einem Depotanbieter lässt, sollte auch einen entsprechenden Service erwarten können. Dazu gehören kompetente Mitarbeiter, Versorgung mit aktuellen Wirtschaftsnachrichten und im besten Fall auch Aktienempfehlungen von den hauseigenen Experten.


Fünf Tipps für Aktienanfänger

  1. Informieren Sie sich
    Bevor es um den Einstieg in den Handel geht, sollten Sie sich in aller Ausführlichkeit über vielversprechende Unternehmen und Branchen informieren. Je mehr Informationen Sie zur Verfügung haben, desto fundierter wird Ihre Anlageentscheidung sein können und desto entspannter werden Sie Kursschwankungen wegstecken können.
  2. Setzen Sie sich Renditeziele
    Machen Sie sich bewusst, welche Rendite Sie in welchem Zeitraum erreichen wollen und halten Sie sich auch an Ihre eigenen Vorgaben. Ist das Renditeziel erreicht, dann werden Sie nicht gierig und realisieren Sie Ihre Gewinne.
  3. Verteilen Sie das Risiko
    Handeln Sie nicht nur mit einer Sorte von Aktien, sondern kaufen Sie mehrere Aktienpakete. Ist eine Investition nicht ertragreich, können die Verluste von einer anderen, erfolgreichen Anlage wieder aufgefangen werden.
  4. Selbst entscheiden
    Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Beratungen. Aktienempfehlungen können durchaus nützlich sein und auch der Anlageberater Ihrer Bank hat sicherlich gute Tipps für Ihre Anlage, aber Sie sollten sich nie ausschließlich auf fremde Meinung verlassen. Beschaffen Sie sich auf eigene Faust Informationen zu den empfohlenen Aktien und gehen Sie auf diese Weise sicher, voll hinter Ihrer Entscheidung stehen zu können.
  5. Depotpflege ist wichtig
    Haben Sie Ihr Aktiendepot zusammengestellt, sollten Sie auch bei langfristigen Anlagen immer ein Auge auf die Wertpapiere haben. Passen Sie Stop-Loss-Kurse an, befassen Sie sich regelmäßig mir Kursanalysen und verfolgen aktuelle Entwicklungen in der Welt der Finanzen.

So können Anlagefehler einfach vermieden werden

Junger trauriger Geschäftsmann auf Stuhl

In diesem Artikel kommen wir zu den Fehlern, die in der einen oder anderen Form den meisten Anlegern bereits unterlaufen sind und die wir Ihnen gerne ersparen wollen. Wir stellen Ihnen die 5 häufigsten Anlagefehler vor und zeigen auf, wie Sie diese vermeiden können.

  1. Kurzfristiges Denken

    Viele Trading-Neulinge begehen den Fehler, bei der Kursanalyse einen zu kurzen Zeitraum in der Vergangenheit zu berücksichtigen. Wer etwas über die zukünftige Kursentwicklung einer Aktie erfahren möchte, sollte sich nicht nur die Kurse der vergangenen drei Monate anschauen sondern in größeren Rahmen denken und analysieren.

  2. Handelsentscheidungen von Emotionen beeinflussen lassen

    Gefühle wie Angst und Gier haben beim Aktienhandel nichts zu suchen. Wer deine Anlage nicht nach rein rationalen Aspekten tätigt, wird langfristig keinen Erfolg mit dem Aktienhandel haben.

  3. Eigene Fähigkeiten überschätzen

    Eine erfolgreiche Investition sagt nichts über das Geschick eines Traders aus. Allerdings steigen viele Trader schlecht vorbereitet in den Aktienhandel ein und verlassen sich bei ihren Investitionen auf ihr angebliches Geschick.

  4. Vergangene Geschehnisse falsch Interpretieren

    Auch wenn die Analyse der historischen Kursverläufe ein wichtiger Aspekt ist, liegen manchmal selbst Profis mit den Bewertungen vergangener Marktbewegungen daneben und somit auch bei der Prognose, die sie für die Zukunft geben.

  5. Häufiges Umschichten

    Viele Aktien-Anfänger machen den Fehler, Aktien zu häufig zu kaufen und zu verkaufen. Das kommt nicht den langfristigen Renditeaussichten zugute sondern vor allem dem Depotanbieter, der für jede Transaktion Gebühren erhebt.